Verklag‘ mich doch: Die vielen Gerichtsprozesse des Craigh Wright

Peter McCormack, der mit einem "Craight Wright is a Fraud" T-Shirt noch einen nachlegt.

Der angebliche Satoshi Craig Wright überzieht das Ökosystem mit juristischen Drohungen – und schweisst dieses dabei zusammen. Ein gemeinsamer Feind verbindet selbst diejenigen, die sich zuvor bekriegt haben. Zugleich muss sich Wright selbst vor einem amerikanischen Gerichtshof verteidigen.

Anwälte rund um das Londoner Hauptquartier von Craig Wrights nChain dürften derzeit alles andere als einen Auftragsmangel haben. Nicht nur, dass der angebliche Satoshi unermüdlich alles zum Patent anmeldet, was sich nicht auf drei versteckt – nun beginnt er auch, juristische Drohungen in alle Himmelsrichtungen zu versenden. Wir erklären die juristischen Händel, in die Wright verflochten ist, einen nach dem anderen. Der aktuellste Fall kommt erst am Ende.

Die juristischen Folgen der Hardfork

Es begann bereits vor einigen Monaten, unmittelbar nach der desaströsen Bitcoin Cash Hardfork. Eine Firma aus Florida begann, Klageschriften gegen Entwickler von ABC sowie gegen Bitcoin.com, Kraken und Bitmain zu verschicken, in denen diese angeklagt werden, gemeinsam eine Verschwörung gegen Bitcoin geplant zu haben, um BCH als Tickersymbol für die von ABC durchgeboxte Version zu etablieren.

Im Wortlaut: Das Vergehen „beinhaltet ein enges Netzwerk von Individuen und Organisationen, die den Kryptowährungs-Markt für Bitcoin Cash manipuliert, das Bitcoin-Cash-Netzwerk effektiv entführt, den Markt zentralisiert und alle Arten von akzeptierten Standards, Protokolle und Verhaltensregeln verletzt haben, die mit Bitcoin verbunden sind.“ Dies habe „einen globalen Markt-Zusammenbruch“ ausgelöst, der „mehr als vier Milliarden Dollar zerstört und vielen US-Investoren – darunter auch dem Kläger – großen Schaden bereitet haben.“ Angesichts der Tatsache, dass ABC mit einigen Börsen Versionen ihrer Software mit Checkpoints vorab ausgeliefert hat, ist dieser Vorwurf nicht ganz an den Haaren herbeigezogen, wenn auch vermutlich gerichtlich schwer durchsetzbar.

Die Klage geht nicht direkt von Wrights nChain aus, sondern von einer „United American Corp.“ Allerdings wird sie, natürlich, mit Craig Wright und seinem Verbündeten Calvin Ayre in Zusammenhang gebracht und allgemein als Versuch bewertet, Open Source Entwickler juristisch anzugreifen. Betroffen sind unter anderem die ABC-Entwickler Amaury Sechet, Shammah Chancellor und Jason Cox. Innerhalb des Bitcoin-Cash-Ökosystems hat sie einerseits zu einem verstärkten Zusammenhalt geführt, andererseits aber auch Zwist entfacht. So haben etwa mehrere in ABC involvierte Akteure – darunter Amaury und Shammah – Bitcoin-Unlimited verlassen, weil sie der Meinung sind, dass Bitcoin Unlimited die Klage nicht entschieden genug verurteilt.

Wenn dich die eigene Schöpfung verklagt

In den USA findet sich Craig Wright derweil auf der anderen Seite der Anklagebank wieder. Ira Kleiman, der Bruder des verstorbenen Dave Kleiman, der Craig Wright zufolge sein Partner bei der Erfindung von Bitcoin war, erklagt von Wright die unglaubliche Summe von 10 Milliarden Dollar. Die Klage wurde vor gut einem Jahr bekannt – wir haben mit großem Amüsemant darüber berichtet, wie ein Protogonist der von Wright vermutlich erfundenen Satoshi-Story aus dieser aufsteigt, um von Wright einen Anteil an einem Bitcoin-Schatz, der gar nicht existiert, zu verklagen.

