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Ja, das ist wirklich gut für Bitcoin: Kanadas Regierung wendet finanzielle Repressionen gegen Unterstützer des Protests der Trucker

Trucks blockieren eine Straße in Kanadas Hauptstadt Ottawa

In Kanada tritt das Notstandgesetz in Kraft, um gegen die Trucker des Freedom Convoys vorzugehen. Parallel dazu versucht die Finanzministerin alle, die für die Trucker gespendet haben, mit finanziellen Repressionen zu bestrafen. Für die monetäre Freiheit im Westen – und damit für Bitcoin – könnten dies historische Ereignisse sein.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat das kanadische Notstandsgesetz in Kraft gesetzt.

Das Notstandsgesetz wurde 1988 verabschiedet, aber bisher noch nicht angewandt. Es erlaubt der Regierung, Bürgerrechte außer Kraft zu setzen, wenn dies notwendig ist, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.

Die Ziele dieses Notstandes sind, natürlich, die Trucker, die mit dem sogenanten „Freedom Convoy“ in der Hauptstadt Ottawa kampieren, um ihren Protest gegen eine Impfpflicht für Trucker auszudrücken.

Ein Experte erklärt CNBC Canada, dass die Regierung durch das Gesetz bestimmte zu sichernde Zonen definieren könne. Diese Zonen dürfen dann nicht mehr betreten werden, bevor sie geräumt wurden.

Der Experte erwartet, dass die Regierung das Militär zur Hilfe rufen wird.

In unserem Artikel wird es aber weniger darum gehen. Vielmehr geht es um eine Gesetzesänderung, die Kanadas Vizepremierministerin und Finanzministerin Chrystia Freeland anlässlich des Notstandgesetzes angekündigt hat.

„Wir erweitern die Reichweite der kanadischen Gesetze gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung“

Wir geben hier beinahe ungekürzt wieder, was Freeman in einer Pressekonferenz sagte, weil es ein Meilenstein der finanziellen Repression im Westen sein könnte:

Wir kündigen mit sofortiger Wirkung die folgenden Maßnahmen an:

Erstens erweitern wir die Reichweite der kanadischen Gesetze gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung, so dass sie sich auch auf Crowdfunding-Plattformen und von diesen genutzten Zahlungsdienstleistern erstrecken. Diese Änderungen gelten für alle Arten von Transaktionen, darunter auch digitale Assets wie Kryptowährungen.

Die illegalen Blockaden werfen ein Schlaglicht auf den Fakt, dass Crowdfunding-Plattformen und einige der Zahlungsdienstleister, die sie benutzen, nicht vollständig vom Gesetz gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung gedeckt werden […] Ab heute müssen alle Crowdfunding-Plattformen sowie alle Zahlungsdienstleister, die sie benutzen, sich bei FINTRAC registrieren und große und verdächtige Transaktionen melden […]

Zweitens: Die Regierung erlässt eine Verordnung, die kanadische Finanzinstitutionen ab sofort autorisiert, Finanzdiensleistungen vorübergehend auszusetzen, wenn der Verdacht besteht, dass ein Konto genutzt wurde, um die illegalen Blockaden und Besetzungen zu unterstützen. Diese Verordnung deckt sowohl persönliche als auch Unternehmenskonten ab.

Drittens: Wir fordern kanadische Finanzinstitutionen auf, ihre Beziehungen mit jedem zu überdenken, der in die illegalen Blockaden involviert ist, und ihn zu melden. Ab heute wird eine Bank oder ein Finanzdienstleister in der Lage sein, ein Konto sofort und ohne Gerichtsbeschluss einzufrieren oder aufzulösen. Dabei werden sie gegen zivilrechtliche Klagen geschützt, wenn sie in guter Absicht handeln […].

Es geht darum, dem Geld zu folgen. Es geht darum, die Finanzierung dieser illegalen Blockaden zu stoppen. Daher geben wir diese Warnung heraus: Wenn dein Truck in diesen Blockaden benutzt wird, wird dein geschäftliches Konto eingefroren, und die Versicherung auf dein Fahrzeug wird gekündigt.

#bankruncanada

Was soll man dazu sagen? Es ist ziemlich eindeutig, was diese neuen, vermutlich permanent geltenen Regeln und Gesetze besagen: Banken dürfen – sollen, müssen – Konten einfrieren, wenn deren Besitzer Geld an die Trucker gespendet hat, und deren Besitzer haben keine Möglichkeit, dagegen vorzugehen.

Das Geld, das Kanadier auf ihrem Bankkonto haben, gehört ihnen nun ein gutes Stückchen weniger, und jeder, der die Trucker unterstützt hat, muss um sein Bankkonto bangen.

Unter dem Hashtag #bankruncanada trommeln Aktivisten aher derzeit auf Twitter für einen Bankrun: Um sicher vor der Konfiszierung des Bankkontos zu sein, solle man sein ganzes Geld abheben.

Die ersten User berichten bereits darüber, dass den Geldautomaten das Bargeld ausgeht:

Aber natürlich ist schwer zu sagen, wie authentisch solche Berichte sind. Fakt ist aber, dass die Lösung für beunruhigte Kanadier auf der Hand liegt: Es ist Bitcoin.

Crowdfunding und Krypto

Ein nicht unwesentlicher Aspekt der Gesetzesänderung ist, dass sie Crowdfunding in Kanada deutlich schwieriger macht.

Zunächst müssen sich die Plattformen bei der Aufsicht registrieren und sie müssen bestimmte Auflagen erfüllen. Schon dies ist nicht ganz einfach. Dazu kommt noch die Unsicherheit, dass eine Spendenkampagne rückwirkend kriminalisiert wird, wie die der Trucker. Woher sollen die Plattformen das wissen? Wird es nicht einfacher sein, auf Nummer sicher zu gehen, und jede kontroverse Kampagne präventiv zu blocken?

Selbst wenn die Plattformen im Ausland sitzen, können sie dies nicht ignorieren. Denn sie müssen das Geld ja irgendwie an Kanadier auszahlen, wofür sie eine Bank oder einen Zahlungsdienstleister benötigen.

