„Das System, das ich geschaffen habe, wurde zum Teil gemacht, um Betrug so weit zu unterbinden, wie es durch Technologie möglich ist.“

"Blind und Freizügig" - die Justitia. Bild von rauter25 via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Der angebliche Satoshi Craig Wright versucht, in der US-Regulierung von Kryptowährungen mitzumischen. Er reagiert auf den Aufruf einer Behörde, öffentliche Kommentare zu Ethereum einzureichen, mit einem flammenden Brief, in dem er harte Vorwürfe an Bitcoin und Ethereum aufwirft und seine Ansicht darlegt, welche Rolle Bitcoin und Blockchains tatsächlich im Finanzwesen spielen. Wer die Nachricht weder wörtlich nimmt noch sich an der Person Craig Wright aufhängt, findet darin gute Anstöße, um nachzudenken und zu diskutieren.

Beginnen wir mit dem Hintergrund: Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) beaufsichtigt in den USA die Märkte für Futures und Option. Spätestens seitdem die Börse von Chicago Bitcoin-Futures anbietet, sind Kryptowährungen für die Behörde regelmäßig ein Thema. Dabei scheint die CFTC bisher einen recht freundlichen Zugang zu Bitcoin zu haben.

Nun bittet die CFTC um öffentliche Kommentare zu „Mechanismen und Märkten von Krypto-Assets.“ Im Zuge der Recherchen zur LabCFTC Initiative – einem Programm, das Fintechs innovationsfreundlich aber auch verantwortungsbewusst regulieren soll – bittet die CFTC um „Kommentare und Feedback, um der Kommission zu helfen, die Technologie, Mechanik und Märkte von virtuellen Währungen über Bitcoin hinaus zu verstehen, insbesondere Ether und das Ethereum-Netzwerk.“ Dieses öffentliche Feedback soll „die Entwicklung der Aufsicht über diese Märkte und die regulatorische Politik befördern.“ Die CFTC möchte „Ähnlichkeiten und Verschiedenheiten von bestimmten virtuellen Währungen, unter anderem Ether und Bitcoin, verstehen“, wie auch die „Ether-spezifischen Chancen, Herausforderungen und Risiken.“

Im Hintergrund steht dabei auch die Frage, ob Ether ein „Wertpapier“ („Security“) ist oder nicht. Kann ein Asset, das ursprünglich wie ein Wertpapier öffentlich angeboten wurde – gemeint ist die initiale ICO von Ethereum – später auf eine Weise verkauft werden, dass dies nicht den Akt eines Wertpapierhandels konstituiert? Ein Schlüsselpunkt könnte hier, legt die Ausschreibung der CFTC nahe, die Dezentralität sein. Dann stellt die CFTC 25 Fragen zu Funktionalität, Technologie, Regierung („Governance“), Märkten, Regulierung und Sicherheit, von denen sie hofft, durch die öffentliche Kommentierung Klarheit zu erlangen:

Warum wurde Ethereum erfunden? Welche Funktionalitäten bietet Ethereum im Vergleich zu Bitcoin? Welche Anwendungen gibt es? Worin unterscheidet sich die Technologie von Ethereum zu Bitcoin? Welche Herausforderungen der Skalierbarkeit gibt es bei Ethereum? Wurde der Proof-of-Stake-Algorithmus bereits getestet? Wie wird Ethereum „regiert“? Gibt es Gefahren künftiger Splits? Welche Risiken hat der Wechsel von Ether in Fiatgeld? Würde die Einführung von Derivaten auf Ethereum den Übergang zu Proof-of-Stake beeinflussen? Wie kann man die Ethereum-Blockchain überwachen? Gibt es spezielle Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit Smart Contracts? Und so weiter.

Das sind eine Menge Fragen, gute Fragen, die zeigen, wie sehr sich die Behörde bemüht, ihre eigenen Maßstäbe an die Kryptowährung anzulegen, ohne diese dabei aus den Augen zu verlieren. Für solche Fragen öffentliche Kommentare einzuholen, ist eine lange Praxis US-amerikanischer Regulierungsbehörden, die einen offenen Dialog mit Experten, Lobbyisten und Privatleuten beginnen.

