Dash sichert sich durch ChainLocks vor 51-Prozent-Angriffen

Schloss an Kette. Bild von Holly Victoria Norval via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Die berühmte 51-Prozent-Attacke besagt, dass ein Miner, der mehr als 50 Prozent der Bitcoin-Hashrate stellt, einige unangenehme Angriffe ausführen kann. Die Kryptowährung Dash wappnet sich mit den sogenannten ChainLocks vor diesem Angriff.

Die Kryptowährung Dash ist gleichzeitig nahe bei Bitcoin und weit davon weg. Als einer der ältesten Altcoins ähnelt Dash im Kernkonzept Bitcoin sehr weit; die markantesten Unterschiede liegen darin, dass mit X11 ein anderer Algorithmus für das Mining verwendet wird und dass die Kategorie der Masternodes eingeführt wurde: Nodes, die zwar keine Miner sind, aber besondere Dinge machen und dafür Geld bekommen.

Beispielsweise erhöhen die MasterNodes durch CoinJoin die Anonymität von als DarkSend deklarierten Transaktionen, oder sie sichern die InstantPay-Transaktionen, die so ohne Bestätigung sicher sein sollen. Diese Eigenschaften machen Dash attraktiv genug, um der erste Coin zu werden, den Bitcoin.de für den Krypto-zu-Krypto-Handel listet.

Vor kurzem hat Dash nun eine weitere Änderung gegenüber Bitcoin eingeführt: Die ChainLocks. Worum geht es dabei?

51-Prozent-Angriffe

Zunächst geht es um den berüchtigten 51-Prozent-Angriff. Der besteht darin, dass ein Miner mehr als 50 Prozent der Hashrate stellt. Ab da an kann er die Wirklichkeit einer Blockchain definieren, indem er beispielsweise im geheimen eine alternative Kette mined und dann die als gültig geglaubte Kette durch sie ersetzt. Mit diesem Klassiker der 51-Prozent-Angrife wurden etwa bei Ethereum Classic oder Bitcoin Gold bereits Double Spends bei Börsen ausgeführt. Daneben gibt es noch einige weitere Angriffe, die seit langem bekannt sind, etwa Time Warps und anderes.

Solche 51-Prozent-Angriffe sind für alle Coins gefährlich, die nicht die Mehrheit der Hashrate für eine spezielle Hardware haben. Bitcoin hat die absolute Mehrheit der Hashrate von SHA256-Asics; dass Bitcoin Cash und Bitcoin SV trotz desselben Algorithmus bisher nicht betroffen waren, liegt daran, dass diese Coins durch engagierte Miner gedeckt werden. Ohnehin scheinen Asics – spezialisierte Mining-Hardware – einen gewissen Schutz zu bieten: Wer sich eine Hardware kauft, die nur einen oder einige Coins minen kann, hat wenig Interesse daran, diesen Coin durch Angriffe zu beschädigen. Anders sieht die Lage bei Grafikkarten-Algorithmen aus. Hier scheinen die Anreize für 51-Prozent-Angriffe höher zu sein.

Dash steht eigentlich nicht wirklich in Gefahr, einen solchen Angriff zu erleiden. Der Coin ist absoluter Marktführer des X11-Algorithmus, der längst in einen Asic eingepflanzt wurde. Es wäre für die X11-Farmen ökonomischer Selbstmord, bei Dash zu randalieren. Allerdings meint Alexander Block, der Dash-Core-Entwickler ist, dass “bereits die Möglichkeit einer solchen Situation nicht akzeptabel ist, wenn Massenanwendung das langfristige Ziel ist.” Daher haben er und die anderen Entwickler Anfang Juli “Long Living Masternode Quorums” (LLMQ) eingeführt.

Ein wenig wie Ripple oder das künftige IOTA …

Die LLMQs erinnern ein wenig an die Konsensregeln von Ripple, Stellar und bald auch IOTA: Die Masternodes wählen gemeinsam aus, welcher Block als erstes gesehen wurde und damit gültig ist. “Für jeden Block wird ein LLMQ von einigen hundert Masternodes ausgewählt, und jeder Teilnehmer signiert den Block, den er an die Blockchain anhängt.” Sobald ein ausreichendes Quorum der ausgewählten Masternodes erreicht ist, beispielsweise 60 Prozent, sind sie in der Lage, eine Art gemeinsame Nachricht verfassen und im Netzwerk verteilen. Die Nachricth beruht auf Threshold-Signaturen (Schwellensignaturen) mit BLS-Signaturen; sprich: Sie ist erst gültig, wenn entsprechend viele unterzeichnet haben. Das können alle Knoten im Netzwerk kontrollieren.