Die Lösung liegt auch hier auf der Hand: Bitcoin. Crowdfunding-Plattformen im Ausland können sich der Regulierung entziehen, indem sie Bitcoin oder andere Kryptowährungen verwenden.

Einen Schritt weiter gedacht könnten man Crowdfunding selbst dezentralisieren. Ein Modell hierfür ist JuiceBox: ein Set von Smart Contracts auf Ethereum, das faktisch wie eine Crowdfunding-Plattform operiert. Ein solches Modell wäre vollständig unzensierbar.

„Wisset! Kanada hat absolut KEIN gesetzliches Mitspracherecht darüber, wie wir mit unserem Geld umgehen“

Die Finanzierung der Trucker durch Crowdfunding illustriert, wie heikel die Lage schon jetzt ist.

Zunächst wurden die Trucker durch eine Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform GoFundMe finanziert. Nachdem diese aber gestoppt wurde, positionierte sich die christliche US-Crowdfunding-Plattform GiveSendGo als Alternative:

Wisset! Kanada hat absolut KEIN gesetzliches Mitspracherecht darüber, wie wir bei GiveSendGo mit unserem Geld umgehen. Alle Mittel für JEDE Kampagne auf GiveSendGo fließen direkt zu den Empfängern dieser Kampagnen, nicht zuletzt die Kampagne des Freedom Convoys.

Die sich kämpferisch gebende Plattform aus Boston zog innerhalb kürzester Zeit Spenden von mehr als 8,3 Millionen Dollar an. Doch rasch erfuhr auch sie, dass, um ein biblisches Wort zu verwenden, Sturm erntet, wer Wind sät.

Denn wenn sich GiveSendGo sträubt, auf die kanadische Regierung zu hören, dann zielt diese auf die Banken. Der oberste Gerichtshof Ontarios urteilte bereits, dass Geld, das durch GiveSendGo an Trucker verteilt wird, eingefroren werden kann. Das Kriminalrecht, so die Begründung, verbiete es, diese Spenden weiterzuleiten.

Zum derzeitigen Stand scheinen die Gelder aber noch nicht eingefroren zu sein.

Bitte erzählt es allen weiter: Die Gelder für den Freedom Convoy sind nicht eingefroren, auch wenn du das in den Nachrichten hören magst. GiveSendGo arbeitet mit vielen verschiedenen Organisatoren von Kampagnen zusammen, um den effizientesten Weg zu finden, um das Geld weiterhin fließen zu lassen.

Auch hier liegt die Antwort auf der Hand: Bitcoin. Wie sonst soll GiveSendGo das Geld an die Trucker bringen?

„Teilt mir mit, wenn ihr jemand Berühmtes findet oder einen Nachbarn, der diese Revolte finanziert. Ich hoffe, es war nicht eure Mom.“

Allerdings kämpft GiveSendGo derzeit mit einem ganz anderen Problem. Denn die Plattform wurde zum Opfer eines politisch motivierten DoS-Angriffs durch Hacktivisten, die angeblich dem Hacker-Kollektiv Anonymous nahestehen. Derzeit ist die Plattform daher down.

Bei dem DoS-Angriff erbeuteten die Hacker auch Daten: die persönlichen Daten über diejenigen, die an den Freedom-Convoy gespendet haben. Die Hacker haben die Daten an das Journalisten-Kollektiv DDoSecrets weitergebeben. Diese haben sie an ausgewählte Journalisten und Forscher herausgegeben.

Einer davon ist Amarnat Amarasingam, ein Professor einer kanadischen Universität, der sich mit Extremismus und sozialen Bewegungen beschäftigt. Er erklärt:

Von 92,844 Spenden stammen 51.666 (56%) aus den USA, 36.202 (29%) aus Kanada, und 1.831 (2%) aus Großbritannien.

Und wie ist es mit den Beträgen aus den Ländern?

Aus den USA: 3,62 Millionen Dollar.
Aus Kanada: 4,31 Millionen Dollar.

Also, aus den USA kommen 15.000 mehr Spenden, aber sie machen fast eine Million Dollar wenigr aus als die Spenden von Kanadiern.

Man könnte ob dieser Daten fragen, ob die Finanzministerin Freeman nun versucht, mindestens 36.202 Kanadiern ihr Bankkonto zu entziehen. Oder man könnte fürchten, dass politische Manipulation aus dem Ausland — aus den USA — den Extremismus in Kanada fördert.

Einer der Hacker gab dem Guardian ein (maskiertes) Interview. Er drohte:

Wenn du dich in faschistischen und inländischen extremistischen Bewegungen engagierst, dann mache dich auf harte Zeiten gefasst. Wir Hacktivisten fokussieren uns mehr und mehr darauf, Extremismus zu bekämpfen, weil wir verdammt angepisst sind.

Geld für politische Zwecke zu spenden wurde in Kanada offenbar gefährlich. Wer es dennoch tun möchte, sollte dafür sorgen, dass er die Identität von den Spenden trennt.

Die Antwort hier wäre dieselbe wie schon die ganze Zeit: Bitcoin.

Wie nötig dies ist, zeigte die Fortsetzung der Geschichte. Denn die Daten wurden vollständig geleakt. Dean Blundell, ein in Kanada wohl bekannter Aktivist oder Publizist, verlinkt den Leak und fordert seine Leser zur Spionage auf:

Teilt mir mit, wenn ihr jemand Berühmtes findet oder einen Nachbarn, der diese Revolte finanziert. Ich hoffe, es war nicht eure Mom.

Danach bringt Blundell einen Link, der zu einer langen Tabelle auf Google Drive führt. Diese enthält Namen, Nationalität, Postleitzahl und gespendete Beträge.

Die finanziellen Repressalien, die der Westen bisher gegen das Ausland angewandt hat, wenden sich ins Innere

Wir brechen an dieser Stelle die Erzählung ab. Stattdessen sinieren wir über die schwierigen Fragen nach Politik und Bitcoin, die die Ereignisse in Kanada aufwerfen.

Mit den Truckern des Freedom Convoys und den Crowdfunding-Kampagnen kam ein Phänomen, das wir eher aus weniger demokratischen Ländern wie Nigeria, China oder Venezuela kennen, in den Westen selbst: Die Instrumentalisierung von Finanzinstitutionen für politische Zwecke.

