Diskussion und Umfrage zum Corona-Virus

Die Corona-Karte der Morgenpost dürfte derzeit ein Besuchermagnet sein. Sieht ziemlich gruselig aus, oder?

Das Corona-Virus beherrscht die Medien und die Gedanken vieler Menschen. Wir versuchen heute, herauszufinden, wie die deutsche Bitcoin-Szene darüber denkt. Daher fordern wir euch auf, mitzudiskutieren und an einer Umfrage teilzunehmen. Denn nichts ist so kostbar wie gute Daten.

Weil gerade sowieso alle mit dem Corona-Virus und der damit einhergehenden Großkrise beschäftigt sind, schließen wir uns dem heute an. Lasst und diskutieren und reden. Erzählt mir in den Kommentaren, wie die Situation bei euch ankommt. Ihr könnt gerne darauf verzichten, den Artikel zu lesen, und stattdessen gleich eure Erfahrungen in die Kommetarfelder tippen. Im Folgenden werde ich meine Wahrnehmung darlegen und dies mit Umfragefeldern verbinden.

Stay at home

Mittlerweile wurde es zur obersten Bürgerpflicht, zuhause zu bleiben. Die Regierung hat „Kontaktbeschränkungen“ verordnet und droht mit harten Strafen, wenn man sich dem widersetzt. Ohnehin sind alle Veranstaltungen abgesagt, Kneipen, Restaurants, Kultureinrichtungen und die allermeisten Läden geschlossen. Viele Betriebe machen Zwangsurlaub oder schicken ihre Mitarbeiter soweit wie möglich ins Homeoffice. Den meisten Leuten bleibt also nicht viel anderes übrig, als sich zuhause einzuigeln, Netflix zu schauen und gehamsterte Nüsse zu knabbern.

Bei mir ist eigentlich alles beim Alten. Ich arbeite sowieso im Home-Office. Da meine Lebensgefährtin das jetzt auch machen muss, habe ich am Tag sogar mehr Gesellschaft als vorher. Allerdings gehen wir weniger raus, treffen weniger Freunde und Verwandte und besuchen weniger Veranstaltungen. Natürlich haben wir auch gehamstert und Lebensmittel für etwa zwei Wochen gekauft. Nachdem es nirgendwo mehr Klopapier gab, haben wir in einem Online-Shop für Bürobedarf eine Großpackung bestellt, mit der wir die ganze Straße mitversorgen könnten.

Persönlich glaube ich übrigens, dass es der Welt ein Stückweit guttut, mal ein Weilchen runterzufahren und zuhause zu bleiben. Wenn es eine Beziehung zerstört, für einige Wochen zusammenzuhocken, könnte das für alle Beteiligten der Anfang eines besseren Lebens werden.

Kennt ihr Corona-Infizierte?

Mich würde brennend interessieren, ob ihr in eurem näheren und ferneren Umfeld Corona-Infizierte habt, und wie die Krankheit bei diesen verlaufen ist.

In meinem Umfeld wurde eine Kollegin eines Bruders eines Freundes nach einem Ski-Urlaub positiv getestet. Über den Krankheitsverlauf weiß ich nichts. Da der Bruder des Freundes sich mit ihr den Tisch im Büro teilt, musste er auch in häusliche Quarantäne, wurde aber nicht getestet. Er berichtet über Husten und auch Müdigkeit, aber nichts, worüber man eigentlich viel reden würde.

Betrifft euch die Lage wirtschaftlich?

Die Börsenkurse sind stärker eingebrochen als jemals zuvor. Die Ausgangsbeschränkungen – und schon zuvor die Sorgen – haben den Umsatz vieler Branchen reduziert oder fast komplett vernichtet. Etwa die Reisebranche, die Gastronomie oder der nicht-lebenswichtige Einzelhandel. Während in Deutschland Kurzarbeit und Notkredite die schlimmsten Folgen bisher noch verhindern können, scheint in anderen Ländern die Arbeitslosigkeit schon jetzt zu explodieren. Betrifft euch das auch?

