"Bitcoins – eine vielversprechende Alternative."

(c) Siegfried Fries / pixelio.de

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Oder ist der Bitcoin doch nur Betrug und Spekulationsblase? Ein Pyramidenspiel? Zu volatil, um jemals ein Zahlungsmittel zu sein? Ein ]Investmentwahn wie die Tulpenzwiebeln? Diese Woche hat es kräftig Kritik am Bitcoin gehagelt. Eine Bank bringt ihre (kritische) Meinung zu unserer Lieblingswährung in die deutsche Öffentlichkeit. Die reagiert skeptisch. Außerdem war Bitcoin Friday. Jippie.

Der Bitcoin Friday hat den Preis ein wenig aufgescheucht. Es hat nicht gestürmt, aber gewindet. Freitag und Samstag feierte der Kurs mit rund 850 Euro Höchststände, Sonntag kam dann der Kater. Der Preis gab spürbar nach und drohte am Abend des ersten Advents sogar, in den 600er-Bereich zu fallen. Anleger dürfte das die Laune kaum verdorben haben. Für Händler, die ihre Ware am Bitcoin-Friday zu Spitzen von 840 Euro verkauft hatten, könnte es jedoch beunruhigend gewesen sein.

Glücklicherweise fing sich der Preis bei starken 750 Euro vorerst ein. Also knapp unter dem Niveau des Bitcoin Friday.

Zu volatil für eine Währung?

Damit wären wir beim ersten Thema: Die Volatilität. Die schaffte es letzte Woche in zahlreiche deutsche Zeitungen. Der Chefvolkswirt der Commerzbank hatte nämlich der Wirtschaftswoche ein leider kurzes Interview zum Bitcoin gegeben, das dann von einer Presseagentur verbreitet wurde und seinen Weg in Magazine und Zeitungen von der Münchner Abendzeitung bis zum Manager Magazin geschafft hat.

Die Meinung des Chefvolkswirtes der Commerzbank? Der Bitcoin habe keine Zukunft. Die Kryptowährung trage durch die starken Kursausschläge ihre Zerstörung bereits in sich. „Niemand verwendet eine Währung, die dauernd Achterbahn fährt.“

Ist es so? Wir begrüßen alle Kommentare der Händler und auch Kritiken von Lesern, Bankern oder Politikern. Allerdings glauben wir, dass die Volatilität auch ihre Vorteile haben kann. Derzeit geht der Kurs, trotz aller Ausschläge nach oben und unten, in der Tendenz nur in eine Richtung – nämlich ziemlich steil hinauf. Ein Händler, der Bitcoins nicht sofort und nicht morgen, sondern in einer Woche oder einem Monat umtauscht, hat eine gute Chance, aus der Volatilität Gewinn zu schlagen. Und wem das zu riskant ist, der kann über Zahlungsdienstleister wie BitPay Bitcoins akzeptieren, aber Euro empfangen.

Außerdem – wer sagt, dass die Volatilität von Dauer sein muss? Relativ gesehen flacht sie derzeit ab. Es sieht zwar extrem aus, wenn der Preis mal eben um 100 Euro absackt – aber diese entsprechen „nur“ 10 bis 20 Prozent. Da gab es schon wesentlich heftigere Kursstürze. Das erforderliche Kapital, um den Kurs ausschlagen zu lassen, wird immer größer und geht mittlerweile in die Millionen. Möglich also, dass sich das Problem mit der zunehmenden Marktkapitalisierung von selbst lösen wird.