Die finanziellen Repressalien, die der Westen bisher nur in Form von Sanktionen gegen das Ausland angewandt hat, wenden sich nun ins Innere. Die Regierung macht Banken und andere Finanzdienstleister zu Agenten eines dominanten politischen Diskurses.

Bisher war es leicht, Bitcoin dafür zu preisen, finanzielle Freiheit zu schaffen. Denn die Unfreiheit war ja woanders – bei den Autokraten und Diktatoren.

Doch nun wird es schwieriger. Es geht um Kanada. Um ein Land, das für eine vernunftgetriebe Freiheit steht, und dessen Premierminister Justin Trudeau als starke Stimme einer neuen, progressiven Politik gilt.

Nun betrifft das Thema uns alle, im Guten wie im Schlechten. Daher ist finanzielle Freiheit auch unter Bitcoinern nicht mehr so bedingungslos „gut“, wie man erwarten könnte, sondern löst, wie wir hier erlebt haben, hitzige und kontroverse Diskussionen aus.

Friedliche Proteste oder ein aus dem Ausland gesteuerter Umsturzversuch?

Ich tue mich schwer damit, den sogenannten „Freedom Convoy“ einzuschätzen.

Sind es nationalistisch-rassistisch angehauchte Rednecks, die mit Unterstützung des Auslands einen Umsturz in Kanada vorantreiben? Besetzen sie die Hauptstadt Ottawa mit ihren Trucks, so dass die Einwohner kaum mehr schlafen können, wegen des ständigen Gehupes, und sich nicht länger sicher fühlen? Nimmt eine kleine, die Wissenschaft leugnende Minderheit eine ganze Volkswirtschaft in Geiselhaft, indem sie Straßen blockiert und damit Lieferketten unterbricht?

Wird es, wie Justin Trudeau oder der von CNBC Kanada befragte Experte sagen, dringend Zeit, dass die Regierung die Ordnung mit allen Mitteln wiederherstellt? Dafür spricht etwa, dass die Polizei bei Durchsuchungen der Trucks eine nicht unerhebliche Anzahl an Waffen und Munition gefunden hat.

Andererseits muss man auch fragen: Wo sind die Bilder und Videos von Gewalttaten und Plünderungen, wie man sie bei den Black Live Matters Protesten gesehen hat?

Warum sieht man fast nur solche Bilder wie der US-Sender Fox ausstrahlt – von Menschen aller Altersklassen und Hautfarben, die in Ottawa eine große, friedliche Party feiern? Von zahlreichen Einwohnern, die die Trucker mit Nahrung und Treibstoff versorgen?

Ist es vielmehr so, wie der als rechtsgerichtet bekannte Sender behauptet, dass Trudeau Kanada mit den Notstandsgesetzen zur Diktatur gemacht hat?

Ich finde diese Fragen, wie gesagt, schwer zu beantworten. Zu allem Unglück kommt noch eine zweite, nicht weniger schwierige Frage hinzu:

Die Frage nach der Impfpflicht

Wir stecken alle seit zwei Jahren in der Pandemie und wünschen uns mehr als alles andere, diese zu beenden.

Für viele ist die Impfung der ersehnte Ausweg aus der Pandemie, aus Maskenpflicht, Beschränkungen, 3G, 2G, 2G+, Sperrstunden, Krankenhausüberlastungen, Quarantäne, Schnelltests, PCR-Tests und so weiter.

Diejenigen, die sich der Impfung verweigern, sind in dieser Perspektive diejenigen, die dafür sorgen, dass die Pandemie andauert. Daher braucht es jene Impflicht, mit der man diejenigen, die sich der Vernunft verweigern, zur gesellschaftlichen Solidarität zwingt.

Andere wiederum halten die Impfung für schädlicher als die Infektion. Sie sind überzeugt, dass die Dokumentation der Nebenwirkungen unterdrückt wird, und dass die Impfung von Herzproblemen über Krebs zu Autoimmunerkrankungen oder Immunschwäche zahlreiche Schäden anrichtet.

Manche der Impfgegner treiben auch eher esoterische Ängste um, etwa die, dass die Vaccine absichtlich Stoffe enthalten, die unfruchtbar machen, um die Weltbevölkerung zu reduzieren, oder auch, dass in ihnen Chips stecken, welche die Fernkontrolle von Menschen oder so erlauben.

Eine Impflicht ist aus dieser Perspektive eine Verordnung der systematischen Körperverletzung sowie eine universelle Machtausübung dunkler, elitärer Mächte.

Ich will diese Diskussion nicht bewerten, sondern an dieser Stelle nur dies festhalten: Sie existiert, sie spaltet die Gesellschaft, und es gibt kein Gesetz, dass es verbietet, wilde Theorien zu spinnen. Die kanadischen Trucker fechten diese Debatte stellvertretend für den ganzen Westen aus.

Das macht es so schwierig, über sie zu reden und zu diskutieren, ohne sich zu streiten.

Der Minimal-Konsens von Bitcoin

Bitcoin, um wieder darauf zurückzukommen, ist ein politisch neutrales Geld. Bitcoin ist es egal, ob man geimpft ist oder ungeimpft, ob man die Trucker unterstützt oder nicht.

Bitcoin ist ein so unpolitisches Geld, dass es extrem politisch wird. Während Kanada nun die Banken und Crowdfunding-Plattformen zwingt, auch politisch zu werden, entzieht sich Bitcoin diesem Druck. Ja: Bitcoin kastriert die Maßnahmen, die Finanzministerin Freeman verkündet hat, und wendet sie gegen diese – je stärker die Repressalien durch das kanadische Bankensystem, desto schwächer wird dieses im Vergleich zu Bitcoin.

Bitcoin verbindet Menschen mit den verschiedensten politischen Ansichten. Die Idee, dass Bitcoiner eine gewisse politische Meinung haben müssten, um „echte Bitcoiner“ zu sein, ist absurd. Das zeigen die Umfragen auf diesem Blog wieder und wieder, in denen sich Bitcoiner quer durchs gesamte politische Spektrum verorten.