Ich kenne einige Beispiele von Leuten, die derzeit für einige Monate auf Einnahmen verzichten müssen, indirekt auch welche, die ihren Job verloren haben, und viele, die sich um ihren Job Sorgen. Vor allem ein längerer Shutdown der Wirtschaft ist für viele sehr bedrohlich.

Die Validität der Zahlen

Das dürfte die schwierigste und auch umstrittenste Frage sein. Vor kurzem wurde ja die Mehrheit der Deutschen zu Corona-Experten und kann im Schlaf epidemologische Daten und Maßnahmen herunterrasseln. Ich gehöre auch dazu. Dabei kursiert ein wildes Spektrum an Angaben zur Mortalität und zum Bedarf von Intensivbetten je Fall. Diese Zahlen erscheinen mir so konfus, dass ich befürchte, es kann nur schief gehen, wenn man sie zur Basis von Entscheidungen macht.

Wird die Gefahr unter- oder überschätzt?

Ein Beispiel für unzuverlässigen Daten ist die Mortalitätsrate. Mein Eindruck ist, dass viele meinen, man habe eine valide Mortalitätsrate je Infektion, wenn man die Anzahl der Toten durch die der positiv getesteten teilt. Also in Deutschland derzeit 172 / 34.000, in Frankreich 1.100 / 22.000, in Italien 6.800 / 69.000. Das ergibt 0,5, 5 oder 9,8 Prozent. Allein schon diese riesigen Unterschiede sollten jedem zeigen, dass die Methode wertlos ist. Soweit ich es sehe, sagt die derzeitige Anzahl der „Infizierten“ lediglich etwas über die Anzahl von Tests aus.

Die Dunkelziffer derjenigen, die infiziert sind oder waren ist unbekannt. Tests aus Island deuten darauf hin, dass bereits 1 Prozent der Bevölkerung infiziert sind, es gibt Epidemologen, die annehmen, dass im chinesischen Wuhan 1,9 Millionen Menschen infiziert waren; Forscher aus Oxford spekulieren sogar darüber, dass mehr als 50 Prozent der britischen Bevölkerung bereits infiziert ist oder war. Solche Werte relativieren natürlich die Rate der Todesfälle oder Intensivpflege-Bedürftigen enorm.

Auf der anderen Seite gibt es auch viele Todesfälle die nicht auf Corona getestet wurden, weshalb es auch eine Dunkelziffer der Toten geben kann. All das macht die Informationslage sehr undurchsichtig.

Der Schaden der Maßnahmen

An den Börsen gab es die größte Krise seit Jahrzehnten, schlimmer als 2008. Gleichzeitig sind die Jobs von Hunderttausenden von Menschen in Deutschland bedroht, ganze Branchen könnten dem Untergang geweiht sein, wenn die „Kontakteinschränkung“ noch mehrere Monate anhält, und die Staaten riskieren mit ihren Hilfsmaßnahmen, dass wir alle am Ende mit einer Inflation bezahlen werden.

Es mag zynisch klingen, aber man kann sehr wohl Gesundheit und Wirtschaft vergleichen. Armut schadet dem Gesundheitssystem, Arbeitslosigkeit macht krank, und der Verzicht auf Freizeitaktivitäten wie der Sportverein, das Fitness-Studio, die Wandergruppe oder die Yoga-Runde sind auch nicht eben förderlich für die Volksgesundheit. Die Toten, die eine Wirtschaftskrise und der Abbau von gemeinsamer Freizeitgestaltung fordert, sind nicht so direkt wie die die Toten durch ein Virus, aber durchaus existent.

Allerdings gibt es auch hier keine konkreten Zahlen wie beispielsweise X Tote je Prozent BIP-Verlust. Daher haben wir also zwei Risiken – Corona und Wirtschaft – bei denen wir als Gesellschaft aus dem Dunkeln heraus agieren. Die Gefahr, dabei durch übereilten Aktionismus mehr Schaden anzurichten als zu verhindern, kommt mir enorm vor.