Pennystocks, Schneebälle und Tulpenzwiebeln

Gleiches Feld, zweite Kritik: Die Commerzbank hat ein paar Tage später noch einmal nachgelegt. Eine oft republizierte Pressemeldung mit dem etwas suggestiven Titel „Bitcoin – eine trügerische Alternative?“ berichtet, das die Commerzbank ihre Kunden vor der virtuellen Währung warnt: „Sie könnten genauso gut auf jeden Pennystock setzen, denn auch Bitcoins haben keine Chance, jemals zu einer umfangreich verwendeten Währung zu werden.“ Ein Analyst der Commerzbank hat die Haltung der Bank bewundernswert elegant ausgedrückt: „Wer das Platzen einer Blase beobachten will, sollte den Bitcoin gut im Auge behalten.“

Ein relativ großer Teil der kommentierenden Leserschaft stimmt der Commerzbank zu. Dieser beinah absurde Anstieg des Preises – das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen, oder? Häufig treten zwei Schlussfolgerungen auf: Der Bitcoin ist ein Pyramiden-/Schneeball-/Ponzisystem. Oder eine Tulpenblase.

Innere Leere?

(c) Stefanie Göllner / pixelio.de

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Fangen wir mit der Pyramide an. Im Prinzip funktioniert sie wie ein Schneeball- oder Ponzisystem, und im Prinzip liegt es nahe, den Bitcoin mit ihr zu verwechseln. Ein klassisches Pyramidenspiel ist es, Anlegern hohe Zinsen zu versprechen, diese aber aus den Einlagen neuer Anleger zu bezahlen. Und so weiter. Wer früh einsteigt, macht exponentiell Gewinne, wer zu spät kommt, verliert. Über kurz oder lang stürzt das Kartenhaus zusammen.

Ja, auch der Wert des Bitcoins steigt geradezu lächerlich schnell, und das nur aus einem einzigen Grund: weil mehr Menschen Bitcoins kaufen. Wie ein Schneeball eben. Aber macht ihn das auch zu einem Schneeballsystem? Wäre dann nicht auch eine erfolgreiche Aktie ein Pyramidenspiel? Natürlich nicht.

Es gibt einige grundsätzliche Unterschiede zwischen einer Aktie und einem Pyramidenschema:

  •  Ein Pyramidenspiel bricht zusammen wie ein Kartenhaus, wenn keiner mehr einsteigt, weil die Zinsen nicht mehr bezahlt werden können. Aktien durchstehen auch Phasen, in denen der Kurs stagniert oder sinkt, in denen also mehr Leute aus- als einsteigen. So auch der Bitcoin.
  •  Im Inneren eines Pyramidenspiels herrscht Leere. Der Wert baut einzig und allein auf dem Versprechen, dass der Kurs steigt. Ohne steigende Kurse ist das, was die Gelackmeierten gekauft haben, nutzlos. Die letzten halten die leeren Säcke. Hinter einer Aktie steht dagegen das Potenzial eines Unternehmens, von BASF, twitter, Osram undsoweiter. Investoren setzen darauf, dass sich eine bestimmte Technologie oder Branche auf dem Markt behauptet, etwa Smartphones, Karbonfasern oder Windräder. Oder eine kryptographische Währung.

Eine Aktie ist ein Investment, sie gibt einem Unternehmen Kapital in der Hoffnung, dass es wertschöpfend genutzt wird. Ähnlich ist es, wenn Sie Bitcoins kaufen. Die Wertsteigerung ist eben eine andere Liga. Der Kurs ist in den letzten acht Monaten um fast 10.000 Prozent gewachsen. Das bedeutet, die Leute, die schon früher in ihn investiert haben, konnten sich plötzlich hundertmal so viel kaufen wie zuvor. Zumindest theoretisch.  Aber zumindest ein Teil der Kapitalströme, die im April den Bitcoin geflutet hatten, wurde genutzt, um die ihn voranzutreiben. Es wurde etwa in die Infrastruktur des Netzes gesteckt, mit dem Ergebnis, dass dieses nun so stark ist, dass es die 500 schnellsten Supercomputer der Welt es nicht kapern könnten. Bei weitem nicht. Außerdem haben sich hunderte oder tausender Entwickler Freizeit gekauft, um international vernetzt am Bitcoin-Code zu arbeiten. Hunderte von Unternehmen haben sich entwickelt. Der Bitcoin schafft Arbeitsplätze.

Dabei war dies bisher nur der Sprung auf die 80-100 Euro. Wir sind gespannt, was der Sprung auf die 700 hervorbringen wird.

