Wollt ihr, dass der Bitcoin mehr Transaktionen packt? Dann nutzt eure Stimme – und ladet Bitcoin XT herunter!

Die Größe der Blöcke wächst und wächst und wächst. Bald wird sie an ihr Limit stoßen. Quelle: blockchain.info

Das Bitcoin-System steht kurz davor, an die Grenzen seiner Kapazität zu stoßen. Eine Lösung, und sei es nur eine Zwischenlösung, ist dringend notwendig. Die Kern-Entwickler scheinen jedoch unfähig zu sein, sich zu einigen. Wer Bitcoin XT anstatt Bitcoin Core verwendet, gibt damit seine Stimme für größere Blöcke ab.

Das Scalability-Issue plagt die Bitcoin-Szene seit rund zehn Monaten. Kurz zusammengefasst kann das Bitcoin-System nur eine begrenzte Anzahl von Transaktionen (3-5 je Sekunde) verarbeiten, da die Größe der Blöcke derzeit auf 1 Megabyte limitiert ist. Gavin Andresen hat daher mit BIP 101 vorgeschlagen, die Blockgröße auf 8 MB zu erhöhen. Dieser Vorschlag fand die Zustimmung wichtiger Größen der Bitcoin-Wirtschaft sowie einer Mehrheit der Miner.

Die Kernentwickler haben hingegen Andresens BIP 101 verworfen – ohne sich  jedoch auf eine alternative Lösung zu einigen. Auf der ersten Scaling-Bitcoin-Konferenz gelang es ihnen nicht einmal, einen Plan auszuarbeiten, wie eine Einigung zu erzielen ist. Stattdessen nutzen sie ihren Einfluss auf die dominanten Bitcoin-Medien, um die Diskussion über das Scalability-Problem zu steuern und unliebsame Vorstöße zu zensieren. Es ist unwahrscheinlich, dass auf der zweiten Scaling-Bitcoin-Konferenz am 6. und 7. Dezember ein konkretes Resultat zustandekommt.

Jeder Bitcoin-Nutzer kann nun für Gavin Andresens Vorschlag stimmen, indem er Bitcoin-XT benutzt. Damit stimmt er für BIP 101 und setzt die Kernentwickler unter Druck, sich endlich auf eine Lösung zu einigen.

Das Scalability-Problem ist seit Jahren bekannt. Mittlerweile drängt es jedoch: Ein Stresstest im Sommer hat gezeigt, dass das Bitcoin-Netzwerk bereits ab 200.000 bis 250.000 Transaktionen am Tag an seine Grenzen stößt. In den letzten zwei Wochen gab es an fast jedem Tag mehr als 140.000 Transaktionen. Die durchschnittliche Größe der Blöcke liegt bereits über 600 Kilobyte.

Gute Ingenieure beginnen spätestens ab einer Auslastung von 50 Prozent, die Skalierbarkeit eines Systems zu erhöhen. Dass der Bitcoin derzeit schon zu 2/3 bis 3/4 ausgelastet ist, ohne dass eine Lösung in Gang gebracht wurde, wird sich zum Risiko für die Kryptowährung entwickeln. Die dauerhafte Überlastung des Systems scheint unvermeidlich zu sein.

Zunächst werden die überschüssigen Transaktionen, die nicht in die Blöcke passen, im Backlog der Clienten gespeichert. Solange dieser Zustand – wie bei den letzten Stress-Tests – nur einige Tage anhält, kann die Blockchain das Backlog abbauen und einen weiteren normalen Betrieb gewährleisten. Wenn das Transaktionsaufkommen jedoch dauerhaft über der Kapazität liegt, wird die Masse an unbestätigten Transaktionen immer weiter anschwellen. Die Folge: Transaktionen werden zuerst Tage, dann Wochen und schließlich Monate brauchen, bis sie bestätigt werden. Eine weitere Verbreitung des Bitcoins ist damit ausgeschlossen.

Mike Hearn brachte das Problem in einem AMA (Ask-me-Anything) auf den Punkt: Er hat die Weiterentwicklung von Lighthouse eingestellt und sieht keinen Sinn darin, an Bitcoin-Anwendungen zu arbeiten, solange das Scalability-Problem ungelöst bleibt. Tatsächlich hat jedes Geschäftsmodell, das mehr als einige Tausend Transaktionen am Tag braucht, um profitabel zu sein, mit dem derzeitigen Bitcoin keine Zukunft. Weder SearchTrade noch der 21 Bitcoin Computer noch die Blockchain-Projekte der Banken noch das Remittance-Startup Abra werden in diesem Rahmen funktionieren. All diese Projekte werden auf eine andere Kryptowährung umsteigen müssen.