Aber es gibt, denke ich, eine Haltung, der man sich als Bitcoiner kaum verweigern kann: dem Glauben, dass die individuelle Entscheidungsfreiheit kostbar ist und selbst dann, wenn sie in Einzelfällen Nachteile nach sich zieht, als Ganzes einen Gewinn darstellt. Bitcoiner glauben daran, dass die freie Verfügung der Individuen über ihr Geld im Großen und Ganzen gut ist. Denn genau das ist es, was die Technologie erlaubt.

Das dürfte der Minimal-Konsens der Bitcoiner sein – und er zwingt uns alle, eine Haltung zu den kanadischen Truckern einzunehmen, ob wir es wollen oder nicht.


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32 Kommentare zu Ja, das ist wirklich gut für Bitcoin: Kanadas Regierung wendet finanzielle Repressionen gegen Unterstützer des Protests der Trucker

  1. Frank Müller // 15. Februar 2022 um 14:52 // Antworten

    Wow, die ausgewogenen und differenzierte Art wie Du Dich diesem Thema näherst – man kann die freedom Trucker persönlich ja durchaus sehr kritisch sehen – ist wieder das, das mich an diesem Blog von Anfang an fasziniert hat.

    • Kann ich nur unterschreiben.

      Einerseits die Motivation der Trucker. Völlig absurd. Wir sollten da schon der Wissenschaft vertrauen und nicht irgendwelchen Verschwörungsmärchen. Wären wir alle geimpft, dann wäre Corona erledigt.

      Andererseits eröffnet der Kampf der Trucker ganz neue Möglichkeiten. Staaten sollten nicht die Hoheit über das Geld verfügen. Von daher bin ich doch sehr froh, dass die Trucker diesen Kampf führen und Werbung für von Staaten und zentralen Institutionen unabhängiges freies Geld machen.

      • Ihr seid so lustig wie wahnsinnig @Hans Frosch & Co.

        zu den Truckern und Bauern, die einfach nur selbstbestimmt Ihre Arbeit verrichten wollen dürfen: Woher nehmt Ihr Pseudo-Intellektuellen eigentlich den Hochmut, jene Arbeiterklasse, auf deren Rücken Ihr Euren fragwürdigen Wohlstand gesattelt habt, laufend so zu diffamieren und herabzuwürdigen? Die nichtsnutzigen Schwurbler mit absurdem Gedankengut seid vielmehr Ihr.

        zur Impfung: Gab es nicht irgendwann mal den Grundsatz „Don’t Trust, Verify“? Transferleistung zählt in Zeiten, in denen mit Fiatgeld reich beschenkte Impf-Promotoren zur besten Sendezeit haufenweise live im TV kollabieren (von Leistungssportlern bis hin zu fragwürdigen MSM-Moderatoren) nicht gerade zu Eure Stärken. Vielmehr: Es ist nicht die Aufgabe der Ungeimpften, die Geimpften vor dem Virus zu schützen. ES IST DIE AUFGABE DER IMPFUNG.

        Euer Lösungsangebot: Big Pharma und dieser korrupten Clown-Regierung noch viel mehr weiteres Vertrauen schenken, und sich der unbegründeten Hoffnung hingeben, dass es sich schon auszahlen wird für Euch. Im Ergebnis injiziert Ihr uns allen die Gesundheit, Grundrechte und jeden Wohlstand weg – bis der Schaden unvermeidlich in Eurem bzw. unser aller Wallet angekommen ist. Dann fängt das Gezeter an.

        Lange kann und wird das nicht mehr dauern – Paul Janowitz bemitleidet sich ja jetzt schon hier als gebeutelt selber. „Money Flows to Where It’s Treated Best“ hat uns Bitcoin gelehrt, auch das vergesst Ihr oder habt Ihr noch nie verstanden. Habt in dem Sinne eine fröhliche, weitere Enteignung im Selbstvernichtungsmodus; die Chinesen lachen sich schon lange kringelig darüber, wir Ihr unseren Laden im reinsten Wahn transformiert und abfackelt.

      • Hans Frosch // 16. Februar 2022 um 22:24 //

        Lieber Oskar, bist du dir so sicher, dass du für „die Arbeiterklasse“ sprichst oder dass ich nicht zu dieser gehöre? Unterstellst du mir, dass ich als Geimpfter Angst vor Corona habe? Oder mache ich mir nur Sorgen um die Ungeimpften? Glaubst du wirklich, dass ich mich impfen haben lassen, weil die Regierung oder die Pharma-Lobby das will? Oder könnte es nicht sein, dass ich einfach nur der Wissenschaft vertraue? Genauso könnte ich nicht darauf vertrauen, dass ein Stein von der Erde angezogen wird, wenn ich ihn fallen lasse. Auch diese wissenschaftliche Erkenntnis ist genauso trivial wie der Schutz durch die Impfung vor einem schweren Verlauf.

      • Michael. // 17. Februar 2022 um 12:35 //

        Herr Frosch, die Wirksamkeit der Impfstoffe ist also genauso gesichert wie die Gravitation? Donnerwetter! Genau aus diesem Grund hat man unveräußerliche Menschenrechte (wie die körperliche Unversehrtheit) erfunden, damit kritische und gebildete Mitbürger wie Sie, keine Jagd auf Hexen, Juden oder Ungeimpfte machen.

      • Hans Frosch // 17. Februar 2022 um 12:51 //

        Michael, wenn du ungeimpft bist, muss man dich vor dich selbst beschützen. Ich kenne leider zwei Personen, die Corona nicht ernst genommen haben und daran entweder gestorben oder fast gestorben sind.
        Außerdem bist du eine Gefahr für Leute, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, sich aber gerne impfen lassen würden. Auch da kenne ich jemanden, der in ständiger Angst vor den Ungeimpften lebt.

      • > Michael, wenn du ungeimpft bist, muss man dich vor dich selbst beschützen.

        1. Muss man nicht

        2. Wer schützt Menschen vor Verlusten bei Krypto? Verbot!

        > Auch da kenne ich jemanden, der in ständiger Angst vor den Ungeimpften lebt.

        Hass und Hetze im Internet. Ich habe soeben online Anzeige gegen Sie wegen aller in Betracht kommender Straftatbestände erstattet.

