Newsticker

Die wichtigsten Krypto-Apps für Android: Eine Übersicht

Mobile Technologie: Dank eurer Krypto-Apps könnt ihr auch Bitcoin-Preise schauen, während ihr Scooter fährt. Bild von FaceMePLS via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Alles ist mobil, auch die Software für Kryptowährungen. Daher stellen wir euch in einem längst überfälligen Artikel die wichtigsten Apps für euer Android-Smartphone vor.

Das Smartphone dürfte DAS technische Gerät des 21. Jahrhunderts sein. Jeder hat es, jeder benutzt es, sogar manch ein Ministerpräsident, während er mit der Kanzlerin spricht. Das Smartphone ist überall, es ist die neue Zigarrette, das neue Buch, der neue Computer – das ultimative Device unserer Zeit.

Dementsprechend kümmern wir uns heute auch um Krypto-Apps fürs Smartphone. Welche Apps sollte man unbedingt haben? Wer sich beispielsweise auf Googles PlayStore umschaut, wird sich einem für die Gegenwart typischen Problem gegenübersehen: Es gibt zu viel. Zu viel von allem. Wenn man das Suchwort „Bitcoin“ eingibt, findet man 250, beim Suchwort „Crypto“ 249 Apps (ja, ich habe gezählt!). Welche davon lohnt sich, welche ist Schrott?

Ich kann, natürlich, nicht jede App testen. Aber ein paar benutze ich selbst, ein paar wurden mir in der Community empfohlen. Die hier vorgestellten Apps sind alle für Android, einfach deswegen, weil ich dieses Betriebssystem nutze. Aber ein Großteil davon dürfte auch für iOS verfügbar sein, während Besitzer des an sich wunderbaren Windows-Phones eher leer ausgehen.

Die Namen der Apps werde ich im folgenden fett ausschreiben. So könnt ihr sie im PlayStore finden. Wenn ich sie verlinke, dann entweder, weil ich zu der App einen Artikel geschrieben habe, oder weil es einen Affiliate-Link gibt, durch den ich Geld verdienen möchte.

Kurse, Preise und das Portfolio

Vielleicht war es mal anders geplant, von Satoshi und seinen Early Adoptern, doch es ist, wie es ist: Den meisten von uns geht es vor allem um den Preis. Daher gehört eine Kurs-App zur Grundausstattung eines jeden Smartphones in den Händen eines Bitcoiners, und dementsprechend viele Treffer findet etwa eine PlayStore-Suche nach „Crypto Prices“. Aber welche davon ist zu empfehlen?

Preis-Apps

Mit den meisten Preis-Apps kann man nicht viel falsch machen. Die Apps holen sich Preisdaten von allen Kryptowährungen und Token, oder zumindest den wichtigsten, von einem Server. Über euch weiß der Server nur, dass euch das interessiert. Man kann also nicht viel falsch machen, was den Datenschutz angeht, und davon, dass eine App die falschen Daten streamt, um etwa Märkte zu manipulieren, habe ich noch nichts gehört.

Zugpassagiere checken die Krypto-Preise. Erkennt ihr, wer Ripple hält? Bild von Rawpixel Ltd via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Gute Erfahrungen habe ich mit „CMA„, ehemals die „Coinmarketapp“, nun, eventuell wegen der Markenjuristik, „Crypto Mass Adoption„. Die App holt sich die Kurse der 100 wichtigsten Kryptowährungen und zeigt die Gewinne oder Verluste der letzten sieben Tage, 24 Stunden oder 60 Minuten an. Gerade dass man schnell über die Änderung der letzten Stunde informiert wird, gefällt mir. Daneben gibt es noch einen Nachrichten-Feed. Wer will, kann sich seine Favoriten zusammenstellen, was vielleicht praktisch ist, um den Überblick auch über Coins zu halten, die etwas tiefer im Ranking liegen, aber man sollte sich bewusst machen, dass man damit sensible Daten an einen unbekannten Server sendet.

Ein besonderes Feature von CMA sind die „Weapons“. Um sie zu benutzen, muss man sich aber mit einem Google-Account einloggen. Mit einem Blockexplorer, Blockchain SQL, Alarmen, AML-Checks, DeFi-Wallet, Whale Alerts und mehr sehen sie beeindruckend aus, aber das meiste ist noch nicht da oder läuft darauf hinaus, dass man sich eine separate App installieren muss. Daher würde ich davon absehen, mich hierfür anzumelden.