Nun wird diese Klage also tatsächlich ausgetragen. Bisher fand eine erste Anhörung der Anwälte statt, bei der es vor allem darum ging, einen Überblick über die unglaubliche Menge an Dokumenten und Unterlagen zu geben, die die armen Anwälte durchwälzen müssen. Es gab im Anschluss auch eine in London stattfindende telephonische Befragung von Wright, über die aber nur eine Zusammenfassung der noch offenen Fragen verfügbar ist. Brisanterweise verweigert Wright einige Antworten mit Hinweis auf die „nationale Sicherheit“. Dies wird entweder als Versuch von ihm gedeutet, sich phantasievoll aus der Affäre zu winden, oder als Hinweis darauf, dass Wright in irgendeiner Weise mit Geheimdiensten verbandelt ist.

Wright selbst hat die Klage im Vorfeld ausgiebig als Moment der Wahrheit inszeniert. Für ihn gehe damit endgültig die Privatheit verloren; er sei bereit, die Verantwortung für die Schaffung von Bitcoin zu übernehmen, sich vor Gericht nackt auszuziehen, es endgültig zu beweisen, dass er Satoshi ist, was auch immer das für Konsequenzen haben werde. Bislang aber ist noch nicht bekannt, ob er diese Ankündigung umgesetzt hat.

#weareallhodlonaut

Im aktuellsten und aufregendsten Fall geht es ebenfalls um die Frage, ob Craig Wright Satoshi ist oder nicht. Nachdem es auf Twitter zum Trend wurde, ihn einen Betrüger und Faketoshi zu nennen, hat Wright gedroht, diese angeblichen Verleumdungen anzuklagen. Die (erwartbare) Reaktion der Community war, dass die „Craigh Wright ist nicht Satoshi“-Tweets epidemisch wurden.

Nun haben die ersten Leute Post von Wrights Anwälten bekommen. Der erste bekannte Fall ist ein Twitter-User namens „Hodlonaut“, der vor allem dafür bekannt ist, die Lightning-Torch begonnen zu haben. Er hat wohl wiederholt Wright als „Fraud“ beschuldigt und gesagt, Wright sei nicht Satoshi. Vor allem aber hat Hodlonaut das Twitter-Hashtag #CraigWrightIsAFraud gestartet, was man als Initiation einer Kampagne gegen Wright deuten kann. Nachdem ihn dessen Anwälte aufgefordert hatten, die entsprechenden Tweets zu löschen und öffentlich und vor Gericht zu erklären, dass Wright sehr wohl Satoshi sei, hat Hodlonaut tatsächlich seinen Twitter-Account gelöscht bzw. geleert.

Profilbild von Hodlonaut

Da die Identität von Hodlonaut nicht bekannt ist – der Brief wurde per Twitter zugestellt – setzt Wright ein Kopfgeld von 5.000 Dollar auf Hinweise aus, die zu diesem führen. Es gibt Vermutungen, dass er in Norwegen lebt und an der Baltic Honeybadger Konferenz teilnehmen wird, wo Kopfgeldjäger ihn an bestimmten Tattoos auf den Armen erkennen können. Dieses Kopfgeld führte (erwartbarerweise) dazu, dass sich sofort ganz Twitter mit Hodlonaut verbündete. Hunderte von Leuten benannten ihren Twitter-Namen in Hodlonaut (oder eine Variation davon) um, übernahmen das Profilbild von Hodlonaut (eine Katze im Astronautenanzug) und tweeteten, dass Craig Wright ein Betrüger sei. Unmittelbar wurde auch eine Webseite gestartet, die Spenden sammelt, damit sich Hodlonaut vor Gericht verteidigen kann. Bisher kamen dadurch knapp 30.000 Dollar zusammen.

Zugleich erhielten noch andere, besser bekannte Protagonisten des Krypto-Ökosystems einen Brief von Wrights Anwälten. Zum einen der Videojournalist Peter McCormack, der mit seinen Interviews mit „What Bitcoin did“ eine veritable Bekanntheit erlangt hat. Für Aufsehen sorgte er erst vor kurzem, als er für eine Lightning-Serie den Lightning-Kritiker Peter Rizun einlud, ihn nach Druck der Lightning-Community wieder auslud, um ihn dann kurz darauf doch wieder einzuladen.  McCormack hat die Anwaltsbriefe veröffentlicht, danach ein Selfie mit einem T-Shirt geschossen, auf das „Craigh Wright is a fraud“ gedruckt ist, und sein scharfes, aber amüsantes Antwortschreiben gepostet. Er ist zuversicht, dass es nicht zu einem Prozess kommen wird, freut sich aber darauf, falls dies doch passiert.

