Die Enttäuschung durch die Bundestagswahl ist vorprogrammiert

Unsere Politik-Umfrage zeigt, dass die großen Volksparteien SPD und CDU/CSU bei euch kaum mehr eine Rolle spielen. Stattdessen dominieren Grüne, FDP und AFD. Möglicherweise deutet sich darin die künftige Parteienlandschaft an. Das macht es aber nicht eben einfacher, sich einig zu werden …

Rund 270 von euch haben bei der Umfrage vergangenen Freitag mitgemacht. In dieser Umfrage ging es ausschließlich um Politik; Bitcoin spielte nur in diesem Rahmen eine geringe Rolle. Ich wollte vor allem herausfinden, wo die deutsche Bitcoin-Szene politisch zu veorten ist. Und das zeigt die Umfrage ziemlich deutlich.

Das Herzstück jeder politischen Umfrage ist die sogenannte „Sonntagsfrage“: Welche Partei würden Sie wählen, wenn morgen Bundestagswahl wäre? Diese Frage habe ich daher an den Anfang der Umfrage gestellt. Die Ergebnisse dürften für Außenstehende überraschend sein:

Eure Antworten bestätigen, was wir schon vor beinah zwei Jahren festgestellt haben: Die Pole der deutschen Politik bewegen sich von der Mitte hin zu den Rändern. Die Union und die SPD, lange Zeit die prägenden Antagonisten im Bundestag, haben sich durch die große Koalition so weit verausgabt, dass sie von euch zusammen nicht einmal zehn Prozent der Stimmen bekommen. Wie schon in der Umfrage 2019 schafft es die SPD nicht mal mehr in den Bundestag.

Stattdessen bildeten 2019 die Grünen und die AFD die beiden neuen starken Antagonisten. In der aktuellen Umfrage tritt dazu die FDP als zweitstärkste Partei, womit sie sich sozusagen ins Zentrum der Politik stellt. Die Piraten sind im Vergleich zu 2019 abgestürzt, die Linkspartei hält ihre Stellung, und die Satirepartei Die Partei gewinnt. Bemerkenswert ist darüber hinaus der sehr hohe Anteil der „Sonstigen“, was wohl zeigt, wie sehr ihr mit den großen Parteien fremdelt.

Generell zeigt dieses Ergebnis, wie sehr die sogenannten Volksparteien dabei versagt haben, euch abzuholen. In dem Artikel „der Bitcoin-Michel“ habe ich den typischen deutschen Bitcoiner aufgrund einer demographischen Umfrage beschrieben: Er ist männlich, zwischen 30 und 50 Jahre alt, überdurchschnittlich gut gebildet, in einer Partnerschaft lebend, religiös unambitioniert, in der Regel in Technik oder IT tätig, überdurchschnittlich oft selbständig und überdurchschnittlich gut verdienend. Kurzum: Ihr seid keine Nischengruppe, sondern eine wichtige Stütze der Gesellschaft. Dass die „Volksparteien“ euch gar nicht mehr erreichen, zeigt vermutlich eine tektonische Verschiebung im Gefüge der deutschen Demokratie.

Wie aber sähe der Bundestag aus, den ihr wählen würdet?

Sowohl SPD als auch die Piraten schaffen es nicht über die 5-Prozent-Hürde, wodurch die verbleibenden Parteien ihre Stellung stärken. Wir sehen drei große Blöcke, Grün, FDP und AFD, in der Mitte die Union, und links ein nennenswerter Rand mit Linkspartei und Die Partei.

Welche Regierungskoalitionen wären in diesem Bundestag möglich? Ich habe drei gefunden, die einigermaßen realistisch sind.

Wir haben also eine linke Koalition unter Führung der Grünen mit Beteiligung der CDU/CSU, eine grün-gelbe bzw. liberal-ökologische Koaltion sowie schließlich eine rechts-konservative Koaltion unter Führung der FDP. In der Realität dürfte aber vermutlich jede Koalition an den Vorbehalten des politischen Personals scheitern: FDP und Grüne haben es schon bei der letzten Wahl nicht geschafft, zusammenzuarbeiten, weder FDP noch CDU/CSU werden mit der AFD koalieren, und dass die CDU eine Regierung mit der Linkspartei bildet, ist ebenfalls unwahrscheinlich.