Ähnlich wie CMA ist CoinGecko. Mir gefällt das Design etwas weniger, aber das ist vermutlich Geschmackssache. CoinGecko zeigt die Preise aller Kryptowährungen – man kann quasi ewig nach unten scrollen, um immer mehr Coins zu laden – sowie die Änderungen der letzten 24 Stunden. Im zweiten Tap listet CoinGecko die Börsen in der Reihenfolge ihres Handelsvolumens, im dritten Derivate. Dazu kommt noch ein Tab mit einem Nachrichtenfeed sowie die Option, sich einen Account zuzulegen und ein Portfolio zusammenzustellen. Auch hier hat man nichts zu verlieren, wenn man die App nur benutzt, um Preise zu beobachten.

Aber am Ende dürften die Unterschiede zwischen diesen beiden Apps minimal sein – wie auch bei zahlreichen anderen Preisapps.

Portfolio-Apps

Viele Leute mögen es, wenn sie ihr Portfolio von Kryptowährungen und dessen Wertentwicklung auf einen Blick erfassen können. Das ist mit CMA, CoinGecko und vermutlich vielen anderen Preis-Apps möglich. Es gibt aber auch spezielle Apps für genau diesen Zweck.

Ahm, erwartet irgendjemand ernsthaft, dass ein Weltwunder wie die Terrakotta-Krieger wichtiger ist als das Krypto-Portfolio? Bild von michael davis-burchat via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Am beliebtesten sind hierfür Blockfolio und der Delta Investment Portfolio Tracker. Ich selbst habe nur Blockfolio ausprobiert und finde die Nutzung eigentlich ganz komfortabel. Man kann hier einstellen, wie viele Coins man von welcher Währung hat, kann Zugänge und Abhänge verwalten, und wer das automatisieren möchte, kann auch Adressen mit der App verbinden. Wovon ich schon alleine aus Gründen des Datenschutzes heftig abrate. Von Delta habe ich viel Gutes gehört, die meisten bevorzugen diese App gegenüber Blockfolio, vielleicht, weil sie auch Aktien und ETFs fasst.

Solche Portfolio-Apps haben ohne Zweifel ihren Reiz. Aber sie erzeugen private, äußerst sensible Daten über die eigene Finanzsituation, und sie leiten diese Daten an einen Server weiter. Der Server dieser Apps weiß genau, wie viele Coins ihr besitzt, und ihr habt keine Ahnung, was er mit diesen Daten macht oder wie die Betreiber damit Geld verdienen.  Darüberhinaus kann jeder, der an euer Smartphone geht, erkennen, wie viel ihr besitzt. Daher sollte man, wenn man schon so eine App benutzen muss, sie zumindest mit einer Appsperre vor unbefugtem Zugang schützen.

Wallets

Wallets sind ein endloses Thema. Die Suche im Playstore nach „Crypto Wallet“ erbringt auch mehr als 200 Treffer (ich vermute, die Suchen zeigen nur einen Ausschnitt der tatsächlich existierenden Apps!). Welche davon soll man benutzen? Da die Wallet Geld tatsächlich verwalten, gibt es etwas zu verlieren.

Grundsätzlich muss man sagen: Mit einem Backup durch einen Seed und dem Schutz der Wallet-App durch die App-Sperre, ein Passwort oder eine PIN, ist ein Smartphone eine hervorragende Basis für die sichere Verwahrung von Coins. Vermutlich ist ein Smartphone sicherer als ein Desktop-PC mit Windows. Wichtig ist allerdings, dass ihr die richtige App verwendet.

Eigentlich lieben Kinder es, wenn ihre Eltern mit Bitcoin- oder Ethereum-Wallets hantieren. Der Bub hier hat aber erkannt, dass sein Papa seelig lächelnd Ripple benutzt und macht sich Sorgen um sein Erbe. Bild von Ritzo ten Cate via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Ich persönlich bin am Ende bei dem Setup gelandet, dass mir zwei Wallets weitgehend ausreichen: Electrum für Bitcoin und Metamask für Ethereum.