Nun hat sich Craig Wright, der berüchtigte angebliche Satoshi, in die Debatte eingeschaltet. Und zwar mit einem 8-seitigen Kommentar, der auf der Webseite der CFTC veröffentlicht wurde. Wie immer bei Craig geht es nicht kleiner als „ganz groß“.

„Mein Name ist Craig Wright und ich habe …“

Craig beginnt seinen Kommentar mit einem pompösen Aufschlag: „Mein Name ist Dr. Craig Wright und ich habe unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto ein Projekt abgeschlossen, dass 1997 begann und das als Blacknet teilweise als ein AusIndustry Projekt beim Ministerium für Innovation der Australischen Regierung angemeldet war.“

Dann erklärt er, dass ihn „die Menge an Missverständnissen und abwegigen Informationen, die über Bitcoin und jedes derivative System auf Basis einer Blockchain (wie Ethereum)“ überzeugt haben, an die Öffentlichkeit zu gehen. Er stellt klar: „Das System, das ich geschaffen habe, wurde zum Teil gemacht, um Betrug so weit zu unterbinden, wie es durch Technologie möglich ist.“ Das Unvermögen der Menschen, die Blockchain-Technologie zu verstehen, habe zu „weitläufigen Misinformationen und der Verbreitung von alten Betrugsmodellen“ geführt. Viele ICOs seien nur eine Fassade für eine Neuauflage „von früheren USENET und Web-IPO Betrugsmaschen.“

Bevor er zu seinem Kommentar kommt, erklärt sich Wright noch zu einer darüber hinausgehende Befragung durch die CFTC bereit. Dann legt er los. Manches von dem, was Wright nun schreibt, widerspricht fast allem, was im Krypto-Bereich als Common Sense gilt. Anderes dagegen fügt sich gut in die üblichen Interpretationen – vor allem die des Bitcoin-Maximalismus — ein, und manches skizziert interessante Ansätze, um Kryptowährungen im Rahmen der regulierten Finanzmärkte einzuordnen.

Ungewöhnlich ist etwa seine Ansicht von der Dezentralisierung und dem „Herausgeber“ („Issuer“): Die Miner seien nicht die Herausgeber von Kryptowährungen. Stattdessen geschehe die Herausgebe in dem Moment, in dem das Projekt gestartet wird. Sie werden von einer einzelnen Partei oder Gruppe herausgegeben, bei Bitcoin er selbst, bei Ethereum vermutlich die kollaborierenden Entwickler und die Ethereum Foundation. Diese These setzt, sofern die CFTC sie akzeptiert, die Schöpfer von allen Kryptowährungen unter Druck.

Frontend und Backend im Finanzwesen

Danach kommt Wright zur Rolle von Kryptowährungen und Blockchains in der Mechanik der Finanzmärkte: „Bitcoin (und Blockchains im generellen) ändern die Methode, wie ein Handel abgeschlossen wird. Die Nutzung von Bitcoin entfernt die Notwendigkeit von Mittelsmännern oder Intermediären. Dieses System von Intermediären erfüllt die Funktion von Settlement und Clearing.“

In der Vergangenheit sei eine Transaktion üblicherweise in zwei Phasen aufgeteilt worden: In der ersten entsteht eine Übereinkunft zum Handel. Dem entspreche der „Peer to Peer“-Aspekt von Bitcoin – jedes Individuum kann mit anderen Individuen handeln. Allerdings „ist dies auf keine Weise anders als im existierenden Finanz- und Handelssystem“: Leute können einen Handel direkt oder über Broker und Börsen vereinbaren. Wright nennt diese erste Phase das „Frontend“ eines Handels. Er stellt klar: „Bitcoin (oder irgendeine andere Blockchain) kanm die Frontend-Prozesse nicht ersetzen.“ Allerdings hilft die Kryptowährung dabei, „einfachere, günstigere und ökononomisch wertvollere Wege zu bilden, um Händlern ein ökonomisches Frontend zu bieten.“