Die Gefahren für Freiheit und Demokratie

In der Corona-Krise müssen die Bürger westlicher Demokratien erhebliche Einschränkungen der Gewerbe-, Reise-, Bewegungs- und Versammlungsfreiheit hinnehmen. In einigen Ländern, wie Spanien und Italien, kann man schon von einer Kasernierung der Bürger sprechen, während die Grenzschließungen Jahrzehnte der europäischen Integration vorübergehend zunichte machen. Gleichzeitig droht eine Aufweichung des Datenschutzes, wenn Behörden die Aufenthaltsorte der Bürger durch Mobilfunkdaten abfragen wollen, und es gibt Anzeichen dafür, dass auch die Meinungsfreiheit bedroht ist, wenn Politiker darüber nachdenken, härter gegen „Fakenews“ vorzugehen und sich soziale Medien wie Twitter und Medium diesem Druck willig beugen. Es gibt schon sehr viel zu verlieren.

Dass dies aufgrund von emotionalen Bildern von italienischen Kliniken geschieht und von Statistiken, die die meisten – mich eingeschlossen – nicht bewerten können und die viele Experten für unzureichend valide halten, finde ich ziemlich besorgniserregend. Furcht ist ein schlechter Ratgeber für Entscheidungen, vor allem, wenn es um Freiheitsrechte geht.

Wer sich von euch bis hierhin durchgearbeitet hat: Vielen Dank! Ich bin extrem gespannt, was bei dieser Umfrage herauskommt. Und falls ihr noch Lust und Zeit habt – hinterlasst doch eure Meinung in den Kommentaren.

Über Christoph Bergmann (1844 Beiträge)
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28 Kommentare zu Diskussion und Umfrage zum Corona-Virus

  1. Nixgeschenkt // 25. März 2020 um 14:12 // Antworten

    Ich bin zwar etwas unzufrieden mit dem Weg den wir nun eingeschlagen sind aber ich halte mich an alles was empfohlen wird. Dennoch hätte ich die Variante besser gefunden alle über 50 und Risikopersonen die aktuellen Maßnahmen vorzuschreiben und dem Rest selbst zu überlassen wie sie sich verhalten. Warum? Somit könnte sich jeder selbst schützen wie aktuell und wer nicht möchte trägt dazu bei dass die Herdenimmunität schneller erreicht würde. Bei diesem Verfahren dürfte die Intensivbettensituation ähnlich liegen wie jetzt da es kaum Fälle unter 50 gibt die einen schweren Verlauf aufweisen. Die Wirtschaft könnte weitestgehend normal weiterlaufen und alle die Corona hatten könnten zur Versorgung der +50er verpflichtet werden.
    Ich bin mir bewusst dass dies viele sehr kontrovers sehen aber wenn man ganz ehrlich ist werden diese Maßnahmen so nicht über Monate ohne „soziale Spannungen“ an uns vorüberziehen. Natürlich kann man auch noch in ein paar Wochen auf diese Variante wechseln. Es wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben.
    So jetzt könnt ihr mich anfeinden…

    • Ja, ich bin da bei dir. Man hätte es auch weniger drastisch probieren können.

      Was mich ärgert, ist, dass es noch immer keine Zufallstests in der Bevölkerung gibt. Das wäre die einzige Methode, um vernünftige Zahlen zur Gefährlichkeit des Virus zu bekommen, und das sollte die einzige Größe sein, um Entscheidungen zu treffen, die sehr starke Nebenwirkungen auf die Gesellschaft haben können.

      Ich hoffe, dass das, was derzeit passiert, in ein paar Wochen vorbei ist, und dass die Regierungen ihren Kurs aufgrund Daten über Corona und die Wirtschaft anpassen.

      • Thiasos // 25. März 2020 um 15:34 //

        Offenbar gibt es keine Zufallstests, weil diese Tests eine knappe Ressource sind.

        Vorbei ist das, was jetzt passiert, ganz sicher nicht in ein paar Wochen. Möglicherweise werden die Maßnahmen ein wenig zurückgefahren, doch unter dem Eindruck der dann überfüllten Krankenhäuser mit Sicherheit nicht aufgehoben.