Für die User des Netzwerks bedeuten ChainLocks, “dass Transaktionen nach der ersten Bestätigung durch ChainLocks vollständig bestätigt sind.” Das sind etwa 2,5 Minuten. Dies könnte wichtig sein, um etwa Dash bei Börsen einzuzahlen oder eventuell bei einem Automaten gegen Bargeld zu tauschen. Für Miner stellen die ChainLocks einen sehr starken Anreiz gegen eine Reorganisation der Blockchain dar. Dies macht etwa (theoretische) Angriffe auf der Basis von Selfish Mining – was wohl nur etwa 33 Prozent der Hashrate verlangt – sinnlos. Insgesamt verringern ChainLocks die Gefahr, die von einer böswilligen Mehrheit der Miner ausgehen kann. Um dennoch anzugreifen, wäre nicht nur eine große Menge Hashrate notwendig, sondern auch eine große Anzahl von Masternodes. Da diese verlangen, dass man eine erhebliche Anzahl von Dash-Einheiten einfriert, dürfte dies enorm teuer werden.

Dabei allerdings heben die ChainLocks teilweise die Regel der längsten Blockchain auf. Bei einer Proof-of-Work-basierten Blockchain, wie sie Bitcoin und Dash darstellt, erkennt das Netzwerk die gültige Blockchain daran, dass sie am längsten ist bzw. die größte Menge an Proof-of-Work inkorporiert. Bei Dash sticht nun die ChainLock dieses Prinzip; auch eine längere Kette wird nicht gültig, wenn sie nicht das ChainLock enthält. Aber schafft das nicht Raum für die MasterNodes, um das System zu manipulieren? Im Interview mit BTC-Echo erklärt Alexander Block, warum diese Gefahr seiner Meinung nach nicht besteht.

“Da die Zusammensetzung der LLMQs zufällig ist, müsste man sehr viele Masternodes betreiben, um eine Chance zu haben, dass genug von diesen im selben LLMQ landen. Ein Angreifer müsste die Kontrolle über 60 Prozent aller 400 zufällig ausgewählten Masternodes haben, um einen ChainLock zu beeinflussen …” Was bedeutet, er bräuchte mindestens 240 MasterNodes, und selbst dann noch sehr viel Glück. “Und wenn er dies trotz aller (massiven) Unwahrscheinlichkeiten schafft, ist das Schlimmste, was er anrichten kann, einen ChainLock nicht zu erzeugen, was am Ende bedeutet, dass das System kurzfristig auf ein reines PoW-System zurückfällt.”

Es ist nämlich nicht möglich, einem Block eine ChainLock zu verpassen, wenn dieser ansonsten ungültig wäre. “Das Netzwerk akzeptiert einen ChainLock nur, wenn der dazugehörige Block nach allen üblichen Regeln valide ist. Heißt also, selbst wenn irgendwie ein ChainLock für einen Block auftauchen würde, welcher ungültig ist (z. B. weil er einen Double-Spend beinhaltet oder Transaktionen ungültige Signaturen haben), würde das gesamte Netzwerk diesen ChainLock ignorieren.”

Haben Reorganisationen auch Vorteile?

Man könnte allerdings fragen, ob eine Reorganisation der Blockchain, die so ja unmöglich gemacht wird, nicht auch ihre Vorteile hat. Wenn man sich zum Beispiel die Skalierungs-Stresstests von Bitcoin SV anschaut, fällt auf, dass Blöcke, die zu groß für das Netzwerk sind, zuweilen “verwaisen”, sprich: Es gibt eine Reorganisation, und die Miner verwerfen Blöcke, die eigentlich schon eine Bestätigung hatten, rückwirkend. Auf diese Weise kann das Netzwerk unter Live-Bedingungen große Blöcke testen, die dann wieder zurückgezogen werden, wenn sie denn das Netzwerk vergiften. Wenn Dash wie geplant auf eine Blocksize von bis zu 400 Megabyte skaliert, könnte es sich in Zukunft einmal rächen, auf die Option der Selbstregulierung des Netzwerks durch Reorganisationen zu verzichten.

