Scammer McScammerson

Oder: Wie erkennt man einen Betrug? Joshua Unseth hat darüber im Bitcoin Magazine einen ausführlichen Artikel geschrieben, der zur Pflichtlektüre für jeden werden sollte, der sich überlegt, ob und wie er seine Bitcoins investiert. Stefan Rehm hat auch diesen Artikel mit freundlicher Genehmigung des Bitcoin Magazines übersetzt. Dafür vielen Dank!

Im Zuge der Bit-Trader.biz Ankündigung dachte ich, es sei nun wirklich an der Zeit, darüber zu schreiben, wie man Betrügereien erkennt. Ich bin nun schon ewig bei Bitcoin dabei. Von mir gehört haben Sie vor allem deshalb nichts, weil ich ein Beobachter bin – was am besten zu mir passt. Aber vor einiger Zeit bin ich aus meinem Kämmerchen in die Öffentlichkeit hervorgetreten.

Vorweg einiges zu mir … Ich arbeite im Marketing. Ich habe große Marken, kleine Marken und alles dazwischen präsentiert. Heute arbeite ich in meiner eigenen Sicherheitsfirma, Alarm Grid. Ich bin Marketingdirektor und begeisterter Bitcoiner. Mit diesen beiden Aktivitäten verbringe ich im Moment die meiste Zeit. Manchmal springe ich ins Rampenlicht, wie vor kurzem auf der Refresh Miami für mobile Zahlungen neben einem Mitbegründer von „Square“. Dort trug ich einen absurden Anzug, eine Fliege und ein Cap, auf dem „EA$Y“ stand. Ein solches Kostüm verleiht mir eine Art von Glaubwürdigkeit, die zu dem Internet Monopoly®-Geld passt, das wir erfunden haben und das wir verwenden.

Inzwischen habe ich jeden Betrug kommen und gehen sehen: jeden Ponzi-Trick, jeden sogenannten Hack, und die guten alten professionellen Diebe wie Neo & Bee. Jedes Mal, wenn Leute übers Ohr gehauen werden, passiert das gleiche: Die Betroffenen wenden sich an Reddit, plärren „Foul“, beschweren sich, dass jemand sie hätte warnen sollen. Dann posten Kommentatoren Dinge wie: „das geschieht einer Person, die glaubt [irgendetwas einfügen] ganz Recht.“ Das Bemerkenswerte ist, dass hinterher, nach dem Betrug, jeder hervorkriecht und behauptet, ihm sei die Sache von Anfang an komisch vorgekommen und er habe es sofort gewusst. Das ist genauso, wie wenn der Bitcoin steigt und plötzlich alle aus ihren Löchern kommen und Sachen sagen wie „Ich wollte ja investieren, aber dann habe ich’s irgendwie doch nicht gemacht.“

Solche Aussagen widersprechen meiner persönlichen Anlagephilosophie. Aber sie deuten auf eine Denkweise hin, die anfällig für Betrug ist. Ganz einfach gesagt: Ich bin überzeugt, dass man nicht in Sachen investieren soll, die man nicht versteht. Es gibt Unmengen von Informationen da draußen. Einiges davon ist ganz gut zu verstehen, einiges nicht. Es existiert ein Spektrum der Erkennbarkeit, das irgendwo in den magischen Bereich des Insiderhandels übergeht. Wenn jemand in etwas investiert, das er versteht, sind die Renditen vorhersehbar. Wenn aber jemand mit unverständlichen Sachen Geld verdienen will oder auch nur Prognosen trifft (zum Beispiel an welchem Tag zu welcher Zeit die Investmentbank Bear Stearns zusammenbrechen wird), hantiert er mit unvollständigen Informationen. Das ist meine Meinung. Ich glaube nicht an Orakel.

Wenn Sie also Fragen haben, was ich denke und warum ich es denke, fragen Sie mich das im Kommentarbereich im Bitcoin-Magazine. Ich werde gerne antworten. Denn ich möchte mit Ihnen einige einfache Prinzipien teilen, die mich von Anfang an und über die Jahre hinweg davor bewahrt haben, betrogen zu werden.

„Wenn es zu gut ist, um wahr zu sein …“ Was dieser Satz eigentlich bedeutet.