Eure Wahl macht also die Regierungsbildung nicht eben einfach.

Interessant sind in diesem Zusammenhang eure Antworten auf die Frage, welche Koalition ihr euch wünscht. Ich habe dabei die Koalitionen aufgezählt, die mir, mehr oder weniger, möglich erschienen.

Zunächst einmal hatten die „Anderen“ mit Abstand am meisten Stimmen. Das bestätigt den Befund, wie sehr euch die großen Parteien verloren haben. Beinah ein Drittel ist mit keiner der einigermaßen vorstellbaren Koalitionen einverstanden! Die beliebteste Option – schwarz-gelb-blau – dürfte nicht möglich sein, wie auch die Koalition von Grün und FDP eher unwahrscheinlich ist.

Anders gesagt: Egal was passiert, ihr werden die Bundestagswahl vermutlich nicht eben feiern. Auf der einen Seite hat so gut wie niemand unter euch Lust auf die SPD, auf der anderen Seite brennt ihr aber auch nicht für eine weitere CDU-geführte Regierung. Zumindest deutet das die enorme Unzufriedenheit mit der aktuellen Regierung an:

Beinah die Hälfte von euch ist sehr unzufrieden mit der Arbeit der Regierung, fast ein Dreiviertel ist tendenziell unzufrieden, und deutlich weniger als ein Viertel ist tendenziell zufrieden. Eventuell drückt dieses Tortendiagramm es übersichtlicher aus:

Angesichts dieser enormen Unzufriedenheit ist klar, dass eine CDU-geführte Regierung bei euch nicht gerade Freude entfacht. Aber noch weniger vorstellen könnt ihr euch einen SPD-Kanzler:

Der beste Kompromiss scheint noch ein(e) grüne(r) Kanzler(in) zu sein. Doch beinah die Hälfte von euch möchte keinen schwarzen, grünen oder roten Kanzler. Doch es ist extrem unwahrscheinlich, dass eine andere Partei in diesem Jahr den Kanzler stellen wird. Die meisten von euch werden daher enttäuscht sein, wenn 2021 ein(e) neue(r) Kanzler(in) ernannt wird.

Wenn man es positiv ausdrücken möchte, seid ihr euer Zeit voraus: Die Eingliederung der AFD in den regulären politischen Betrieb ist derzeit noch undenkbar, wird über lange Zeit aber vermutlich nicht zu vermeiden sein, wie schon bei der Linkspartei; der Trend der Grünen zur neuen Volkspartei läuft bereits, wird aber noch zunehmen. Die CDU / CSU wird zur Kleinpartei, die SPD stürzt in die Bedeutungslosigkeit, und die FDP rafft sich wieder zu einer starken Partei auf. Wobei letzteres vielleicht auch nur hier so erscheint, weil ihr, als Nutzer einer freien Währung, auch stärker zu einer freiheitlich orientierten Partei tendiert.

Dabei aber scheint Bitcoin bei eurer Wahlentscheidung keine allzu große Rolle zu spielen:

Zwar ist Bitcoin für viele von euch ein relevanter oder bedeutender Faktor der Wahl. Allerdings meinen mehr von euch, dass die Kryptowährung gar nicht relevant ist, als dass welche ihr die wichtigste Rolle geben.

Dieser Befund steht aber in einem gewissen Gegensatz zu euren Antworten auf die folgende Frage: Wäre eine Partei wählbar, die Bitcoin verbieten will?

Dieses Ergebnis ist in mehrfacher Hinsicht verwirrend. Für 21,4 Prozent unter euch haben Bitcoin und Kryptowährungen bei der Wahlentscheidung gar keine Rolle gespielt – doch nur 7,3 Prozent halten eine Partei, die Bitcoin verbieten möchte, für wählbar. Wie jetzt?

Auch scheint euch diese klare Ansage nicht daran zu hindern, 28,8 Prozent der Stimmen an Grüne und Linke zu verteilen. Die Grünen wollen laut ihres Wahlprogramm-Entwurfs keine privaten digitalen Währungen zulassen, was zwar nicht zwingend ein Bitcoin-Verbot bedeuten muss – aber mindestens die Bereitschaft zu einer strengeren Gangart. Dass die Linkspartei da gerne mitmacht, liegt irgendwie nahe.