Ein anderes Beispiel für den Nutzen von Reorganisationen hat vor kurzem Bitcoin Cash vorgelegt. Als kurz nach einer Hardfork ein Miner die Coins stehlen wollte, die in SegWit-Adressen lagen, hat ein Mining-Pool zwei Blöcke ersetzt, um den Diebstahl rückgängig zu machen. Damit konnte der Schaden verhindert werden, den ein Fehler der Entwickler verursacht hatte. Sobald bei Dash nun ein Block eine ChainLock hat, wird er nicht wieder rückgängig zu machen sein. Dies kann dem Netzwerk die Option rauben, auf Verbrechen wie Hacks zu reagieren oder zu verhindern, dass durch Entwickler-Fehler – die nun einmal vorkommen – Verluste entstehen.

Auf der anderen Seite sind ChainLocks eine passable Option, um für eine Zukunft gewappnet zu sein, in der der Block-Reward eine immer geringe Rolle spielt. Wie die Bank für den internationalen Zahlungsausgleich einmal festgestellt hat, drohen Bitcoin langfristig Liquiditätsengpässe, da eine Zahlung nur sicher ist, wenn sie geringer als die Kosten eines 51-Prozent-Angriffs ist; dies kann in Zukunft in einem sehr bedrohlichen Szenario münden, vor dem die ChainLocks einen effektiven Schutz darstellen.

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22 Kommentare zu Dash sichert sich durch ChainLocks vor 51-Prozent-Angriffen

  1. Wer sich eine Hardware kauft, die nur einen oder einige Coins minen kann, hat wenig Interesse daran, diesen Coin durch Angriffe zu beschädigen. Anders sieht die Lage bei Grafikkarten-Algorithmen aus.

    Ich erachte das “Interesse” seitens der Maximalisten, den anderen SHA256 Coins zu schaden um weiten größer als bei GPU Mining. Dass die Chains noch nicht angegriffen wurden, liegt wahrscheinlich eher daran, dass ein Angriff über eingekaufte Hashrate deutlich teurer wäre, als bei kleineren (GPU) Coins, deren Hashrate dann vom Platzhirsch ETH abgezogen wird. Aber auch ETH wird mittlerweile zunehmend von ASICs dominiert und die GPUs verteilen sich auf viele kleine Chains, die sie einfach wechseln können.
    Das ist auch der Grund, warum Monero als einziges Projekt im Umfeld auf CPUs setzt, da diese im Gegensatz zu Grafikkarten in jedem Gerät bereits verbaut sind und die Performance nicht x1000-fach abweicht, selbst von Mobile zu modernen Desktop CPUs. Aber auch hier besteht die (geringe) Möglichkeit trotz der vielen externen Audits, dass RandomX mit ASICs derart optimiert werden könnte, dass es CPU-Mining verdrängt. Derzeitiger Konsens für ein solches Szenario ist, man switcht doch auf einen ASIC-freundlichen Algorithmus (wahrscheinlich SHA-3) und die Community wird sogar versuchen, bei der Optimierung zu helfen und das Design Open Source zu veröffentlichen.

    […] auch eine große Anzahl von Masternodes. Da diese verlangen, dass man eine erhebliche Anzahl von Dash-Einheiten einfriert, dürfte dies enorm teuer werden.

    Die meisten dürften ja weiterhin in einer (oder wenigen) Händen sein.

    Wie die Bank für den internationalen Zahlungsausgleich einmal festgestellt hat, drohen Bitcoin langfristig Liquiditätsengpässe, da eine Zahlung nur sicher ist, wenn sie geringer als die Kosten eines 51-Prozent-Angriffs ist; dies kann in Zukunft in einem sehr bedrohlichen Szenario münden, vor dem die ChainLocks einen effektiven Schutz darstellen.