Eines steht aber fest: Eine innere Leere sieht anders aus.

Es ist … eine Tulpenzwiebel?

(c) Verena N. / pixelio.de

Beliebt unter den Kommentatoren der Artikel war es auch, den Bitcoin als Tulpenzwiebel abzutun. Die Tulpenzwiebel ist der Inbegriff der irrationalen Spekulationsblase, seit sie im frühen 17. Jahrhundert in Amsterdam kurzzeitig so begehrt war, dass vor Gier verhexte Kleinanleger sogar ganze Stadthäuser gegen sie getauscht haben … Bis die Blase platzte. Eine Tulpenzwiebel ist eben nicht nur begrenzt nutzwertig, sondern als Tauschobjekt vergänglich.

Womit wir wieder bei der inneren Leere werden. Der Preis stützt sich auf keinen Gebrauchswert. Beim Bitcoin ist es dagegen nur schwer abzustreiten, dass er einen Gebrauchswert hat: Er ist unschlagbar schnelles, sicheres und wertbeständiges Zahlungsmittel. Das System an sich – nicht das der Nutzer – arbeitet rund um die Uhr und ist, wie gesagt, nicht einmal durch die schnellsten Supercomputer der Welt kleinzukriegen.  Der Bitcoin funktioniert als Zahlungsmittel.

Es gibt viele Probleme, die noch zu lösen sind, wie die Größe der Blockchain, die Zentralisierung des Minens, die Abwehr von Hacks, der Umgang mit Kriminalität, um nur ein paar zu nennen — aber eine leere Spekulationsblase ist der Bitcoin bestimmt nicht.

Und es ist … ein Zahlungsmittel!

Das zeigte sich spätestens am Bitcoin Friday. Laut ersten Berichten war der Aktionstag ein grandioser Erfolg.

Gordon Leu von Bits Systemhaus sagte: „Das macht richtig Spaß Leute, wir hätten niemals mit so einer Resonanz gerechnet! Wir werden unser Angebot definitiv weiter ausbauen.“ Auch andere Händler haben von hervorragenden Umsätzen erzählt, aber dazu kommen wir ein andermal.

Der Tag fand weltweit statt, Epizentrum war – wie sollte es auch anders sein – die USA. Dort haben rund 500 Shops mitgemacht.

Die Zahlen: Es gab 102.000 Transaktionen, so viel wie noch nie. In Dollar gezählt wurden am Bitcoin-Friday mehr als 410 Millionen versendet. Stau gab es in der Blockchain nicht. Im Gegenteil: Bis auf wenige Ausnahmen wurden die meisten Transaktionen, sofern sie eine kleine Gebühr (ca. 6 cent) bezahlt haben, innerhalb kürzester Zeit prozessiert, die durchschnittliche Dauer zur Bestätigung betrug 8 Minuten. Es funktioniert!

Über Christoph Bergmann (1584 Beiträge)
Das Bitcoinblog wird von Bitcoin.de gesponsort, ist inhaltlich aber unabhängig und gibt die Meinung des Redakteurs Christoph Bergmann wieder. Christoph hat vor kurzem ein Buch geschrieben: Bitcoin: Die verrückte Geschichte vom Aufstieg eines neuen Geldes. Das Buch stellt Bitcoin in seiner ganzen Pracht dar. Ihr könnt es direkt auf der Webseite Bitcoin-Buch.org bestellen - natürlich auch mit Bitcoin - oder auch per Amazon. Natürlich freuen wir uns auch über Spenden in Bitcoin, Bitcoin Cash oder Bitcoin SV an die folgende Adresse: 1BergmanNpFqZwALMRe8GHJqGhtEFD3xMw. Wer will, kann uns auch Hier mit Lightning spenden. Tipps für Stories sind an christoph.bergmann@mailbox.org immer erwünscht. Wer dies privat machen möchte, sollte meinen PGP-Schlüssel verwenden.

