Bitcoin gewinnt Linux New Media Award

Oliver Flaskämper

Oliver Flaskämper

Gestern wurden auf der CeBIT die Linux New Media Awards verliehen. Der Bitcoin erhielt den Preis in der Kategorie „Innovativstes Open Source Projekt“. Stellvertretend für den Bundesverband Bitcoin und die Szene hat Oliver Flaskämper, Geschäftsführer von Bitcoin.de, die Auszeichnung entgegengenommen.

Die Medialinx AG mit Sitz in München ist der weltweit größte Content-Provider rund um Linux und Open Source. Gemeinsam mit der CeBIT Open Source zeichnet das Unternehmen einmal jährlich Projekte, Organisationen, Personen und Unternehmen für ihre besonderen Verdienste rund um Linux und Open Source aus.

Gestern war es auf der CeBIT wieder einmal so weit. Als es zur Verleihung des Awards für das innovativste open source Projekt kam, überreichte Moderator Michael Fellner das Mikrofon an den Open-Source-Experten Thomas Uhl. Dieser sagte, das ausgelobte Projekt sei „ein bißchen davon“ – er schüttelte sein Smartphone – und „ein bisschen Kryptographie. Verdammt viel Kryptographie.“ Manche würden sagen, es sei ein Glücksspiel, andere, es sei Betrug, wieder andere, man könne viel Geld verlieren und die nächsten sagten, es sei überhaupt kein Geld, während andere sagten, es sei die Zukunft der Digital Economy.

Sie hätten schon nach dem zweiten Satz gewusst, worum es geht, oder? Da der Schöpfer des Bitcoins, Satoshi Nakamoto, wegen seiner fortlaufenden Anonymität nicht verfügbar war, überreichte Uhl die Auszeichnung an Oliver Flaskämper, der sie in seiner Funktion als Vorstandsmitglied des Bundesverbands Bitcoins sowie stellvertretend für die deutsche Bitcoin-Szene entgegennahm.

In seiner Dankesrede erklärte Oliver Flaskämper, dass Bitcoin.de wohl der größte Bitcoin-Marktplatz in Europa sei, er aber hoffe, dass es bald mehr Konkurrenz gibt: „Wir brauchen viel mehr Infrastruktur.“ Dann gab er noch folgenden schönen Satz von sich: „Wikipedia hat das Wissen revolutioniert, twitter und facebook die Meinungsfreiheit, und der Bitcoin revolutioniert das Geld.“

Da dem nichts mehr hinzuzufügen ist, nur noch ein abschließender Hinweis: Die Verleihung wird bald als Stream auf der Internetseite des Linux Magazins zu sehen sein.

Über Christoph Bergmann (1568 Beiträge)
Das Bitcoinblog wird von Bitcoin.de gesponsort, ist inhaltlich aber unabhängig und gibt die Meinung des Redakteurs Christoph Bergmann wieder. Christoph hat vor kurzem ein Buch geschrieben: Bitcoin: Die verrückte Geschichte vom Aufstieg eines neuen Geldes. Das Buch stellt Bitcoin in seiner ganzen Pracht dar. Ihr könnt es direkt auf der Webseite Bitcoin-Buch.org bestellen - natürlich auch mit Bitcoin - oder auch per Amazon. Natürlich freuen wir uns auch über Spenden in Bitcoin, Bitcoin Cash oder Bitcoin SV an die folgende Adresse: 1BergmanNpFqZwALMRe8GHJqGhtEFD3xMw. Wer will, kann uns auch Hier mit Lightning spenden. Tipps für Stories sind an christoph.bergmann@mailbox.org immer erwünscht. Wer dies privat machen möchte, sollte meinen PGP-Schlüssel verwenden.

14 Kommentare zu Bitcoin gewinnt Linux New Media Award

  1. „Wikipedia hat das Wissen revolutioniert, twitter und facebook die Meinungsfreiheit, und der Bitcoin revolutioniert die Geld.“

    Das hat er so gesagt? Die Geld? 🙂

    Abgesehn davon würde ich mir wünschen, ihr würdet aufhören, „der Bitcoin“ zu sagen – da gehört kein Artikel hin. Mittlerweile sollte Insidern ziemlich klar sein, dass man nicht von einem tatsächlichen „Coin“ spricht wenn man Bitcoin sagt.