      • Hans Frosch // 17. Februar 2022 um 14:17 //

        Man muss auch besoffene Autofahrer vor sich selbst schützen und ihnen die Autofahrt unterbinden.
        Wenn mich jemand wegen dieser Aussage anzeigen will, nur zu. Ich möchte niemanden davon abhalten.

      • > Man muss auch besoffene Autofahrer vor sich selbst schützen und ihnen die Autofahrt unterbinden.

        Trotzdem gibt es genug Leute, die mit Alkohol im Blut fahren. Einige werden erwischt, die meisten wohl nicht. Hier müsste der Staat – oder Du – proaktiv werden und Alkohol generell verbieten. Prohibition in den USA war ja auch sehr erfolgreich…

        Ebenso erfolgreich wäre eine Impfpflicht. Wobei der Vergleich zwischen betrunkenen Autofahrern und nicht betrunkenen Ungeimpften nicht nur hinkt, sondern purer Populismus ist.

        Da du offensichtlich Ansätze totalitärer Denkmuster zeigst, also deinen erwachsenen u. selbstbestimmten Mitmenschen diktieren möchtest, was gut u. was schlecht für sie ist, kann ich davon ausgehen, dass du im Zweifelsfall, auch für ein Verbot von Kryptowährungen sein müsstest, um Privatinvestoren vor dem eventuellen Ruin zu schützen.

        > Wenn mich jemand wegen dieser Aussage anzeigen will, nur zu. Ich möchte niemanden davon abhalten.

        Es geht nicht nur um diese einzelne Aussage, sondern auch um die Gesamtheit deiner Aussagen in mehreren Kommentaren, in denen du gegen ganze Personengruppen regelrecht ins Feld ziehst und sie verächtlich machst.

      • Michael. // 17. Februar 2022 um 20:24 //

        Herr Frosch, ich stelle mit Sicherheit keine Gefahr für Ihre Mitmenschen dar, muss auch nicht vor mir selbst geschützt werden und meine Freiheit endet definitiv nicht dort, wo Ihre Psychosen beginnen.
        Es gab in Deutschland schon einmal eine Zeit, in der man die soziale Teilhabe an einen Ausweis gekoppelt hat (vgl. Reichsbürgergesetz), in der man Menschen Berufsverbote erteilt hat (vgl. Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben), in der man Mitbürger enteignet hat (vgl. Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens) und in der man die Menschen zur Emigration „ermuntert“ hat.
        Alle genannten Maßnahmen fanden Zustimmung bei unterschiedlichen Kommentatoren dieses Blogs, die sich selbst sicher als „Mitte der Gesellschaft“ bezeichnen würden. Es ist ein Prozess auf abschüssigem Terrain, der mit aggressiver Rhetorik beginnt und wie wir am Beispiel Deutschlands wissen, in der Katastrophe enden kann. Ich wünsche den Kanadiern, dass sie diese mit Vernunft und Freiheit verhindern können.

      • Hans Frosch // 17. Februar 2022 um 21:49 //

        Alkohol verbieten? So ein Schwachsinn!
        Für besoffene Autofahrten ein Bußgeld verhängen oder Freiheitsentzug? Absolut!

        Möchte ich meinen erwachsenen Mitmenschen diktieren, was gut für Sie ist?
        Nein! Ich diktiere nichts! Ich lege lediglich den wissenschaftlichen Konsens dar, dass Impfen schützt und wünsche mir, dass in dir selbst die Einsicht reift, dass die Wissenschaft vielleicht doch recht hat. Ein Tipp: Lasse dich heimlich impfen und rede nicht mehr über dieses Thema. Dann musst du auch nicht deine bisherigen falschen Vorstellungen zum Thema Impfen rechtfertigen.

        Warum bitteschön sollte ich mir einen Verbot von Kryptowährungen wünschen? Das hat absolut gar nichts mit meinem Wunsch, dass sich alle impfen lassen sollten, zu tun. Da gibt es keinerlei Verbindung!

        Über wen mache ich mich verächtlich? Ich wünsche mir nur, dass ALLE Menschen ein gutes Leben führen können, incl. dir.

        Ich habe definitiv keine Psychosen, sondern teile lediglich die Position der Wissenschaft. Ebenso halte ich die Gravitationstheorie oder die Theorie vom Elektromagnetismus für gesichert. Habe ich deshalb vielleicht auch eine Psychose?

        Ich halte es nicht für zielführend, dass man soziale Teilhabe an den Impfstatus knüpft, sondern wünsche mir, dass in dir die Erkenntnis reift, dass Impfen der einzige wirklich gangbare Weg aus der Pandemie ist oder eben der Tod oder dauerhaftes Long-Covid riskiert wird.

        Ich wünsche den Kanadiern auch, dass sie mit ihren weit überzogenen Maßnahmen gegen die Trucker aufhören. Aber ich wünsche den Truckern genauso, dass sie begreifen, dass ein kleiner Picks nicht der Rede Wert ist, aber unglaublich hohen Nutzen für Ihre Gesundheit hat.

      • @Michael.
        Wow, wenn Du das, was Du geschrieben hast, Ernst meinst, kann ich Dich auch nicht mehr „überzeugen“.

        Disclaimer: Ich kann die aktuelle Situation in Kanada schwer einschätzen, kenne nur wenige Menschen persönlich die da wohnen und war selbst in meinem Leben nur wenige Tage dort, als ich nach und zurück von Kuba gereist bin (weil das durch die Sanktionen der USA der beste Weg war).

        Von außen betrachtet sehe ich eine sehr kleine Minderheit von ein paar Hundert Menschen, die keinerlei „Sonderrepressalien“ auferlegt bekommt, auch keine Impfpflicht, sondern lediglich die Durchsetzung einer Quarantäne, wenn sie aus den USA einreisen, wie jeder andere auch. Das Problem ist, dass diese paar Hundert eine ganze Großstadt mit einer Million Menschen in Geiselhaft nehmen, inklusive Grundversorgung wie Müll und Co.
        Dabei fällt es mir echt schwer, den Unmut zu verstehen, denn die Trucker werden zu nichts gezwungen, sie können sich einen Job suchen, der kein Pendeln in die USA erfordert, Kanada ist ziemlich groß und alleine um von der Ostküste an die Westküste zu kommen sind gut zwei Wochen vorbei. Ausnahmsweise würde ich den gängigen FDP-Sprech übernehmen und sagen, der Markt regelt das, notfalls bekommen diejenigen, die die Voraussetzungen für USA-CA Transfers erfüllen eben einen Bonus. Ich heule ja auch nicht rum, dass ich keinen Truck fahren darf (und kann), weil meine Führerscheinklasse dafür nicht ausreicht. Gleiches gilt ggf. für Sehtest und jetzt eben Quarantäne, wenn man ungeimpft ist. So what? Dürfen ein paar Menschen im Promillebereich alle anderen in Geiselhaft nehmen, wenn ihnen etwas nicht passt? Gleiches gilt übrigens für ein paar selbsternannte Klimaaktivisten, die (weniger erfolgreich) versuchen, Berlin zu blockieren.