Der Unterschied schlägt sich in der zweiten Phase durch: dem Clearing und Settlement, das Wright auch als „Backend“ des Handels bezeichnet. Dieser Prozess wird bei Bitcoin durch Miner kontrolliert, die als ein „verteiltes Clearing House und Settlement“ agieren. „Wenn finanzielle Assets, Anteile und Wertpapier getauscht werden, entfernt die Blockchain die Notwendigkeit einer formalen Clearing-House-Funktion.“ Keiner der Backend-Agenten in einem Handel betreibe einen Marktplatz. Sie gewährleisten lediglich, dass die Deals, die im Frontend vereinbart worden, auch ausgeführt, also sicher zwischen den beiden Parteien ausgeglichen werden.

Anschließend kommt Wright auf eines seiner Lieblingsthemen zu sprechen. „Die Idee, dass eine Blockchain es erlaubt, Anteile oder Wertpapiere ohne Regeln oder Kontrolle zu handeln“, sei nichts weiter „als ein Ruf von solchen, die auf illegalen ‚Winkelbörsen‘ handeln wollen“, um sich „unter dem Deckmantel der ‚Demokratisierung der Finanzen‘ durch die Theorie des größeren Idioten“ zu bereichern. Die Einführung einer Blockchain in finanzielle Systeme „beeinflusst oder – an dieser Stelle: beseitigt – nicht die Notwendigkeit von Regulierung und Kontrollen der ‚Front-End‘-Funktion. Tatsächlich vereinfacht Bitcoin sogar die Regulierung von allen Handelsereignissen auf einem Finanzmarkt.“

„Ethereum ist eine armselige Kopie von Bitcoin“

Endlich bei Ethereum angelangt, erkärt Wright: „Ether und das damit verbundene Netzwerk wurden entwickelt, um ein Set von Beschränkungen zu überwinden, die die Bitcoin-Core-Entwickler Bitcoin auferlegt haben.“ Bitcoin sei von Anfang an dafür gemacht worden, mit seinen robusten und sorgfältig ausgewählten Skripten Turing-vollständig zu sein. Ohne die selbstauferlegten Beschränkungen wäre Bitcoin fähig, Computerprozesse und Smart Contracts sehr viel besser abzubilden als Ethereum.

Das Motiv für die Core-Entwickler, Bitcoin so zu verstümmeln, dass es nicht skaliert, war, „User von einem unveränderbaren Kontobuch wegzudrängen. Die Entführung von Bitcoin begann mit dem Scheitern der Silk Road. Seit dem Kollaps dieses Drogenmarktes und der Einsicht, dass eine unveränderbare Blockchain es den Strafermittlern erlaubt, Guthaben aufzuspüren, haben die Bitcoin-Entwickler nach alternativen Wegen gesucht, um die User dazu zu zwingen, offchain zu gehen.“ Dies habe zur Entwicklung von Sidechains und Lightning geführt, Netzwerke, die dafür gemacht seien, „die Anonymität durch das Löschen von Aufzeichnungen zu erhöhen.“

Ethereum selbst sei „ein fehlerhaftes Konzept auf Basis von Bitcoin“, eine „armselige Kopie“, die versuche, das System von Skripts und Smart Contracts zu vervollständigen, das in Bitcoin von Anfang an gewesen war, aber von den Core-Entwicklern entfernt worden war. Der große Fehler von Ethereum sei, zu meinen, das System sei dezentral, weil die Programme – Smart Contracts – auf allen Computern und Knoten ausgeführt werden. „Die Realität ist, dass dies einfach nur die Berechnungen limitiert und Skalierung unmöglich macht.“ So habe das Ethereum-Netzwerk bereits heute seine Limits erreicht. Es wird, so Wright, „effektiv nur benutzt, um Kapital auf illegalen Winkelbörse einzuholen, die so gemacht sind, dass nicht-technische User getäuscht werden.“ Keine im Zuge der ICOs geschaffene Technologie „hat nicht schon zuvor in einer besseren Weise existiert“.