        Wir sollten uns nichts vormachen: es war eh die Zeit eines Konjunktureinbruchs gekommen. Diesen wird es nun schneller und härter geben. Die Welt wird in einem Jahr vollkommen anders aussehen als heute. Wir steuern auf eine Depression zu, die größer ist, als jene von 1929, mit all seinen ökonomischen und politischen Konsequenzen. Die Vergangenheit lehrt, was nun passieren wird. Wir werden Massenarbeitslosigkeit, Unruhen, den Aufstieg von nationalistischen Kräften sehen. In einigen Ländern haben viele Menschen bereits auf so einen Zeitpunkt gewartet und werden versuchen, diesen zu nutzen. Und es wird nach Schuldigen gesucht. Wir sehen jetzt schon, wie die Amerikaner die Chinesen beschuldigen, die Chinesen die Amerikaner, Orban die Flüchtlinge, Trumpanhänger die Demokraten und zum Schluss wird man es wieder einmal den Juden anhängen.

        Die Corona-Krise wurde von Anfang an von allen unterschätzt, auch von mir. Erst als die Chinesen begannen, Wuhan abzuriegeln, ist mir persönlich bewusst geworden, dass es sich bei diesem Virus um eine reale Gefahr auch für uns handelt. Direkt am nächsten Tag war ich im Baumarkt um mir FFP3-Masken zu kaufen. Und bei Amazon gab es den 10er Pack für knapp 50 Euro. Für mich unverständlich, wie die Menschen im Allgemeinen und die Politiker im Speziellen nach den in China getroffenen Maßnahmen den Virus so unterschätzen konnten. Ich erinnere mich genau daran, wie in der Presse dieser Virus mit der Grippe verglichen und somit völlig verharmlost wurde.

        Und auch jetzt ist den meisten noch nicht bewusst, dass in ein paar Wochen und auch nicht in einem Jahr der Normalzustand wieder hergestellt sein wird. Erst wenn die Arbeitsmarktstatistiken nach oben schnellen, wird den Leuten ein Licht aufgehen.

      • Ja, vorhin im Radio gehört, RKI plant mehr Tests, aber weiterhin nur für Leute mit Symptomen. Ist medizinisch wahrscheinlich sinnvoll, aber hilft uns nicht dabei, die entscheidenden Daten zu bekommen, oder?

        Kann sein, dass es einfach Zeit war für einen Einbruch. Wenn es nicht so gewesen wäre, wäre es nicht so rasant gegangen. Ich hoffe trotzdem noch, dass sich die Lage in einigen Wochen, spätestens einigen Monaten wieder normalisiert. Aber man sollte sich vielleicht auch auf das Schlimmste vorbereiten. Keine Ahnung, wie genau …

      • S. Punkt // 25. März 2020 um 18:06 //

        Ihr denkt zu 0 und 1.
        Schaut mal wie es auf so einer Intensivstation momentan ist und wie die Lunge eines ueberlebenden Covid-Patienten dann aussieht…
        https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-03/clemens-wendtner-coronavirus-covid-19-intensivstationen-beatmung-krankenhaus

      • Ja, erschreckendes Interview. Die Langzeitfolgen sind noch nicht klar, und das ist ziemlich beunruhigend.

    • Dieses Prinzip wurde in UK versucht und ist ganz offensichtlich gescheitert. Nicht grundlos wird dort nun versucht, mit harten Einschränkungen der Bevölkerung analog zum Rest der Welt das Schlimmste noch zu verhindern.

      • Nixgeschenkt // 25. März 2020 um 15:42 //

        Das höre ich immer wieder, tatsächlich haben sie es aber nicht in aller Konsequenz durchgezogen und zu spät…

    • Von der reinen Theorie her mag dieser Ansatz zuerst mal vielversprechend und vernünftig klingen. Wenn man das aber durchdenkt dann ist es praktisch gar nicht wirklich möglich. Denn wie könnte man Risikogruppen wirklich abschirmen? Denk mal an Seniorenheime: Die Altenpfleger/innen haben z.B. Kinder und könnten sich sehr leicht infizieren und dass Virus dann zu den Senioren bringen. Denken wir an Krankenhäuser und das medizinische Personal – dasselbe, und Krankenhäuser sind voll von Risikopatienten. Denken wir an ganz normale Familien, etwa eine Frau die vor kurzem eine Chemo überstehen musste, außerdem Frau und Mutter ist. Wie soll sie sich von ihrer Familie fernhalten?