        Es gibt so viele Regeln in einer Demokratie, dass es mühselig wird, diese auch nur für die Anschauung aufzuzählen. Über die Sinnhaftigkeit mancher davon würde ich selbst diskutieren, aber im Großen und Ganzen muss ich mich der Mehrheit unterwerfen. Wir haben übrigens auch eine Masern-Impfpflicht, seit Jahren. Wir haben eine Pflicht zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern, zwar nicht direkt aber wenn nicht durchgeführt, wird sich ein Jugendamt bei Dir melden. Etliche Infektionskrankheiten sind seit Ewigkeiten meldepflichtig… Und am Ende: Wenn die Mehrheit der Miner bei Bitcoin Deine Adresse scheisse findet, wirst Du keine Transaktion durchbekommen (was aktuell in Gang ist). Wahrscheinlich höchste Zeit, sich mal zu Monero zu erkundigen…

        Die Situation mit der Judenverfolgung und dem Dritten Reich zu vergleichen ist eine ganz klare (und gefährliche) Verharmlosung.

      • Hoi Paul,

        ich kann es mir nicht verkneifen, hierauf kurz zu antworten:

        > Von außen betrachtet sehe ich eine sehr kleine Minderheit von ein paar Hundert Menschen …

        Das hieß es in den offiziellen Medien. Andere Schätzungen gehen von einigen tausend bis zehntausend Menschen aus. Darüber hinaus scheinen die Trucker, so ich Bilder und Videos gesehen habe, eine ziemlich breite Unterstützung der Bevölkerung zu haben. Die Logik, die ja auch hierzulande bemüht wird, dass diejenigen, die geimpft oder geboostert sind, auch für eine Impflicht und gegen Proteste sind, ist aus dem, was ich aus meinem Umfeld her weiß, extrem falsch.

        > , die keinerlei „Sonderrepressalien“ auferlegt bekommt, auch keine Impfpflicht, sondern lediglich die Durchsetzung einer Quarantäne, wenn sie aus den USA einreisen, wie jeder andere auch

        Das ist für Trucker, die hauptberuflich mehrmals im Monat zwischen Kanada und den USA wechseln, doch eine ziemliche Belastung, die an ein Berufsverbot grenzt, oder?

        > Das Problem ist, dass diese paar Hundert eine ganze Großstadt mit einer Million Menschen in Geiselhaft nehmen, inklusive Grundversorgung wie Müll und Co.

        Du meinst also, ein paar Hundert Menschen können eine Millionenstadt in Geiselhaft nehmen? Die 994.837 Einwohner Ottawas lassen sich von wenigen hundert Menschen das gefallen, und die Polizei und Feuerwehr bleibt tatenlos? Das erscheint mir ziemlich unlogisch. Ich denke eher, es sind einige Tausend, die eine breite Unterstützung der Bevölkerung genießen (freilich nicht alle, es dürfte kein Problem sein, hunderte oder tausende zu finden, die sich über die Trucker empören)

        > Dabei fällt es mir echt schwer, den Unmut zu verstehen, denn die Trucker werden zu nichts gezwungen, sie können sich einen Job suchen, der kein Pendeln in die USA erfordert, Kanada ist ziemlich groß und alleine um von der Ostküste an die Westküste zu kommen sind gut zwei Wochen vorbei.

        Naja, das ist deine Vermutung. Wenn es so einfach wäre, würden sie vermutlich nicht demonstrieren. Es sei denn …. die Demonstration richtet sich gegen die Regierung und die Corona-Maßnahmen im Generellen, was vielleicht auch den breiten Support erklären würde.

        > Ich heule ja auch nicht rum, dass ich keinen Truck fahren darf (und kann), weil meine Führerscheinklasse dafür nicht ausreicht. Gleiches gilt ggf. für Sehtest und jetzt eben Quarantäne, wenn man ungeimpft ist.

        Naja, die Logik hier finde ich entsetzlich und gefährlich. Warum nicht auch die Parteizugehörigkeit? Kann ja jeder ohne Schmerzen in die KP oder so eintreten. Und warum nicht die Abstammung? Gibt ja andere Jobs. Oder Religiösität? Kann ja jeder in eine Kirche eintreten.

        Ehrlich: Du bemühst hier eine Logik, die jeden Schritt in den Totalitarismus rechtfertigt.

        > Wir haben übrigens auch eine Masern-Impfpflicht, seit Jahren.

        Naja. Ich denke, solange
        – ein Impfstoff nicht steril ist,
        – keine Klarheit über Nebenwirkungen besteht (viel zu viele Berichte, die dem, was mir die Ärzte erzählt haben, zu sehr widersprechen) und
        – die Intensivstationen nicht dauerhaft überlastet sind
        Ist eine Impfpflicht meiner Meinung nach nicht zu rechtfertigen.

        Ich mag Fakenews und Missinformation der Imfpgegner nicht, und ich habe mich impfen lassen, weil ich mich sehr vor Long Covid fürchte. Aber ich habe wegen des Drucks, der auf einen ausgeübt wird, lange gezögert, und ich halte eine Impfpflicht für unnötig und extrem schädlich für die Gesellschaft, und, wenn man sich die Relation von (anekdotisch massenhaft berichteten) Nebenwirkungen und dem Verlauf von Corona in manchen Altersklassen anschaut, für etwas, das in die Nähe von gesetzlich verordneter Körperverletzung geht, zumindest so interpretiert werden kann — und dass solche Interpretationen möglich sind, zeigt, welchen Schaden es für den gesellschaflichen Zusammenhalt anrichtet.

