Wer Charts liest, ist wie eine eine Taube, die auf auf einem Zweig sitzt und über die Welt nachdenkt

Im achten Teil von Adrian Monks Trading-Guide dreht sich alles um die Charts. Was ist ein Tick, was eine Periode? Und was bedeutet es, wenn die Trader von Chartformationen reden? Dies und mehr erfahren Sie im folgenden Text.

von Adrian Monk

Ich denke, viele werden mir zustimmen, dass sich das private Mining dem Ende nähert. Viele fragen sich jetzt: wie kann ich meine Bitcoins nun vermehren? Nicht jeder kann einen neuen Handelsplatz gründen, ein Casino aufmachen, Bitcoins verleihen oder sonst eine Dienstleistung aufbauen. Bitcoins sind kein rechtsfreier Raum, das sollte man immer im Auge behalten. Dementsprechend bleibt für viele nun das Bitcoin-Trading. Aufgrund des einfachen Einstiegs und des Flows der Coins durchs Netz hat das Bitcoin-Trading das Potenzial, zur Jedermann-Anwendung zu werden. Um zu Traden, benötigt man allerdings einige Grundkenntnisse, die man einfach lernen kann und auch sollte.

Nun gibt es manche, die arbeiten und lernen viel und werden dann zu technisch gesehen guten Tradern. Den meisten fehlt aber der Groove, diese Gabe, wo ein Trader einfach auf einen Chart schaut und sagt, wohin der Markt geht. Ich habe immer einen großen Respekt vor Leuten, die 2 Sekunden auf einen Chart blicken und mir dann sagen können, wohin der Preis geht. Die haben den richtigen Groove. Mir fehlt der auch, deswegen habe ich es aufgegeben, Charts zu traden und konzentriere mich auf mathematische Konzepte, aber dazu ein anderes Mal. Wie Dirty Harry immer sagte „A good man knows his limitation“.

Dennoch, Trading ist kein Hexenwerk. Der Markt geht entweder rauf, runter oder zur Seite (ein bisschen rauf und runter). Man muss sich nur entscheiden, wohin man selber gehen will und wie man Kapital aus der Bewegung schlägt. Dann setzt man seine Wetten darauf.

Aber was ist ein Chart und wie analysiert man ihn? Ein Charts ist nichts anderes als eine Gruppe von Preisen über die Zeit aufgelistet. Er zeigt, was die Käufer bereit sind zu zahlen und zu welchen Preisen die Verkäufer bereit sind, zu verkaufen. So einfach? Ja so einfach und doch so kompliziert.

Also :

  • Wenn man handelt, zählen Angebot und Nachfrage und es sollte einen Käufer und einen Verkäufer geben. Das ist so, wie wenn man einen Lolli kauft und verkauft.
  • Wenn sich Käufer und Verkäufer einig werden, gibt es einen Preis. Das nennt man z.B. einen „Tick“ (im Ticker): einen Preis X zu einem bestimmten Zeitpunkt Z.
  • Kommen viele Käufer und Verkäufer zusammen, gibt es viele Ticks. Die verteilt man auf eine Periode, z. B. eine Minute. Dann hat man einen „Bar“. Das sind diese Säulen in den Charts.
  • Dieser Bar hat einen Entrypreis, ein High und Low (höchster und niedrigster Preis in der jeweiligen Periode) und einen Exitpreis. Damit ist jeder Bar in jeder Periode gekennzeichnet.
  • Wenn man jetzt diese Perioden auf eine Zeitachse anzeigt, hat man eine Preiskurve einer gewissen Periodenbetrachtung, das ist dann ein Chart.
  • Die Perioden kann man oft einstellen. Etwa auf jeweils 1, 5, 15 oder 60 Minuten oder gar auf einen ganzen Tag.

Alles klar? Dann sollten Sie diesen Chart von bitcoin.de lesen können:

Adrian_Chart

Sehen Sie es? Der gesamte Zeitraum des Charts beträgt eine Woche, die einzelnen Bars gehen über jeweils eine Stunde, und wenn wir mit dem Mauszeiger über sie fahren, sehen wir die Preise Open, High, Low, Close.

 Die meisten Chartanalysten oder Handelssyteme gehen nun davon aus, dass alle Informationen in diesem Chart vorhanden sind. Es kommt dabei gar nicht so darauf an, warum er sich bewegt, sondern dass die Preiskurve sich bewegt und dass man diese Bewegung erfassen kann.