      Diese Idee ist praktisch nicht umsetzbar. Das haben auch jene Länder, die so etwas zuerst planten (England) begriffen und einen Rückzieher gemacht.

      Nebenbei: Es trifft sowieso nicht ausschließlich Risikogruppen. Wie der Begriff schon sagt ist deren Risiko höher, aber immer wieder müssen auch vollkommen junge Menschen ohne Vorerkrankungen medizinisch behandelt werden. Sie überleben meistens, aber es kann schon eine ernste Erkrankung sein, teilweise sogar mit bleibenden Schäden.

  2. Ich finde es immer wieder erschreckend, wie gleichgültig in den Foren mit Menschenleben umgegangen wird. Von wegen Herdenimmunität und so.
    Eine schnelle „Durchseuchung“ mag zwar der Wirtschaft dienen, kostet aber einige Millionen Menschenleben zusätzlich. Ausserdem weitere Millionen Menschen die zwar überleben, leider aber schwere und irreparable Gesundheitsschäden davontragen. Wer solche Vorschläge macht scheint erstens keine Verwandten/Bekannten zu haben die der Hochrisikogruppe angehören und zweitens sich selber für unsterblich zu halten. Übrigens, nach RKI gibt es auch schwere Krankheitsfälle und Tote, die durchaus jünger waren.
    Von den hier angekündigten „sozialen Spannungen“ kann ich nix davon sehen. Im Gegenteil scheint es einen großen Zusammenhalt zumindest in den meisten europäischen Ländern zu geben. Gut, ich möchte jetzt nicht in den USA leben, wo sich die Leute jetzt auch mit Waffen und Munition eindecken. Da könnte es anders ausgehen…

    • Nixgeschenkt // 25. März 2020 um 20:59 // Antworten

      Wo ist der Unterschied einer „schnellen“(Monate) zu einer „langsamen“(Jahre) Durchseuchung?
      Herdenimmunität bleibt das Ziel, auf was anderes kann man wohl kaum bauen. Somit müssen über kurz oder lang 70-80% oder mehr den Virus gehabt haben. Wir können ja nicht ernsthaft alle für ein Jahr Zuhause bleiben nur um diesen Prozess langsam zu gestalten. Nebenbei bemerkt sind meine Eltern fast 80 und vorbelastet und wir haben noch weitere Fälle mit Chemo, MS, Bluthochdruck… in der Familie.

  3. Die Idee der Herdenimmunität würde evtl. Klappen, wenn es sich wie Influenza verhält.
    Da es aber „unter dem Radar“ agiert ( Ausbruch und Symptomzeit) und auch noch aggressiver Übertragen wird, ist diese Massnahme wahrscheinlich eher ungeeignet.
    Das haben einige auch schon analysiert aber wie gesagt wieder verworfen. H. Drosten hat dazu auch kürzlich Stellung bezogen.

  4. Nachdem es mit den Diesel-Toten (400.000 pro Jahr in Europa) und dem Klima-Armageddon nicht so recht zünden wollte, kam das Corona-Virus genau zur rechten Zeit, um die Leute erstmal alle wegsperren zu können. Jetzt wird der politische und ökonomische Umbau bei all jenen vollendet, die zu spät merken, welches Spiel gespielt wird.

    • Christian Helfer // 25. März 2020 um 22:55 // Antworten

      Ok, ich geb’s ja zu. Ich und ein paar meiner Kumpel’s haben dieses Spiel begonnen, aber ihr werdet uns nicht finden, denn dazu ist unser Plan zu gut durchdacht.

    • Was denn für ein Umbau? In wessen Interesse sollte dieser Umbau denn sein? Eine Verschwörung einer kleinen Elite die die ganze Welt unterwerfen will? Die ganze Welt arbeitet an einem Impfstoff. Mit einem passiven Impfstoff kann die Krankheit abgewehrt werden. Mit einem passiven kann die Herde immunisiert werden.