Eventuell spielt Bitcoin für die Wahl nur eine Rolle, wenn es um einen harten Schritt wie ein Verbot geht, und ansonsten sind andere Themen einfach relevanter? Wir haben versucht, zu ergründen, was für euch wichtig ist:

Die Top-3-Themen sind Digitalisierung, Bürgerrechte und Wirtschaft. Das passt recht gut zum Thema dieses Blogs. Kaum eine Rolle spielen dagegen Europa und die internationale Politik sowie Corona und Kultur. Abgesehen von Corona standen diese Themen aber unten in der Umfrage, weshalb ich mich frage, ob die wenigen Stimmen daran liegen, dass euch die lange Liste ermüdet hat.

Falls nicht verkörpert sich in euch vielleicht eine neue Gewichtung politischer Prioritäten. Europa und Kultur lassen euch kalt, während Digitalisierung, Ökonomie und Bürgerrechte zu den wichtigsten Themen werden, mit Klima, Energie und Sozialem dazwischen. Anders gesagt: Ihr seid dafür, dass Deutschland seinen Laden intern aufräumt, anstatt sich international und in Europa zu verausgaben. Kultur wird angesichts der wirtschaftlichen, ökologischen und digitalisierungstechnischen Herausforderung zur bestenfalls erfreulichen Nebensache.

Von den vielen AFD-Wählern hier hätte ich nichts anderes erwartet. Aber dass sich unter den Grünen, Linken, CDUlern, Piraten und FDPlern so wenige um Europa, die Welt und die Kultur sorgen, erstaunt mich. Falls ihr wie angenommen weniger eine Nische vertretet, als euer Zeit voraus seid, sollten sich politische Parteien mit dem Anspruch künftiger Bedeutung diese Prioritäten gut einprägen.

Allerdings finden sich auch hier wieder Inkonsistenzen. So habe ich zu mehreren Themen Ja-Nein-Fragen gestellt. Man sollte annehmen, dass das Thema, das euch besonders wichtig ist, auch die meisten Antworten erhielt. Dem war jedoch nicht so. Ausgerechnet die Frage nach Corona – hier eher eine Nische – stieß bei euch auf das stärkste Interesse:

Ich erkläre mir das damit, dass ihr hofft, dass Corona mittelfristig keine große Rolle mehr spielen wird, aber aktuell wie jeder andere stark betroffen seid. Rund die Hälfte von euch ist für Lockerungen, ein gutes Drittel für strengere Maßnahmen, und nur ein kleiner Teil für ein Weiter-So. Damit seid ihr in starkem Widerspruch zu den offiziellen Umfragen, denen zufolge rund zwei Drittel für strengere Maßnahmen sind. Erklären könnte man dies damit, dass ihr als Bitcoiner erstens freiheitlicher orientiert seid und zweitens jung genug, um nicht in die Risikogruppen zu fallen.

In jedem Fall drückt sich in eurem Wunsch nach Lockerungen auch die starke Stellung von FDP und AFD bei euch aus. Schwierig dürfte es werden, unter euch einen Konsens zwischen den „Lockerern“ und den „harten Lockdownern“ zu finden. Ihr seid in dieser Beziehung wohl noch stärker gespalten als der Rest der Gesellschaft.

Eine ähnliche Spaltung findet man bei der Frage nach der Energiewende:

57 Prozent von euch finden, man sollte jetzt Vollgas geben, um zu retten, was noch zu retten ist, während 43 Prozent eher mahnen, man müsse auf die Bremse treten, um die Versorgungssicherheit nicht zu gefährden. Vielleicht verdeutlich dieser Chart mehr als jeder andere die neuen politischen Pole, die sich bei euch manifestieren – die zwischen Grün und AFD, zwischen Ökologie und Wachstum, zwischen Fortschritt und Weiter-So.

Auf mehr Einigkeit bin ich dagegen bei den beiden anderen Fragen gestoßen:

So gut wie niemand ist für eine pauschale Erhöhung der Steuern (1%). Mehr Steuern für Reiche und Konzerne können sich dagegen gut 43 Prozent vorstellen, während 56 Prozent dafür sind, die Steuern zu senken. Das klingt nach einem schärferen Gegensatz als es ist: Allgemeine Steuersenkungen können durchaus mit dem Schließen von Steuerschlupflöchern einhergehen. Eventuell war diese Frage schlecht gestellt.