Weiter hat auch der Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin Post von Anwälten bekommen. Buterin hat in der Vergangenheit mehrfach geäußert, dass Craig Wright ein „Fraud“ sei. Erst vor kurzem empörte er sich darüber, dass auf einem Panel bei einer Kryptowährungs-Konferenz zum Thema Skalierbarkeit auch zwei Anhänger von Bitcoin SV eingeladen waren. Wie Buterin auf die Briefe der Anwälte reagiert, ist bisher aber noch nicht bekannt.

Insgesamt hat sich Craig Wright mit dem Einschalten eines Anwalts eine Menge neuer Feinde gemacht. Einer davon ist der CEO der großen Altcoin-Börse Binance.com. Er hat zunächst gedroht, BSV vom Handel zu nehmen, und heute angekündigt, dies auch zu tun. Die Börse Kraken lässt sich nicht lumpen und zieht gleich mit einer Umfrage, ob sie BSV vom Handel entfernen soll, mit. Der Preis von BSV ist daraufhin um rund 10 Prozent eingebrochen, womit das juristische Agieren von Wright nun vor allem der BSV-Szene Schmerzen bereitet.

Troll-Jäger und verschüttete Milch

Craig Wright und sein Verbündeter Calvin Ayre inszenieren sich derzeit als „Troll-Jäger.“ Tatsächlich ist ihr Fall insoweit einzigartig, als dass sie versuchen, gerichtlich gegen ein schwer zu bändigendes Phänomen vorzugehen – die (angebliche) Verleumdung durch eine Masse an anonymen oder pseudonymen Teilnehmern von Online-Diskussionen. Ihr Plan ist es wohl, einzelne, exemplarische Treffer zu erzielen, um alle anderen davon abzuschrecken, die Vorwürfe an Wright zu wiederholen. Ob dies bei einer tendenziell anarchistischen und finanziell nicht unterversorgten Szene wie bei Kryptowährungen, deren Akteure zudem technich kompetent genug sind, um ihre Anonymität im Internet zu wahren, funktioniert, darf bezweifelt werden.

Allerdings hat Calvin Ayre erst vor kurzem demonstriert, dass Gerichte einen auch im Internet vor rufschädigenden Informationen schützen können. Denn Ayre – ein lebensfroher kanadischer Milliardär, der in der Karibik lebt – posted regelmäßig Fotos von ihm mit leicht bekleideten Frauen, in der Regel auf Yachten, in luxuriösen Speisesäälen oder Pool-Parties. Kürzlich postete er ein recht geschmackloses Bild von Tänzerinnen, die einen Arsch-betonten Tanz aufführten, und auf einem anderen Bild mit Ayre so ausssahen, als seien sie noch keine 16 Jahre alt.

Prompt ging die Rede vom „Pedo“ durch Twitter – was durch das Bild, das geschmack- und würdelos ist, nicht gerechtfertigt wird. Das Magazin CoinRivet, das darüber berichtet hatte, ohne den notwendigen Abstand zum Vorwurf zu halten, wurde von Ayre juristisch angegangen und hat eine formelle Entschuldigung veröffentlicht.

Kein Heldenmut

Was ist von all dem zu halten? Als jemand, der Bitcoin SV und Craig Wright mehr Sympathie entgegenbringt als vermutlich 99,5 Prozent der Szene, habe ich dazu natürlich eine Meinung.

Zum einen denke ich, dass es nicht eben notwendig gewesen ist, die Welt zu diesem Zeitpunkt so penetrant darauf hinzuweisen, dass Wright ein Hochstapler ist. Dies wird seit rund drei Jahren fortlaufend auf allen Kanälen gepredigt, und nachdem Wright erst mit BCH Bitcoin, und dann mit BSV Bitcoin Cash verlassen hat, ist er ohnehin in einer relativ kleinen Ecke gelandet, von der aus ihn die Bitcoin- und auch die Bitcoin-Cash-Szene genüsslich ignorieren kann.

Abgesehen davon, dass es nicht notwendig ist, finde ich es auch begrenzt heldenhaft, auf jemanden einzutreten, auf den ohnehin schon seit Jahren geschossen wird. Es wurde alles tausendmal gesagt; wer jetzt noch einen drauflegt, interessiert sich vermutlich weniger dafür, Leute über Wright aufzuklären, als sein eigenes öffentliches Profil zu schärfen.