    Schließlich sieht der Satz ja auch nicht so aus: „Das Wikipedia hat das Wissen revolutioniert, das Twitter und das Facebook die Meinungsfreiheit und der Bitcoin revolutioniert die Geld.“

    • Ups, sorry, danke für den Hinweis.
      Zum männlichen Artikel vor Bitcoin: Es heißt ja auch „der Dollar“, „der Euro“, „der Rubel“ etc.

      • …und die Rupie und die Krone usw.

      • Ich finde „der Bitcoin“ ganz OK.
        „Die“ Bitcoin hört sich auf jedenfall seltsam an, obwohl coin ja als Münze übersetzt weiblich ist.
        Und „das“ Bitcoin erinnert mich immer an die unsägliche österreichische Art von „das Cola“.
        Nee, der Bitcoin ist OK.

      • Liebe Bitcoin und Bitcoininnen. Oder wäre die Bitcoinenden besser?

        Aus die Münze, die Coin zu machen, ist genau so sinnvoll, wie aus „la lune“, die Mond und aus „le solail“ der Sonne zu machen.

        Von den über 160 Währungen sind bis auf Rupie, Rupiah, Krone Lira, Mark und noch zwei drei, alle männlich. Sächlich gibt es nur bei: Das Pfund. 96% der Bitcoinenden sind männliche Bitcoiner und nur 4% Bitcoinerinnen.

        Bitcoin oder der Bitcoin klingt doch einfach am besten.

        Der Duden.de sagt im übrigen dazu:

        „Leider haben wir zu Ihrer Suche nach ‚Bitcoin‘ keine Treffer gefunden.“

        Na, Hauptsache man kann Duden mit Bitcoin bezahlen! Da war das Geld Bitcoin schneller beim Duden, als das Wort Bitcoin im Duden. Entweder ist das eine ganz schön flott oder aber das andere ziemlich langsam.

      • es ist doch das Cola….

  2. Thomas Bensler // 14. März 2014 um 9:49 // Antwort

    Es wäre schon klug, bei neuen Begriffen die unbelastet von legacy Geschlecht sind, einfach „das“ zu verwenden. Den GenderInnen braucht ja nicht noch vermeidbar neues Futter vorgesetzt zu werden.

    • Gerade aus Trotz gegen diesen Blödsinn, sollte man genau das nicht tun.
      Wie Herr Bergmann ausgeführt hat, sind die _meisten_ Währungen männlichen Genus, daher habe ich bisher auch immer „der“ Bitcoin gesagt. Werde ich auch weiter so handhaben 🙂

    • Das zum Thema: Wenn der Klügere immer nachgibt, regiert der Dumme.

      Es mag Gründe und Vorlieben zu „der Bitcoin“, „die Bitcoin“ und „das Bitcoin“ geben, aber kuschen vor einer laut schreienden Meute ist mit Sicherheit kein Grund!

  3. ES, nennt es einfach ES! XD

  4. Dabei sollte doch eigentlich ein Schreiberling wissen das man keinen Satz mit ICH beginnt…

  5. wieso muss eigentlich in _jedem_ Blogbeitrag irgendetwas an der Rechtschreibung/Gramatik ausgesetzt werden ? Seid doch froh das sich die Mühe gemacht wird diese Infos zusammen zu tragen und euch zu präsentieren. Wenn euch die kleinen Fehler nicht passen müsst ihr es ja nicht lesen. Oder macht es selber besser….

    Meine Meinung ist eh das wenn ihr keine Argumente habt muss man trotzdem die Tippfehler/Gramatik-Karte spielen nur damit man seinen Senf dazugeben kann.

    beste Grüsse

  6. Diese Diskussion über den „richtigen“ Artikel erinnert mich irgendwie an diese Bier Werbung vor ein paar Jahren.

    Sie (mit französischem Akzent): „… hast noch von diese Champagner wo du hast in meine Bauchnabel getan das letzte Mal?“

    Letztendlich wird die Dudenredaktion über den in der deutschen Sprache zu verwendenden Artikel von die/der/das Bitcoin entscheiden.

    Bis es soweit ist, verwende ich der Bitcoin, ganz einfach, weil’s für mich richtig tönt.

    Trashbarg

  7. @mirwarso

    genau, das denke ich mir schon lange!

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