    Chainlocks lösen das Problem keinesfalls, die Emissionskurve ist dafür verantwortlich und DASH hat in etwa die selbe wie Bitcoin. In Zukunft wird es weniger Miner geben, da der Coinbase Reward nichtig ist und kaum Transaktionsgebühren erhoben werden. Das selbe trifft auch auf Masternodes zu, insbesondere wenn diese mit 400MB Blöcken klarkommen sollen, was starke Nodes die entsprechend teuer im Betrieb sind voraussetzt. Aber auch diese werden mit dem schwindenden Coinbase Reward und die nichtigen Transaktionsgebühren bezahlt und es dürften immer weniger dazu bereit sein. Noch hat Dash dafür aber noch etwas mehr Zeit als z.B. Bitcoin, da die Emissionskurve etwas später flach wird… Eigentlich ist die Emission bei Grin aus Marktwirtschaftlicher Sicht perfekt und ähnelt dem des Wörgler Freigelds, animiert damit auch zur Nutzung und nicht nur Horten. Monero war bei der Gründung (leider?) nicht ganz so drastisch und es gibt zwar eine “unendliche” Tail Emission, die aber konstant 0.6 XMR pro Block ist und damit beim Eintritt lediglich ca. 1% der Gesamtmenge jährlich ausmacht und mit den Jahren entsprechend abnimmt aber damit eine Stabilität der Hashrate sichert, falls es mit dem CPU-Mining klappt sogar doppelt, da womöglich jedes Wallet ein Stückchen Hashrate beisteuert.

    Immerhin scheint man bei Dash wieder etwas zu entwickeln, nachdem das Projekt jahrelang neben Marketing keinerlei Entwicklung hatte und das gehypte “Evolution” drei Jahre lang verschoben wurde, bis es von der Website komplett getilgt wurde.

    • Hallo,
      Wo kann man das bitte nachlesen, daß die meisten in einer (oder wenigen) Händen seien?
      Und in welchen Jahren gab es keinerlei Entwicklung?
      Eine Antwort auf https://bitcoinblog.de/2019/05/15/gerechtigkeit-und-gleichheit-bei-den-top-16-coins/comment-page-1/#comment-63559 wäre auch nicht schlecht.
      Danke, Peter

      • Einmal Google anschmeißen und man hat die Quellen. Wer damals schon dabei war und die Darkcoin Story einigermaßen verfolgt hat, wird die Finger für immer von diesem Scam lassen. Eigentlich traurig, dass Bitcoin.de diesem noch eine Bühne bereitet…
        View at Medium.com

        Dass es keinerlei Entwicklung gab, kann man im Github sehen, am besten man vertieft sich in Commits und Pull Requests, aber selbst dieser Chart sollte ausreichen: https://github.com/dashpay/dash/graphs/commit-activity

        Sorry, dass ich alte Beiträge und deren Kommentare nicht mehr verfolge, das ist in Christophs oder Bitcoin.de’s Hand, um die Kommentarfunktion irgendwie interaktiv zu gestalten.

      • Hm, dazu höre ich immer wieder widersprechendes. Von Dash-Leuten wird das als großer Fud verbucht. Es wäre vermutlich mal wert, darüber einen Artikel zu schreiben.

      • In der Tat wäre ein Artikel dazu interessant, hier waren ja auch ein paar offizielle Dasher unterwegs (die meisten von denen sind schon weg), aber sogar Tungfa, der PR Kopf des ganzen Projekts… Aber bitte keine PR Shitshow Bühne geben, dazu ist dieser Blog zu wertvoll.
        Die Fakten aus dem Video sind verifizierbar, der Instamine, die radikale Coin Supply Kappung ohne die bestehenden Coins abzuwerten etc.

      • Es wäre vielleicht besser, Meinungen und Fakten auseinanderzuhalten, was selbst yu/dnale0r auf reddit tut: “In my opinion, it was a planned instamine.”

        Und die jahrelange Entwicklungspause sowie die aktuellen Besitzer der Masternodes sind für mich aus deinen Referenzen nicht ersichtlich…

      • @Peter
        Sorry, bei Dash ist der Scam zu offensichtlich als dass man ihn herunterspielen könnte.

      • Wow, ich warte da gechillt auf Christophs Artikel dazu, denn diese sind immer ziemlich fundiert und ordentlich recherchiert.

        Und die jahrelange Entwicklungspause sowie die aktuellen Besitzer der Masternodes sind für mich aus deinen Referenzen nicht ersichtlich…

        LOL. Dazu kann ich echt nicht mehr sagen.

  2. Hab das erste Mal von ChainLocks gehört als Andreas Antonopoulos sie in einem Q&A erklärt hat. Klingt nach einer guten Lösung besonders für kleinere Blockchains, wenn man an die 51%-Angriffe auf Ethereum Classic und Zcoin denkt.

  3. Nixgeschenkt // 2. September 2019 um 21:40 // Reply

    Hab ich was überlesen oder ist es tatsächlich möglich dass bei dem Thema 51% in Verbindung mit einem PricacyCoin nicht ein Wort von KMD zu finden ist?