Bitcoin-Wallets

Electrum ist eine solide, zuverlässige Wallet für Bitcoin, die man dank des Seed-Systems einfach mit Electrum-Wallets am PC oder Laptop synchronisieren kann. Electrum hat viele Features – etwa Replace-By-Fee und eine sinnvolle Gebührenberechnung –, ist altbewährt und unterstützt mittlerweile auch das Lightning-Netzwerk. Das macht es zum universellen Wallet für Bitcoin, auch wenn das Design leider sehr zu wünschen übrig lässt. Man braucht einfach nicht mehr.

Ich habe zuvor mit vielen Lightning-Wallets experimentiert: Lightning App, Phoenix, Eclair, Moon, Breez, BlueWallet. Wirklich warm wurde ich mit keiner Wallet. Die meisten laden ziemlich lange – eine Wallet, die 40 Sekunden synchronisiert, bevor ich sie benutzen kann, ist quasi unbenutzbar -, brauchen dann gefühlt ewig, um auf dem schwachen Prozessor des Smartphones Transaktionen zu signieren und einen Pfad zu finden. Außerdem verwickeln sie einen in einen undurchsichtigen, seltsamen Aufbau von Lightning-Channels, über die man am Ende dann noch nicht mal bezahlen kann. Im Falle von Phoenix und BlueWallet läuft Lightning über einen Mittelsmann, was immerhin Vorteile für die Nutzbarkeit bringt. Aber – wozu, wenn es doch Electrum gibt?

Manche schwören bei Bitcoin auch auf Wallets wie Samourai, was für die Privatsphäre hilft. Das habe ich aber ehrlich gesagt nicht ausprobiert. Andere benutzen immer noch Mycelium, das zwar über den Server einer scheinlebendigen Firma läuft, aber gut aussieht und einfach zu bedienen ist. Andere verwenden sogar noch die Bitcoin Wallet für Android von Andreas Schildbach, die zwar durch das SPV-Design ohne zentralen Server auskommt, aber in vielerlei Hinsicht leicht veraltet wirkt. Schließlich gibt es noch unter anderem BitBucks, eine Wallet, die es erlaubt, dass man offchain andere BitBucks-User bezahlt, aber dafür recht zentralisiert daherkommt.

Ethereum-Wallets

Für Ethereum ist Metamask eine Universallösung, die sich hervorragend bewährt hat. Durch die Seeds kann man die App mit den Plugins für den PC-Browser synchronisieren. Wann immer man danach eine Dapp ansurft, wird diese darum bitten, mit Metamask Transaktionen schreiben zu dürfen. So gibt einem die App Zugang zu so gut wie allen Smart Contracts und Token des Ökosystems. Im Grunde hat man damit alles, was man braucht.

DeFi-Apps sind halt doch die besseren Gesprächspartner beim Dinner. Bild von Leyla.a via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Ähnlich praktisch ist AlphaWallet. Diese Wallet enthält einen Dapp-Browser und versteht manche Smart Contracts und Dapps ganz gut, was an dem interessanten System dahinter liegt, dem TokenScript. Praktisch an AlphaWallet ist zudem, dass es auch andere Chains unterstützt, etwa die Testnets von Ethereum, aber auch die Sidechain xDai. Insgesamt aber merkt man immer wieder, dass AlphaWallet noch weniger ausgereift ist als Metamask.

Daneben gibt es für Ethereum zahlreiche andere Wallets. Zum Teil kennen sie, wie etwa die DeFi-Wallet von Frontier, schon viele Smart Contracts. Frontier erlaubt es einem etwa, als Watch-Only-Wallet die DeFi-Positions zu beobachten. Das ist interessant, gerade wenn man sich in viele DeFis verstrickt hat. Allerdings fallen die Informationen, etwa wenn man für UniSwap Liquidität bereitstellt, eher spärlich aus. Schließlich kann man auch noch die integrierte Wallet des Opera-Browsers verwenden (dazu später mehr). Die Loopring-Wallet ist noch experimentell, aber erlaubt es, Rollups für Transaktionen und den Handel mit Token zu verwenden. Auch dazu später mehr.