Sie haben das bestimmt schon einmal gehört. Aber was bedeutet das hier, wenn etwas zu gut ist, um wahr zu sein? In der Investment-Welt ist es ziemlich einfach. Sie haben ein paar Grundlinien, die Sie als Maßstab verwenden können. Einer der wichtigsten ist der S & P 500. Dieser hat eine sehr beständige Rendite von 10% über 30 Jahren. Der ist ein bisschen unbeständig und geht auf und ab mit der Marktentwicklung. Aber zugleich sind Ihre Renditen konsistent. Es mag viele Kritikpunkte an Investitionen in den S & P 500 geben, aber als Maßstab ist er so ziemlich das Beste, was wir haben.

Wenn also jemand sagt, dass er habe eine Anlagemöglichkeit für Sie: Wie können Sie wissen, dass es „zu gut ist, um wahr zu sein“?

Es ist kein universelles Gesetz, eher eine Spannweite der Vorstellungskraft. Aber wenn die Rendite mehr als 10% oder irgendwo in der Nähe von 10% pro Jahr liegt, schrillen die Alarmglocken. Professionelle Vermögensverwalter (egal was sie sagen) schaffen es kaum über längere Zeiträume in der Nähe oder über die S & P-Rendite.

Wenn Sie sich schon einmal gefragt haben, wie ein Ponzi-Trick, ein Schneeballsystem genau aussieht, schauen Sie sich eines der größten Beispiele dieser Art an. Madoffs Renditen waren etwa bei 15% pro Jahr. Viele Bitcoin-Betrüger versprechen zwischen 15% und 20% im Jahr oder sogar jeden Monat. Menschen warnten vor dem Madoff-Schneeballprinzip seit Jahren. Denn in der realen Welt ist eine 15%-Rendite unmöglich. Trotzdem war die Summe des eingesammelten Geldes bei Madoff beispiellos.

Eine sehr einfache Möglichkeit gegen Betrug ist die einfache Regel der 72. Sie teilen die versprochene Prozentzahl durch 72. Heraus kommt ein guter Schätzwert, wie viel Geld ihre Investition einbringt. Im Fall von Madoff, 72/15% p.a. = Verdopplung alle 4,8 Jahre. Zwischen 15% und 20% pro Monat, ergibt sich also 72/15% oder 72/20% pro Monat = Verdopplung alle 4,8 Monate bzw. 3,6 Monate. Werden „reale“ Investoren misstrauisch bei einer Verdoppelung ihres Geldes alle 4,8 Jahre, setzen viele Bitcoiners ihr Geld in Produkte, die 22 Verdopplungen im selben Zeitraum versprechen. Berney hätte also Ihre Investitionen von $ 1.000 in 5 Jahren in 2000 $ verwandelt. Im gleichen Zeitrum hätte Bitcoin-Trader.biz – der jüngste offensichtliche Betrug – behauptet, dass sie für Ihre $ 1000 Investition in den fünf Jahren knapp 2,1 Milliarden Dollar bekommen könnten. Ich möchte keine Verleumdungen ausstreuen, aber manchmal, wenn man sich nur die Zahlen vor Augen hält, sind die Betrügereien unübersehbar. Nur zum Vergleich, wenn Sie für $ 1.000 Bitcoins bei 0,20 $ kaufen und für $ 1.000 verkaufen würden, hätten sie 5 Millionen Dollar gewinnen. Ich denke wir alle erkennen, dass dieses Wachstum absurd ist (was zugleich eine ziemlich gute Erklärung dafür ist, warum Finanzinstitute gegen den Bitcoin so misstrauisch sind).

Ist die Rückzahlung garantiert?

Niemand kann irgendetwas garantieren, außer man investiert ohne Risiko. Natürlich gibt es einige Beispiele für quasi-risikolose Anlagen, aber diese nutzen entweder Schwachpunkte, die geschlossen werden, sobald sie mit einer bestimmte Menge Geld gefüllt sind, oder die Gewinnspanne liegt um oder knapp über der Inflation. Arbitrage-Geschäfte, also das Ausnutzen von identischen Waren auf unterschiedlichen Märkten, fällt unter erstere Geschäfte. Und weil viele Bitcoiner glauben, Arbitrage sei (fast) risikolos, investieren sie ihr Geld darin. Aber: Gerade Bitcoin-Märkte bergen eine hohes Risiko. Das bedeutet, dass Investitionen dort per se einem hohen systemischen Risiko ausgesetzt sind. Denn Bitcoin-Arbitrage ist nicht gleichzusetzen mit Arbitrage.