      • Michael. // 27. März 2020 um 7:06 //

        Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein. (Albert Einstein)

  5. Mikelmausegreis // 26. März 2020 um 11:52 // Antworten

    Auch in der Umfrage habe ich befürwortet bei den Coronatests zusätzlich zufällige Stichproben zu erfassen. Auch wenn wir am Anfang dafür wenig freie Kapazitäten haben, würde ich mit kleinen Stichproben anfangen(z.B. n=100 pro Tag zufällig ausgewählt aus der Gesamtbevölkerung). Wie in anderen Kommentaren steht, ist das überhaupt die einzige Möglichkeit um z.B. die Letalitätsquote abschätzen zu können. Die aktuellen Tests nur mit Betroffenen mit Symptomen können dazu keine Auskunft geben und der Vergleich mit anderen Ländern ist aktuell auch nicht möglich. Das Problem ist, dass viele Betroffene keine Symptome zeigen aber trotzdem ansteckend sind. Es wurde die Vermutung geäußert, dass die aktuellen Krankheits-Zahlen um Faktor 2 bis 10 höher sein könnten, wenn alle diese Fälle erfasst würden.
    Wegen dieser hohen Unsicherheit sehe ich die aktuell getroffenen Maßnahmen als einzige Möglichkeit an. Herdenimmunität wäre gut, aber solange die Gefahr besteht zuviele Intensivpatienten nicht mehr behandeln zu können überfordern wir damit das Gesundheitssystem und nehmen damit in Kauf, dass viele Patienten nicht mehr behandelt werden können.

  6. Es gibt einfach keine Kapazitäten für aussagekräftige Stichproben.
    Noch nicht, es wurde vorsichtig angedeutet, dass bald mehr
    Stichproben genommen werden können. Das hat H. Drosten im Podcast erwähnt.