Multicoin-Wallets

Natürlich gibt es noch viele Coins neben Bitcoin und Ethereum. Wallets wie BRD, Coinomi, Exodus, Edge, Guarda und Jaxx sind zuverlässige Wallets für eine Vielzahl an Coins. Diese Wallets haben kleine Unterschiede: BRD nutzt eine SPV-Infrastruktur, die anderen einen Server; Coinomi unterstützt am meisten Coins, Exodus sieht gut aus, ist aber teilweise Closed Source, und Edge und Guarda unterstützen Aliase mit FIO. Falls ihr einen Bedarf nach Multicoin-Wallets habt, gibt es eine reiche Auswahl.

Debitkarten und Zinsen

Weiter gibt es Wallet-Apps, die euch erlauben, Coins auf eine Debitkarte aufzuladen. Das wäre etwa Wirex oder Trastra, die beide nicht sehr viele, aber doch einige Coins unterstützen. Während mich bei Wirex zumindest vor etwa fünf Jahren die hohen Wechselgebühren abgeschreckt haben, habe ich mit Trastra gute Erfahrungen gemacht. Dasselbe erlaubt Bitwala, allerdings nur für Bitcoin und Ether.

Bei Bitwala kann man seine Coins gut verzinst anlegen, mit 4-5 Prozent im Jahr. Dasselbe ermöglichen auch die Wallets von Crypto.com und Celsius, bei denen ihr zwischen 4 und 12 Prozent Zinsen bekommt, je nachdem, ob ihr Kryptowährungen oder Stablecoins anlegt und ob ihr in Kryptowährungen ausgezahlt werden wollt oder in den nativen Token der Apps. So attraktiv die Zinsen sind, solltet ihr euch bewusst sein, dass ihr dadurch die Kontrolle über die privaten Schlüssel abgebt, und dass ihr solche Verzinsungen nicht ohne die Prüfung eurer Identität bekommt.

Andere Coins

Einige Coins haben auch ihre eigenen Wallets: Ripple (XRP) hat Xumm und XRPTipBot für den TipBot, Bitcoin SV hat mit Simplycash, Handcash und CentBee mehrere starke Wallets, die allesamt Paymail unterstützen, Bitcoin Cash bietet mit Electron Cash und Bitcoin.com zwei gelungene Wallets. Für Monero dagegen dürfte vor allem die Cake Wallet und Moneroju relevant sein.

Trading

Viele von euch wollen eventuell mit dem Smartphone auch traden. Wenn man mit dem Zug fährt, auf der Schüssel sitzt, oder schon im Bett liegt, aber schnell noch diesen oder jenen Trade ausführen will, weil gerade halt ein guter Moment ist – dann ist eine Trading-App schon sehr praktisch.

Die meisten Börsen, die ihr benutzt, haben eine solche App. Ich empfehle hier die App von Bitcoin.de (mehr erfahren). Sie erlaubt euch, euch auf einfache Weise mit dem Smartphone in euren Account auf dem Marktplatz einzuloggen und zu handeln. Gerade wenn ihr ein Fidor-Konto mitsamt Debit- oder Kreditkarte habt, könnt ihr so eure Coins auf der Wallet innerhalb weniger Sekunden als Euro auf die Karte bringen. Das dürfte die App von Bitcoin.de zu einem hilfreichen Reisebegleiter machen.

Wer auf den Zug wartet, ohne mindestens drei Bitcoin-Trades gemacht zu haben, ist echt mal arg von vorgestern. Bild von Rawpixel Ltd via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Interessant sind natürlich auch Apps für dezentrale Börsen. Unidex beispielsweise erlaubt euch, per App auf UniSwap zu handeln, wo man Ether und alles, was es als Token auf Ethereum gibt, tauschen kann. Die App dient nicht als Wallet; um einen Trade zu vollenden, müsst ihr die Transaktion an eine andere App übergeben, etwa Metamask.

Da die Gebühren bei Ethereum derzeit sehr teuer sind, bietet sich auch an, eine Layer-2-App zu verwenden. Mit der Wallet von Loopring könnt ihr eine gute Handvoll Währungspaare fast kostenlos und in Echtzeit handeln (so funktioniert Loopring). Die Wallet ist noch etwas experimentell, und die Anmeldung ist teilweise schon belästigend. Aber sie funktioniert bereits ordentlich.

Browser

Einige Browser haben sich mehr, andere weniger auf Kryptowährungen eingelassen.