Zum anderen habe ich auch Erfahrung damit, mit unbedachten Äußerungen Anwälte einzuladen, Briefe zu versenden. Meinungsfreiheit deckt die Äußerung von Meinungen, aber eben nicht die von unbewiesenen oder falschen Tatsachen. Da es zwar wahrscheinlich, aber nicht bewiesen ist, dass Wright nicht Satoshi ist, ist es riskant, dies als Tatsache zu äußern. Es wäre so einfach gewesen, zu sagen, „Ich bezweifle, dass Craig Wright Satoshi ist“, um nur ein Beispiel zu nennen.

Wenn dazu noch die Aussage kommt, dass Craig Wright ein „Betrüger“ ist, wird es erst recht heikel. Im Englischen ist das Wort „fraud“ zwar doppeldeutiger als das deutsche Wort „Betrug“, aber es könnte auch implizieren, dass Wright Leuten durch falsche Aussagen Geld aus der Tasche zieht. Da es bisher keine einzige Person gibt, die Craig beschuldigt, durch ihn Geld verloren zu haben, dürfte dies hart an der Grenze zur Verleumdung stehen.

Dies verdeutlich erneut, wie unnötig die Anti-Craig-Welle war. Es gibt einen epidemischen Betrug im Ökosystem, bei dem tatsächlich Menschen Geld verlieren, und zwar jeden Tag, und bei der Betrüger sich jeden Tag neue Ideen einfallen lassen, um unbedarfte Krypto-Neulinge übers Ohr zu ziehen. Angesichts dessen ist es schreien unnötig, Leute in der Dauerschleife vor jemandem wie Wright zu warnen, der vielleicht ein Scharlatan ist, aber kein Betrüger in diesem Sinne. Dies zeigt erneut, dass es weniger darum geht, die Öffentlichkeit aufzuklären, als eine wie auch immer geartete Stellung zu beziehen.

Gleichzeitig denke ich aber auch, dass es nicht allzu klug ist, mit Anwälten in alle Richtungen zu schießen. Die (erwartbare) Reaktion hat das Ökosystem nur noch stärker in Opposition zu Wright gebracht. Es wird, egal wie viele Anwälte man beschäftigt, kaum mehr möglich sein, das verschüttete Wasser zurück in die Flasche zu gießen, und die Mitleidenden sind Bitcoin SV (BSV) sowie die (wenigen) Fans, die diese Kryptowährung hat. Es wirkt, bis jetzt, wie ein gigantisches Eigentor, und die Erfolgsaussichten einer solchen Klage sind überschaubar, sofern Craig Wright nicht vor Gericht beweist, Satoshi zu sein. Er hat dies zwar angekündigt, aber es wäre angesichts seiner vergangenen Handlungen eher eine Überraschung, wenn er die Ankündigung wahrmacht, als wenn nicht.

Und wenn er beweisen kann, Satoshi zu sein – dann sollte er dies einfach machen, anstatt zunächst noch mehr und mehr Erde zu verbrennen und Gläser zu zerbrechen. Immerhin scheint er sich jetzt selbst in eine Lage manöveriert zu haben, in der er entweder tatsächlich beweist, Bitcoin erfunden zu haben – oder endgültig scheitern wird.

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26 Kommentare zu Verklag‘ mich doch: Die vielen Gerichtsprozesse des Craigh Wright

  1. Sehe ich auch so.

  2. Es ist völlig egal ob er Satoshi ist oder nicht (also selbst wenn er es zweifelsfrei beweisen kann), so wie er sich aufführt wird man ihn nie akzeptieren. Im Besten Fall würde man dann wohl eher sagen, dass Satoshi eine Gruppe war und Kleiman und Wright Teil davon waren, aber die Legende wird dann eher Kleiman sein, und Wright war zufällig dabei.

  3. Vermutlich hat Craig Wright mit Dave Kleiman, Nick Szabo und anderen am Projekt BTC „mit“ gearbeitet und ist von einem enormen Geltungsbedürfnis getrieben worden, sich als Satoshi zu outen. Wenn ihr mich fragt, ich sehe Überall nur HILFLOSIGKEIT, ich könnte Niemanden verurteilen.

  4. Sebastian Ludes // 15. April 2019 um 18:33 // Antworten

    Kann das sein, Christoph, dass du schon soviel Post von Anwälten erhalten hast, dass du dich gar nicht mehr traust, deine Meinung klar niederzuschreiben? Bezieh doch einfach mal Stellung!
    Im Übrigen wäre es schön und wichtig gewesen, wenn das angedrohte delistening von BSV beleuchtet worden wäre.