Wenn Ihnen also jemand verspricht, dass Sie fast garantiert hohe Rendite auf Ihr Geld bekommen, ist es wahrscheinlich Betrug. Was ist eine hohe Rendite? Denken Sie daran, dass eine risikolose Investition wahrscheinlich einen Ertrag bringt, der um die US-Inflation liegt, also um 3%. Eine unglaublich lukrative, riskante Investition bringt etwa 10-12%. Diese Perspektive wird Ihnen helfen, einen Blick für das Risiko einer Anlage zu bekommen.

Übrigens werden die Debatten über die Inflation mit falschen Zahlen geführt. Ich kann das riechen. Aber lesen Sie sich in diese Debatte wo anders ein, das hier ist nicht das richtige Forum.

Ist Ihr Geld gebunden?

Viele Anlagen binden Ihr Geld für einen bestimmten Zeitraum. Im Falle von Bitcoin sind viele davon Ponzis. Aber auch in der „realen Welt“ gibt es viele Anlagen, bei denen das genauso ist. Real-Estate-Investment-Trusts (REITs) sehen zum Beispiel recht legitim aus, funktionieren aber in Wirklichkeit wie ein Schneeballsystem. Oft investieren wohlhabende Menschen in sie, weil ihre Finanzberater ihnen darin große Gewinne versprechen. Das Geld kann dann aber nicht herausgezogen werden, weil es einen bestimmten Zeitraum darin investiert bleiben muss. Das Geld so einzusperren ist eine gute Möglichkeit, Zeit verstreichen zu lassen. Wenn legitime Investitionen Geld einsperren, ist das ist ein ziemlich deutliches Alarmsignal.

Sind Sie der Blutsauger? Denn irgendjemand muss es ja sein…

Es kommt mir so vor, als wäre es der letzte Schrei in den Bitcoin einzusteigen. Jeder kauft Mining-Rigs. Leute geben Unmengen Geld für Ausrüstung aus, über die sie im Internet gelesen haben, dass damit die Bitcoins fließen werden wie aus den unerschöpflichen Münz-Kisten in Super Mario Brothers. Aber so funktioniert es nicht.

Ich glaube an die Effizienz der Märkte. Erinnert Ihr euch, was ich über erkennbare und nicht-erkennbare Informationen gesagt habe? Geld wird nicht gemacht durch Informationen, die jeder kennt. Warum verkaufen Mining-Unternehmen ihre Ausrüstung, wenn sie damit einfach Geld verdienen könnten, indem sie sie einfach laufen lassen? Also schön auf dem Teppich bleiben. Ihr kauft die Ausrüstung, und ihr kauft sie, weil ihr glaubt, dass der Preis so niedrig ist, dass ihr damit Geld verdienen könnt.

Als ich zum ersten Mal vom Verkauf von Mining-Rigs hörte, habe ich sofort gesagt: „Die Leute werden ihre Gewinne für Monate nicht bekommen.“ Und ich hatte recht. Wie konnte ich das wissen? Ich wusste, dass das Geld mit nicht-erkennbaren Informationen verdient wird. Wissen Sie, wie man einen ASIC macht? Nein? Dann werden Sie nicht in der Lage sein, mit anderen zu konkurrieren, die das können. So sind nun einmal die Tatsachen.

In jeder Transaktion erfolgt ein Handel. Der basiert auf dem Vertrauen, dass der Tausch sich an dem Punkt kreuzt, wo man einen gewissen Wert durch den Kauf erhält, und der Verkäufer einen ähnlichen Wert durch die Bezahlung für das Produkt oder die Leistung bekommt. Wenn Unternehmen etwas tun, weil sie gute Menschen sind, die helfen wollen andere reich zu machen sind Sie auf dem falschen Boot. Dann werden nur die Verkäufer einen großen Wert bekommen, Sie selbst aber gehen leer aus.