Klarer ist dagegen eure Haltung zu Europa bzw. zur EU:

Weniger als 30 Prozent wünschen sich, dass die Nationalstaaten Macht an die EU abgeben – dass also die europäische Integration unter dem Dach der Europäischen Union voranschreitet. Als großer Fan der EU enttäuscht mich dieses Ergebnis, auch wenn ich es aufgrund der ernüchternden Wirklichkeit der EU gut nachvollziehen kann. Solange „Kanzlerin“ das höchste Ziel der Politik ist anstatt bloß ein Zwischenstopp zur Kommisionspräsidentin der EU wird von Brüssel und Straßburg wenig zu erwarten sein.

Bemerkenswert finde ich aber dennoch, dass mehr als 70 Prozent unter euch diesen Weg nicht gehen wollen, sondern sogar Schritte zurück anstreben. Die EU scheint euch ähnlich stark zu enttäuschen wie die Volksparteien, und offenbar repräsentieren auch die Grünen für euch keine Politik für die EU. Zumindest ist bei diesem Thema nicht die oben festgestellte Polarität zu erkennen.

Am Ende der Umfrage habe ich die Sonntagsfrage erneut gestellt. Ich wollte einfach wissen, ob sich eure Wahl geändert hat, nachdem ihr euch durch die ganzen politischen Fragen durchgearbeitet habt. Von anfangs 271 ist die Wahlbeteiligung beim zweiten Durchlauf auf 202 gesunken.

Dabei haben sich die Ergebnisse zum Teil deutlich verändert:

Offensichtlich haben die Grünen über die Umfrage hinweg viel verloren, wodurch die FDP zur stärksten Kraft wird. Liegt das daran, dass euch die Umfrage angeregt hat, genauer nachzudenken? Oder sind die Wähler der Grünen tendenziell ungeduldiger, so dass sie abgebrochen haben, während die Wähler von FDP und AFD mehr Ausdauer haben?

Im Detail hat sich das folgende geändert:

Alle Parteien haben Stimmen verloren, doch die Unterschiede sind deutlich. Die bei euch kleinen Parteien – Linke, Piraten und SPD – verlieren deutlich. Doch auch die Grünen müssen hohe Verluste hinnehmen. Lediglich die FDP, AFD und die Sonstigen haben geringe Verluste, wodurch sich deren Anteil im Gesamtbild deutlich steigert.

Damit dünnt sich der Bundestag durch die zweite Sonntagsfrage weiter aus:

Die Linkspartei schafft es nun nicht länger über die 5-Prozent-Hürde, und die FDP und AFD bekommen eine deutlich stärkere Stellung. In diesem Bundestag gäbe es nun vier einigermaßen realistische Koalitionen: Die FDP und AFD könnten zusammen mit 57,2 Prozent eine Regierung stellen, ebenso FDP und Grüne mit 56 Prozent. Eine dritte Option für eine FDP-geführte Regierung wäre eine Koalition mit der CDU und Die Partei. Schwieriger wird es, eine Koalition ohne die FDP zu finden. Dafür müssten Grüne und AFD kooperieren, um durch die Hilfe von CDU/CSU eine Mehrheit zu erreichen.

Aber das dürfte grundsätzlich unrealistisch sein – ebenso unrealistisch, wie dass eine Mehrheit von euch mit der Bundestagswahl 2021 zufrieden sein wird.

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35 Kommentare zu Die Enttäuschung durch die Bundestagswahl ist vorprogrammiert

  1. Seid ihr des Wahnsinns?!
    AfD -> selbsterklärend
    Grüne -> die wollen Bitcoins verbieten

  2. Es wäre ein (grünes) Wunder, wenn die (grüne) Verbotspartei NICHT recht bald ihr Wahlprogramm umsetzt und private digitale Währungen verbietet.
    Wem freiheitliche Bürgerrechte wichtig sind, die FDP aber zu links,
    wem Alternativen wichtig sind, die AfD aber zu rechts,
    der sollte sich mal die „Partei der Vernunft“ anschauen:
    konsequenter Libertarismus.