    • Nein, ich versuche, meine Meinung ausgewogen zu halten. Wenn es um Anwälte geht, bin ich (mittlerweile) phantasievoll genug, meine Meinung zu äußern, ohne mich großen Risiken auszusetzen. Du wirst hier z. B. niemals lesen, „X ist ein Betrüger“, sondern eher „Meiner Meinung nach tendiert das Geschäftsmodell von X in eine Richtung, die schwer von Betrug zu unterscheiden ist“ oder so. Ich lasse eher Argumente als als Tatsachen verkaufte Meinungsäußerungen sprechen.

      Das angedrohte Delisting habe ich irgendwie vergessen. Mittlerweile ist es ja schon angekündigt, Binance wird wohl BSV delisten. Das nehme ich noch schnell in den artikel auf.

  5. Simon Gebauer // 15. April 2019 um 20:19 // Antworten

    Nur supergebildete Genies können so etwas wie Bitcoin auf den Weg bringen. Im Internetzeitalter, wo ohne Bezahlung und Briefmarke gepostet wird, kommen weniger gebildete anonyme Trolls und Neider aus den Wäldern, ohne zu berücksichtigen, dass sie nur dank Craigs Erfindung Geld verdienen.Auch Binance! Diese Art Trolls beklagte Craig Wright übrigens bereits in 2008, also vor Bitcoin, z.B. in diesem archivierten Post
    http://archive.is/udHpC
    Das er diesmal mit juristischen Hilfsmitteln vorgeht, ist nachvollziehbar.
    Albert Einstein hatte diese Probleme nicht.

    • Wow, es gehört schon sehr viel dazu, Albert Einstein mit einem CSW in einem Satz zu nennen. Letzterer dürfte eher in die Ecke Baron Münchhausen passen, wenn man es „nett“ formulieren wollte…

      • Simon Gebauer // 16. April 2019 um 20:42 //

        Offenbar nicht einmal die Mühe machen, gepostete Links zu lesen, Hauptsache ein Anti-CSW Post absetzen.
        Insider wissen seit Jahren, daß CSW Satoshi ist.
        Der BSV hat sich vom BTC entkoppelt und kann sich nun frei ohne diese Last bewegen. Es wird einen frischen Auftrieb geben, während der Shitcoinmarkt Richtung 0 gehen wird. Die BSV-ler befinden sich auf einem Rettungsboot zu einer neuer Welt.

      • Was hat der gepostete Link mit Genialität zu tun und hier gepostete Kommentare mit Anonymität und Trolls? Sehr viele Kommentare werden hier mit realen Identitäten verknüpft gepostet, Trollkommentare sind eher die Ausnahme im Vergleich zu anderen Plattformen. Wenn es um Trolling geht, ist dabei CSW ganz sicher ganz vorne mit dabei.

        Der BSV hat sich vom BTC entkoppelt und kann sich nun frei ohne diese Last bewegen.

        Das ist überhaupt nicht das Problem um welches es geht, das könnte er in der Tat, aber CSW hat ja in etlichen Statements „Kriege“ und „Zerstörung“ sämtlicher anderen Blockchain Projekte hochbeschworen und genau das macht ihn schädlich und unerwünscht in der Krypto-„Community“, wenn es denn (noch) eine gibt. Genau diese scheint dieses Gebaren im hier vorliegenden Fall nicht weiter zu tolerieren.

        Selbst wenn jemand wirklich annehmen sollte, dass er Satoshi ist, wären seine Aussagen nicht unfehlbar, Krypto ist keine Religion. Dies gilt für seine Aussagen zu Bitcoin genauso wie z.B. zu Privacy, die er nicht unterstützt. Das Problem liegt im Kampf gegen andere Meinungen und das sind alles nur Meinungen, keine Fakten.

        Zumal er seine PrivacyLüge für sich proklamiert.

        Grundsätzlich bin ich seit Jahren für OnChain Scaling, aber nicht mit der Brechstange wie BSV es aktuell auf deren Chain versucht. Ein paar Testläufe in einem Testnet sind noch lange kein Indiz, dass eine Blockchain mit Gigabyte Blöcken tatsächlich stabil laufen würde, denn die reale Netzwerktopologie ist kaum simulierbar und schon ein simpler Ping von Deutschland nach China oder Australien braucht oft mehr als eine halbe Sekunde, selbst zwischen bestens angebundenen Serverfarmen.