  7. Anfangs war ich auch beunruhigt was da kommen könnte. Die Datenlage war nicht klar, dafür aber gerade zu beängstigende Bilder aus China mit Spekulationen um ein Biolabor und einfach umkippende Menschen. Sollte man das ignorieren?
    Also habe ich spontan Masken gekauft – was Mitte Januar kein Problem war. Unsere Regierung sah da alles noch locker – wir haben schließlich das beste Gesundheitssystem und sind gut vorbereitet. Masken zu tragen wäre überflüssig – Hände waschen reicht. Als in Italien die ersten Tests anschlugen und erste Maßnahmen ergriffen wurden, machte sich auch hier Unbehagen breit. Die Leute begannen sich zu bevorraten. Als eigenverantwortlicher denkende Menschen hatten wir eigentlich immer einen guten Grundvorrat, jedoch wurde der Anlaß bei uns dazu genutzt noch mal drüber zuschauen und aufzustocken (nur Klopapier wurde vergessen). Die eigenen Hygienestandards wurden noch mal hochgeschraubt.
    Die ersten Fälle waren schon in Deutschland bekannt und es konnten immer mehr Fälle getestet werden. Die Corona-Schlinge mit den politischen Maßnahmen zieht sich langsam zu. Spätestens seitdem wir offiziell die Pandemie haben und Börsen samt Bitcoin durchgeschüttelt wurde.
    Was sich meiner Ansicht wie eine Epidemie verbreitet hat ist Angst. Doch je mehr die Leute medienbedingt verrückt gemacht werden und immer neue, nie dagewesene Maßnahmen vom Staat auferlegt werden, desto surrealer kommt mir das alles vor. Schließlich haben wir wachsende Erkenntnisse und Daten zum Virus und der Krankheit zur Verfügung, die eigentlich eher beruhigen sollten. Dankenswerter weise äußern sich immer mehr Fachleute zum Thema, welche die Hysterie dämpfen. Man sollte mal schauen wer bei ARD und ZDF der FakeNews bezichtigt wird und die Originalquelle hören.
    Natürlich ist auch der Test selbst der Knackpunkt. Wie zuverlässig ist der/die Test(s) überhaupt? Die Leute schauen immer auf die Zahlen und meinen: Oh, heute wieder X neu Infizierte. Oh Gott, schon wieder X Leute gestorben. Es kommt schließlich darauf an welche Menschengruppe wann, wo, und wie oft getestet werden. Hätte man alle Schüler und Kinder getestet, würde die errechnetet Sterblichkeit stark gegen 0 gehen.
    Haben wir hier überhaupt einen neuen Virus? Neu entdeckt vielleicht schon – aber vielleicht ist er schon viel länger im Umlauf. Ich habe den verdacht, als wenn hier die Kamera gezielt auf ein Ereignis gehalten wird, was eventuell schon vorher da war.
    Bei uns ist die Schule auch schon vor Corona ausgefallen – keine Lehrer, keine Betreuer. Die Krankenhäuser zur Saison hart an der Grenze. Ist ja schließlich ein knallhartes Business heutzutage. Nach der Privatisierung vor vielen Jahren sind viele Fachkräfte in die Schweiz gegangen. Seit letztes Jahr gibt es immer mehr Streiks weil das Personal mit Bezahlung und Umstände unzufrieden ist. Es wurde und wird halt kaputtgespart. Das soll in anderen Ländern (Italien) noch viel schlimmer sein. In Italien übrigens wird nach dem Leiter des Zivilschutz auch nicht unterschieden ob jemand mit oder an Covid-19 gestorben ist. Kommen so die hohen Zahlen zustande? Gibt es andere Co-Faktoren?
    Schon etwas her, da ist mein Opa im Krankenhaus nach einer OP verstorben. Die OP ist zwar geglückt, doch er hat sich dort eine Lungenentzündung weggeholt und verstarb am Beatmungsgerät. Heute hätte man ihn bestimmt getestet und er wäre eventuell in die Statistik eingegangen. Stichwort multiresistente Keime. Wieviel sterben daran? Wann wird die Kanzerlin diesen den Kampf ansagen – schließlich zählt jedes Leben nach ihren Aussagen. Wo sind die Relationen?
    Ich werde jedenfalls die Aushänge auf unseren Friedhof beobachten, ob der Schaukasten merklich voller ist als sonst. Wenn ja, dann war bestimmt was dran an der Corona-Hysterie. Wenn nicht, haben die Maßnahmen der Regierung bestimmt den viralen GAU verhindert.

    Gruß in die Runde.
    Verhaltet Euch gesund!

  8. Das gibt den größten Wirtschaftscrash aller Zeiten und der Euro ist bereits tot, er weiß es nur noch nicht.

  9. Was für ne tolle Umfrage!

  10. Der, sorry, das Virus ist gefährlich. Mann und Frau können eine Woche ohne die geringsten Symtome rumlaufen und andere Männer, Frauen, Kinder und Alte anstecken.

    Alte Männer sind nun mal die supermächtigen auf diesem Planeten. Würden viele junge Männer sterben, wie etwa in sinnlosen Kriegen, gäbe es kaum ein Aufhebens.

    Ich habe eine Desinfektionsspray in einer Minipumpe in der Tasche. Damit desinfeziere ich mich, dann die Hände meiner Freunde und dann nehme ich sie in den Arm. Jeder merkt wie unglaublich besonders das im Moment ist, sich umarmen zu können. Und dann schenke ich so eine Minipumpe (habe hunderte davon rechtzeitig geordert). Damit können dann fortan meine Freunde ihre Freund desinfizieren und danach wieder, wie seit anbeginn der Zeiten, wieder ganz normal in den Arm nehmen.

  11. Mikelmausegreis // 31. März 2020 um 14:08 // Antworten

    Und gestern kam die Mitteilung, dass Österreich an einer zufälligen, repräsentativen Stichprobe (n=2000) aus der Gesamtbevölkerung einen Corona Test macht. Als Hintergrund wurde genannt, dass damit die gesamte Ansteckungsrate inklusive der unauffälligen Krankheitsfälle ohne Symptome erfasst werden soll. Wenn Österreich dass schafft, sollte das wohl in Deutschland auch zu bewerkstelligen sein. Nach dem Motto: Wir schaffen das!

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