Möglichkeiten entstehen nicht zufällig, sondern werden geschaffen

Denken Sie daran, ich bin Unternehmer. Ich bin etwas voreingenommen. Aber ich will Ihnen erzählen, wie ich meine kleinen Investitionen vergrößert habe. Ich ging jeden Tag zur Arbeit, arbeitete für zwei Jahre 18 Stunden am Tag, verlor Freundschaften und andere wichtige Beziehungen, verlor den Kontakt zu meiner Familie, hörte auf fernzusehen und Videospiele zu spielen. Manchmal schlafe ich in meinem Auto, um dann gleich wieder zurück ins Büro zu gehen und weiterzuarbeiten. Klar, einige Unternehmer haben es ein wenig leichter, aber ich denke, wenn man über die guten (ohne mich mit diesen vergleichen zu wollen) etwas liest, haben die meisten ähnliche Leidensgeschichten. Für diejenigen, die keine Begeisterung haben, ist es schrecklich, Unternehmer zu sein. Es ist kein Spaß.

Was würden Sie sagen, wenn ich Ihnen sagte, sie könnten all diesen Kummer und Schmerz umgehen und reich werden? Diese Idee spricht uns an, die Idee, dass wir alle Geld verdienen oder Möglichkeiten eröffnen können, ohne etwas dafür hergeben zu müssen. Aber um einen Wert zu schaffen, muss etwas geopfert werden. Im Bitcoin-System es ist Energie. In gewisser Weise, sehr viel metaphorischer als es sein sollte, ist das eines der großen philosophischen Probleme, die ich mit dem Besitznachweis in dezentralen Systemen habe. Damit Werte geschaffen werden, muss jemand etwas opfern.

Wenn jemand sagt, dass er Ihnen die Möglichkeit bietet, unermesslichen Reichtum zu verdienen und dass sie sich einfach nur zurücklehnen und die Fahrt genießen müssen, ist das in 99 von 100 Fällen ein Betrug. Das sind keine echten Quoten. Meine Vermutung ist, dass die Wahrscheinlichkeit höher liegt.

Die besten Betrüger sind oft selbst betrogen. Viele von ihnen sind richtig gute Leute

Anlass dieses Artikels war, dass ich letzte Woche beim Treffen Coins in Kingdom in Florida etwas Lärm um die Bitcoin-Trader.biz-Leute machte. Ich ließ alle wissen, dass es sich dabei um ein Schneeballsystem handelt und ich wiederholte es jedes Mal, wenn ich einen ihrer Vertreter am Hauptversammlungstisch mit jemandem im Gespräch sah. Ich bin hingegangen und habe einfach freundlich informiert, dass das ein offensichtlicher Ponzi ist. Was war mein Beweis? Mathe lügt nicht. Die beiden Vertreter waren wohl wirklich gute Menschen. Beide sagten, dass sie viel Geld in Bitcoin-Trader hatten. Also vermute ich, dass sie heute in einer ziemlich schlechten Position sind.

Die Wahrheit ist: Jeder kann betrogen werden. Wir sind alle anfällig. Viele frühe Bitcoiners wurde mehrfach verarscht und betrogen. Die beiden Vertreter auf der Coins in Kingdom standen für etwas, was ein offensichtlicher Betrug ist. Warum weigerten sie sich so dreist, das anzuerkennen? Ich wünschte, ich wüsste es.

Ich sehe solche offenen Betrügereien in dieser Gemeinschaft die ganze Zeit. Aber meistens laufen diese Leute nicht herum und versuchen Menschen zu betrügen. Manche von ihnen – Trendon Shavers AKA Pirate betrieb ein dreist-direktes Ponzi. Aber es gibt Betrügereien, von denen eigentlich gute Leute nicht wissen, dass sie sie ausführen. Ich würde beispielsweise sagen, dass eine Menge von Krypto-Münzen, die auf Personenkult beruhen, in diese Kategorie fallen. Nur weil jemand nett oder kompetent ist, bedeutete das noch nicht, dass er nicht betrügt.

Immer wachsam sein. Immer skeptisch sein. Und nicht nett zu Betrügern sein. Machen sie die öffentlich. Eine Menge Leute weiß nicht, worauf sie sich einlässt, wenn sie in Bitcoins investiert. Und wenn es eine gute Gelegenheit für uns zu wissen gibt, wäre es nicht besser, wenn wir die Betrüger von Anfang an aufstöbern könnten?