21 Kommentare zu "Bitcoins – eine vielversprechende Alternative."

  1. Danke für diesen Artikel.

    Es gibt Momente, da müssen alte Systeme gehen um „frischem Wind“ Platz zu machen. So wird es in den nächsten 10 Jahren den Banken und anderen Finanzinstituten ergehen, die nicht für das Allgemeinwohl sorgen.

    So wird auch der Bitcoin irgendwann durch etwas ersetzt werden.
    Etwas „neues“.

    Jedes System das zu Starr ist zerbricht. In der Zwischenzeit tut unserem Währungssystem die Bitcoin-Auflockerung nur gut 🙂

    Gruss,
    Yannis

    • Bitcoins sollen noch in der Beta Phase sein. Sobald alle Bugs behoben sind kommt mit Sicherheit Bitcoin 2.0 raus.

  2. Mittlerweile gibts Zahlen zum Bitcoin-Black-Friday:

    ****************
    „Laut Coinometrics, einem Unternehmen, das den Handel mit Crypto-Währungen beobachtet, wechselten an diesem Tag exakt 102.010 Bitcoins den Besitzer – das ist neuer Rekord. Auch bei BitPay, dem führenden Anbieter für Händler-Bitcoin-Transaktionen, war der sogenannte Black Friday der geschäftigste Tag der Firmengeschichte.

    In 24 Stunden wurden über diesen Dienst rund 6.300 Bezahlungen mit Bitcoins getätigt. Zum Vergleich: Vor einem Jahr waren am selben Tag gerade einmal 99 Transaktionen mit der Währung abgewickelt worden. “
    ***************

    Ganzer Artikel (interessant, v.a. die Vergleichsgrafik zu anderen Zahlungsdiensten wie Paypal): http://winfuture.de/news,79153.html

    • Martin Burrows // 4. Dezember 2013 um 17:06 // Antworten

      Ja, die Vergleichsgrafik ist wirklich interessant.
      Die Volumina von Visa+ Mastercard sind ca. 100x so hoch wie die von Bitcoin.

      Ich freue mich schon, wenn der Bitcoin 100 fach verbreiteter (und damit auch 100 fach wertvoller) ist, bei dem aktuellen Boom dauert es vielleicht noch 3 Jahre. Müsste ja eigentlich drin sein, denn die Liste der Vorteile bei BTC im Vergleich zu Visa / Mastercard ist lang.

  3. Bitcoin-Blase? Euro-Blase? Äpfel und Birnen!
    Schade, das der bitcoin immer noch mit unseren FIAT-Währungen verglichen wird.
    Klar muss man heute mit euro, Dollar Renminbi &co. bitcoin kaufen. Doch gerade das
    sind doch die wahren „Blasen“Währungen. In einigen Jahren wird wohl kaum jemand mehr
    auf die Idee kommen seine BC in Fiat-Währung zu tauschen, so wie heute wohl keiner mehr
    DM oder italienische Lire kaufen würde. Dienstleistungen und Waren, das kann man gegen bitcoin
    tauschen, so wie letzten Freitag. Wer an den bitcoin glaubt, hört irgendwann auf
    Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

  4. Meiner Ansicht nach ist Bitcoin ein Pyramidenspiel, eben keine Aktie hinter der ein Wert steht und die deswegen von Anlegern gekauft wird. Keiner weiß wer der mysteriöse Creator ist und wieviele Bitcoins er sich leicht errechnet hat. Das Geld fließt im Prinzip zu denen, die die Bitcoins quasi umsonst bekommen haben. Weil die Menge an Bitcoins begrenzt ist, das Errechnen sich nicht mehr lohnt, hat das „Spiel“ einen raffinierten „Deckel“ und weil ebay eben NICHt Bitcoins als Zahlungsmittel einführen wird (die verdienen mit Ihrem paypal ja Dicke), wird er sich auch nicht als Zahlungsmittel durchsetzen.