200.000 Transaktionen bedeutet, dass einer von 40.000 Bewohnern der Erde eine Transaktion am Tag machen kann. Relativ gesehen wären dies 2.000 Personen in ganz Deutschland. Der Bitcoin wird mit diesem Limit nicht einmal als Nischenwährung Erfolg haben. Er ist bereits jetzt an der Grenze seiner Verbreitung. Viel mehr wird nicht gehen.

Sollte das Transaktionsvolumen weiterhin so wachsen wie in den vergangenen Monaten, wird die dauerhafte Auslastung in spätestens einem halben Jahr erreicht sein. Selbst wenn sich die Kern-Entwickler morgen auf eine Lösung einigen, wird dies zu spät sein. Größere Blöcke benötigen eine “harte” Änderung im Protokoll, die von jedem Miner und jedem Clienten akzeptiert werden muss, um zu greifen. Eine solche Hard Fork ist mitsamt Entwicklung, Tests und Kommunikation kaum in einem halben Jahr zu stemmen.

Im Grunde ist es schon zu spät. Das Kind wird in den Brunnen fallen. Was jetzt möglich – und unbedingt nötig ist – ist eine Begrenzung des kommenden Schadens. Dafür ist es notwendig, dass schnell gehandelt wird.

Mit Bitcoin XT kann jeder User dafür stimmen, dass gehandelt wird. Der von Mike Hearn entwickelte alternative Client hat Gavin Andresens BIP 101 eingearbeitet. Jeder, der ihn anstelle von Core benutzt, stimmt dafür, dass die Blockgröße erhöht wird. Der Umstieg auf Bitcoin XT ist ganz einfach: Man muss nur die Software herunterladen. Das Programm nutzt anschließend die von Core gespeicherte Blockchain sowie die Schlüssel.

Man muss nicht einmal für BIP 101 sein, um mit XT abzustimmen. Ich selbst halte BIP 101 für zu gewagt und würde vorsichtigere Lösungen bevorzugen. Da allerdings keine Lösung das meiner Meinung nach größte Risiko darstellt, halte ich XT für die einzige und adäquateste Möglichkeit, die Kern-Entwickler unter Druck zu setzen. Je höher der Anteil von XT an den Clienten ist, umso eindeutiger ist die Botschaft: Die Community will dringend eine Lösung. Am liebsten mit den Kernentwicklern – aber zur Not auch ohne sie. Wenn der Anteil von XT bis zum 6. Dezember steigt, ist das Signal eindeutig – redet nicht, theoretisiert nicht, testet nicht. Handelt, bevor es zu spät ist.

Jeder, der meint, dass der Bitcoin schleunigst mehr Transaktionen verkraften muss, sollte XT benutzen. Ersetzt Bitcoin Core durch XT, ersetzt eine Light-Wallet durch XT, beginnt, mit XT einen Client zum Laufen zu bringen. Macht die Wahl des Client zu eurer Stimme über die Zukunft des Bitcoins.

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31 Comments on Wollt ihr, dass der Bitcoin mehr Transaktionen packt? Dann nutzt eure Stimme – und ladet Bitcoin XT herunter!

  1. Das Problem ist aber nur, dass die Zahl der XT – Clienten stetig sinkt. (http://xtnodes.com/)

    mM wird XT scheitern, nur sollte wirklich zum Halving was brauchbares Geschehen, der Zeitpunkt wäre auch Idelal für eine Hardfork.

    laut hier: http://data.bitcoinity.org/bitcoin/block_size_votes/30d?c=block_size_votes&t=bar

    sind schon länger 60% für Bip100

  2. Warum sollte jede Transaktion überhaupt in der globalen Blockchain verfügbar sein? Wen interessiert, wenn ich ein Eis kaufe? Payment Channels und das Lighning Network würden die Skalierbarkeit wohl eleganter lösen! BIP 101 bleibt ja nicht bei 8MB, nach einem gewissen Interval wird dies wieder und wieder erhöht. Wie soll dadurch sichergestellt werden, dass jeder einen bitcoin Daemon ausführen kann?