      • @Hans Frosch

        Ich zitiere dich nochmal: „Michael, wenn du ungeimpft bist, muss man dich vor dich selbst beschützen.“

        Das bedeutet, dass du offensichtlich für eine Impfpflicht bist. Als Grund gibst du an, Menschen vor sich selbst schützen zu wollen. Da stellt sich also die berechtigte Frage, wen du als nächstes vor was schützen willst? Deswegen die Frage, ob du Alkohol und vllt. auch Krypto verbieten möchtest.

        > Möchte ich meinen erwachsenen Mitmenschen diktieren, was gut für Sie ist?
        Nein! Ich diktiere nichts!

        Du würdest gerne – und das macht es auch nicht besser! – den Staat diktieren lassen. Ich zitiere dich: „Michael, wenn du ungeimpft bist, muss man dich vor dich selbst beschützen.“

        > Ich lege lediglich den wissenschaftlichen Konsens dar, dass Impfen schützt und wünsche mir, dass in dir selbst die Einsicht reift, dass die Wissenschaft vielleicht doch recht hat.

        Ich habe hier bist jetzt an keiner Stelle über Wissenschaft oder sogar DIE Wissenschaft oder einen „wissenschaftlichen Konsens gesprochen“. Mir geht es hier um was ganz anderes.

        > Ein Tipp: Lasse dich heimlich impfen und rede nicht mehr über dieses Thema. Dann musst du auch nicht deine bisherigen falschen Vorstellungen zum Thema Impfen rechtfertigen.

        Ich habe hier an an keiner Stelle über meine Einstellung zum Impfen geschrieben. Du bringst hier, glaube ich, Kommentare von mir, Marius, und Michael durcheinander.

        > Das hat absolut gar nichts mit meinem Wunsch, dass sich alle impfen lassen sollten, zu tun. Da gibt es keinerlei Verbindung!

        Nur ein frommer Wunsch? Ein Gedanke, eine liebe Bitte? So, so… Das klang für mich doch anders: „Michael, wenn du ungeimpft bist, muss man dich vor dich selbst beschützen.“

        > Über wen mache ich mich verächtlich?

        Du teilst die Bevölkerung in Geimpfte und Ungeimpfte. Wissenschaftlich und auch sonst völlig korrekte Einteilung. Aus deinen Kommentaren ergibt sich aber die dahinterstehende Intention. Du teilst nicht neutral, z.B. zu statistischen Zwecken, ein, sondern um eine der beiden Gruppen verächtlich zu machen. Du verbreitest eine Erzählung von den Ungeimpften, vor denen Menschen Angst haben – Angst haben müssen!

        > sondern wünsche mir, dass in dir die Erkenntnis reift, dass Impfen der einzige wirklich gangbare Weg aus der Pandemie ist oder eben der Tod oder dauerhaftes Long-Covid riskiert wird.

        Und wenn sich dein Wunsch nicht erfüllt? Zwang? Zitat: „Michael, wenn du ungeimpft bist, muss man dich vor dich selbst beschützen.“

        > Aber ich wünsche den Truckern genauso, dass sie begreifen, dass ein kleiner Picks nicht der Rede Wert ist, aber unglaublich hohen Nutzen für Ihre Gesundheit hat.

        Mal wieder der Wunsch, ja ja…

        Ein kleiner Piks? Du sprichst hier nicht mit Kindern, sondern mit Erwachsenen. Dieser „kleine Piks“ ist, und das wird dir der „wissenschaftliche Konsens“ – sowie der rechtliche – bestätigen, eine medizinische Handlung. Wer, wann, an wem eine medizinische Handlung vornimmt und ob überhaupt (!) eine wie auch immer geartete medizinische Handlung an einem selbst vorgenommen wird, das entscheidet der mündige Bürger selbst – das ist sogar aktuell noch gesetzlich verbrieftes Recht.

        Und ja: Gesetze können sich ändern und Recht muss nicht immer gesetzlich verbrieft sein, und auch Unrecht kann – gesetzlich geschützt – begangen werden.

        Mein Verständnis von Freiheit interessiert es aber nicht, ob ich meine Rechte als Individuum auch gesetzlich verbrieft vorliegen habe oder nicht. Diese Freiheit nehme ich mir!

      • Schon wieder urkomisch, Hans Forsch: Die Menschen müssen weniger vor sich selber, als vielmehr vor solchen kleinen Männern und Möchtegern-Neros wie Dir geschützt werden… schon klar, dass Du mit Deinem autoritären Gehabe, das jeden sehen lässt, welches Geistes Kind Du bist, weisst, was gut für uns ist und was mit uns angestellt werden muss. Wir benötigen Heilung durch Dich; unserer und aller Gesundheit wegen. Tragisch: Damit liegst Du voll auf Propagandalinie mit „unseren“ Clown Politikern ergo Despoten, sowie scheinbar einigen Lesern und Kommentatoren dieses Bitcoin-Blogs.

        PS: ich spreche nicht für die Arbeiterklasse, denn diese spricht für sich. Wirklich alles muss man Dir erklären.

      • Michael. // 18. Februar 2022 um 18:51 //

        @Paul:

        Da Christoph schon sehr ausführlich auf Deinen Kommentar geantwortet hat, möchte ich lediglich auf Deinen letzten Satz zurückkommen, den ich so nicht stehen lassen will, weil er häufig reflexartig eingesetzt wird, um Diskussionen abzuwürgen, wenn sie für einen selbst unangenehm werden. Du schreibst:

        „Die Situation mit der Judenverfolgung und dem Dritten Reich zu vergleichen ist eine ganz klare (und gefährliche) Verharmlosung.“

        Rein logisch gesehen, kann ich alles mit allem vergleichen, weil mein Ergebnis ja auch sein kann, dass Dinge ungleich sind. Ein Vergleich bedeutet eben kein Gleichsetzen und damit auch kein Verharmlosen. Wenn ich schreibe, dass es in Deutschland einen Arierausweis gab und heute einen Impfausweis, der den Zugang zum öffentlichen Leben ermöglicht, dann kann jeder für sich überprüfen, ob er eine Parallelität erkennt. Wenn ein FDP-Politiker Ungeimpfte als Sozialschädling bezeichnet, könnte er wissen, dass Juden einmal als Volksschädlinge verunglimpft wurden. Und so könnte ich die Liste fortführen.