    • die gibt es immer noch? hatte mich vor vielen (10?) Jahren mal darüber informiert, schon extrem marktradikal unterwegs und auch in Richtung Verschwörungstheorien empfänglich
      schon sehr große Schnittmengen mit der AfD

  3. Knapp 20% für die AfD… Hallo?! Das muss ich erstmal sacken lassen.

    • mekongjohn // 9. April 2021 um 9:25 // Antworten

      p.scherer, laß dich nicht von den MSM verblenden ! Ließ einfach mal unvoreingenommen das ganze Wahlprogramm von denen, ich verspreche dir, du wirst viele gemeinsame Standpunkte finden. Ich sage dir, warum meinst du „kämpfen“ alle Altparteien gegen diese neue Partei ?!
      Laschet will sie bis aufs Messer bekämpfen, Seehofer auch, die Angst ist nicht Politisch, sondern rein – Die nehmen „Unsere Plätze“ im Bundestag weg !!! Die meisten AFD Abgeordneten sind ehemalige CDU/CSU-FDP-FW Politiker, haben reichlich „Berufserfahrung“ im richtigen Leben – Dr. Prof. Dipl.Ing. Chemiker. Anwälte, auch Malermeister !
      Die Grünen glänzen mit abgebrochenem Abi und Studium ,90% haben NIE wirklich gearbeitet !
      Und nein, ich bin Kein Rechter,kein Nazi,kein Aluhutträger oder Verschwörungstheoretiker!
      Das sind die gängigen Aussagen von den Altparteien und deren Anhänger, weil die keine anderen Argumente haben!

      • Also dass nenne ich mal, sich so richtig selber in die Tasche lügen. Die AfD macht nix ausser meckern und lässt sich dafür von Menschen feiern, die auch gerne immer nur mimimimi machen.

      • Wenn du kein Rechter, Nazi, Aluhutträger oder Verschwörungstheoretiker warum wählst du sie dann? Die AfD hat einen faschichtischen „Flügel“ von mind. 40% und der andere Teil der gemäßigten Rassisten um Meuthen versammelt allerhand Menschen mit antidemokratischen Ideologien um sich bzw. stellt sie im sogar in der Bundestag an.

  4. Haha wie man einfach hier versucht afd als große Partei hinzustellen. Aber danke ihr habt meine Augen geöffnet meine bitcoins kommen nun auf ein anderes wallet.
    Wer die afd als ne grosse Partei bezeichnet symphattieseiert sogar mit dieser.
    Ich bin Mal weg hier. Crypto.com & coinbase sind eh besser aufgestellt.

    • Aus diesem Artikel spricht keine Sympathie für eine Partei, weder vom Bitcoinblog.de noch von Bitcoin.de. Der Artikel gibt die Ergebnisse einer Umfrage unter den Lesern wieder.

      Nenn‘ es Milieuforschung, wenn du willst, aber bitte greif‘ mich nicht dafür an, Fragen zu stellen und die Ergebnisse wiederzugeben, ohne sie zu verurteilen oder zu beschönigen oder dergleichen.

      • quintall // 9. April 2021 um 11:10 //

        Wow, ich glaub nach diesem einfach untergründig dummen Kommentar weint dir niemand eine Träne nach.

        Deine Denkverbote mal zu hinterfragen wäre übrigens ein erster Weg in eine offenere Gedankenwelt.

      • Naja, Fragenstellen ist ja das eine, das ist absolut legitim. Aber die Bewertung der Antworten ist dass Andere. Und wenn nach der zweiten Sonntagsfrage die Grünen abgesagt sind und dass kommentiert wird mit „Liegt das daran, dass euch die Umfrage angeregt hat, genauer nachzudenken?“ kann das schonmal in eine klare politische Richtung gehen. Und dass Herr Bergmann pro FDP zu sein scheint, wissen wir spätestens seit dem ’neutralen‘ Interview mit dem FDP Politiker.
        Die Frage (Und die „verwunderte“ Antwort/Einordnung) zu der Wählbarkeit von Bitcoin verbietenden Parteien, bzw der Wichtigkeit von Bitcoin im Wahlprogramm ist ebenfalls sehr plakativ. Wenn es für die Wähler noch andere, wichtigere Themen gibt als Bitcoin, so drückt sich das in den differenzierten Antworten aus. Danach die ja/nein Frage zu stellen ob eine Bitcoin verbietende Partei wählbar wäre schränkt die Antwortmöglichkeit maximal ein. Man steht glaube ich mit keiner Partei in 100% Übereinstimmung. Aber wenn der Großteil passt, wären mir Bitcoins glaube ich eher egal, als dass ich eine Partei wähle, mit der ich nicht übereinstimme, nur um die Bitcoins im Wahlprogramm zu haben.