  6. Ich finde es gut, dass CSW gegen diese Trolle vorgeht.

    Er wird seine Gründe haben, warum er sich nicht in der Öffentlichkeit nackig machen wollte. Das kann auch niemand von ihm erzwingen. Wenn er es in einem geschlossenen Gericht macht, ist das was völlig anderes.

    Danach sollte das ganze Anti-CSW Gehetze aber auch mal aufhören. Denn mittlerweile wird das ganze schon kriminell, wenn z.B. CSW Beführworter Morddrohungen bekommen. Siehe

    Eigentlich müsste jedem, der sich internsiver und vor allem neutral mit den verschiedenen Seiten auseinandersetzt, klar sein, dass CSW der echte Satoshi ist bzw. von Anfang an mit involviert war. Er hat eine Vision, versteht Bitcoin bis ins kleinste Detail und seine (oft erhellenden) Medium-Puzzleteile sind meistens lesenswert und qualititv hochwertig, was man vom Twitter-Content der Anarchisten-Trolle nicht behaupten kann.

    Das Problem war immer, dass die meisten eine andere Vorstellung von „ihrem Satoshi“ hatten und dieser mit CSW nicht zusammen passte. Aber hey, so ist das Leben.
    McCormack ist ein Kind, ihm geht es nur um seine Ego-Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit und er muss es eben auf die harte Tour lernen. Das wird anderen noch genauso ergehen. Daran ändert auch nichts das angedrohte BSV-Delisting der Exchanges oder dieser #weareallhodlonaut Kram. Alles Kindergarten und emotionale Beweggründe von Menschen, die nicht zwischen Erfinder und Erfindung trennen können.

    • Imski Padinski // 15. April 2019 um 23:37 // Antworten

      100% Zustimmung.

    • Zitat: „Eigentlich müsste jedem, der sich internsiver und vor allem neutral mit den verschiedenen Seiten auseinandersetzt, klar sein, dass CSW der echte Satoshi ist bzw. von Anfang an mit involviert war. Er hat eine Vision, versteht Bitcoin bis ins kleinste Detail und seine (oft erhellenden) Medium-Puzzleteile sind meistens lesenswert und qualititv hochwertig, was man vom Twitter-Content der Anarchisten-Trolle nicht behaupten kann.“

      Warum müsste das jedem klar sein? Womit hat CSW denn auch nur ansatzweise zumindest harte Indizien gebracht?

      – Er hat eine Vision…?
      – Er versteht Bitcoin bis ins kleinste Detail…?
      – Er schreibt gute Blog-Posts…?

      Auf die Art wollen wir jetzt Satoshi erkennen? Mal abgesehen davon, dass sehr viele obigen Punkten widersprechen würden: Selbst wenn es so wäre träfe das auf tausend andere auch zu. Aber CSW wurde mittlerweile so oft bei allen möglichen Fälschungen erwischt, so oft ist er mit Behauptungen aufgefallen die rein gar nichts wert waren und das doch nicht mal nur bezogen auf die Satoshi-Story, das schwer verständlich ist warum ihm noch immer einige glauben wollen.

      Abgesehen von der Satoshi-Story, denn seine Lügen betreffen ja eben nicht nur das Thema: Man erinnere sich an sein Versprechen Bitcoin-ABC-Cash mit seiner Hashpower platt zu machen… haben schon alle vergessen das auch solche Lügen stattfanden?

      Einige scheinen diese „Genie-und-Wahnsinn-Theorie“ zu glauben. Und klar, einige Genies sind ziemlich abgedreht. Aber erstens nicht alle und v.a.: Da wo viel Wahnsinn ist muss nicht zwingend irgendein Genie sein. Bei CSW sehe ich absolut gar keins…

    • Er wird seine Gründe haben, warum er sich nicht in der Öffentlichkeit nackig machen wollte.

      Hat das jemand von ihm erwartet? Er hat es doch selbst angekündigt und inszeniert.
      Wasser predigen und Wein saufen. Oder so.

  7. Es ist absolut gerechtfertigt Craig Wright einen Betrüger zu nennen. Soweit ich weiß ist bewiesen das er PGP Keys rückdatiert und Blog Posts gefälscht hat…

    View at Medium.com

    https://np.reddit.com/r/btc/comments/6xkn24/bcc_bch_are_bitcoin_they_follow_the_whitepaper/dmjcyou/?context=3

    …und selbst in diesem Jahr flog er schon wieder mit Betrug auf – Zitat:

    „To prove his bold claim to be Satoshi, Wright released an abstract of a research paper called “Black Net” that he supposedly wrote for the Australian Government back in 2001.