    • Ich stimme dir nicht zu. Es spielt keine Rolle wer Satoshi Nakamoto war. Der Bitcoin wurde ohne Pre-Mine veröffentlicht, mit ausnahme des Genesis Blocks, der notwendig war, um die Blockchain zu starten. Natürlich hatte der Entwickler schon von vornherein das Potenzial mit zu minen, allerdings hätte das auch jeder andere tun können, da der erste Block praktisch zeitgleich zur Veröffentlichung des ersten Clients passiert ist, womit jeder, der davon wusste die gleichen Chancen hatte. Außerdem ist Bitcoinmining fern von unprofitabel.

      Was hat ebay mit dem Erfolg von Bitcoins zu tun? Benutzt überhaupt noch jemand ebay?

    • Martin Burrows // 5. Dezember 2013 um 21:20 // Antworten

      Du hast da nicht ganz unrecht, allerdings wird das Szenario je mehr Zeit voranschreitet und der Bitcoin-Kurs weiter steigt immer unwahrscheinlicher, da die meisten Bitcoins der „early adopters“ schon längst den Besitzer gewechselt haben (werden).
      Sobald einer dieser Früheinsteiger seine Bitcoins „Liquidiert“ geht sein ganzer Bonus flöten, und er verliert seinen Platz in der „Pyramide“…
      Eines ist sicher, je Dollar-Geiler ein Bitcoin-Besitzer desto früher sein Ausstieg.. 😉
      Und wenn Du dir Sorgen um Satoshi’s Geisteshaltung machst, dann lies mal sein Whitepaper. Ich für meinen Teil erkenne da gut zwischen den Zeilen was für ein Mensch Satoshi ist/war.
      Um eines Menschen Geist zu lesen hilft mir eine Arbeit von ihm besser, als seinen wahren Namen zu kennen.

      liebe grüße und Mut zur rechten Entscheidung 😉

  5. Schöner Artikel! Ich will den Vergleich mit den Tulpenzwiebeln noch etwas weiter spinnen:

    > Eine Tulpenzwiebel ist eben nicht nur begrenzt nutzwertig,
    > sondern als Tauschobjekt vergänglich.

    ich würde präzisieren: der Nutzwert ergibt sich für mich aus 3 Faktoren:
    1) intrinsischer Nutzwert (man kann eine schöne Blume wachsen lassen)
    2) Tauschobjekt mit zumindest kurzfristigem Wert als Tool für den Handel (hat ja bei den Zwiebeln eine Zeit lang funktioniert)
    3) Kapitalanlage (hier spielen die Faktoren physikalische Haltbarkeit und der zukünftige Kurs eine Rolle)

    > Womit wir wieder bei der inneren Leere werden.
    > Der Preis stützt sich auf keinen Gebrauchswert.
    > Beim Bitcoin ist es dagegen nur schwer abzustreiten,
    > dass er einen Gebrauchswert hat: Er ist unschlagbar
    > schnelles, sicheres und wertbeständiges Zahlungsmittel.

    Der Unterschied scheint auf den ersten Blick gar nicht so groß: OK, als „Tool für den Handel“ ist der bitcoin ungleich praktischer, weil man ihn per E-mail verschicken kann, was man von einer Zwiebel nicht behaupten kann. Aber ob er wertbeständig ist, hängt letztlich von dem Funktionieren einer partiell selbsterfüllenden Prophezeiung ab: der Wert hängt davon ab, wieviel bitcoins die Leute haben wollen. Und wieviele bitcoins die Leute haben haben wollen, hängt davon ab wie sie seine Wertentwicklung einschätzen.

    Interessant finde ich folgendes Gedankenexperiment: nehmen wir an, der bitcoin wäre in der Zukunft als Zahlungsmittel breit etabliert, aber keiner will größere Mengen dauerhaft besitzen, weil das Misstrauen in den zukünftigen Kursverlauf zu groß ist. Dann kommt es darauf an, wieviele Menschen ihn benutzen und welchen Wert man in bitcoins in seiner Portokasse bereithalten muss, um ihn zu nutzen.