  4. Ehrenmensch // 2. September 2019 um 22:53 // Reply

    Habe davon gehört. Glaube Piratechain (ARRR) heißt die zur Zeit beste Privacy Coin die über Komodo abgesichert wird und nicht anfällig auf 51% Attacken ist.
    Zudem keine optionale Privacy wie DASH hat, sondern alles standardmäßig ist. Um seine Privatsphäre zu sichern ein muss.
    Der Name scheint etwas abschreckend zu wirken. Doch die Technik ist ein unschlagbares Merkmal, was alle anderen Privacy Coins hinter sich lässt. Überzeugt euch selbst.

  5. KMD scheint wohl nicht gut beachtung zu finden bei den Medien, sowie das sie bereits über 50 weitere Coins gegen 51% Double Spends absichern, und das schon seit 2 Jahren, per sicherster Blockchain auf der ganzen Welt, dem Bitcoin.

    Zum Thema Privacy könnte man auf Pirate ARRR eingehen, was jedoch in dem Artikel bestimmt keine Verwendung gefunden hat es hier sicherlich nur um die 51% Absicherung ging von Dash.

  6. @Paul

    Das liegt daran das Pirate von der Technik her fertiggestellt ist, funktioniert und zudem das Communityprojekt von KMD ist.
    Was fehlt ist der LiteMode für Z Adressen – den hat selbst ZCash noch nicht hinbekommen.
    Ich wollte hier lediglich auf die 51% Geschichte eingehen zwecks dem Artikel, daher der Vergleich zu Dash´s 51% Thematik.

    • Danke für die Antwort! Mittlerweile verstehe ich nach Jahren in Monero “Privacy” nicht mehr als binäre Angelegenheit, sondern einen laufenden Prozess und die Entwicklung von “Pirate” als abgeschlossen zu bezeichnen empfinde ich ziemlich fatal für das Projekt. Das Privacy Set dürfte gegen Null tendieren und weit unter dem des Zcash Shielded Pools liegen.
      Die Entwicklung des Mutterprojekts Zcash steht auch noch in den Sternen, nachdem der üppige Founder Reward nächstes Jahr ausläuft und die Electronic Scam Company nicht einmal die Trademark an die Foundation übergeben will. Man kann nur froh sein, dass es kein Bitcoin Foundation / Company Konstrukt gibt und das meine ich ziemlich ernst, denn selbst Zooko, der bei den meisten als “Cool Guy” durchgehen wird, bekommt die Balance zwischen Community und Company nicht hin.

  7. https://ibb.co/D1ZbQ9n

    Eher im Gegenteil.
    Pirate besitzt derzeit das höchste Anon Set welches es gibt. Das hat wie Du siehst anhand der Links selbst offiziell Zcash zugegeben. Auch die Moneroleute auf der Monerokon haben das erkannt.

    Pirate wird nächstes Jahr AtomicSwap fähig gemacht. Das wird die nächste technische Neuerung werden für die Integrierung in die mobile AtomicDex.
    Siehe Links

    • Erstmal gibt es nicht “die Monero Leute”, selbst auf der Monerokon sind Individuen, die “etwas” beitragen, es gibt keine Foundation, Company etc. und auch meine Meinung ist bestenfalls eine isolierte.

      Das Anonymity Set bei Pirate ist sehr bescheiden, denn die meisten Blöcke sind schlicht leer und wenn ich zu dieser Zeit eine Transaktion verschicke, verstecke ich mich mit der Coinbase Transaktion. https://pirate.explorer.dexstats.info/blocks

      Zu behaupten, Moneros Anonymity Set wäre 11 ist bestenfalls naiv oder eben gezielte Irreführung, denn selbst beim einfachsten E-A-B ist das Set bereits 121.

      Pirate wird nächstes Jahr AtomicSwap fähig gemacht. Das wird die nächste technische Neuerung werden für die Integrierung in die mobile AtomicDex.

      Das ist ja Mal eine Ankündigung, die gar nicht sooo einfach umsetzbar ist ohne transparente Chain… Viel Erfolg dabei! Und das meine ich ernst…

  8. Das nur frisch geminte Pirates auf einer transparenten Adresse landen und von dort aus NUR an eine shielded Adress versendet werden können weißt Du sicherlich?
    Deshalb 99% shielded funds

    Wie dem auch sei, Pirate ist gegen 51% Attacken abgesichert, darum ging es mir hauptsächlich hier in diesem Thread.