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6 Comments on Scammer McScammerson

  1. Volker Baums // 6. November 2014 at 11:42 // Reply

    Hallo Christoph Bergmann,

    Gut geschrieben,…was halten Sie von myadvertisingpays oder startad24 für Deutsche ….
    clickworker …als marketing director…empfehlenswert…?….
    würde mich interessieren, herzliche Grüße, Volker Baums
    und vielleicht die innere internet Öffentlichkeit und wäre damit einen Artikel wert…

  2. “In jeder Transaktion erfolgt ein Handel. Der basiert auf dem Vertrauen, dass der Tausch sich an dem Punkt kreuzt, wo man einen gewissen Wert durch den Kauf erhält, und der Verkäufer einen ähnlichen Wert durch die Bezahlung für das Produkt oder die Leistung bekommt.
    […]”

    Was ist das denn für eine seltsame Aussage?

  3. Hallo guter Artikel , bitte den original link auf englisch in die kommentare stellen das wäre nett :).

  4. Werner Müller // 6. November 2014 at 21:36 // Reply

    Ich denke, daß ist der größte Schwachsinn den ich je gelesen habe. Was will uns der ” Autor ” damit sagen ? Sei wachsam ? Wieviel Bitcoins bekomme ich dafür, das ich diese nichtssagenden Plattitüden gelesen habe ? Ich denke niveautechnisch ist jetzt der Nullpunkt erreicht. Ich verabschiede mich.

    • Warum so eingeschnappt. Wer einmal die letzten 12-18 Monate zurück blickt, der muss zwangsläufig zugeben, dass es in dieser Zeit eine Unmenge an Betrügereien und Ponzi Schemas im Bitcoin Umfeld gab. Bitcoin zieht durch das immer noch relativ unregulierte Umfeld und die pseudoanonymen Transaktionen zwielichtige Gestalten an wie das Licht die Motten und sehr oft hat es auch funktioniert. Ausserdem scheint es wieder einmal zu sein, dass Warnsignale, die in normalen Umfeldern funktionieren hier schlicht weg abgeschalten sind. Keiner käme auf die Idee, bei einem Online Shop in Irgendwo einzukaufen, dessen WHOIS anonymisiert ist, bei den digitalen Anlage- und Wechsel- und Clodminingstuben völlig normal und niemanden juckt es.

      Die Grundaussage, dass bei Renditen jenseits der 10% immer irgend jemand über den Tisch gezogen wird ist IMHO einfach korrekt und wenn es am Ende Kurt mit der Schaufel ist, der acht Stunden für 400 EUR im Monat jobbt, weil er keine andere Wahl hat.

      Ich habe vor 14 Jahren im Umfeld des neuen Marktes gearbeitet und wir waren alle völlig Besoffen von den Gewinnerwartungen, Intershop an der Börse mehr wert als Volkswagen? Ach völlig logisch, das sind neue Technolgien, da gelten die bisherigen Gesetze nicht mehr. Kostolany hatte in seinem letzten Buch vor der Blase gewarnt. Ach was, der alte Mann hat doch keine Ahnung. Es kam, was unvermeidlich war, der große Knall! Die Banken kamen aus dem Lachen nicht mehr raus und alte Omas hatten wertlose Aktien aus dem Neuen Markt an Stelle des guten alten Sparbuches im Portfolio – auch hier, klassisches Ponzi – nur irgendwie legal.

      Wenn unverhältnismäßig hohe Renditen oder Kurssteigerungen von was auch immer versprochen werden, kommt unweigerlich der grosse Knall, IMMER!

      Was der Autor am Ende sagen will – stecke nur Geld in Risikoinvestments welches Du zu 100% verlieren kannst. Der Mensch ist im Grunde gierig und wenn er meint der Gewinn ist überdurchschnittlich und das Risiko überschaubar und kalkulierbar, kommt er unweigerlich in die Versuchung zu betrügen, das liegt in seiner Natur.

  5. “Eine Menge Leute weiß nicht, worauf sie sich einlässt, wenn sie in Bitcoins investiert.”

    Leider nein. Die Stimmung beim vermeindlichen Erstkontakt ist oft “ich habe gehört damit haben viele Leute viel Geld verloren” was ja auch stimmt.
    Deswegen ist etwas Aufräumen durchaus angesagt.

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  1. Die Bitcoin-Infothek | BitcoinBlog.de - das Blog für Bitcoin und andere virtuelle Währungen

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