Hier mal ein Chart von irgendwas, 15 Minuten Periode aufsummiert.

rentiere0

Wenn man mal in Nord-Norwegen im Urlaub war und 3000 Rentiere beobachtet hat, könnte man Zeuge eines interessanten Vorgangs geworden sein: Die Tiere fangen plötzlich an zu laufen. Der Grund ist eigentlich egal. Hauptsache sie laufen. Nach einiger Zeit werden sie langsamer, einige bleiben stehen, neue Tiere kommen hinzu und die Tiere fangen wieder an zu laufen, einige bleiben stehen, neue kommen hinzu und alle laufen weiter, bis irgendwann die Herde so müde ist, dass sie einfach stehenbleibt.

An der Börse ist das eigentlich genauso. Die Trader kann man wie eine riesige Herde ansehen. Alle laufen hin und her, stehen rum und keine Richtung ist zu erkennen, das nennt man einen Seitenmarkt. Erinnert Ihr Euch an den kleinen Film mit den Vögeln auf der Leitung? Genau so kann man sich das vorstellen. Keiner kann sich entscheiden, in welche Richtung der Preis geht und das Verhältnis von Angebot und Nachfrage ist ungefähr gleich. Plötzlich laufen die los, einige hören auf, bleiben stehen, neue kommen hinzu usw, genau wie die Rentierherde. Kann man diese Bewegung in einem Chart sehen? Ja, man kann.

Das ist der Trick und immer daran denken: Die Bewegung verdient das Geld, nicht die Information oder die Hoffnung, das die Information den Preis beeinflusst.

rentiere

Hier mal zwei Bilder von Herden die einfach loslaufen, Grund ist eigentlich egal. Die rote Linie ist nur eine Linie, die den höchsten/kleinsten High/Close Preis der letzten 200 Werte darstellt.

rentiere2

Die Chartanalyse/Technische Analyse ist eigentlich nichts anderes, als eine Darstellung des psychologischen Verhaltens der Herde in irgendeiner Form. Man versucht so, sogenannte Muster oder Bilder zu erkennen, damit man erkennt, in welchem Zustand sich die Herde gerade befindet. Wo laufen sie denn, wo laufen sie denn …

Dabei sollen diese Muster aus vergangenen Daten und Information vorhersagen, wie die Herde in nächster Zukunft reagiert. Solche Muster sind z.B. die klassichen Formationen wie Kopf Schulter, Kopf Schulter Kopf und wie die alle heissen. Überraschender Weise kann das ganz gut funktionieren. Aufgrund des Verständnisses, wie, wohin und wie schnell die Herde läuft, kann man sehr profitable Tradingkonzepte erstellen.

Sorry liebe Trader, wenn ich Euch als Herde bezeichne, aber ich will es einfach, ganz einfach erklären. Jeder hat mal angefangen, sich die Börse irgendwie verständlich zu machen. Aber Bullen und Bären sind ja auch Tiere.

Also, wenn ich die jeweiligen Umkehrpunkte setze, wo die Herdenbewegung sich verändert (hier mal als Pivot Punkte berechnet, einfach Google fragen), sehe ich, in welchem Zustand die Herde ist.

Hier mal ein Beispiel :

rentiere4

Bei einer Trendentwicklung sind diese Umkehrpunkte des Herdenverhaltens und deren Richtung besonders interessant. Hier mal ein Beispiel für einen fallenden Trend. Die roten Querlinien wären zum Beispiel Einstiegspunkte (wenn sie jeweils kleiner sind als die vorherigen Linien), die grünen StopLoss Punkte. Das hängt aber immer vom jeweiligen Konzept ab.

rentiere5

Auch sollte man noch ein paar Punkte beachten. Es ist immer zu empfehlen, in mehreren Zeitperioden ein Herdenverhalten zu betrachten. Wenn z.B. ein 60 Minuten Chart eine klare Richtung zeigt, wird und muss ein 5 Minuten Chart immer die gleiche Hauptrichtung haben, vielleicht mal links und rechts und irgendwohin, aber immer die gleiche Hauptrichtung. Also kann ich im 5 Minuten Chart keinen grossen Trend erwarten, der gegen die Hauptrichtung ist. Sicher kann man auch anders Traden, aber ein sich entwickelnder Trend auf 5 Minuten Basis, sollte auch irgendwie und irgendwann bei 60 Minuten oder höher ankommen.