    • Ich sehe es auch so – nicht jeder Kaffee und jedes Eis müssen dauerhaft in der Blockchain gespeichert werden.
      Allerdings sehe ich den Bitcoin als ein freies Geld für prinzipiell alle Menschen an. Und dies wird es mit der derzeitigen Blockgröße nicht länger sein.
      Lightning / Sidechains könnten langfristig die elegante (und bei entsprechendem Bedarf auch zwingende) Lösung sein. Aber bisher existiert beides als kaum mehr als ein Konzept, und beides wird, wenn angewandt, zu einer Komplexitätsexplosion der Wallets führen. Ich schätze, so etwas wird in 10 bis 20 Jahren möglich sein. Eine (vorübergehende) Lösung ist jedoch schon im nächsten Jahr nötig.

  3. Alle wollen gut für Bitcoin machen. Aber trotzdem es gibt eine große Diskussion in der Community über Blockgroße. Ich denke, das ist nicht alles eindeutig und klar, wahrscheinlich ist Sicherheit und Stabilität betroffen, bis zu Totalzerstörung des Netzes (unabsichtlich). Vielleicht einige Risiken können zurzeit nicht eingeschätzt werden. So verstehe ich.

  4. XT ist klar eine Minorität, und wer es verwendet läuft Gefahr seine Bitcoins in einem fork zu verlieren.

    — Das ist genauso reißerisch und halbwahr wie die Aufforderung XT zu werden nur weil man mehr Transaktionen will (wer *will* das nicht?), ohne auf die Gefahren wie Zentralisierung, Angreifbarkeit und Wertverlust (wer will *das*?) hinzuweisen. Ich finde es unverantwortlich dieses Thema auf diese Weise zu politisieren, die Angstmache ist reiner Populismus. Dieses Thema sollte gründlich von Experten diskutiert und innhaltlich entschieden werden und nicht durch Mobilisierung der Massen die das Problem offensichtlich nicht vollständig begreifen.

  5. Ich verstehe nicht warum jmd. Die Entwicklung einer App stoppt, wenn diese auf mehr als tausende Transaktionen am Tag angewiesen ist? Man kann doch alle eigenen Transaktionen bündeln und dann als eine einzige abschicken?

  6. Zitat:
    “Eine solche Hard Fork ist mitsamt Entwicklung, Tests und Kommunikation kaum in einem halben Jahr zu stemmen.”

    Wer sagt das? Im Prinzip (rein technisch) ist eine Hard Fork innerhalb eines Tages zu schaffen. Es müssen nur alle die neue Wallet einsetzen. Der Artikel hier ist also vor Allem eine Stimmungsmache.

    • Ja, zugegeben: der Artikel ist Stimmungsmache.

      Allerdings: Eine HardFork braucht, damit sie nicht vollkommen zerstörerisch ist, einen Konsens. Und um einen Konsens zu erzielen, muss man erst einmal wissen, worüber. BIP 101 scheint es zumindest mal nicht zu sein (zum Glück)

  7. Christoph Staudinger // 10. November 2015 at 13:26 // Reply

    “Im Grunde ist es schon zu spät”
    “redet nicht, theoretisiert nicht, testet nicht”
    Sag mal, ist da Alkohol im Spiel oder ist das nur etwas Polemik, um die Sache stärker anzutreiben?

    Was ist eigentlich mit dem Vorschlag, dass Miner die größer der Blöcke dynamisch per Abstimmung beschließen können?
    Ich dachte, dieser sehr viele Beführworter?!

    Und zweitens, was würde dem Bitcoin mehr schaden:
    A) wenn Überweisungen für ein paar Monate nicht mehr 1,2 Cent Kosten sondern zb. 10 und durschnittlich ein paar Stunden benötigen
    B) ein unkontrollierter Hardfork, nachdem es 2 Bitcoins gibts, viele komische Sonderfälle und kein Vertrauen mehr in das System.

    Ich bin auch der Meinung, dass etwas geschehen muss, aber die Stabilität des Systems muss zu 99,99% gewährleistet sein!

  8. Um 2 vor 12 wird es wohl ein Notlösung geben. Eine die so simpel ist, dass sich niemand dagegen wehren wird. Erhöhung der Blockgrösse auf 2 MB ab Datum X. Eine Lösung auf Zeit.

  9. kann es sein dass wir das ganze nur wegen diesen broker brauchen die zuviel mit dem bitcoin zocken und so unnötige / oder leerverkäufe machen… also bitcoin ist ja schon wie forex.. verkommt nur einer nutte der zugekosten broker.. also wenn das der fall ist dann sollte man hier nicht mehr sondern weniger transaktionen zulassen.. und die begrenzung sollte sein auf bestimmte BTC adressen und user..