  9. Ehrenmensch // 4. September 2019 um 16:05 // Reply

    Meinst du die geminten Blöcke?
    Nur diese werden im Explorer einmalig angezeigt. Danach ist es mir wieder möglich die Blöcke ohne WIG Key einzeigen zu lassen.Bei jeder TX lässt sich nur mit einer ID überprüfen ob der Sendevorgang erfolgreich abgeschlossen worden ist.
    Es können auch nicht optional Metadaten angezeigt wie bei Monero. Alles zu 100% geshieldet.
    Einzig und allein der Absender dieser TX der einen WIF Key zur Adresse besitzt ist in der Lage die Höhe der TX festzustellen.
    Atomic DEX ist etwas aufwendig doch wird nicht das große Problem darstellen.

  10. @Tortuga & Ehrenmensch
    Mir ist die Technologie dahinter ziemlich genau bekannt, auch wenn ich ähnlich wie Zooko zk-Snarks nicht bis ins Detail verstehe, mich aber auch nicht sehr vertieft habe. Mit Sapling wird auch das Trusted Setup entschärft, allerdings immer noch ein Risiko eines Inflation Bugs beinhaltet und das Zcash Team hat es nicht geschafft, den letzten kryptographisch aus der Welt zu schaffen, man “beobachtet” lediglich alle Shielded Pools, ob aus keinem mehr ausgezahlt wird als eingezahlt wurde.

    Auch bei Monero gab es einen Inflation Bug, der allerdings von den Devs gefunden und bis zu seinem Fix nachweisbar nicht ausgenutzt wurde, bei zk-Snarks ist die Ausnutzung potentieller Inflation Bugs meines Wissens nicht nachweisbar, was andererseits aber auch für die Privacy Stärke des Shielded Pools spricht.

    Eine abgeschlossene Entwicklung des Protokolls würde ich verneinen, es gibt noch viel Potential nach oben, ob es zk-Starks ohne Trusted Setup sind oder Optimierungen der Berechnung, Verifizierung oder Transaktionsgröße, die jeweils aktuell größer sind als z.B. bei Monero und auch Shielded Transaktionen müssen durch Miner in Blöcke gepackt werden. Ob die Protokollentwicklung seitens Zcash / Electronic Coin Company / Foundation weitergeht, steht aktuell in den Sternen, nachdem das initial geplante Funding ausläuft. Ich wage zu behaupten, dass Pirate (noch?) keine ähnlich guten Kryptographen um sich scharen konnte wie Zcash mit z.B. Daira Hopwood und die Antwort auf einen ähnlichen Bug nicht so gehandhabt werden könnte. Ich finde es trotzdem gut, dass jemand Zcash mit Shielded-only Transaktionen geforkt hat, nur falls Zcash wie bereits öfter durch Zooko angekündigt gleichziehen sollte, ist das praktisch einzige Alleinstellungsmerkmal weg. Keine Frage, ich werde das Projekt weiter beobachten, um zu sehen ob es eine nachhaltige und sinnvolle Entwicklung gibt oder zu einem weiteren Ghost-Projekt mutiert.

  11. @Paul Danke für die Sichtweise/Kritik

    Soweit mir bekannt gab es den Inflation Bug bei Zcash nur auf alter Sprout Ebene. Dieser Bug wurde mit dem Sapling Upgrade behoben.
    Jeder Pirate wird auf eine transparente Adresse gemint, von der kann er einzig und allein nur auf eine shielded Adress verschickt werden.
    So werden die geminten Pirates gezählt.
    Es gibt keine anderen Option quasi zu bescheißen, es ist im Protokoll/Consensus so verankert.
    Jane Mercer https://janemercer.us/ ehemalige ZCash Developerin arbeitet für Pirate, Jl777 sowie viele andere. Potenzial ist da.

    Falls Zcash auf only Z Adress geht wäre das sehr wünschenswert, das hätte Zcash von Anfang durchziehen sollen (unserer Ansicht nach).
    Das dadurch das Alleinstellungsmerkmal von Pirate weg wär halte ich für falsch.

    Alleinstellungsmerkmal für Pirate ist bereits jetzt das höhere Anonset gegenüber Zcash und allen anderen, dazu kommt weiter die 51% Absicherung durch die BTC Blockchain – und die kommende AtomicSwap fähigkeit – all das besitzt Zcash nicht.

    Anbei ein Link dazu von unserem Dev Jl777:

    View at Medium.com

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