Jetzt mal ein paar Sätze darüber, wie schnell eine Herde rennt. Dass kann man Trendstärke oder auch jeweiliges Momentum zu einem Zeitpunkt nennen. Das kann man sich ganz einfach so vorstellen. Ich nehme einen Tennisball und werfe den wie ein Jongleur nach oben. Am Anfang hat der die schnellste Geschwindigkeit, weil er soll ja steigen. Irgendwann wird der Ball immer langsamer, bleibt in der Luft stehen und fällt wieder runter, um langsam wieder zu beschleunigen. Beim Trend und Momentum ist es fast genauso, jedoch ist das nicht ganz so gleichmässig wie beim Tennisball. Wenn also die Trendstärke langsamer wird, hört die Herde auf zu laufen und begibt sich in eine Ruhephase.

Hier mal ein Bild mit einem Momentum Indikator. Man erkennt ganz klar, wohin die Herde rennt und mit welcher Geschwindigkeit.

rentiere6

Tja, und dann werft mal 20 Bälle nach oben und versucht die gleichzeitig zu beobachten und am besten noch wieder aufzufangen. Jetzt wisst ihr, warum ich Computer nehme.

Zum Schluss noch das Problem mit dem Bitcoin, es gibt keine richtige Herde, deswegen sollte man Aussagen über das jeweilige Herdenverhalten in Charts mit Vorsicht geniessen. Es gibt nur kleine Grüppchen, die rumlaufen, mal ganz schnell, mal ganz langsam. Das reicht, den Preis kurzfristig stark zu verändern und auch ziemliche Ausschläge zu haben. Wenn jemand also über Tradingstrategien nachdenkt, sollte er über kurzfristige Preisausbrüche nachdenken, sogenannte Momentum BreakOuts. Auch das kann man im Chart lesen. Aber das kommt in einem anderen Blog.

In diesem Sinne

Adrian

About Adrian Monk (7 Articles)
Ist unser Mann fürs Trading. Er hat mehrere Jahrzehnte Erfahrung im Börsenhandel und beschäftigt sich vornehmlich mit der Programmierung von Bots. Für das Bitcoinblog schreibt er über aktuelle Tradingtrends und führt die Leser in die Grundlagen des Tradens ein.

15 Comments on Wer Charts liest, ist wie eine eine Taube, die auf auf einem Zweig sitzt und über die Welt nachdenkt

  1. Mit einem hat der Verfasser unrecht: Das private Mining neigt sich eben NICHT dem Ende. Nur eigene Mining-Hardware ist mittlerweile in DE unrentabel, da 1. ZU TEUER und 2. DER STROMBEDARF zu hoch.
    Bin vor einigen Wochen auf http://www.genesis-mining.com gestoßen. Darüber gibt es auch einen netten Artikel hier auf bitcoinblog.de, der mich überhaupt erst neugierig gemacht hat. CLOUD-MINING ist die ZUKUNFT. Und genesis-mining.com ist eine deutsche Firma, die lt. diversen Test bisher unter den Cloud-Anbietern das beste Angebot hat. Aktuell bietet sie “lebenslange” Hashingpower an. Also KEINE HARDWAREKOSTEN, KEINE STOMKOSTEN usw. NUR EINMALIGE KOSTEN für die Hashing-Power, die man halt buchen möchte. Ich habe es ausprobiert und bin begeistert. Die Erträge sind deutlich höher als bisher beim normalen Mining mit eigener Hardware. Mit dem Promotion-Code “j5KlNP” bekommt man nochmal 5% Rabatt beim Kauf von Hashpower. Probiert es mal aus. Ich bereue bisher nur, dass ich nicht schon vor 3 Monaten auf genesis-mining aufmerksam wurde…

  2. Ist das schon wieder eine Schleichwerbung für Genesis? Wie im entsprechenden Artikel ausführlich vorgerechnet wurde LOHNT ES SICH NICHT wegen der 2-wöchentlichen ansteigenden Rechenschwierigkeit von 20% alle 2 Wochen bei Bitcoin!

    Der hier vorliegende Artikel über Charts finde ich exzellent! Ich habe selbst 2 Jahre lang Charts gehandelt.