    “Party, Drogen, Nutten – sonst kommst du nicht weit”

    Er twitterte vermeintliche Gesprächsteile aus Fahrstühlen der Bank Goldman Sachs und wurde damit berühmt. Jetzt hat John LeFevre ein Buch über seine Branche geschrieben. Es ist ein Blick in Abgründe.
    http://www.welt.de/finanzen/article148603362/Party-Drogen-Nutten-sonst-kommst-du-nicht-weit.html

    • Blödsinn! Handel findet off chain statt.

    • naja, ich denke nicht, 250.000 Transaktionen sind auch ohne Party-Broker zu wenig 🙂

    • Dieser anerzogene Prass auf Broker die jeder der ein TAZ-Abo hat mitbringt ist Unsinn. Ich handle selbst seitdem ich 16 bin mit Aktien. Mittlerweile halt nur noch Bitcoin. Und ja ich gehe Long und Short.

      Aber ich bin kein dummer Geldsack und Lese und bezahle die auf der TAZ gelesenen Artikel dort auch wenn ich es für Angebracht halte – mit Bitcoin 😉

      Wie immer im Leben es kommt an was man draus macht und es hält dich keiner davon ab mit dem Geld was sinnvolleres zu machen als es diese seltsam anmutenden Gestalten in Ihren Anzügen tun

    • Also Leerverkäufe ist ja etwas, das ja gar nicht geht 🙂

      Also geht schon dann ist es aber nicht in der Chain

  10. Ein grosses Lob für diesen Blog, bzw. die guten Artikel. Auch dieser hat zum Nachdenken bzw. Handeln angeregt. Und ein bisschen positiver Druck scheint mehr als angebracht in diesem Fall

  11. Hallo!

    Es besteht keine direkte Gefahr für Bitcoin. Denn das Bitcoin-Netzwerk ist dafür ausgelegt, eine Überlast zu verkraften. Man darf sich hier nicht von der Alltagserfahrung täuschen lassen. Denn wenn z.B. eine Autobahn überlastet (=zu viele Autos) ist, dann steht der Verkehr. Aber wenn Bitcoin überlastet (=zu viele Transaktionen) ist, dann arbeitet es nahezu bei 100% Effizienz. Dieses technische Wunder ist nicht neu, denn das Internet selbst basiert auch darauf (Name: TCP).

    D.h. die Transaktionsgebühr würde dann wichtiger werden. Wer zu wenig Gebühren zahlt, hat eben Pech und kann die gewünschte Überweisung nicht machen. Aber “Pech” ist nicht schlimm, denn es gibt genug alternative Kryptowährungen. Beispielsweise Litecoin hat eine höhere Blockfrequenz und – Größe. Es kann sehr viel mehr Transaktionen verarbeiten und ist auch noch schneller in der Bestätigung.

    Mit steigenden Gebühren steigt auch der Mining-Erlös, d.h. die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks. So wie Bitcoin jetzt konstruiert ist, ist es deshalb zukunftsfähig. Nur eben nicht allein. Doch Geldbeträge von einer Kryptowährung in eine andere zu konvertieren ist schon heute super-simpel und schnell.

    Ich persönlich stehe dem XT-Fork eher ablehnend gegenüber. Eine schöne Lösung wäre imho gewesen, die Blockfrequenz für Bitcoin zu verdoppeln (bei gleichzeitiger Halbierung des Mining Rewards). Dann hätte man gleichzeitig noch einen Vorteil in der Bestätigungszeit für Transaktionen gehabt. Außerdem ist ein Faktor 8 ein zu großer Eingriff meiner Ansicht nach. Das ist vollkommen überdimensioniert für den Moment. Dann gibt es nur Probleme mit Transaktions-Spam.

    Auf meinem privaten Server läuft übrigens Bitcoin-Core mit einer kleinen Modifikation, um Transaktions-Spam zu reduzieren. Wer Überweisungen machen will, der muss auch dafür zahlen. Umsonst ist nichts in dieser Welt, nicht mal Bitcoin. Es ist “nur” um ein Vielfaches besser als Fiatgeld.