    This abstract is identical to Satoshi Nakamoto’s Bitcoin white paper published in October 2008.

    There was however a previous draft of Satoshi’s white paper published in August 2008. When if compared to the official white paper, there are certain corrections made that were also visible on Wright’s research paper. The evidence is shown below: (….)
    https://cryptopotato.com/craig-wright-gets-caught-lying-about-being-satoshi-nakamoto-not-the-first-time/

    Ich halte CSW für psychisch kranke Person – auf eine schräge Art unterhaltsam, aber ganz offensichtlich hochgradig destruktiv, auch gegen sich selbst.

    Abgesehen davon, reine Logik reicht: Als er vor einigen Jahren auftauchte und beweisen wollte Satoshi zu sein behauptete er ja diesen Beweis kryptographisch auch führen zu können. Nachdem die erste „Beweisführung“ (mal wieder) sehr schnell als Betrug entlarvt wurde wollte er BTC transferieren, hat dann aber einen Rückzieher gemacht und rumgejammert er, hätte nicht die Courage sich als Satoshi zu outen. Letzteres scheint sich ja mittlerweile absolut geändert zu haben.

    Ich glaube auch nicht, dass der überhaupt einen Plan hat. Vielmehr halte ich für jemanden mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung der es einfach nicht verkraftet, dass andere seine Selbstüberhöhungen nicht nur nicht mitmachen sondern, im Gegenteil, ihn demütigen… wobei auch das ein Resultat seiner eigenen Aktionen ist. Wie gesagt, vor allem ist er ja hochgradig selbst-destruktiv.

  8. Die Selbstinszenierung und Überheblichkeit mit der CSW auftritt passen aus meiner Sicht nicht zum Gebaren eines Satoshi Nakamoto, der mit einer etwas mehr idealistischen Herangehensweise versuchte das Geldsystem zu reformieren. Selbst wenn CSW Teil einer Gruppe um Satoshi gewesen sein sollte, schickt es sich nicht, sich nun als der einzig wahre Satoshi auszugeben. Kurzum, wenn BSV untergeht hält sich mein Mitleid mit CSW sehr in Grenzen.

  9. Maik Richter // 16. April 2019 um 11:55 // Antworten

    Wer CSW mal live erlebt dem wird schnell klar das es sich um einen größenwahnsinnigen Baron Münchhausen handelt. Von dem hanebüchenen Unsinn den er voller Inbrunst erzählt lassen sich höchstens Laien beeindrucken. Wäre er Satoshi könnte er das in einer Minute durch das kryptographische Signieren einer Nachricht von einer der Wallets Satoshis eindeutig nachweisen. Viel wahrscheinlicher ist es nach der gesamten Faktenlage das sein früherer leider verstorbener Partner Dave Kleiman Satoshi war.

    • Ich habe ihn Live erlebt, in Arnheim. Selbst Leute, die ihn (heute) mit absoluter Gewissheit für einen Betrüger halten, waren beeindruckt.

      Die Story von O’Hagan erzählt ziemlich deutlich, weshalb er nicht öffentlich signiert („Ich bin lieber ein Betrüger als ein Gefangener“). Heißt natürlich in keinster Weise, dass er Satoshi ist – die vielen gefälschten Dokumente sprechen sehr deutlich dagegen – aber die beiden Argumente von dir finde ich nicht so stark.

      • Netcube // 16. April 2019 um 12:52 //

        Nehmen wir kurz Folgendes an: CSW hätte sich vor einigen Jahren zu Wort gemeldet und behauptet er sei Satoshi (am besten ohne die ganzen Fälschungen und Ablenkungen). Dann wäre die Forderung nach einem kryptographischen Beweis natürlich die Reaktion gewesen, so wie es ja auch war. Und nehmen wir weiterhin an, dass er dann behauptet hätte diesen Beweis auch antreten zu können – was er meiner Erinnerung nach behauptet hat – dann aber weiter: Das er es doch nicht tun sondern lieber einen Rückzieher machen würde, im Sinne des Zitats dass er lieber als Betrüger gelten würde als ein Gefangener zu sein…

        Wäre es so gelaufen würde ich weiterhin in Betracht ziehen das er tatsächlich Satoshi sein könnte, weil ich durchaus verstehen würde das Satoshi sich nicht outen möchte, aus vielerlei Gründen. Und es ist ja offensichtlich das Satoshi Wert darauf legte (ich vermute ehrlich gesagt das er nicht mehr lebt, aber ist natürlich nur eine Vermutung) anonym zu bleiben.