Brave gilt als der „Krypto-Browser“ schlechthin. Abgesehen von den guten, standardmäßig aktivierten Werbe- und Spionageblockern wirbt Brave mit einer integrierten Krypto-Wallet und einem System, durch das ihr 1.) Coins bekommt, wenn ihr doch Werbung anschaut, und 2.) Coins an Publizisten auszahlt, wenn ihr auf deren Seite surft. Um es kurz zu sagen: Das ganze Modell, den Publizisten die Werbung erst wegzuschneiden, und sie dann über den Umweg des Brave-Servers an die User auszuzahlen, die dann vielleicht einen Teil als Spende an die Publizisten abgeben können, ist eine unübertreffliche Dreistigkeit, die weder dem User noch dem Publizisten hilft, sondern nur Geld in die Kassen von Brave spült. Ein guter Browser, aber bitte verzichtet auf den Müll mit der Werbung.

Opera hat sich auch auf bemerkenswerte Weise auf Krypto eingelassen. Der Browser hat eine Ethereum-Wallet integriert, die in der Lage ist, Token, Collectibles und Smart Contracts zu verstehen. Sie erlaubt es euch, direkt mit dem Browser viele Dapps anzusteuern. Mittlerweile unterstützt die Wallet auch Bitcoin und Tron, und sie kann für eine Desktop-Wallet als 2-Faktor-Authentifizierung dienen. Zusammen mit einigen anderen, neuen Features – etwa dem integrierten Werbeblocker oder dem VPN – macht das Opera zu einer sehr guten Wahl für Kryptouser.

Maxthon schließlich ist ein ehemals erfolgreicher Browser, der aber mittlerweile etwas abgehängt wurde. Maxthon arbeitet mit Bitcoin SV, um durch die NBDomains Internetseiten ins Metanet zu bringen und diese anzusurfen. Inwieweit dies erfolgreich ist, ist mir nicht bekannt; aber wer sich für BSV und das Metanet interessiert, sollte dem Maxthon-Browser zumindest eine Chance geben.

Info

Wer „in Krypto“ ist, will ständig auf dem Laufenden bleiben. Daher sind auch Apps mit Neuigkeiten gefragt. Ihr könnt natürlich die WordPress-App herunterladen, um dann das Bitcoinblog.de zu abonnieren. Aber das ist vermutlich nicht, worum es geht.

Auch wenn man gerade durch die Stadt spaziert, ist das kein Grund, die neueste Krypto-Nachricht zu verpassen. Bild von Ritzo ten Cate via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Kursapps wie CMA und CoinGecko haben, wie schon beschrieben, einen Nachrichten-Feed. Besser gefällt mir aber CryptoPanic, das einen dichteren Feed hat, in dem man auch bestimmte Nachrichten speichern kann. Die Nachrichten werden durch ein Reddit-artiges System mit Upvotes organisiert, Kommentare von Usern werden ausgestellt. Das macht CryptoPanic zur wohl besten App für Nachrichten aus dem Kryptoraum.

Wo wir schon bei Reddit sind: Manche betrachten Reddit auch als eine App für Kryptonachrichten. In der Tat gibt es zahlreiche „Subreds“ wie r/bitcoin, r/cryptocurrency, r/ethereum sowie Subreds für jeden anderen Coin, in denen alle Neuigkeiten in Echtzeit diskutiert und verlinkt werden. Ähnlich verhält es sich mit Twitter; wenn ihr verschiedenen Twitter-Influencern folgt – oder dem Bitcoinblog.de (@BTC_de_Blog) – oder Listen, wie Anita Poschs Liste der deutschsprachigen Bitcoiner – seid ihr auch gut informiert, und das auch noch weitgehend auf Deutsch.

Eher etwas für Fans von Bitcoin SV ist Twetch, der Twitter-Klon, der auf der BSV-Blockchain läuft, und durch den man unter Umständen auch Geld für gute Tweets bzw. Twetches verdienen kann.

Schließlich muss man hier natürlich noch Telegram erwähnen. Auch hier könnt ihr den verschiedensten Gruppen beitreten, um euch über Krypto auszutauschen oder über Neuigkeiten informiert zu sein. Um mal wieder unser Blog ins Spiel zu bringen – wir haben auch einen Kanal, in dem wir neue Artikel verlinken. Aber es gibt noch zahlreiche weitere, die ihr rasch finden werdet.