    Schöne Grüße allerseits

  12. Hallo Christoph, ich stimme deinem Beitrag voll und ganz zu.

    Fakt ist, dass die Kernentwickler nach wie vor KEINE Lösung anbieten können. Zwar gibt es eine Art Fahrplan zu BIP100, welches theoretisch im Testnet bereits getestet werden sollte, doch gibt es zum Thema seitens der Kernentwickler KEINE Informationen. Man lässt die Gemeinde quasi im Regen stehen und wundert sich dann, dass Entwicklungen wie BitcoinXT entstehen und zwei Entwickler des Kernteams einen offensiveren Weg gehen. Dem hätte man längst zuvorkommen können, wäre man diese Thematik offensiver und vor allem transparenter angegangen. Doch erst mit BitcoinXT und der ganzen Publicity hat man als kleiner Bitcoiner erfahren, dass überhaupt etwas im Hintergrund passiert bzw. es auch andere Ideen gibt.
    Aber wiegesagt, zu allen Vorschlägen gibt es bislang KEINE verfügbaren Versionen und dies ist bislang wohl auch nicht in Sicht zumindest wenn man nach den Informationen geht, welche der Öffentlichkeit bislang bekannt sind.

    Die EINZIGE Lösung die es bereits Heute gäbe ist BitcoinXT in Verbindung mit BIP101. Es sei jedoch zu bedenken, dass BitcoinXT bislang noch nicht scharf geschaltet ist, sondern identisch mit dem Bitcoin Core läuft.

    Ebenfalls unbegründet ist die Angst vor der Speicher- und Bandbreitenproblematik, weil sich das Wachstum an Ressource am historischen Wachstum von Speicher und Bandbreite bemisst und dies sogar noch am unteren konservativen Ende. D.h. der Aufwand die größeren Blöcke zu handeln bleibt gleich bzw. fällt sogar leicht. D.h. das Argument dass sich immer weniger noch eine Node leisten können oder es nur noch große Minerpools geben wird sind unbegründet, weil der qualitative Aufwand an Ressource gleich bleibt.
    Nur mal zum Vergleich, der Aufwand um Bitcoin aktuell zu betreiben ist in etwa so groß wie alle paar Minuten eine herkömmliche Webseite zu laden. D.h. jeder der im Web einfache Seiten ohne Videos surft benötigt deutlich mehr Ressourcen wie Bitcoin. Wer obendrein noch ein paar Videos oder gar TV schaut, der verbraucht ein Hundertfaches an Ressourcen.
    D.h. eine Stunde im Web TV schauen ist vergleichbar damit eine Bitcoinnode mehrere Tage lang zu betreiben. Daher ist die Angst vor 8MB unbegründet.

    Zum Schluss noch zu dem Argument, dass man nicht jeden Kaffee in der Blockchain haben muss. Natürlich muss dies in die Blockchain hinein, so wie Beispielsweise auch jede Stunde auf Youtube ca. 65 Jahre an Videomaterial hochgeladen werden.
    D.h. es gibt keinen Grund, weshalb man den Kaffee nicht mit in die Blockchain tun soll, weil die Ressourcen (auch wenn es Manche anders sehen) vorhanden sind und vorhanden sein werden. Hab auch noch nie Jemanden gehört der vorgeschlagen hat keine HD-Videos hochzuladen um Ressourcen zu sparen. Nein, dazu gibt es den technologischen Fortschritt um eben auch jeden Kaffee mit in die Blockchain aufnehmen zu können, denn auch der Kaffee soll sicher bezahlt werden können. Ferner sei zu bedenken, was bei uns in Dtl. ein Kaffee ist, ist in manch anderen Ländern der Tageslohn.

    Ebenfalls kein gutes Argument ist die Angreifbarkeit durch SPAM, denn …
    1. Kostet es den Minern mehr Ressource größere Blöcke zu minen, so dass das Interesse seitens der Miner sicherlich sein wird die Blöcke nicht ausufern zu lassen.
    2. Könnte man mit 1MB Blockgröße mit ein paar Millionen $ das Bitcoinnetzwerk für einige Wochen lang außer Gefecht setzen, weil man sehr leicht diese Blöcke zuspammen kann.
    3. Ein 8MB-Block bzw. größere Blöcke SPAM deutlich teurer machen.

    Man könnte das Problem mit dem SPAM Beispielsweise damit lösen, indem man die Gebühren mit zunehmenden Erreichen des Blocklimits z.B. auf umgerechnet ein zwei $Cent setzt, andernfalls die Transaktionen abgewiesen werden. Wäre immer noch besser als die Blockgrößen zu stark zu limitieren wie aktuell.

    • Danke für den Beistand und die guten Argumente Tony.