        Lange Rede kurzer Sinn:
        Ich finde es schade, dass hier inzwischen immer mehr Politik gemacht wird, anstatt einfach nur zu informieren und bin auch dabei, mich so langsam nach Alternativen umzusehen.

      • Steht natürlich jedem frei, nach Alternativen zu schauen.

        Es ist ziemlich schwierig, politische Fragen zu stellen und Antworten auszuwerten, wenn man so rasch in den Verdacht kommt, Politik zu betreiben. Das Interview mit Herrn Schäffler von der FDP – würde ein Vertreter einer anderen Partei eine ebenso klare Stellung zu Bitcoin einnehmen, würde ich das auch bringen. Allerdings blieben meine Anfragen bei den Grünen z. B. bisher unbeantwortet, und ich hatte vor Jahren mal den Versuch, ein Interview mit einem SPD-Politiker aus dem Europaparlament hinzukriegen, aber das scheiterte imho an der Arroganz des Politikers, der das Interview nach fünf Minuten abbrach, weil er meinte, ich wäre unzureichend vorbereitet (was ziemlich ironisch ist, wenn man sich anschaut, was seine Arbeitsgruppe später fabriziert hat).

        Ich stelle die Frage „Liegt das daran, dass …“ weil das exakt die Intention der Wiederholung der Sonntagsfrage war – austesten, ob sich die Ergebnisse ändern, wenn die Leser über verschiedene Fragen nachgedacht haben. Darüber hinaus gebe ich auch alternative Erklärungsoptionen. Anstatt hier zu stänkern, wäre es hilfreicher, du würdest einen Vorschlag machen, wie man diese heftige Verschiebung erklären könnte.

        Ich sehe es übrigens ähnlich wie du: Wenn der Rest passt, ist für mich Bitcoin nachrangig. Berufsbedingt natürlich weniger stark als bei vielen anderen.

        Ich persönlich schwanke noch. FDP, ja, ich sympathisiere, da Freiheit, aber auch mit den Grünen, da Klima, Energiewende und Tierschutz, und sogar mit der Linkspartei, da das die einzige Partei ist, durch die man aktiv die CDU / CSU abwählen kann, auch wenn ich inhaltlich nicht viel damit anfangen kann. Aber eine CDU / CSU in der Opposition wäre für mich ein Signal der Hoffnung, dass unsere Demokratie funktioniert und sich wieder gerade rückt, während eine weitere Kanzlerschaft der CDU / CSU für mich ein ziemlich katastrophales Signal wäre …

        Eine starke FDP – um dabei zu bleiben – könnte sogar kontraproduktiv sein, falls sie dabei hilft, die große Koalition oder die Kanzlerschaft der Union fortzusetzen.

        Nun betreibe ich doch Politik … das ist meine persönliche politische Einstellung. Ich bin unschlüssig und verwirrt, und das war auch mit ein Grund, weshalb ich diese Umfrage gemacht habe. Dass sie eine starke Spaltung hervorbringt, war zum Teil zu erwarten, wenn auch nicht in dem Ausmaß.

      • Wow, vielen Dank für die ausführliche Antwort, ich muss zugeben, damit hatte ich nicht gerechnet. Dann möchte ich mich hiermit für meinen plakativen Post entschuldigen. Ich habe die Interpretationen der Umfrageergebnisse tatsächlich anders aufgefasst. Vielleicht war ein Teil davon für mich einfach unglücklich formuliert.
        Ich setze mich gerne morgen nochmal an den Rechner und schreibe meine Gedanken zu der Verschiebung auf, heute ist mir das vom Handy aus zu aufwendig.
        Ich wünsche dir auf jeden Fall einen schönen Abend!

    • mekongjohn // 9. April 2021 um 9:09 // Antworten

      Da sieht man welch „undemokratischer Geist“ in den (in Wirklichkeit Kommunisten) Grünen Köpfen wohnt !!! Anscheinend braucht Deutschland mal eine Trampolinsportlerin als Kanzler*in die keinen Satz unfallfrei rausbringt !? Oder besser einen Kinderbuchautor?!
      Aber wenn Grün Deutschland noch tiefer absacken läßt, wird kein einziger EU-Staat uns € helfen€,nein, sie werden noch nachtreten,nach der unsäglichen SED IM Erika Politik 16 Jahre lang!