  3. Sehr interessanter Artikel, dankeschön! Die Idee ein mathematisches Konzept auf die “Herde” anzuwenden – die Daten könnte man ähnlich eines Rauschens behandeln – gefällt mir! Bin mir sicher, dass man die Rohdaten auch in Matlab importieren und analysieren könnte.

    Aufgrund des Artikels (https://bitcoinblog.de/2014/09/18/genesis-mining-cloudhashing-made-in-germany), den mein Vorgänger erwähnte, bin ich ebenfalls auf Genesis Mining aufmerksam geworden und teste das Cloud Mining gerade anhand 0,15 TH/s.
    Jeder Affiliate-Code gibt für euch allerdings “nur” 2,5% Rabatt pro Bestellung.

    Mein Rabatt-Code für euch: emolv5

    Die Zahlungen kommen regelmäßig, alle 24 Stunden zwischen 01.00 – 04.00 Uhr (UTC+2).
    Derzeit handelt es sich bei mir um tägliche Paybacks von 0,00225* bis 0,0028*.
    Ich möchte aber auch hinzufügen, dass niemand weiß wie sich der Bitcoin entwickeln wird und jeder muss wissen was er tut und sollte nicht mehr investieren als er bereit ist zu verlieren.

    Grüße, Nils

  4. Es ist eine Empfehlung für alle, die noch irgendwie “Minen” wollen. Mehr nicht. Die “Kalkulation” von einem User im entsprechenden Artikel ist mehr als lückenhaft. Er bezieht sich außschließlich auf das Bitcoin-Netzwerk. Die Erfahrungen der letzten Monate haben übrigens gezeigt, dass man die Steigerung der Schwierigkeit nicht “berechnen” kann. Es kommt SEHR auf den Zeitpunkt an, WANN man einsteigt.
    Im Moment z.b. sinkt die Rechenleistung fast täglich. Könnte daran liegen, dass viele private Miner aussteigen. Ich z.b. mit meinen Neptune´s auch.
    Genesis bietet aber im Übrigen auch das (viel interessantere) Scrypt-Mining an – auf Wunsch mit automatischer Umwandlung in BTC. UND DAS IST DER BURNER. Ein echter Geheimtipp. Sämtliche Scrypt-Miner verspäten sich oder sind ein einziges Fiasko (siehe KNC Titan). Davon könnte man jetzt profitieren, wenn man denn will.

  5. Sorry, kurze Off-Topic Frage:
    Kann man davon ausgehen, dass Circle.com auf diesem Blog totgeschwiegen wird (wegen der Nähe zu bitcoin.de)? Oder ist ein Artikel geplant? Mich würde eine ausgiebige Rezension sehr freuen 🙂 Scheint ja dieeee Chance zu sein, dass Bitcoin Mainstream wird.

    • Ich überlege es mir. An sich schreiben wir hier nicht über jede neue Verkaufsstelle, und imho ist circle nicht viel mehr als eine mit großem Pump seit bald einem Jahr angekündigte Verkaufsstelle. Außerdem ist circle eine Einladung an Kreditkarten- und andere Bankbetrüger und hat nicht nur ein dämliches, sondern überhaupt kein Geschäftsmodell. So als würde ich zu meiner Bank gehen und sagen: Hei, meine Geschäftsidee ist es, ein Produkt aufzulegen, das eventuell gut ankommt aber Monat für Monat mindestens 50.000 Euro Verlust macht. Eine Idee, wie ich das jemals monetarisiere, habe ich dagegen nicht — nun ja, mal schaun, eventuell schreibe ich drüber

      • Danke für die Einschätzung! Könntest natürlich Recht haben, dass die Begeisterung (siehe bspw reddit) nur deswegen so hochkocht, weil man verzweifelt nach Nachrichten sucht, die den Kurs wieder steigen lassen; wie eine selbsterfüllende Prophezeiung: Wir müssen nur fest dran glauben, dass Circle Bitcoin vor dem Fall in die Bedeutungslosigkeit bewahrt, dann wird es auch passieren.

      • Ja, ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Begeisterung auf reddit zum Teil “gemacht” ist. Seit Monaten gibt es immer wieder Posts “Habe meine circle-Einladung bekommen, das ist so was von geil”, die dann wunderbarerweise auch hochgevotet worden sind. Auch ein Grund, weshalb ich da ungern darüber schreibe.