    Machen wir mal eine Beispielrechnung auf: wenn der Bitcoin wertstabil bliebe (aktueller Kurs ca. 750€), dann hätten alle 21 millionen bitcoins zusammen einen Wert von 15 Milliarden. Das reicht für 100 Millionen Nutzer, die eine durchschnittliche Portokasse von 100€ halten. Wenn wir das für realistisch halten, dann wird der Kurs langfristig kaum sinken können.

    Aber vielleicht habe ich mich hier um ein paar Nullen verschätzt 😉

    • 21 Mio.BTC entsprechen approximativ 21 kt Gold: 1 BTC entspricht daher 1 kg Gold.Da die Anzahl von BTC nicht vermehrt werden kann,können nur die Stellen hinter dem Komma verlängert werden.
      Warum sollen z.B. die OPEC-Staaten mit Gold ihre Ware bezahlt bekommen–wenn es leichter in Lichtgeschwindigkeit elektronisch geht?
      Dann wird das Monopol der fiat-money banken ausgehebelt, die Nationalwährungen verkommen zu einem nichtkonvertierbaren Geld und gelten nur im eigenen Land–wie die Reichsmark von 1924 bis 1948. Der Goldstandard wird wieder eingeführt, und jeder Finanzminister kann mit seiner Monopolywährung herum experimentieren bis zur galoppierenden Inflation, um dann wieder zum Goldstandard zurüxckkehren zu müssen, wenn er Welthandel betreiben will.-.Jeder Reisende kann überall seine BTC in Landeswährung fast gebührenfrei eintauschen. Herrlichen Zeiten gehen wir entgegen!

  6. jaja die banken-all paar jahre ein absturz-aber dennoch eine grosse schnauze……
    anstatt andere neue wege zu kritisieren,waere putzen vor den eigenen banktueren angesagt….
    100000tausende haben ihr Geld verlore-wass man beim bc nicht sagen kann……oder??

  7. Es sei noch erwähnt, dass der Bitcoin, als direkte und stärkste Konkurrenz, die große Bedrohung für das Bankmonopol darstellt.
    Zu Recht! Denn Marktgeld kontra Staatsgeld ist wie Kapitalismus kontra Sozialismus.

  8. Was dem Bitcoin allerdings passieren könnte ist, dass er durch ein anderes System abgelöst wird. Ripple zum Beispiel ist schneller und billiger als Bitcoin und hat mehr Funktionen. Sollte es plötzlich zu einer Flucht vom einen ins andere System kommen, könnte der Bitcoin plötzlich zusammenbrechen.

  9. Fritz Kroener // 4. Dezember 2013 um 21:59 // Antworten

    Jeder Informierte weiss doch das die Centralbanken, BIS, das FederalReserveCartel,ECB, BoE, IMF und Weltbank mit ihrem FIAT-Money
    ganze Volkswirtschaften ruinieren und jeden der dieses Schulden-Geld gebraucht zum Sklaven ihres Systems macht.
    Da kann doch jedem freiheitlich gesinnten Individuum nur das Herz hoeher schlagen wenn endlich ein System wie Bitcoin daherkommt welches das Potential hat dieses Ausbeutungs-System zu unterminieren.
    Das die Herren von Commerzbank und Konsorten darueber nur negativ labern liegt in der Natur der Sache; damit gegeben sie nur ihrem Unbehagen Ausdruck. Sie haben scheinbar kein Gegenmittel, sie koennen selbst die NATO nicht einsetzen. Klasse doch, he ?

    • haben wohl einen Maulkorberlaß der Regierung erhalten. Eine bessere Werbung für dieses neue System können sie gar nicht machen!

  10. Ich habe selbst einige Miner laufen mit ca. 4 Th/s, dieses Invest möchte ich irgend wann wieder eingespielt haben, Zeitraum 12 Monate.

    Nun benötige ich aber einen Preis von 2000 USD im Moment um mein Invest wieder einzuspielen.

    Einige Bitcoins habe ich bereits, doch nicht genug beim aktuellen Kurs um von Gewinn zu reden.
    Daher bin ich erst mal gezwungen meine Bitcoins zu horten.