Und sonst?

Vermutlich – nein: natürlich! – habe ich mehr Apps ausgelassen und versäumt, als man aufzählen kann. Vielleicht sogar gerade die besten. Das ist keinem Vorurteil und keiner Absicht geschuldet, sondern meinem Unwissen und der altertümlichen Gewohnheit, lieber den Desktop-PC zu benutzen als das Smartphone, und dem Vorurteil, die Sicherheit und Nützlichkeit eines Computers hänge mit dessen Größe zusammen. Sollte ich daher eure liebste App vergessen haben, ärgert euch nicht, sondern stellt sie in den Kommentaren vor!

Über Christoph Bergmann (2097 Artikel)
Das Bitcoinblog wird von Bitcoin.de gesponsort, ist inhaltlich aber unabhängig und gibt die Meinung des Redakteurs Christoph Bergmann wieder --- Christoph hat vor kurzem ein Buch geschrieben: Bitcoin: Die verrückte Geschichte vom Aufstieg eines neuen Geldes. Das Buch stellt Bitcoin in seiner ganzen Pracht dar. Ihr könnt es direkt auf der Webseite Bitcoin-Buch.org bestellen - natürlich auch mit Bitcoin - oder auch per Amazon. --- Natürlich freuen wir uns auch über Spenden in Bitcoin, Bitcoin Cash oder Bitcoin SV an die folgende Adresse: 1BergmanNpFqZwALMRe8GHJqGhtEFD3xMw --- Tipps für Stories sind an christoph.bergmann@mailbox.org immer erwünscht. Für verschlüsselte Nachrichten nutzt bitte meinen PGP-Schlüssel --- Auf Telegram! könnt ihr unsere News abonnieren.

3 Kommentare zu Die wichtigsten Krypto-Apps für Android: Eine Übersicht

  1. Bison

  2. Mir fehlt in dieser ansonsten sehr guten Diskussion der Aspekt, ob eine Wallet Open Source ist oder nicht. Wenn man größere Summen verwaltet, dann führt meiner Meinung nach an einer Open Source Lösung nichts vorbei. Nur so kann man sicher sein, dass die Software in Zukunft noch zur Verfügung steht und man hat eine Chance, dass Sicherheitslücken bzw. Backdoors gefunden werden.

  3. Ich benutze Blockfolio seit erscheinen der App und war bis jetzt zufrieden, kleinere Probleme ausgenommen. Die Erwähnung in einem gewissen Zusammenhang hier in diesem Blog hat mich aber aufgeschreckt.

    „Solche Portfolio-Apps haben ohne Zweifel ihren Reiz. Aber sie erzeugen private, äußerst sensible Daten über die eigene Finanzsituation, und sie leiten diese Daten an einen Server weiter. Der Server dieser Apps weiß genau, wie viele Coins ihr besitzt, und ihr habt keine Ahnung, was er mit diesen Daten macht oder wie die Betreiber damit Geld verdienen.“

    Ich bin natürlich sofort (habe hier noch einige Artikel aufzuarbeiten) hellhörig geworden und habe dazu recherchiert. Auf folgender Seite äußert sich der CEO des Unternehmens Edward Moncada:

    https://blog.blockfolio.com/its-in-our-dna-blockfolio-s-privacy-philosophy-fb5aff474403?gi=d4410b6d70e3

    Diese 3 Punkte stellt er für sich dort klar:

    „Before we go into detail, there are 3 key points that we want to make crystal clear:

    1. We have never and will never sell your personal data or individual portfolio data.
    2. We have never and will never trade cryptocurrencies based on any data we collect from our users.
    3. We have never and our goal is to never require you to provide any personally-identifiable information to use our services (or if we do we’ll be transparent about it).

    Why? Because we have always believed it’s the right thing to do.“

    Mit dem unerschütterlichen Glauben an das Gute im Menschen hoffe ich, er haut uns nicht komplett die Taschen voll und wir können Blockfolio, ohne das Anheimfallen eines Verfolgungswahn, benutzen.

    Ich muss aber hier auch erwähnen nicht die kompletten „privacy policies“ gelesen zu haben.

Schreibe eine Antwort zu Christoph Antwort abbrechen

%d Bloggern gefällt das: