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Bitcoin böses Nazigeld — oder der Frust der Linken an der eigenen Geldpolitik

Väterchen Stalin, der schlimmste Schlächter, den Russland jemals gesehen hat, hier in Cyan. Bild von Andrew Kitzmiller via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Das linksextreme Internet-Magazin Volksverpetzer findet, dass Bitcoin ein Geld für Rechtsextreme ist, mit dem Neonazis ihren Terror finanzieren. Das ist so albern wie niederträchtig und verrät viel mehr über den Zustand der heutigen Linken als über Bitcoin.

Es handelt sich hierbei um einen Meinungsartikel von Christoph Bergmann mit teilweise polemischen Tendenzen. Dieser Kommentar steht weder für die offizielle Politik von bitcoinblog.de noch für die Haltung von Bitcoin.de. Er ist als private politische Meinungsäußerung des Autors zu verstehen.

Das Magazin Volksverpetzer ist eigentlich dafür bekannt, Tag für Tag aus allen rhetorischen Mörsern, die den Autoren in die Hände fallen, auf Querdenker, Impfgegner und RKI-Skeptiker zu feuern. Am Dienstag kam es nun auf die Idee, auch mal ein Geschütz gegen Bitcoin auszurichten.

Hauke Cordts, ehemaliger Praktikant im ÖR und ehemaliger Mitarbeiter in der SPD-Pressestelle, listet ohne einleitende Erkärung auf, welche bösen Nazis und Rechtsextreme auf dieser Welt schon einmal Bitcoin benutzt haben:

Nick Fuentes, ein bekannter US-Rechtsextremist, der auch am „Sturm“ auf das Kapitol beteiligt war, hatte zuvor 250.000 Dollar in Bitcoin erhalten. Stephan Balliet, der antisemitische Attentäter aus Halle, hat im Oktober 2019 von einer Bekanntschaft aus dem Netz 0,1 Bitcoin bekommen, damals 750 Euro. Die Identitäre Bewegung hat im Sommer 2017 zu Bitcoin-Spenden aufgerufen und tatsächlich 50 Euro in Bitcoin erhalten, und das noch von dem Christchurch-Attentäter aus Neuseeland.

Dass gute und anständige Menschen kein Monopol auf die Nutzung von Bitcoin haben, ist schon lange bekannt und in gewisser Weise auch Sinn der Sache. Wenn nur „die Guten“ etwas dürfen, dann braucht man eine Autorität, die entscheidet, wer gut ist und wer böse und die denen, gegen die sie sich entscheidet, das Nutzungsrecht entzieht. Genau das sollte Bitcoin verhindern. Daher benutzen auch Hacker, Betrüger, Drogendealer und viele andere Halunken Bitcoin und, ja, auch Rechtsextreme, Neonazis, Kommunisten, Kleptokraten, Autokraten, Paramilitärs und andere.

Auch wir haben schon gelegentlich über Bitcoin und Neonazis geschrieben. Auch über die Untersuchung, die Cordts nun zitiert, derzufolge zahlreiche US-Neonazis Bitcoin-Wallets benutzen und darauf auch zum Teil ordentlich Geld angesammelt haben. Cordts zitiert noch eine weitere Studie, von dem Blockchain-Analysten Elliptic, die zum Schluss kommt, dass Transaktionen von rund 8,9 Millionen Dollar in Zusammenhang mit Rechtsextremen stehen.

Soweit so unschön, aber auch unvermeidbar. Weshalb aber buddelt der Volksverpetzer all das nun aus? Und wie ordnet Cordts dies ein?

Ein Zeugnis tiefer Freiheitsfeindschaft

Auf der einen Seite erkennt der Autor das Offensichtliche: Rechtsextreme benutzen Bitcoin aus pragmatischen Gründen. Immer mehr Zahlungsdienstleister blockieren Zahlungen an geistige Brandstifter von rechts, weshalb diese Geld in Bitcoin empfangen müssen. Das ist nicht schön, bestätigt aber, das Bitcoin funktioniert.

Würde der Artikel von Cordts hier enden, wäre es in Ordnung, und man könnte daraus gerne die Forderung ableiten, dass sich der Verfassungsschutz auch mit Bitcoin-Transaktionen beschäftigen muss. Jedes Organ, das im Auftrag des Kollektivs die Einzelnen für ihre Taten zur Verantwortung zieht, sollte darin kompetent sein, die Bitcoin-Blockchain auszulesen. Dies ist meine feste Überzeugung, und dies geschieht schon lange.

Aber natürlich geht es dem Volksverpetzer nicht darum. Der Autor versucht, Bitcoin generell mit rechtsextremen Farben anzuschmieren. Er möchte den Eindruck erwecken, Bitcoin sei an sich rechtsextrem, und Bitcoiner seien entweder Neonazis oder würden diesen, freiwillig oder unfreiwillig, Schützenhilfe leisten.

„Die Verankerung des Bitcoins in der rechtsextremen Szene hat auch ideologische Gründe. Dem Bitcoin liegt eine zutiefst libertäre, staatsfeindliche und anti-etatistische Denkweise zugrunde … So lehnen Bitcoin-Anhänger als auch Rechtsextreme demokratische Institutionen der Finanzregulierung ab. Es ist also nicht verwunderlich, dass Richard Spencer, US-Vordenker der Neuen Rechten und White-Supremacy–Aktivist, 2017 twitterte: „Bitcoin is the currency of the alt right“ (zu Deutsch: Bitcoin ist die Währung der Alt-right-Bewegung).“

Und mit dieser Passage wandelt der Volksverpetzer einen bis dahin immerhin mäßig interessanten Artikel in ein Zeugnis tiefer Freiheitsfeindschaft um: Alles, was auch nur wagt, sich nach Freiheit vom Kollektiv zu sehnen, ist — rechtsextrem. Libertäre, also Menschen, die den Staat an sich ablehnen — keine Anarchisten, sondern rechtsextrem. Anti-Etatisten, also Menschen, die nicht finden, dass der Staat die Lösung für alle Probleme ist — keine Liberalen, sondern rechtsextrem. Menschen, die die Finanzregulierung kritisieren oder ablehnen — rechtsextrem.

Man muss, wie man sieht, schon einen ziemlich weiten Bogen schlagen, um Bitcoin so zu beschmieren. Dieser Bogen geht jedoch so gewaltig am Ziel vorbei, dass es ziemlich viele Fragen aufwirft.

Bitcoin ist das Gegenteil von rechtsextrem

Was bedeutet Rechtsextremismus, und wie passt Bitcoin dazu? Wikipedia definiert diese politische Haltung wie folgt:

„Rechtsextremismus ist eine Sammelbezeichnung für Ideologien, deren gemeinsamer Kern die Überbewertung der ethnischen Zugehörigkeit, die Infragestellung der Gleichheit aller Menschen sowie ein antipluralistisches und autoritär geprägtes Gesellschaftsverständnis ist.“

Schon dieser erste Satz zeigt, dass kaum etwas weiter von Rechtsextremismus entfernt sein kann als Bitcoin: Bitcoin KENNT weder ethnische Zugehörigkeiten, noch Unterschiede zwischen Menschen. Bitcoin ist ein Geld, das explizit gegen autoritäre Eingriffe in das Finanzwesen steht. Soweit ist Bitcoin das glatte Gegenteil von rechtsextrem. Nähme man Bitcoin als Standard, wäre jedes andere Geld rechtsextrem.

Danach folgt auf Wikipedia ein Abschnitt über Verschwörungstheorien und Rechtsextreme. Meiner Meinung nach werden hier Verschwörungstheorien zu stark politisiert, aber das ist egal, da bei Bitcoin weder antisemitische noch antiamerikanische Verschwörungstheorien eine Rolle spielen. Daher kommen wir zum nächsten Absatz:

„Zu den strukturellen Merkmalen des Rechtsextremismus zählen Dogmatismus, Sendungsbewusstsein und ein ausgeprägtes Schwarz-Weiß-Denken. Im politischen Stil lässt sich eine Gewaltlatenz und Gewaltakzeptanz erkennen, die ihren Ausdruck vor allem in verbalen Angriffen auf politische Gegner und Andersdenkende findet.“

Natürlich sind Bitcoiner sendungsbewusst. Sie haben ja das beste Geld der Welt gefunden und wollen ihre Mitmenschen davon überzeugen. Und natürlich gibt es auch Dogmatismus und Schwarz-Weiß-Denken, etwa wenn es um Ethereum oder Bitcoin Cash geht. Aber grundsätzlich ist die Entscheidung, es mal mit einem vollkommen anderen, nämlich dezentralen und rein virtuellen Geld zu versuchen, eher das Gegenteil von Dogmatismus. Auch Gewalt kann man einem rein virtuellen Geld nicht zuschreiben, vor allem, da mit Bitcoin, anders als mit allen anderen Währungen, kein Militär finanziert wird.

Ich denke, ich muss nicht mehr weitermachen. Es gibt zwar Schnittstellen zwischen Libertarismus und Rechtsextremismus, die in Online-Magazinen wie der Achse der Guten oder Eigentümlich Frei immer wieder unangenehm auftauchen – ich vermute, es ist ein gewisser Hang zu Sozialdarwinismus – doch insgesamt widerspricht Bitcoin so radikal den Merkmalen des Rechtsextremismus, dass es einfach nur peinlich und unaufrichtig ist, hier eine ideologische Verbindung zu ziehen.

Warum macht der Volksverpetzer dies? Ein Online-Magazin, das sich so häufig mit Rechtsextremismus beschäftigt, sollte doch eine Redaktion haben, die in der Lage ist, den Begriff zu verstehen. Da Nachlässigkeit als Antwort auszuschließen ist, bleibt nur der Vorsatz: Der Volksverpetzer besudelt absichtlich Bitcoin und bemüht dazu die für Linksextreme mittlerweile standardmäßig hervorgeholte Keule des Rechtsextremismus.

Warum?

Der autoritäre Turn der Linken

Ich kann hier nur Vermutungen äußern. Einen Hinweis gibt ein Artikel des linken Journalisten Peter Nowak auf Telepolis: „Ein Jahr Lockdown und der autoritäre Turn in der Linken„.

Nowak rätselt darin über die Aussage von Velten Schäfter im Freitag, dass „nicht wenige, die sich als links verorteten und Obrigkeitshörigkeit verachteten, plötzlich bei der unkritischen Verbreitung von Markus-Söder-Content ertappt wurden. Und andere, die sich für gut grundgesetzlich hielten, bekamen nunmehr den Vorwurf, fast schon im rechtskippenden Narrenschiff zu sitzen. Wie ‚autoritär‘ ist wann die Sorge um die Schwächsten? Wie rücksichtslos, ja ‚faschistoid‘ ist wann das Pochen auf gewohnte Bürgerrechte?“

Nowak hat dies selbst erlebt. So scheint es dem Autor etwa schwerzufallen, bei seinen bisherigen Auftraggebern, in der Regel linke Zeitungen und Magazine, noch veröffentlichen zu dürfen, weil er sich etwas zu oft kritisch über den offiziösen Corona-Narrativ geäußert hat. Einen Hinweis darauf, was gerade passiert, findet er in einem Artikel in der linken Zeitschrift konkret, der über „die Linke in der Pandemie“ schreibt.

Nowak fällt auf, dass der Autor „wieder zu den autoritären Methoden einer 1970er-Jahre-Linken zurückkehrt, als die Vorstände kommunistischer Kleingruppen sich anmaßten zu entscheiden, welche Bücher für die Parteimitglieder verderblich sind, ohne sich mit den inkriminierten Beiträgen auch nur inhaltlich auseinanderzusetzen.“ Diese Kleinstparteien seien heute bedeutungslos, doch „der autoritäre Geist ist geblieben. So fordert er, dass mit Autoren bestimmter ihm missfallenden Wortmeldungen zu Corona und den Folgen gebrochen werden müsse. Das ist ein Ausdruck eines autoritäre Turn in der Corona-Debatte.“

Die Linke wurde also wieder autoritär. Wenn man die Geschichte der Linken bzw. des Sozialismus anschaut, von Stalin über Mao zu den Baaht-Parteien in Syrien und dem Irak, dürfte einen das nicht weiter wundern. Vielmehr fragt man sich, als Liberaler mit Hayek und Mises und Berlin, wie die Welt dies übersehen konnte. Linke bzw. sozialistische Parteien wollen IMMER Freiheit gegen Solidarität eintauschen. Sie wollen, dass das Individuum sich dem Kollektiv unterstellt.

In der Corona-Krise rauschten noch die letzten Stofffetzen, die diese Gestalt der Linken verhüllt hatten, herunter. Widerspruch zur offiziellen Meinung von Corona – nicht geduldet, schädlich, rechtsextrem. Körperliche Selbstbestimmung in Zeiten der Pandemie – egoistisch, sozialschädlich, rechtsextrem. Demonstrationen für Grundgesetz und gegen den Verhüllungszwang – rechtsextreme Aufmärsche.

Projiziert der Volksvertreter seine eigenen rechtsextremen Merkmale?

Die reflexhaft vorgetragene Diffamierung von Nicht-Linken, egal ob sie bürgerlich, gesetzestreu, individualistisch, querdenkerisch, libertär, patriotisch oder wie auch immer aufgestellt sind, als rechtsextrem, immer wieder als rechtsextrem, ist gerade in Zeiten von Corona lächerlich. Schauen wir nochmal auf Wikipedia:

Sie „begründen einen minderen Wert und Rechtsstatus bestimmter Individuen und Gruppen durch ethnische, kulturelle, geistige und biologische Unterschiede. Daraus folgen zwangsläufig Freund-Feind-Haltungen und Intoleranz gegenüber Menschen anderer Herkunft und Prägung … die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten werden als schädlich für die Gemeinschaft angesehen. Die Ursache von gesellschaftlichen Konflikten wird in der Ungleichheit der Menschen gesehen. Individuelle Selbstbestimmung und Chancengleichheit werden zu Gunsten von sozialem Einheitszwang bekämpft.“

Dies schreibt Wikipedia über Rechtsextremismus. Hat die Corona-Pandemie unsere Gesellschaft rechtsextrem gemacht? Ungeimpften werden wegen ihres biologischen Zustandes Rechte entzogen, Querdenker wegen ihrer geistigen Präferenzen vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk als „Blinddarm“ diffamiert. Wer Corona nicht mit Drosten, Lauterbach und Wieler denkt, findet keine Toleranz für seine Meinung, sondern sieht sich rasch angefeindet und diffamiert, mal als Wissenschaftsleugner,  mal als Zyniker, mal als Neonazi. Die Pluralität der Meinungen wird ganz offen als schädlich für die Gesundheit des Volkskörpers verstanden, weshalb die Linke es begrüßt, ja, fordert, dass kapitalistische Großkonzerne ausscherende Meinungen zensieren. Und körperliche Selbstbestimmung des Individuums in der Impffrage wird entschieden unterdrückt und bekämpft.

Der Volksverpetzer ist in all dem so was von auf Linie von Regierung und RKI. Es sieht also so aus, als handele es sich um ein Magazin, das deutlich mehr Merkmale des Rechtsextremismus verkörpert als Bitcoin.

Wenn die Geldpolitik kollektiviert ist aber immer noch scheitert

Allerdings ist diese Projektion rechtsextremer Merkmale auf Bitcoin längst nicht der einzige Grund für den Volksverpetzer, die Kryptowährung und ihre User zu verleumden. Auch die minderintelligente, die Komplexität der Realität zu sehr vereinfachende Verlockung, jeden, der widerspricht, als Rechtsextremen abzukanzeln, ist noch nicht alles.

Tatsächlich verabschäut die nun wieder unverblümt autoritär auftretende Linke einige Dinge, die Bitcoin verkörpert, mehr als alles andere: Individualismus, Reichtum, wirtschaftliche Freiheit.

Derzeit ist bei der Linken ein ähnliches Dilemma zu beobachten wie bei den Sowjets. Alexander Solschenizyn hat dies in seinem monumentalen Werk „Der Archipel Gulag“ grausam-detailreich beschrieben:

Die Sowjets hatten die ökonomische Unabhängigkeit des Individuums geschlachtet, die Produkionsmittel kollektiviert und jede wirtschaftliche Entscheidung einem politisch irgendwie ernannten Vertreter des Kollektivs übergeben. Da diese keine Experten waren, trafen sie dumme Entscheidungen, die im besten Fall zu Chaos und Produktionsausfällen und im schlimmsten Fall zum Hungertod von Zehn- oder Hunderttausenden führten.

Viele Ingenieure haben die Sowjets vor diesen Fehlentscheidungen gewarnt, doch es war vergeblich. Als die Realität schließlich die sowjetischen Entscheider einholte, warfen sie den Ingenieuren, die sie gewarnt hatten, vor, die Produktion zu sabotieren. Die Ingenieure wanderten in die Gulags, wo sie im Berg- oder Straßenbau in Sibirien krepierten, während die Vertreter des Kollektivs weiter unsinnige Entscheidungen trafen und dafür weitere Sündenböcke nach Sibirien schickten.

Das Beispiel ist, natürlich, drastisch. Aber es gibt strukturelle Ähnlichkeiten: Die Geldpolitik wurde komplett kollektiviert und den Zentralbanken übergeben, und die Staats- und Steuerquote steigt laufend. Damit haben die Linksextreme das, was sie wollen: Die Instrumente, um ökonomische Prozesse durch politisch eingesetzte Vertreter des Kollektivs zu beeinflussen – um ökonomische Zwänge oder Anreize mit politischen Zielen zu beantworten. Der Irrglaube, alles zentral steuern zu können, ist eines der Dogmen linker Wirtschaftspolitik. Wider aller Empirie sind sie überzeugt, dass der Staat es besser kann.

Das Ergebnis dieser linken Politik ist tragisch, und auch ironisch, wenn man davon ausgeht, dass der Abbau von Ungleichheit ein genuines Ziel linker Politik ist: Die Politik der Notenbanken seit 2009 hat zu einer extremen Verschärfung der Ungleichheit geführt. Die Inflation – der Gebrauchs- und vor allem der Vermögensgüter – hat die Armen ärmer und die Reichen reicher gemacht. Noch niemals waren die Superreichen so superreich, und noch niemals – oder zumindest seit sehr langem – war es so schwierig, mit einem normalen Einkommen ein Eigenheim zu finanzieren.

Wir haben also die Situation, dass eine linke Politik genau das tun konnte, was eine linke Politik zu tun einfordert, dabei aber ein Ergebnis eingefahren hat, das genau das Gegenteil linker Ziele ist. In krasserer Form geschah das auch in der Sowjetunion, als politische Kader die Ingenieure und Unternehmer entmachteten. Wenn jemand konsequent an linke Ziele glaubt, wie die Beseitigung von Unterdrückung und den Abbau von Ungleichheit, dann sollte er sehr kritisch auf die linke Politik schauen und fragen, wie es geschehen konnte, dass linke Politik fast immer das Gegenteil von dem erreicht hat, was sie vorhatte. Vor allem aber sollte er Alternativen, wie Bitcoin, mit Unvoreingenommenheit begrüßen.

Doch so, wie sich der Zorn der sowjetischen Kader gegen die richteten, die gewarnt hatten und Alternativen anboten, wenden die Linksextremisten des Volksverpetzers ihre Frustration gegen Bitcoin – gegen die Alternative zu und den Ausweg aus ihrer eigenen Politik. Wenn man mit dem Finger auf andere weist, kann man sich die mentale Mühe sparen, das eigene Handeln zu reflektieren. Faulheit ist eine der größten unterschätzten Mächte der Welt.

Hauke Cordts übt sich schon länger in dieser Disziplin, etwa wenn er Bitcoin als Ponzi abtut oder die MMT bejubelt, die linkeste und realitätsfernste aller ökonomischem Disziplinen.

Seine Abneigung gegen Bitcoin – und die der Linken im Allgemeinen – hat nichts, aber auch gar nichts mit Neonazis zu tun, aber sehr viel damit, dass sich die eigenen wirtschaftspolitischen Ideale als vollendete Rohrkrepierer entpuppt haben.

In der Opferrolle

Das ganze hatte ein Nachspiel, das so typisch ist, dass es schon ziemlich lack schmeckt: Nachdem Hauke Cordts quasi alle Bitcoiner als rechtsextrem – ob bewusst oder unbewusst, ob als führende Täter oder Helfer wider willen – angeschmiert hat, bekam er auf Twitter Widerspruch.

Viele Bitcoiner legten, in sehr höflicher und sachlicher Weise, dar, dass Bitcoin eben nicht rechtsextrem ist. Dass der Anteil der Transaktionen im Zusammenhang mit Rechtsextremen mit 8,9 Millionen Dollar extrem winzig ist. Dass Rechtsextreme auch Wasser trinken und Twitter benutzen. Und so weiter. Doch Cordts oder der Volksverpetzer antworteten nicht. Cordts blockte und blockte und blockte.

Und natürlich stellte er sich danach in die Opferrolle:

Alles wie gehabt und wir erleben das sicherlich nicht zum letzten Mal. Extremisten wollen halt nicht diskutieren.

Über Christoph Bergmann (2402 Artikel)
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29 Kommentare zu Bitcoin böses Nazigeld — oder der Frust der Linken an der eigenen Geldpolitik

  1. im Osten nichts neues *gähn*. Vergleiche https://t3n.de/news/alice-weidel-bitcoin-rechte-954421/ aus dem Jahre 2018 – herrlich sich auch heute noch die Kommentare durchzulesen, welche die damalige, stellvertretende Chefredakteurin wohl auch den Job gekostet haben.

    Bereits damals muss da jedem aufgeweckten Leser klar geworden sein, wohin dieser kranke, von der Fiatgeldindustrie finanzierte Massenmedien-Gesinnungskampf inkl. systematischer Bitcoin-Verklärung noch führen würde… heute wissen wir es umso besser.

  2. China ist das kranke Vorbild! Unter Mao menschenverachtend linksextrem und extrem autoritär und dann aus Gründen der besseren Effektivität und Opportunität kapitalistisches Teufelszeug übernommen, um schließlich ziemlich erfolgreich in einer neo-feudalen und menschenverachtenden Grundordnung zu landen. Also das was man früher vorgab im angeblichen Sinne der humanen Menschlichkeit zu bekämpfen, das verkörpert man nun in groben Zügen selbst. Die besten Helfer und dümmsten Handlanger für die neue globale Feudalherrschaft sind auch im Westen die ehemaligen Linksextremisten. Völlig verstrahlt übernehmen die sogar gerne die Zensur und Unterdrückung für Mr. Global und Big Tec., die sich als neue Feudalherren nun weltweit etablieren wollen und die elitären Machtzentren in den Hauptstädten bis hin zur Provinz sind schon fast alle eingekauft und auf Linie. Nun sind die erklärten Antifaschisten die wahren Feudalfaschisten und alles was zu frei und zu unkontrolliert ist wird aufgrund geistiger Gonorrhoe und mit hanebüchener Groteske verteufelt und verfolgt. Der Mensch als Masse und Mehrheit benutzt und bevorzugt BTC etc. nicht wegen seiner gewissen Autonomie, sondern nur dann weil es ihm/ihr persönlich Nutzen bringen könnte oder tatsächlich bringt und diese Erkenntnis setzt sich langfristig bei allen Menschen ähnlichen Individuen definitiv durch. Ich denke der BTC könnte nur noch durch wesentlich besseres eliminiert werden oder aber an sich selbst scheitern, aber durch elitäre Ideologien bzw. machtvolle egoistische Gruppenhandlungen nicht mehr. Der Staatsapparat in Nordkorea benutzt Kryptowährungen etc., weil man damit eigene dringende Bedürfnisse und den großen Hunger nach Devisen befriedigen kann und nicht weil man von dem freiheitlichen Konzept überzeugt wäre und genau darum sollen die Bevölkerungen, wie überall in gefestigten Diktaturen, gefälligst die Finger davon lassen. Jede Zentralbank und nicht nur diese haben mehr oder weniger dieses Denken und wer zu blöde ist zum Selberdenken oder ein Profiteur derlei unlauterer Verhältnisse ist, derjenige ist auch strikt gegen BTC etc..

  3. Eine ernstes Thema und ein Super-Exkurs in die Geschichte. Diesem Artikel kann man nichts mehr hinzufügen, außer dem Wunsch: Der Herr möge viel Hirn auf Hauke Cordts und den Volks-Verpetzer werfen.

  4. Peter Krönert // 28. Januar 2022 um 0:04 // Antworten

    Der Dollar müsste sofort verboten werden – weltweit. Auftragsmorde, Rauschgifthandel, Menschenschmuggel und allerlei Kriege werden nach wie vor mit Dollar finanziert.

  5. Peter Krönert // 28. Januar 2022 um 0:09 // Antworten

    Die Linken spinnen einfach. Wie soll ich z.B. den Verbrauch von Nägeln und Schrauben planen?

  6. Vielen Dank für die gute Analyse der auf Diffamierung ausgerichteten Argumentation und Ihrer Hintergründe, die den aktuellen öffentlichen Diskurs heute so maßgeblich prägt. An einer Stelle kann ich mich jedoch leider des Eindrucks nicht erwehren, dass im Artikel eine ähnliche Methode der Diffamierung wie die kritisierte anklingt. Dies ist der Fall, wenn in einem Nebensatz der schwerwiegende Vorwurf des Rechtsextremismus gegen die Publikationen Eigentümlich frei und Achse des Guten unbelegt in den Raum gestellt wird. Dies ähnelt einfach sehr den aktuell so gebräuchlichen Methoden der Diffamierung. Ein Vorwurf dieser Tragweite sollte in einem fairen Diskurs nicht ohne inhaltlichen Beleg und damit der Möglichkeit einer inhaltlichen Stellungnahme des „Beschuldigten“ vorgebracht werden.

    • Ja, stimmt, bei diesem Vorwurf wäre etwas mehr angemessen gewesen. Es ist nur eine Beobachtung, die mir schon lange auffällt, wenn eher „rechte“ Themen wie polemische Kritik an der Flüchtlingspolitik oder an der europäischen fiskalischen Solidarität auf an sich liberalen Magazinen aufschlagen. Ich will damit diese Kritik nicht per se als rechtsextrem hinstellen, es gibt nur immer wieder Beispiele, die übers Ziel hinausschießen.

    • Vielen Dank, Jonas, für Deinen Kommentar. Einem libertären Magazin wie Eigentümlich frei „Schnittstellen“ zum Rechtsextremismus zu unterstellen, ist an Unwissenheit oder Absurdität nicht zu überbieten. Für den politischen Diskurs wäre es aus meiner Sicht oftmals hilfreich, wenn man sich vom rechts-links-Schema lösen würde und stattdessen die Antipoden Liberalismus und Totalitarismus wählen würde. Aus diesem Blickwinkel heraus wird zum einen sofort klar, warum Libertäre ein Problem mit illegaler Migration, europäischer Schuldenvergemeinschaftung, Impfzwang oder digitalem Zentralbankgeld haben und auf der anderen Seite Linksextreme in ihren Methoden und Zielen kaum von Rechtsextremen zu unterscheiden sind.

      • «wenn man sich vom rechts-links-Schema lösen würde und stattdessen die Antipoden Liberalismus und Totalitarismus wählen würde»

        Ups, ist das nicht Sprech der Neuen Rechten?
        Ziemlich harter Tobac, IMHO. Das sollte man keinesfalls unkommentiert stehen lassen!

      • Was ist daran schlimm, abgesehen davon, dass das neue Rechte sagen? Ich selbst finde auch dass die Antipoden rechts – links überkommen sind. Ob man sie unbedingt durch Liberalismus und Totalitarismus ersetzen muss, finde ich fraglich, man sollte auch konservativ und progressiv verwenden. Aber warum schon allein der Vorschlag rechts sein soll, verstehe ich nicht bzw. finde ich heikel.

      • Der Liberalismus war historisch häufig auch weder demokratisch noch progressiv. Manchmal klar antidemokratisch, autoritär und menschenfeindlich.
        Ob bei dem oben genannten Magazin Schnittstellen zur radikalen Rechten bestehen ist keine Unterstellung sondern auch empirisch belegbar. Es sind also nicht nur Überschneidungen die sich aus dem Weltbild der Beträge des Magazins ergeben, sondern Kontakte und personelle Überschneidungen – etwa mit der rechtsradikalen Zeitschrift Sezession oder der Identitären Bewegung.

  7. Interessant: Es geht hier ausschließlich um Bitcoin. Es geht nicht um den Krypto-Space an sich, sondern um die fragwürdige Zwitterfunktion dieses Coins. Die Erfahrung zeigt einfach, dass Zahlungsmittel, die auch eine Wertaufbewahrungsfunktion haben, mit Machtstrukturen wechselwirken.
    Positiv finde ich, dass die modernen Kryptowährungen dieses Stigma offenbar nicht teilen. Anders ausgedrückt: Algorand könnte sogar zur Kultwährung der Linken avancieren, weil dort von Beginn an andere Akzente gesetzt wurden.
    so wird das Krypto-Space zu einem Spielgelbild gesellschaftlicher Entwikclungen. Was wollen wir mehr? Beste Voraussetzungen für eine Adaption im Mainstream.

  8. Christoph was machst du !!! Schon Ende Jänner den wahrscheinlich besten Artikel den du dieses Jahr schreibst schreiben ?? Du kannst doch nicht sofort All-In gehen 🙂

    Danke für den tollen Artikel, sehr gut geschrieben.

  9. Hi Christoph, ich lese hier schon sehr lange mit und mag deine gut recherchierten Artikel, vielen Dank dafür! Es gibt in der Tagespresse kaum Artikel, die bei Crypto in die Tiefe gehen, deswegen finde ich deine Analysen so wichtig. Und ich denke, wir sind uns alle einig, dass der Artikel von Cordts/Volksverpetzer sagen wir mal nicht seriös belastbar ist. Aber muss dein Artikel hier deswegen gleich genauso polemisch und tendenziös sein?

    Beispiele:
    – „Frust der Linken an der eigenen Geldpolitik“ → Für die Abstraktion von Cordts/Volksverpetzer auf „Die Linken“ gibt es keine Quellenangabe und soweit ich weiß, macht der Volksverpetzer keine Geldpolitik. Definition von „Die Linken“ fehlt.
    – „linksextreme Internet-Magazin Volksverpetzer“ → Du machst dir die Mühe, Rechtsextremismus bei Wikipedia nachzulesen, und verwendest gleichzeitig den Begriff Linksextremismus für den VP. Das ist schon eine harte Unterstellung. Unabhängig davon, wie man den VP findet, steht dieser meines Wissens nach nicht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Quelle?
    – „Die Linke wurde also wieder autoritär.“ → Quelle ist der Artikel von Nowak? Wenn man sich schon zu so einer Pauschalisierung hinreißen lässt, sollte man „Die Linke“ wenigstens definieren und seriöse Quellen benutzen.
    – „Linke bzw. sozialistische Parteien wollen IMMER Freiheit gegen Solidarität eintauschen. Sie wollen, dass das Individuum sich dem Kollektiv unterstellt.“ → Definition? Quelle?

    Spätestens ab diesem Absatz wird der Artikel sehr merkwürdig, sogar Stalin, Mao und die Sowjets müssen herhalten. Und am Ende bezeichnest du Cordts indirekt als Extremisten.

    Ist das seriöser Journalismus? Ist das der Bitcoinblog?

    Vielmehr liest es sich stark danach, als ob du durch den VP getriggert wurdest und dir der Kragen geplatzt ist. Dadurch begibst du dich auf das selbe Niveau des VP. Kann man machen, dann aber bitte mit einem Hinweis, dass es sich um einen persönlichen Kommentar von dir handelt.

    Mir ist egal, was der VP schreibt, ich frage mich aber gerade, wo ich hier reingeraten bin:

    Das Magazin Volksverpetzer ist eigentlich dafür bekannt, Tag für Tag aus allen rhetorischen Mörsern, die den Autoren in die Hände fallen, auf Querdenker, Impfgegner und RKI-Skeptiker zu feuern.

    und

    In der Corona-Krise rauschten noch die letzten Stofffetzen, die diese Gestalt der Linken verhüllt hatten, herunter. Widerspruch zur offiziellen Meinung von Corona – nicht geduldet, schädlich, rechtsextrem. Körperliche Selbstbestimmung in Zeiten der Pandemie – egoistisch, sozialschädlich, rechtsextrem. Demonstrationen für Grundgesetz und gegen den Verhüllungszwang – rechtsextreme Aufmärsche.

    Ich finde, wer so pauschal und, sorry, plump angreift, sollte auch Stellung beziehen. Also Christoph, was ist das hier für ein Blog? Geht’s jetzt um Links-Rechts-Politik? Ist das hier ein Anti-Links- oder ein neuer Querdenker-Blog? Geht das konform mit der Haltung von bitcoin.de?

    • Verflucht, ich wollte dir ausführlich antworten, habe auch schon sehr viel getippt, inklusive einer Liste mit den tagesaktuellen Überschriften beim Volksverpetzer sowie Wikipedia-Definitionen von Sozialismus und Linker Politik.

      Weil ich das alles nicht wiederholen will, sorry, hier die Kurzversion:

      Das ist eine polemische Antwort auf den Artikel vom Volksverpetzer. Die Polemik ist bei mir offensichtlich, ich nenne den Volksverpetzer bzw. Herrn Cordts „linksextrem“, weil ich nicht widerstehen konnte, ihnen die eigene Brühe zurück zu servieren. Eigentlich denke ich, dass man die Endung „-extrem“ nur verwenden sollte, um Extreme zu beschreiben. Imho ist es ehrlicher, so wie ich herum zu polemisieren, anstatt wie der VP seriös und nüchtern zu spielen, aber unter der Haube dem Leser die Verbindung „Bitcoin, Libertär, Staatskritisch, Rechtsextrem“ zu injizieren. Das ist meiner Meinung nach perfide Propaganda.

      Der Artikel geht natürlich nicht konform mit der Haltung von bitcoin.de. Bitcoin.de hält sich von politischen Stellungskriegen fern. Ich habe auch nicht vor, das Blog hier über das von Bitcoin notwendige Maß hinaus zu politisieren. Manchmal kann ich als Historiker und politisch interessierter Beobachter des Zeitgeschehens aber nicht widerstehen, die Gedanken, die in mir wuchern, hier loszuwerden, und dabei auch eine pointiertere Sprache zu verwenden, als vielleicht angemessen ist.

      • Danke für die Antwort! Ich verstehe immer noch nicht, was das Ziel dieses Artikels war. Wenn ich etwas widerlegen möchte, gehe ich doch in die Sachebene und bleibe dort. Sonst ist es am Ende nur ein polemischer Artikel gegen einen anderen polemischen Artikel und es ist nichts gewonnen.

        ich nenne den Volksverpetzer bzw. Herrn Cordts „linksextrem“, weil ich nicht widerstehen konnte, ihnen die eigene Brühe zurück zu servieren.

        Ich finde, es ist schon etwas anderes, jemanden persönlich als „linksextremen” anzugreifen, als z. B. der VP eine abstrakte Gruppierung als „rechtsextrem“. Das ist für mich sehr schlechter Stil. Genauso wie einem „die eigene Brühe zurück zu servieren“. Soweit ich recherchiert hab, ist das der einzige Artikel von Cordts als Gastautor beim VP. Klar übernimmt das Magazin die Verantwortung, aber den Fakt hast du z. B. nicht erwähnt.

        Imho ist es ehrlicher, so wie ich herum zu polemisieren, anstatt wie der VP seriös und nüchtern zu spielen, aber unter der Haube dem Leser die Verbindung „Bitcoin, Libertär, Staatskritisch, Rechtsextrem“ zu injizieren. Das ist meiner Meinung nach perfide Propaganda.

        Auf der Seite vom VP steht: „Wir versuchen, mehr als nur trockene Faktenchecks zu liefern, sondern eher, auch mal emotional, mal satirisch, mal sachlich die Narrative und Behauptungen von Extremist*innen und Verschwörungsideolog*innen zu entlarven.“ Auf Wikipedia steht: „Die Aufmachung der Posts ist oft plakativ.“ „seriös und nüchtern“ ist also gar nicht das Ziel vom VP. Und „Perfide Propaganda“, naja das könnte man dem VP und dir aber auch vorwerfen, du machst es hier im Artikel halt nicht besser. Du spannst sogar einen Bogen, der noch viel weiter reicht und viele Jahrzehnte und viel mehr Menschen umfasst, die du pauschal verurteilst.

        Kurz: Ich würde mir bei solchen Artikeln am Anfang einen Hinweis wünschen, dass der folgende Text Polemik und Unsachlichkeiten enthält o. ä., damit sie nicht auf dem gleichen Niveau verordnet werden, wie die gut recherchierten und hochwertigen Artikel hier, und ich sie mir nicht antun muss.

      • Habe den gewünschten Hinweis untergebracht.

  10. Wenn man einen Blogpost über einen anderen Blogpost macht, sollte ein Link dazu angegeben werden, damit Lesende sich ein eigenes Bild machen können.

    Ansonsten ist BTC doch nur noch „Krypto-Gold“ – keine intrinsischen Werte und von der Zeit überholt. PoW allgemein ist ein Dinosaurier.

  11. Frank Müller // 28. Januar 2022 um 20:23 // Antworten

    Die Bitcoinwelt ist ja nun nicht gerade vor polemischen Artikeln gefeit. Erinnert sich noch irgendwer hier an die Blocksizekriege und die damit einhergehenden wüsten Beschimpfungen der Gegenseite tief tief unter die Gürtellinie.

    An Deinem Blog Christoph hat mir immer gefallen, dass Du Dich gerade da nicht hast hineinziehen lassen, obwohl Du eine Meinung dazu hattest, sondern einen differenzierten Blick gewagt hast, der den politischen Gegener immer mit einbezogen hat.

    Deswegen wundere ich mich auch gerade etwas über Deinen Artikel, am meisten aber über seine Länge.

    Die grundsätzliche Abneigung der Linken gegenüber Bitcoin ist bekannt. Bekannt ist auch, dass sie aktuell Deutschland nicht mitregieren. Also was soll die ganze Aufregung.

  12. Wie kann man überhaupt Mohamed Ali Ameri heissen?

  13. Ralph Vetter // 30. Januar 2022 um 11:05 // Antworten

    Es ist tragisch. Da veröffentlicht die eine Webseite, die ich sehr schätze, einen eher dummen Artikel. Und dann antwortet die andere Webseite, die ich ebenso schätze, nicht weniger dumm!

  14. Sorry, aber ihr macht hier in dem Artikel GENAU den selben Fehler, den ihr dem Volksverpetzer vorwerft. Alle über einen Kamm scheren.
    Ich finde es ok, dass ihr den Bitcoin gegen das Argument „Rechtsextrem“ verteidigt, aber darüber hinaus macht ihr ein politisches Fass auf, das nicht mehr neutral ist. Der Artikel sollte als Meinung gekennzeichnet werden.
    Ich sags mal mit einem Sprichwort: Schuster, bleib bei deinen Leisten. In eurem Fall: Bitcoin.

  15. volksverpetzer … der name sagt alles.

    wer mag petzer und wann hatten die je was ehrenhaftes zu sagen?

  16. Der Artikel ist noch schlechter und peinlicher als der beim Volksverpetzer.

  17. Seit etwa 2010 und mit „Gründung“ der AfD in Deutschland sowie der Aktivitäten diverser Organisationen der Gegen-Öffentlichkeit wurde ein Stimmungsbild systematisch erzeugt, dass schlichtweg verzerrt und damit falsch ist. In der Tat, das Konzept des #BitCoin wurde so konzipiert das eine reale Demokratie dadurch entstehen kann, indem Menschen die Möglichkeit bekommen sich aus einem Dauerschuldverhältnis Zug um Zug zu lösen, damit auch festzulegen, was ihre Leistung bzw. auch ihr Dasein wert sind.

    Das sich dann dort auch kriminelle Strukturen und auch die Strukturen der Nazis dieses zu eigen machen werden, liegt in der Natur der Sache. Allerdings ist das marginal und klar identifizierbar, wenn man das wollte. Das will man ganz besonders aus der Gegen-Öffentlichkeit – zu der auch der Volksverhetzer und einige andere Veröffentlichungen gehören – nicht. Diese haben einen Auftrag, der vielleicht nirgends aufgeschrieben ist, allerdings darin besteht, soviel „Schuld“ zu erzeugen durch Diskreditierung, Diffamierung und durch die Erzeugung einer polarisierend toxischen Stimmung. Dieses ist gezielt und richtet sich gegen eine tatsächliche Autonomie von Menschen durch ein „Schuldversprechen“, dass sicher keiner gerne abgeben mag, da toxisch in sich.

    Wir folgen diesem gesamten strukturellen System seit mindestens 2012 und kenne dort auch die „Wortführer“, die sicher nicht wollen, dass es zum Wohl der Menschen eine Veränderung geben soll. Ganz im Gegenteil!

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