  5. Hans Frosch // 9. April 2021 um 8:22 // Antworten

    Ich hoffe, dass wir in Zukunft keine Parteien und Berufspolitiker mehr brauchen. Möglich wäre es. Wir brauchen ja auch keine Banken, wie Bitcoin zeigt. Wenn Alice einen Geldbetrag an Bob überweisen will, dann schreibt sie einen Eintrag in die Blockchain. Banken sind nur Mittelsmänner zwischen zwei Personen, die Geld austauschen wollen.
    Parteien oder Berufspolitiker setzen analog dazu eine Gesetz oder eine Verordnung für das ganze Volk durch. Berufspolitiker sind nur Mittelsmänner zwischen allen Einzelpersonen des Volks. Das Volk bräuchte diese im Grunde nicht. Ich stelle mir das so vor: Hat eine Einzelperson ein Vorschlag für ein Gesetz, dann schreibt sie dieses in die Blockchain. Wenn zwei Drittel Deutschland dieses Gesetz haben wollen, dann schreiben sie ihre Zustimmung in die Blockchain. Dann tritt das Gesetz in Kraft. Eine Partei oder einen Berufspolitiker braucht es hierfür nicht.
    Natürlich sind die technischen Anforderungen an eine Blockchain dafür enorm. Um ein Gesetz durchzubringen, braucht es dafür Millionen an Transaktionen, für jede Zustimmung eine. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

    • Möglichkeiten für eine Politik ohne Berufspolitiker gibt es. Ich empfehle da das Buch „Gegen Wahlen“ von David Van Reybrouck.
      … der Inhalt ist viel demokratischer als der Titel klingt.

  6. Ein Anonymer Mitleser // 9. April 2021 um 8:49 // Antworten

    Ich war einmal auf einem Bitcoin Stammtisch und habe erlebt was sich da für Verschwörungstheoretiker herum treiben. Erstes Gespräch ging um Chemtrails – und die Typen meinen es ernst.

    Mich wundert hier also nichts mehr was die Gesinnung von vielen anbelangt. Aber zum Glück gibt es auch normale Leute in dem Bereich, aber die gehören eher zu der unaufgeregten stillen Mehrheit. Ich habe z.B. nicht an der Umfrage teilgenommen.

    • Eigentlich zeigt der Artikel wie vielfältig das Kryptouniversum ist. Außer beim Thema Bitcoin sind sich Bitcoinanhänger vermutlich nicht einiger als Durchschnittsbürger. Eigentlich ein gutes Zeichen dafür, das ein Thema breit aufgestellt ist, und definitiv eine Zukunft hat.

      Der Stammtisch war sich vermutlich auch nur wegen des gemeinsamen Stammtischs einig in seinen Theorien.

      • Das kann ich von unserem Stammtisch in Ulm nicht bestätigen – wir sind uns gar nicht einig, schon gar nicht zu Verschwörungstheorien. Politisch reicht es von Grün bis zur Wiederherstellung der bayerischen Monarchie …

  7. Wie interessant, dass du die Wahlumfrage noch mal gestellt hast! Das würde ich mir mal für die allgemeine Bevölkerung wünschen. Dass man die Leute einfach zwischendurch fragt zu Corona, Flüchtlingen, Klima, Euro usw. und dann schaut, was sich ändert, wenn die Leute merken, welche Themen hier auf dem Spiel stehen.

  8. Bestätigt meine Erfahrung, dass viele Menschen die sich mit Crypto beschäftigen und besitzen im rechtsliberalen und im rechtslibertären Bereich angesiedelt sind. Wahrscheinlich sind Klassismus, Antisemitismus und Verschwörungsthesen auch weiter verbreitet als im Mittel der Bevölkerung.

  9. Die Grünen K’mher werden alle enteignen und das Land komplett deindustrialieren.
    Die bereiten die BRD auf das europäische Kalifat.
    Mit Natur und Umweltschutz haben die gar nichts zu tun.
    Das sind richtige Abräumer – deshalb will die Merkel die auch haben.
    Nach dem Kaputtimpfen kommt dann die Verarmung der Massen.
    Wers braucht – na bitte.