    Im Moment habe ich Zeit und auch keinen Druck meine Bitcoins gegen Bares einzutauschen, daher werde ich kein Stück verkaufen, bevor es nicht wirklich sein muss.

    Ich müsste bescheuert sein meine hart Verdiensten Coins für einen Apfel und ein Ei zu verkaufen, also warte ich auf einen guten Zeitpunkt.

    Und so wie ich denken viele andere auch, das was an den Bitcoin Börsen verdient wir hat auf der anderen Seite jemand anders hinein gesteckt.

    Im Moment werden zwar überwiegend Coins aus vergangenen Zeiten gehandelt, doch morgen werden es die von gestern sein.

    Und die wird kein miner für 800 Euro gerne hergeben. Schnappschuss Screenshot. Heute 2013 Dezember,
    halte ich einen Bitcoin Kurs von 5000 USD zum Ende nächsten Jahres für realisierbar.

    Warum?

    Ganz einfach. Die Kosten für einen Coin werden enorm steigen, alleine durch die Stromkosten schon und zum zweiten wird es länger dauern einen Coin zu generieren. Die Preise für Hardware wird je Gh/s günstiger.

    Gilt für heutige Geräte. Neue Geräte werden sich am Verhältnis Watt je Giga Hash messen lassen müssen.

    Also der Hersteller der die beste Energie Effizienz hat wird für seine Hardware bessere Preise bekommen, als Energieschleudern.

    Die Menschen die in das Geschäft neu einsteigen werden immer mehr und werden mit der Zeit erkennen, dass es ja noch ganz andere Coins gibt, für die man auch gutes Geld bekommt.

    Ich persönlich empfehle jedem diese alternativen Coins gelegentlich auch herzustellen, denn morgen können (werden) diese auch viel mehr wert sein.

    Ja, wie mein Vorredner bereits ausgeführt hat, die Flucht in andere Coins. Logo für mich als Miner spielt das keine Rolle, wenn man erste Ansätze verspürt, dann kaufe ich mich in die andre Währung ein, oder re- investiere mein Bitcoins in neue Hardware und stelle morgen auf die anderen Coins um.

    Die, die dann diese Bitcons nur zum zocken und abzocken anderer Menschen benutzt haben, die werden auf die Nase falle.

    Jede Währung muss fließen, von A nach B, von Miner zur Börse, von der Börse zum Kunden, vom Kunden zum Händler, vom Kunden zum Miner. Wenn dieser Kreislauf funktioniert, dann kann dieser Währung nichts mehr im Wege stehen.

    Ebay hat ja bereits Interesse an den Bitcoins als Zahlungsmittel gezeigt und man plant im geheimen die Implementierung.

    Besser kann es dann nicht mehr sein, danach wird Amazon kommen und die anderen großen auch, denn so können die noch besser Steuern sparen, bis hinzu keine mehr zahlen.

    Bis unser träger Staat das kapiert hat, sind Milliarden im Bitcoin Netzwerk verschwunden.

    +STOP+END+OVER+OUT

    FUBLY

  11. Ich meine nicht Milliarden der kleinen Leute, nein ich meine die Ebay´s und Amazons und wie die Abzocker sonst noch heißen.

    Bieten auf deutschem Boden Dienste an, kassieren hier das Geld, lassen es dann legal nach Holland fließen und verarschen uns Bürger hier in Deutschland nach Strich und Faden, unsere Bundesregierung bekommt es vor lauter Machtwahn nicht auf die Rolle, weil man sich jetzt erst mal 2 Jahre um die zu erringenden Ämter kümmert und danach noch um die, die von diesen wieder abgeschossen werden.

    Ja Ja, man ist sich ja heute schon einig, dass in vier Jahren diese Koalition wieder aufgelöst wird.

    Wir deutschen sind einfach viel zu dumm, um zu erkennen, dass 6,75 € brutto je Stunde nicht zum leben reichen, man bekommt ja noch Mietkosten Zuschuss und diesen Zuschuss und dann weil das auch nicht alles reicht noch etwas aus Hartz 4.