        Ich halte es für viel gefährlicher, wenn man historische Ereignisse NICHT heranzieht, um sie mit gegenwärtigen Entwicklungen zu vergleichen. So entgeht einem nämlich die Chance, was man aus der Geschichte hätte lernen können.

        Eine Konsequenz aus den Verbrechen im Nationalsozialismus, die im Namen der medizinischen Forschung begangen wurden, war übrigens der Nürnberger Kodex. Dieser besagt, dass bei medizinischen Versuchen an Menschen „die freiwillige Zustimmung der Versuchsperson unbedingt erforderlich ist.“
        Auch in diesem Punkt überlasse ich es jetzt jedem selbst, zu entscheiden, ob eine Impfpflicht dem Kodex widersprechen würde oder nicht.

      • Hans Frosch // 18. Februar 2022 um 23:10 //

        Ich habe wirklich höchsten Respekt vor Leuten, die ihre eigene Gesundheit oder gar ihr Leben riskieren aus Protest gegen den Staat. IST ES DAS WIRKLICH WERT? Und für die das Thema Impfen eine so dermaßen wichtige Rolle in ihrem Leben spielt. Ehrlich gesagt, in meinem Alltag ist dieses Thema erledigt. Ich verschwende eigentlich kaum noch einen Gedanken daran und genieße vielmehr mein Leben. Ok, ich kann nachvollziehen, dass der Satz „Man muss die Ungeimpften vor sich selbst schützen“ etwas unbedacht war. Man schießt halt manchmal auch etwas über das Ziel hinaus.
        So, nun aber möchte ich mich wieder den schönen Dingen des Lebens widmen. Ich bin dann mal weg.

  2. Was wäre das Leben langweilig wenn alle das Gleiche denken.

  3. Erstmal danke für die nüchterne Art, wie Du an das Thema herangehst, ich hab mir ja meinen Hate schon im letzten Artikel darüber abgeholt und bin trotzdem relativ entspannt.

    Dass Du aber Bitcoin wiederholt als Lösung siehst, kann ich so absolut nicht nachvollziehen / unterschreiben, muss sogar sehr deutlich widersprechen. WENN die Regierung in Kanada Transaktionen zurückverfolgt, ist das ggf. bei Bitcoin einfacher als bei Banken oder anderen kommerziellen Payment Systemen. Es werden dann Exchange Accounts und Custodial Wallets eingefroren und das ist eben ein Feature von Bitcoin, welches nie adressiert wurde. Bitcoin ist leider keine Lösung für Zensurresistenz, große Miner in den USA zensieren heute schon Transaktionen. Es werden dann wohl auch Bankkonten, die mit diesen Exchange Accounts verbunden sind, geblockt. Ich sage das als gebeutelter Typ, der in Deutschland tatsächlich für über ein Jahr unbanked war, ohne jegliche Schuld, die Unterlagen dazu liegen Dir ja vor).

  4. Sehr guter Beitrag, vielen Dank!!

  5. Hasi Steinbeiss // 16. Februar 2022 um 7:29 // Antworten

    […]Diejenigen, die sich der Impfung verweigern, sind in dieser Perspektive diejenigen, die dafür sorgen, dass die Pandemie andauert. Daher braucht es jene Impflicht, mit der man diejenigen, die sich der Vernunft verweigern, zur gesellschaftlichen Solidarität zwingt.[…]

    Herrje, ich bin über die allumfassende Dummheit des einstigen Volkes der Denker und Ingenieure seit Beginn der Corona-Blödemie erschüttert.

    Es gibt wohl kein dämlicheres, gehirngewascheneres Volk auf diesem Planeten! 😂

    • Deiner Logik zufolge würdest du es also auch als gut befinden, wenn niemand in der Freiheit eingeschränkt wird, besoffen Auto zu fahren und die Gefahr in Kauf genommen wird, dass ein Unschuldiger zu Tode gefahren wird?

      Herrje, ich bin über die allumfassende Dummheit dieses minderbemittelten Völkchens zutiefst erschüttert.

      Herrje, es gibt wohl kein dämlicheres, gehirngewascheneres Völkchen auf diesem Planten! 😂

  6. Danke für den Beitrag Christoph!
    Ich stellte mir beim Lesen die ganze Zeit dieselbe Frage wie Paul, bitte um Antwort 🙂
    @Paul: schön, dass Du wieder da bist 🙂

  7. Oskar, nun ja… Ich lasse Deine Ausführungen mal unkommentiert.

    https://www.reddit.com/r/Monero/comments/su2lhr/rcmp_cryptocurrency_addresses_under_investigation/

    Wie vermutet, werden Adressen geflaggt und alle Wallets bzw. deren Besitzer, die mit diesen interagiert haben, dürften ein Problem bekommen, sobald sie in die Nähe einer KYC Exchange kommen. Lustiger Weise ist auch eine Monero Adresse dabei, die leider nie auf der Blockchain landen kann, aber das verstehen selbst die meisten Crypto-affinen Menschen nicht ganz, von Behörden ganz zu schweigen…

    Ich versuche ja seit mehr als sechs Jahren zu erklären, warum eine transparente Blockchain für ein zensurresistentes Geldsystem nicht geeignet ist. Nicht nur die schweren Jungs im Darknet brauchen Privatsphäre.

  8. Nun, so langsam kommt das Thema auch bei gestandenen Bitcoinern an…
    https://twitter.com/odell/status/1494004228850958336

  9. Wow, manchesmal erwisch ich mich dabei wie ich urplötzlich wie Florian Schröder voll gegen die Meinungsfreiheit bin (https://www.3sat.de/kabarett/3satfestival/florian-schroeder-meinungsfreiheit-102.html)

    Werd ich jetzt etwa totalitär? Ich glaube eher, wir sind schon voll in dem von alten Griechen prognostizierten Übergang von der Demokratie zur Ochlokratie … und nicht etwa zur Diktatur, wie von manchem Leser hier so schnell vermutet.

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