    PS: Mit Parteien kommen wir nicht mehr weiter.
    Wir brauchen einen Friedensvertrag auf Rechtsstand 1918.
    Dann haben wir endlich eine Verfassung, können uns selbst regieren und sind wieder souverän.

    • Das kann man gut an Baden-Württemberg sehen, wo nach der Machtergreifung der Grünen sofort die Bevölkerung sämtlicher Städte in ländliche Gebiete deportiert wurde. Stichwort Schwäbische Alb. Auf dem langen Marsch dorthin starben tausende Menschen. Von der Autoindustrie ist heute nichts mehr übrig. Industrielle, Händler oder Lehrer wurden ermordet. Fiatgeld und Bitcoin wurden verboten und alle Computer und Bücher verbrannt. In Stuttgart sitzen jetzt jedoch die Kalifen und fressen sich den Bauch fett.

  10. Interessant wäre es die Umfrage jetzt noch einmal zu machen, nachdem man gesehen hat worauf es hinausläuft…

  11. Was hier für Wahnwichtel und Faschozeug rumläuft ist echt erschreckend. AfD ist der Feind.

  12. Hallo in die Runde, Hallo Christoph,

    vielen Dank für diese – sicherlich nicht repräsentative – Umfrage.

    Ich denke auch, dass sich die SPD und CDU/CSU mehr und mehr werden zurück ziehen müssen. Warten wir ab, ob es wirklich so kommt. Denn oft wundert man sich doch!

    Ja, die Grünen sind nicht das Maß aller Dinge, und sicher auch nicht die Lösung für alle Dinge. Ich denke aber auch, dass die sich gut weiter entwickeln werden. Gleiches denke ich auch von den Linken, wobei ich (bin wohl nicht intelligent genug) nicht so recht verstehe, warum Linke und Grüne sich nicht zusammen tun.

    Die FDP ist im Prinzip auch „nicht schlecht“, hat aber bei ihren Wahlprogrammen meiner Meinung nach in der Vergangenheit zu oft die „Wendehalstaktik“ angewandt. Selbst schuld!

    Nun ja, dann wünsche ich allen hier noch einen schönen Sonntag, und eine schöne neue Woche.

    LG, Jürgen B.

  13. Ein Problem von Umfragen ist, daß nur Leute mitmachen, die bei Umfragen mitmachen.
    Bei aller Sorgfalt beim Erstellen wird die Datenbasis so immer ‚hängen‘.
    Trotzdem: Christoph, danke für Deine spannende Arbeit!

  14. Schon klar, dass die Neonazis und Rechtsterroristen hofieren? Wie kann man die wählen?! Was ist in deinem Leben falsch gelaufen?

  15. Bevor es weiter gegeneinander geht… Schonmal was von der Partei dieBasis gehört? Könnte eine Alternative jenseits vom alt hergebrachten Parteien und Politik Denken sein. Und in jedemfall seit weiter freundlich und konstruktiv miteinander. Das ist es was ich an den Kommentaren hier (normalerweise) sehr schätze 😉

  16. Was haben die wichtigsten Parteien über Kryptowährungen im Wahlprogramm stehen? Das wäre ein interessanter Artikel, wenn die Parteien ihr Wahlprogramm herausgegeben haben.

  17. Anubis the Monkprayer // 13. April 2021 um 23:25 // Antworten

    Wichtig wäre halt mal wieder, dass sich Deutschland etwas mehr auf sich konzentriert anstatt der Heilsbringer der Welt zu sein. Wir brauchen eine klare Strategie die andere überzeugt und sollten nicht versuchen es anderen recht zu machen. Die Politik ist aber wegen Vetternwirtschaft und sonst nicht erforderlicher Qualifikation der Amtsträger auf schlechten Säulen gebaut. Seht mal nach China. Konsequent an die eigene Tradition und Werte halten und seine Strategie verfolgen bringt es! Wir lassen lieber die Bildung der eigenen Kinder schleifen um Milliarden in die Taschen von Gaunern über vermeindliche Hilfsprojekte zu zu stecken. Traurig was aus diesem Land geworden ist. Ein Schlaraffenland für Gauner und Zocker.
    Ich muss kurz mal weinen…

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