    Sind wir den bescheuert, die Riesen kassieren uns ab, zahlen Ihre Steuern im Ausland (vielleicht) und wir gehen den ganzen Tag arbeiten und brauchen noch Stützte.

    Ich packe das alles nicht wie DUMM sind wir Deutschen denn.

    MINDESTLOHN, ich breche zusammen, klar Muss der her, doch wie soll der aussehen. 10 Euro je Stunde.

    Ich lach mich tot! Es ist so einfach. Hartz 4 als Basis + 40 %. Das ist Mindestlohn und nix anderes.

    Sorry etwas am Thema vorbei

    Zurück zum Preis „““““ WERT „“““ des Bitcoins.

    Also mein lieber Vorredner da oben, du arbeitest wohl in einer Bank, denn du redest die gleichen leeren Worte wie mein Bankberater (nixwisser) von der Sparkasse.

    Wert des Bitcoins, klar gibt es den.

    Man benötigt folgende Zutaten:

    * Hardware
    * Software
    * Strom
    * Lagerplatz
    * Betreuung
    * Wartung
    * Instandhaltung
    * Internetgebühren (DSL)
    * Firewall
    * Router
    * PC
    * Zeit & Geduld

    Glaubst du die Dinger fallen aus dem Himmel, einfach so kostenlos? :):):)

    Die kleinste Einheit im Bitcoin heißt ein Satoshi, wie viele Stellen hinter dem Komma das sind
    darfst du selbst mal heraus finden.
    Ein Satoshi = Ein USD Cent. Dieser Tag wird kommen.

    Und Christfree, erkläre uns mal was ein Pyramiden System am Bitcoin ist.

  12. Dass das Bitcoin-Prinzip funktiniert, ist meiner Meinung nach längst nachgewiesen.

    Banken und Regierungen sollten sich auf den Bitcoin als Konkurrenz zu ihren Währungen einstellen. Ich glaube nicht, dass er noch aufhaltbar ist, sondern dass wir stattdessen am Anfang einer großen Bewegung stehen. Das bedeutet, dass man besser mitmacht, bevor man davon überrollt wird, und das gilt auch für Banken.

    Von solchen Bewegungen spricht Peter Kruse vor dem Bundestag in nur 3 Minuten. Unbedingt sehenswert: BundestagTV, Peter Kruse – Revolutionäre Netze durch kollektive Bewegungen

  13. Also wenn die Commerzbank nicht selber Versuchsweise mit Bitcoins spekuliert, fress ich einen Besen. Gerade soclhe Pleiteläden wie die armselige Commerzbank hat doch ein „Händchen“ dafür, solche risikobehafteten Spekulationen mitzumachen.

    Solche Heuchler.

  14. Ich hätte gerne sofort die rosige(ohne Spott) Zukunft des BC angenommen,
    aber lassen die heutige Finanzmachthaber die Sache mit BC ungestört laufen?
    Kaum zu glauben…

  15. Ich bin Händler und bin überrascht wie naiv dieses Thema hier angegangen wird. Ich will nicht spekulieren. Ich will meinen Kunden eine einfache Zahlungsmöglichkeit bieten. Wenn der Kurs aber täglich derart schwankt, ist eine kaufmännisch seriöse Kalkulation nicht möglich. Und der Hinweis, dass man Bitcoins halt einfach länger halten soll, weil in letzter Zeit der Kurs ja immer stetig nach oben ging, ist für mein Verständnis nichts anderes als naiver Idealismus. Woher wollt ihr denn wissen, dass der Kurs stetig weiter steigen wird? Es ist doch offensichtlich, dass der Bitcoin momentan ein reines Spekulationsobjekt ist; was bedeutet, dass die Reise ganz schnell auch nach unten gehen kann.
    Solange Bitcoin sich nicht halbwegs stabil zum Euro verhält und ich beim Bäcker mit Euro zahlen muss, kommt diese „Währung“ für mich als Händler nicht in Frage.

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