Das Ethereum-Netzwerk wird, so Wright, von einer zentralen Gruppe kontrolliert, die „mit irreführenden Statements behauptet, dass sie dezentral sind, um darüber hinwegzutäuschen, dass sie auf betrügerische Weise ein digitales Wertpapier geschaffen haben. Alle Entscheidungen werden von einer zentralen Gruppe getroffen.“ Dasselbe treffe bei Bitcoin zu, wo die Core-Entwickler „diesen Prozess untergraben haben, um in einem verschleierten Versuch ein anonymes System zu schaffen, das es erlaubt, auf Schwarzmärkten Drogen zu kaufen und zu verkaufen.“ Jeder, der behaupte, „die Blockchain kann außerhalb der existierenden Justiz, der Statuten und Regeln existieren, versucht, in die Irre zu führen und zu betrügen, mit dem einzigen Zweck, Regulierung zu vermeiden und unregulierte Winkelbörsen und Darknet-Märkte zu schaffen.“

Dann schließt Wright seinen Kommentar mit den Worten: „Ich bin bereit, einen Eid zu schwören.“

Nun …

Was soll man dazu sagen? Ich könnte jeden Absatz von Wright kommentieren, hier heftig widersprechen, dort seiner Ansicht einen Wert zuzugestehen, und sehr vieles zu relativieren. Aber ich wollte die Thesen einfach nur zur Diskussion stellen, und bin gespannt, was ihr dazu sagt.

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28 Kommentare zu „Das System, das ich geschaffen habe, wurde zum Teil gemacht, um Betrug so weit zu unterbinden, wie es durch Technologie möglich ist.“

  1. Interessant, daß die Behörde Ethereum zur Diskussion stellt. Wahrscheinlich ist deren Krypto-Projekt vor 2 Jahren während des Ethereum-Hypes gestartet worden.
    Oder man hat damals erkannt, dass Bitcoin-Core mit Lightning für die Geschäftswelt auf dem falschen Weg ist. Das sind offchain-Aufzeichnungen. In der echten Geschäftswelt müssen Einnahmen durch Verkäufe aufgezeichnet und archiviert werden. Geschäftsführer sind für fehlende Aufzeichnungen verantwortlich. US-Unternehmen werden Lightning aufgrund des
    https://de.wikipedia.org/wiki/Sarbanes-Oxley_Act
    nicht nutzen können. Das US-Bundesgesetz wurde 2002 als Reaktion auf Bilanzskandale von Unternehmen wie Enron oder Worldcom eingeführt.
    Bitcoin nach Satoshis Vision stand seit Tag 1 für unveränderbare Aufzeichnungen und Regulierungsfähigkeit. Einfach mal das Bitcoin Whitepaper lesen und verstehen.

    • LN kommt durch die fehlende Protokollierung auf einer Blockchain der Barzahlung näher.

    • herzmeister // 21. Februar 2019 um 2:34 // Antwort

      das ziel der cypherpunks war seit den 1980ern immer, bargeld in der digitalen welt abzubilden. nach „blockchain“ hat niemand gefragt.

      kryptoanarchismus steht für anonyme ende-zu-ende-verschlüsselte kommunikation (PGP, remailer) *und* eben auch die lange suche nach der möglichkeit, monetäre transfers analog ebenso von person zu person wie bargeld abzubilden, ohne mittelsmann, ohne aufzeichnung.

      wenn ich dir bargeld in die hand drücke, führt ja schließlich auch niemand protokoll darüber. es sei denn, wir sind im geschäftsverhältnis, dann machen wir das, weil wir es müssen, aber wir machen das nebenher und extra, diese funktion ist nicht im bargeld selber „eingebaut“.

      ebenso kann man es nicht so betrachten, dass blockchain-register für diesen zweck geschaffen wurde. vielmehr es ist ein notwendiges übel. satoshi (der echte, nicht faketoshi) wusste es damals nur nicht besser, wie man double-spending verhindern kann.

      er hätte vermutlich den mimblewimble-ansatz gewählt, wenn er den damals gekannt hätte, da dieses konzept einer digitalen version von bargeld ein gutes stück näher kommt, da nur noch prüfsummen und nicht mehr klardaten wie adressen und beträge aufgezeichnet werden (und im gegensatz zu monero besser skaliert). und bitcoin wird sich in der tat mit den anstehenden weiterentwicklungen nach und nach einem mimblewimble-basierenden kryptosystem annähern (coinjoin, schnorr aggregierungen, bulletproofs).

      faketoshi will sich einfach mit seinem shitcoin sv eine neue nische suchen und sich regierungsfreundlicher positionieren.

      • ebenso kann man es nicht so betrachten, dass blockchain-register für diesen zweck geschaffen wurde. vielmehr es ist ein notwendiges übel. satoshi (der echte, nicht faketoshi) wusste es damals nur nicht besser, wie man double-spending verhindern kann.

        Das ist jetzt aber schon spekulativ. Satoshi hat eine Blockchain geschaffen, aber du nimmst an, er hätte das nicht gewollt, sondern etwas anderes. Kann sein, dass das, was Satoshi nur ein Schritt auf einem anderen Weg ist – wäre nicht das erste Mal, dass sich Technik so entwickelt – aber es ihm in den Kopf zu legen, ist irgendwie schräg.

        wenn ich dir bargeld in die hand drücke, führt ja schließlich auch niemand protokoll darüber. es sei denn, wir sind im geschäftsverhältnis, dann machen wir das, weil wir es müssen, aber wir machen das nebenher und extra, diese funktion ist nicht im bargeld selber „eingebaut“.

        Naja, geht so. Es gibt Obergrenzen der Bargeldzahlung.

        Du weist doch immer auf das wiki von libbitcoin hin … wie kannst du da annehmen, dass die Regierungen es einfach hinnehmen werden, was da passiert? Bitcoin ist ja schon schlimm genug für sie, aber (vermutlich) gerade noch (zu diesem Stand) akzeptabel …

        faketoshi will sich einfach mit seinem shitcoin sv eine neue nische suchen und sich regierungsfreundlicher positionieren.

        Hm. Erklärst du mir das Geschäftsmodell, sich erst einem Forkcoin, BCH, anzuschließen, sich dann bei allen so unbeliebt wie möglich zu machen, um danach einen weiteren Forkcoin zu gründen und den mit Verlust zu minen? Wäre es nicht einfacher gewesen, bei BCH zu bleiben – oder einen neuen Altcoin zu schaffen?

      • „Wäre es nicht einfacher gewesen, bei BCH zu bleiben – oder einen neuen Altcoin zu schaffen?“

        In der BCH Community wurde Craig Wright sehr kritisch gesehen, weil seine Lügen leicht zu durchschauen sind. Bitmain hat das Narrativ „BCH is the real Bitcoin“ aufgegeben, weil es sich für ihr eigentliches Business als schädlich erwiesen hat und sie sich damit ins eigene Fleisch geschnitten haben.

        In der SV Community ist Craig Wright der echte Satoshi. Und seine Jünger himmeln ihn an. Es geht alles darum, eine sich selbst-validierende und selbstständige Gemeinschaft zu bilden, die das Narrativ „Bitcoin SV is the real Bitcoin“ weiterspinnt. Das ist in der BCH Community einfach nicht möglich, eben weil die Lügen und Craigs Masche doch sehr leicht zu durchschauen ist.

        Es ging letztendlich darum, die Idioten aus der BCH Community zu isolieren und in ein neues abgeschottetes soziales Umfeld zu holen, in der diese sich wieder selbst validieren können und das Narrativ weiterspinnen. Ich bedaure die armen Seelen, die sich vor solch einen Zug spannen lassen. Und finde eigentlich, dass solch ein Thema in einem Bitcoin Blog nichts zu suchen hat!

      • Naja … die BCH-Fork hatte eine Menge andere Gründe, die mehr bei ABC als bei CSW liegen … aber du hast schon recht, seit sich Craigs Coin abgespalten hat, wurde es für einen (sehr kleinen) Teil der Szene normal, ihn offen als Satoshi zu handeln. Das führt jetzt dazu, dass Craig gerade alle paar Tage auf Medium eine Story darüber bringt, wie er Bitcoin erfunden hat, was er davor gemacht hat, und was danach … Das ist gute Unterhaltung, finde ich, mir dabei irgendwie egal, ob es wahr ist oder eine Erfindung. Dass es so eine Person gibt, und sein Umfeld, ist auf eine gewisse Weise typisch für Bitcoin. Ich sträube mich immer, dagegen zu schreiben, weil ich weiß, wie viele Leser auf CSWs Satoshi-Beanspruchungen reagieren („Och, nicht schooooon wieder…“), aber ich dachte, es könnte ok sein, es im Kontext der Regulierung und Ethereum zu bringen.

        Aber vermutlich hat sich Craig Wright mit der Behauptung, er sei Satoshi, für immer das Recht genommen, dass etwas, das er sagt, diskutiert wird, anstelle seiner Person. Eventuell wäre es dann als „Unterhaltung“ passender, einfach über Craigs Satoshi-Geschichten zu schreiben? Man könnte ihn ja als Live-Artist in der Fanfiction des Whitepapers sehen —

      • Wäre es nicht einfacher gewesen, bei BCH zu bleiben – oder einen neuen Altcoin zu schaffen?

        Schon vergessen, das Großmaul wollte doch BCH zerstören, vernichten usw. und was ist passiert? Nichts, halt nur ein Schwätzer.

      • Stimmt, der Hashkrieg war sensationell unspannend. Die haben sich damit rausgeredet, dass Bitcoin Cash jetzt nicht mehr Bitcoin ist, weil sie Checkpoints haben … Naja, ich finde Craig Wright auf eine gewisse Weise großartig, entweder ist er ein extrem trolliges Genie oder ein extrem genialer Troll …

      • Stell dir mal vor, nChain würde einen Altcoin entwickeln und den ganzen Bitcoin-Schöpfungsmythos bzw. Bitcoin außen vor lassen. Das Ding würde recht schnell in den Tiefen von Coinmarketcap verschwinden. Ohne den Charme der ganzen Verschwörungstheorie dahinter wäre BSV gar nichts wert. Craig Wright ist vielleicht ein genialer Con-Artist, mehr aber auch nicht. Bitte berichte doch mehr über den Bitcoin, oder auch BCH. Aber diesem BSV-Dünnschiss hier ein Forum zu bieten, das sollte wirklich nicht sein. Demnächst muss ich hier noch lesen, dass die Erde in Wahrheit eine Flache Scheibe ist!?

      • Mit dem Altcoin würde er immerhin vermutlich Geld verdienen, und vermutlich hätte er auch mehr Geld verdient, wenn er einfach weiter bei BCH geblieben wäre. Aber egal.

        Ruft ja eine heftige Reaktion bei dir herauf, „Dünnschiss“. Ich schreibe hier sehr selten über Bitcoin SV. Wenn es dich zu arg stört, dass das Thema ein oder zwei Mal im Monat auftritt, bitte einfach überlesen.

        Worüber aus die Form der Erde würdest du hier gerne etwas lesen? Interessiert mich aufrichtig.

      • Naja, du könntest zum Beispiel die Eingabe eines prominenten Anhängers der Flat Earth Theorie an irgendeine US-Behörde ins Deutsche übersetzen und diese als interessanten und unterhaltsamen Denkanstoß präsentieren, während du die Faktenlage komplett außen vor lässt und den Autor als Genie bezeichnest.

        Das wäre ähnlich relevant und würde unter den Lesern ähnliche Reaktionen hervorrufen: Niemand mit ein bisschen Grips würde sich ernsthaft mit den Argumenten beschäftigen, sondern es gäbe z.T. Reaktionen wie „Was soll das denn jetzt bitte?“.

      • Jemand mit Grips liest Argumente nicht, weil er glaubt, dass deren Urheber ein Scheibenweltler ist? Also, weil viele andere sagen, das da ist ein Scheibenweltler?

      • @PASM
        Es gibt auch im SV Lager viele Entwickler, die nichts auf die Person CSW geben, sondern sich einfach nur dem Potential BSV hingeben und versuchen etwas zu erschaffen, was sie bei anderen Chains nicht realisieren können, weil diese zu eingeschränkt sind (wurden).

        Dein flaches Schwarz/Weiss denken und die niveaulose Ausdrucksweise sagt viel über dich aus. Fragt sich, wer hier wirklich die „Idioten“ und „armen Seelen“ sind.

  2. Ein richtig interessanter Artikel mit einer sicherlich hohen Reichweite duchr die Lightning tipping (-Werbeaktion) von heute. Ein guter Schachzug 😉

    Das Interview mit CSW hat meinen Glauben daran, dass er der wäre Satoshi ist, gestärkt.
    Erinnert an Jesus, den Messias. Als Er da war, glaubten Viele nicht an ihn. Er wirkte Wunder, heilte Krankheiten, Predigte sehr Wertvolle Dinge (Bergpredigt, Goldene Regel,… ) aber viele glaubten immernoch nicht an Ihn ( heute z. B. die Juden). Am Ende ermordeten sich ihn – „Gotteslästerung“. Heute ist der Großteil der Menschen Christen. Wenn auch in Forks wie Katholiken, Protestanten, usw. Aufgeteilt – gemeinsam haben alle die Bibel sozusagen als Whitepaper.
    Nun ist Satoshi nicht Gottes Sohn… Wäre er das, würde ich auch sagen: „Hey Leute das ist er. Wir müssen seiner Meinung folgen, auch, wenn wir sie jetzt noch nicht ganz verstehen können.“
    Satoshi, ob es jetzt CSW ist, oder nicht (den Beweis, wie Wunder, etc. blieb er schuldig, weil er bisher die Genesiscoins nicht signiert hat), hat was ganz großartiges realisiert. Das ist klar. Er hat dadurch, dass es Open Source war, Anderen die Möglichkeit gegeben, es zu verbessern und zu Forken. Möglicherweise auch in eine Richtung, die er nicht für gut heißen würde. Genau das wird fleißig gemacht. Großen Respekt und Dank dafür!
    Aber ab dann hatte Satoshi für mich keine höhere Autorität, als jeder andere Entwickler oder Visionär mit guten Vorschlägen für das Protokoll.
    Vieles stimmt, was CSW sagt. Alles in der Blockchain zu speichern hätte für u. A. Regierungen und Strafverfolger viele Vorteile. Einer der Gründe, weshalb ich dabei bin, war der Irrglaube, Pseudonymität sei das Gleiche wie Anonymität.
    Mit Sidechains und Lightning wird Anonymität wieder Wahrscheinlicher.
    Es stimmt, wenn man ehrlich ist, dürfte es nicht BitcoinCash, sondern statt dessen BitcoinSegwit geben. Das hat mich nicht großartig gestört, weil ich Segwit+LN langfristig für lebensfähiger halte, als große Blöcke. Ich werde mich sicher ärgern, wenn mal etwas geändert wird, was meinem Sinn für Bitcoin widerspricht und es dann trotzdem den Namen Bitcoin behalten darf.

    Zu Ethereum:
    Mehr Möglichkeiten bedeuten auch mehr mehr Risiken. Das haben Ethereum und eingebaute ICO Coins, bzw, dessen Benutzer schmerzlich zu spüren bekommen.
    Bitcoin als konservativer Coin profitiert aus den Fehlern der innovativen und risikofreudigen Coins.
    Man kann sich drüber ärgern nicht so innovativ zu sein, oder die beste Version später einfach selbst in Bitcoin einbauen und bis dahin von der Sicherheit profitieren.
    Ich finde gut, dass es so viele verschiedene Projekte gibt.

    Satoshi ist der Erfinder von Bitcoin, aber nicht Gott.

  3. Klingt für mich alles logisch und nachvollziehbar. Mehr als Cryptokitty und ICO Betrug hat Ethererum bis jetzt auch nicht hervorgebracht.

    Langfristig wird alles, was keinen sinnvollen Mehrwert bietet vom Markt verschwinden. Sei es nun mit oder ohne geregelte/gesetzliche „Untersützung“.

    BTC (speziall das offchain LN) wird irgendwann das Bargeld ersetzen. Für alle täglichen kleinen Bezahlungen, die den Aufwand der Nachverfolgbarkeit nicht rechtfertigen.
    Andere anonyme Währungen werden nur ein Nischendasein fristen und verstärkt unter Beobachtung stehen. Aufgrund der dann relativ hohen onchain Gebühren werden die großen BTC Transaktionen auch mehr nachlassen und evtl. durch andere Systeme ersetzt (BCH/BSV/RIPPLE etc.).

    Und für alles andere gibt es Mastercard 😉

  4. Craig lügt. In Wirklichkeit bin ich Satoshi. Beweist mir doch das Gegenteil!
    Ziemlich lächerlich. Craig vermag nur die schlichteren Gemüter zu überzeugen.

    • Gibst du mir ein Interview, warum du Satoshi bist? Würde es veröffentlichen, so als Kunst, einen Faketoshi darzustellen 😉

      • Manfred Comes // 24. Februar 2019 um 4:56 //

        Was macht jetzt eigentlich der wirklich echte Satoshi, lies er das? Wahrscheinlich schon, es geschieht immerhin vor einer US Behörde und in seinem Namen wird geredet. Was hält er von den Argumenten, sind es auch die seinen? Wenn ja, denkt er na gut, dann kann ich ja anonym bleiben…

        Ist es wichtig, ob der wirklich echte Satoshi diese Argumente gesagt hat?

  5. Wieso gibt man dieser Pfeife eine Plattform? Faketoshi ist Faketoshi.

  6. Maik Richter // 21. Februar 2019 um 7:29 // Antwort

    Wer wie ich CSW einmal live erlebt hat, weiss das Geschwätz dieses eitlen Gockels, der schon durch die eindeutige Widerlegung seiner ständigen Behauptung, er wäre Satoshi lächerlich gemacht hat, richtig einzuordnen.

  7. Was fuer ein Clown 😀 Ich finde es begruessenswert, dass das bitcoinblog jetzt auch eine Humorsektion eingerichtet hat. Allerdings solltet ihr die besser kennzeichnen, sonst nimmt das noch jemand ernst. 😉

  8. faketoshi taugt mittlerweile nicht mal mehr als Pausenclown. Nur noch über Andere herziehen und sich selbst für den Allwissenden halten, einfach nur erbärmlich.
    Jetzt hat er doch sein eigenen Coin, warum noch über andere schlecht reden, erschließt sich mir nicht.

  9. Ich finde es sehr klug von Craig, dass er so klar die Grenzen dieser Technologie aufzeigt. Es ist für uns alle gut, dass Luftschlösser zerstört werden und ein realistischer Blick einkehrt.

    Verschiedene Personen erhoffen sich sehr verschiedene Dinge von Bitcoin. In den nächsten Jahren wird geklärt werden, was es tatsächlich leisten kann und was es werden wird.

    Ich persönlich finde es sinnvoll, so eindeutig auf die legale Nutzung im Rahmen von Gesetzen und Regulierungen abzuzielen. Das ist nötig, damit Bitcoin digitales Geld für die ganze Welt werden kann.

  10. Vor dem Hintergrund, dass alles was aus dem Mund dieses Hochstaplers kommt gelogen ist, muss man es nicht ernst nehmen.

  11. Na weil SV dem Original Protokoll am nächsten ist und weil es nur einen Bitcoin geben sollte. Zumindest wäre das wünschenswert, dann gäbe es nicht so viel Streitereien in der Community. Stell dir vor, auf der Erde gäbe es nur einen Staat, eine Währung und eine Sprache.

    • Ja, egal welcher Coin, wenn es nur einen gäbe anstatt so vieler wäre vieles einfacher. Wettbewerb zwischen Währungen ist ziemlich unkonstruktiv, weil jeder dieselbe Frucht auf einem anderen Acker säät, aber sich weigert, Früchte von anderen Äckern zu essen. Wäre viel besser alle würden auf einer Währung im Wettbewerb sein.

  12. Besser wäre doch ein Haupt (oder Hilfs-)coin, wie eine globale Sprache (auxiliary language), aber ohne die vielen regionalen Währungen/Sprachen zu vernachlässigen.

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