  6. Sehr interessanter Artikel, dankeschön! Die Idee ein mathematisches Konzept auf die “Herde” anzuwenden – die Daten könnte man ähnlich eines Rauschens behandeln – gefällt mir! Bin mir sicher, dass man die Rohdaten auch in Matlab importieren und analysieren könnte.

    • Sollte man Matlab zur Verfügung haben, sollte man sich die Werke von John Ehlers ansehen.
      Charts lesen spiegelt das psychologische Verhalten der Herde, Rauschen ist einfacher zu traden, wenn man die Grundformeln der Digitalen Signalverarbeitung ansieht und anwendet. John Ehlers hat da sehr spannende Werke zu geschrieben.

      AdrianMonk

  7. “Jeder kann Trading lernen”? Echt jetzt? Wer nicht mit Mining vernünftige Gewinne macht, sollte es auf gar keinen Fall mit Trading versuchen. Das ist ungefähr so als wenn ein Fahradhersteller keine Räder mehr verkaufen kann weil die Konkurrenz zu groß geworden ist, und er deshalb auf die Preisgelder der Tour de France spekuliert!

    Ja, jeder kann Trading lernen. Aber nur ganz ganz weniger können davon leben. An der “richtigen” Börse ebenso wie an Bitcoin-Börsen. Die meisten leben von Seminaren wie man Gewinne macht, aber Gewinne machen tut eben niemand so richtig nachhaltig.

    • Doch kann man, muss aber gut vorbereitet werden. Auch muss man erst einmal einen Tradinglevel erreichen, der das zulässt.
      Aber sehr guter Punkt, darüber sollte ich mal schreiben.

  8. Werner Müller // 30. September 2014 at 14:23 // Reply

    Vollkommen richtig, Hauke. Ich handle seit Jahrzehnten Aktien, mal als klassischer Investor, mal als Daytrader. Wirklich funktioniert hat nichts. Ich sehe es mittlerweile als spannendes aber teures Hobby. Aber andere Hobbys sind auch teuer. In keinem Bereich wird soviel gelogen wie unter Tradern. Alles Milliadäre, mit der Fresse…Laßt die Dinger davon.

    • Ja, sagen will mal so, es gibt viele Schaufelverkäufer und Leute die Träume verkaufen. Vor einigen Blogs hatte ich mal vom Lachsangeln geschrieben, das trifft Deinen Kommentar.

      Es gibt unendliche Ansichten und Strategien zum Traden, auch ich hatte mal die gleiche Ansicht, dass man keine Systeme entwickeln kann, die an der Börse erfolgreich sind
      .
      Dann habe ich ein Buch gefunden, was alles verändert hat, was ich Dir auch empfehlen kann.
      -> van Tharp : Ultimate Guide Pos Sizing, das hat mein Trading verändert und eine ganz neue Welt eröffnet. Und plötzlich habe ich Geld verdient.

      Alle erfolgreichen Trader, die ich kenne, verwenden mehr oder weniger diese Ideen.

      Adrian Monk

  9. Ich bin ebenfalls der Meinung von Hauke und Werner Müller.

    Ein ausschließlich auf den An- und Verkauf von sich im Wert verändernden, in diesem Fall auch noch immateriellen, “Gütern” basierendes System wird natürlich immer einem Teil der Händler nutzen, aber einem anderen Teil wird er schaden. Der Gewinn des einen ist der Verlust des anderen.

    Dass es Leute gibt die hier ein etwas besseres “Gespür” haben kann ich mir schon vorstellen, aber es wird trotzdem immer nur ein mehr oder weniger kleiner Teil der gesamten Gruppe sein der hiervon in größerem Maße profitiert. Und auch bei diesem Teil spielt (ganz speziell im Fall von immateriellen Gütern) neben ein wenig Psychologie auch eine ordentliche Portion Glück eine Rolle. Man kann es natürlich ein “gutes Händchen” nennen, andererseits muss ja irgendwer davon profitieren wenn der Kurs sich verändert und die Ware gehandelt wird. Es kann niemals keinen Gewinner und keinen Verlierer bei solcher Art Geschäfte geben.

    Und am Schluß ist es eben doch nur eine, vielleicht etwas anspruchsvollere, Art von Glücksspiel. Oder ein unter umständen teures Hobby, wie Herr Müller sagt.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s