        Aber, und das ist m.A.n. ein entscheidender Punkt den viele CSW-Verteidiger übersehen:

        CSW wollte zwar den Beweis nicht antreten, mit der genannten Begründung, er will aber dennoch als Satoshi angesehen werden! Das aber konterkariert seinen „Lieber Betrüger als Gefangener – Spruch“ vollkommen. Es geht nur das eine oder das andere. Wollte er tatsächlich anonym bzw. einfach nur Craig Wright sein, würde er das Satoshi-Gerede lassen und nicht beständig versuchen auf „anderen Wegen“ (https://twitter.com/wikileaks/status/1095206826474459137) nahezulegen er sei Satoshi. Wenn er nun aber Satoshi wäre und entschlossen hätte sich zu outen, dann sollte er eben den kryptographischen Beweis führen von dem er behauptete das zu können.

        Kurzgesagt: Es ist offensichtlich das er als Satoshi gelten will. Könnte er den Beweis führen würde er es daher tun und nicht mit den ganzen Nebelkerzen um sich werfen. Das er es nicht tut hat m.A.n. und in dem Kontext schon Beweischarakter das er es nicht kann.

      • Ja, ich stimme da weitgehend zu. Mittlerweile hat er sich – und leider auch alle, die an die Vision von Bitcoin SV glauben – in die Lage gebracht, dass er den Beweis erbringen muss. Für mich kommen die vielen gefälschten „Beweise“ auch langsam einem „Nicht-Satoshi-Beweis“ nahe, auch wenn ich (noch) nicht vollständig davon überzeugt bin.

        Mir selbst wäre es echt egal gewesen, ob Faketoshi oder Satoshi. Ich habe genügend Fantasie, um mir vorzustellen, dass ein Hochstapler, der Satoshi nachahmt, einen besseren Einfluss auf eine Kryptowährung haben kann, als eine Gruppe von Entwicklern, die Satoshi übertreffen wollen. Aber die Option hat sich CSW ja nun selbst verbaut.

      • Imski Padinski // 16. April 2019 um 20:18 //

        Auf mich hat CSW immer den Eindruck gemacht wie jemand der eigentlich das Rampenlicht sucht und auch die Anerkennung sucht jedoch von etwas zurückgehalten wird. Als ob ihm die Hände gebunden wären und er wie verzweifelt Wege sucht um es doch allen zu beweisen.

        Mögloich wäre hier ganz banal was O’Hagan beschreibt einen Deal mit seiner Frau sich nie als SN zu outen. Aber auch ein Deal zwischen allen anderen beteiligten am Projekt das sich nie jemand outen darf um die anderen (welche anonym bleiben möchten) zu schützen. Somit könnte ihm die Möglichkeit legal verwehrt gewesen sein öffentlich irgendetwas zu signieren.

        Auch der Tulip Trust könnte eine Rolle spielen in dem Ganzen.

        CSW hat erst kürzlich ja erklärt durch die Klage gegen ihn seien ihm nun die Hände nicht mehr gebunden bzw er wäre jetzt gezwungen zu dem Schritt sich zu outen.

        Es wird weiter spannend sein.

  10. Maik Richter // 17. April 2019 um 10:10 // Antworten

    „Ich habe ihn Live erlebt, in Arnheim. “

    Ich habe ihn auch live erlebt, in London. Lächerlich eitler Fatzke,
    im Inbrunst der Überzeugung platte Phrasen laut gedroschen. Kurzer Auftritt wie genial er doch ist, dann Abgang. Wovon genau warst du beeindruckt?

  11. Maik Richter // 17. April 2019 um 18:20 // Antworten

    Wie gesagt CSW hat früher mit Dave Kleiman, dem wahrscheinlichen Satoshi gearbeitet. Auf jeden Fall hat er Kenntnisse der Blockchaintechnologie, das bestreitet ja keiner. Ein Genie ist er aber lange nicht und Satoshi auch nicht. Vielleicht durfte er Dave ab und zu mal nen Kaffee holen und über die Schulter schauen, wer weiss.

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