      • Hallo so wie ich verstanden habe ist ein Node ein Knoten der die neusten Blöcke bekommt. Also alle 10 Minuten 8 Mb laden. Nun greigfen aber 100k mehr oder weniger Wallets auf diesen Knoten in der STunde drauf zu um die neusten Blöcke zu laden oder? Das würde heisen (100000*8+6*8)/1024 = Gigabyte 781.296875 in der Stunde + neue Wallets die alles laden müssen so kommen wir grob geschätzt auf 1 Terrabyte bandbreite pro / std

        Zahlen sind fiktiv und nach meinem denken eines Nodes mag, ja sein das so ein Node garnicht funktioniert ich habe gerade mal eine 6.6k Leitung hier am A*** der Welt.

      • Da fehlt nen *6

        ALso (100000*8*6+6*8)/1024 + pools + miner alleine die *6 vergessen 4687.546875 Gigabyte / 1024 sind 4.57768249512Terrabyte ohne spam etc

  13. Vermutlich liegt der Fehler im ganzen darin das man versucht seine Cola in Fort Knox zu sichern. Meines Erachtens ist Bitcoin nicht geeignet um seine Cola damit zu zahlen.
    Ein praktikables System sollte aus zwei Einzelsystemen bestehen, die eng miteinander verknüpft sind. Ein System um Vermögen zu sichern und ein System für den täglichen Bedarf. Wobei man Summen ab und zu von einem System in des andere umbuchen kann.
    Wenn man diesen Gedanken fortführt, könnte man auch auf die Idee kommen, das man in dem kleinen schnellen System die Sicherheit nicht durch Cryptografie sondern durch Geringfügigkeit erreicht.
    Nehmen wir einmal an das man von seinem Arbeitgeber nicht einmal im Monat bezahlt wird sondern jede Stunde und nehmen wir an das man seine laufenden Kosten auch laufend bezahlt – also seine Miete einmal am Tag oder die Busfahrt je Kilometer, dann hätte man in seiner Wallet immer so wenig Geld, das ein Diebstahl keinem etwas bringen würde. Die Zahlungen würden dabei nicht von Hand ausgelöst sondern aufgrund eines Vertrages automatisch.
    In der Blockchain für das kleine schnelle System würde nicht jede Transaktion aufbewahrt sondern nur der Kontostand, der laufend aktualisiert wird.

    • Die idee ist nicht schlecht also BTC Core für das Sparbuch und BTX die Mastercard. Dann muss aber BTX nur als Wallet laufen also dann am besten als Wallet aller Coins Problem ist das zurückbuchen den aus BTC kann man nichts woanders hinpacken wäre auch wieder ein Hardfork und wenn möglich nie wieder rückbuchbar da es nicht zu gewährleisten ist. Vielleicht müsten alle Coins unlimitiert erstellbar sein, dann kann man sie auch vernichten was aber Inflation mit sich bringen könnte und jedes System ein Hardfork benötigt. Da wäre eher von Interesse meinerseits;

      check last use for BTC > 3650days {delete BTC; delted BTC back to Mining Pool}
      Also die BTC die 10 Jahre nicht im Umlauf waren wieder in den Umlauf zu bringen da entweder jemand Tod ist oder das Wallet verloren hat. Das würde einen fetsen Handelspreis ausmachen da immer 21mio vorhanden wären zumindest in einer bestimmten Zeit man kann sie auch auf 1 Jahr verkürzen die Umlaufzeit zb. würde garantieren das man mit allen Coins rechnen kann was so aber unmöglich ist, da es immer weniger Coins geben wird die Handelbar sind ob man das auch der Chain lesen kann weis ich nicht baer wenn ja sollte man ein Bigdata Programm schreiben das uns sagt was zb in den letzten 10 Jahren stucked ist sollte von der Handelbahren Coins abgezogen werden, da diese Wahrscheinlich nie wieder handelbar sind.

      • Das ist nicht ganz das was ich meinte. Ich dachte eher an so etwas wie eine Bitcoingedeckte Zweitwährung mit dem Tauschverhältnis 1:1. Man kauft sie mit einer kleineren Summe Bitcoin und wenn man sie wieder zurück gibt, verschwindet die Summe ersatzlos und die Deckung wird dadurch aufgehoben. Die Transaktionen in der Zweitwährung sollten in Realzeit möglich sein ohne große Sicherheitsprüfung, damit es schell gehen kann. Die Sicherheit entsteht praktisch dadurch das man immer nur eine geringe Summe Zweitwährung auf dem Wallet hat.

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