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Bitterer Wochenbeginn: Kurse von Bitcoin und anderen Kryptowährungen brechen deutlich ein

Crash. Bild von Ted Van Pelt via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Die Preise fallen und purzeln, und der Aufschwung, der vor gut einem Monat einsetzte, entlarvt sich als heiße Luft. Wie schlimm ist es wirklich? Welche Coins leiden mehr, welche weniger? War das schon der finale Abverkauf, der zum Boden führt? Und wenn nein – was könnte diesen dann anzeigen? Wir versuchen, solche Fragen zumindest grob zu beantworten.

Ich hoffe, Sie hatten ein schönes Wochenende. Denn die neue Woche fängt für uns Bitcoin- und Kryptoinvestoren nicht gerade blendend an. Auf den Börsen wird verkauft,  was das Zeug hält, und die Kurse plumpsen auf neue lokale Tiefpunkte.

Genauer gesagt: Ein Bitcoin kostete am Samstag noch gut 34.000 Euro und wird heute für knapp 32.000 Euro gehandelt. Bitcon hat damit rund 7-8 Prozent verloren. Noch stärker fiel Ethereum, von gut 2.500 auf 2.300 Euro, also um fast 10 Prozent. Ähnlich erging es fast allen anderen Coins.

Der Markt hatte Appetit auf fallende Kurse, die Bären toben sich aus.

Unschöne Tatsachen in vielen Bildern

Der Einbruch heute Nacht krönte einen Monat, in dem der Bitcoin-Preis zuerst mit leichtem Abwärtstrend dahinschlingerte, um sich dann, ab dem 5. Mai, einen Hang hinabzustürzen. Seit diesem Tag hat Bitcoin knapp 5.000 Euro oder rund 15 Prozent abgegeben.

Der Bitcoin-Preis in Euro im 1-Monats-Chart nach Bitcoin.de

Sieht nicht eben freundlich aus, oder? Leider bleibt dieses Bild relativ lange bestehen, wenn wir weiter hinauszoomen. Etwa im 1-Jahres-Chart:

Wie ihr sehen könnt, ist es schon eine ganze Weile her, dass ihr Bitcoin zu so günstigen Preisen kaufen konntet. Es gab, je nach Börse, im Februar einen kurzen Moment, in dem Bitcoin günstiger war, aber dauerhaft tiefer lag der Preis zuletzt im Juli 2021. Damit sind wir kurz vor einem 1-Jahres-Tief. Um diese Marke zu knacken, müsste der Kurs auf etwas unter 27.000 Euro sinken, also um noch knapp 20 Prozent.

Denselben eher frustrierenden Anblick gibt Ethereum ab. Im großen und ganzen folgt Etheruem dem Kursverlauf von Bitcoin.

Ether-Preis in Euro im 1-Jahreschart nach bitcoin.de

Erneut haben wir im Februar einen kurzen Moment, in dem ein Ether günstiger war. Um dauerhaft tiefere Preise zu finden, müssen wir auch hier in den Juli 2021 zurückgehen. Doch um dieses Tief zu knacken müsste Ether deutlich stärker fallen als Bitcoin, nämlich um rund 600 Euro auf gut 1.500 Euro, was beim aktuellen Kurs von gut 2.250 Euro mehr als 20 Prozent entspricht.

Auch bei anderen Coins sieht es ähnlich aus. Oft sogar noch schlimmer. Cardano beispielsweise, einer der beliebtesten angeblichen Ethereum-Killer, ist sogar auf ein 14-Monats-Tief gestürzt. Nur wer im Februar 2021 gekauft hat, ist hier ein wenig im Plus.

Der Cardano-Preis in Dollar im Langzeitverlauf nach Coinmarketcap.com

Dieser Kursverlauf ist ein fast schon idealtypischer „Shitcoin-Chart“: Auf einen kurzen, explosiven Ausbruch nach oben, der eine Menge Begeisterung entzündet, folgt eine lange, zähe Phase der Ernüchterung, in der die Preise Schritt für Schritt fallen und fallen und fallen, bis auch der letzte Funken Begeisterung ausgeräuchert ist …

Cardano ist aber nicht der einzige Coin, der im Begriff steht, die große Blase, die uns seit 2021 erfüllt, weitgehend abgebaut zu haben. Auch Dogecoin hat die im April 2021 gestartete Memecoin-Blase zum Teil wieder zusammengefaltet.

Bitcoin Cash (BCH) hingegen hat relativ unmotiviert am Blasenbilden 2021 teilgenommen und ist nun wieder auf den Preis von Ende 2020 zurückgefallen.

Noch üblicher sieht es bei Bitcoin SV aus. Hier muss man bis 2019 zurückblicken, um vergleichbar schwache Kurse anzutreffen:

Die einzige rühmliche Ausnahme, die ich gefunden habe, ist der Privacycoin Monero. Auch er sinkt mit allem anderen in den letzten 20 Tagen, war aber noch in diesem Februar deutlich weniger wert:

Insgesamt haben wir einen Markt, der diejenigen heftig bluten lässt, die auf den Spitzen der Blase eingestiegen sind. Falls Sie das getan haben und seitdem mit verzweifelter Hoffnung halten, tut mir das sehr leid. Der folgende Chart vom Blockchaincenter zeigt, wie viel die Coins von der Spitze her verloren haben:

Unter den Coins, die wir kennen, sind Dash, Bitcoin Cash, IOTA, EOS, Compound, Zcash, BSV, Uniswap, Ripple, Pancaceswap, Dogecoin und Fantom diejenigen, die am stärksten verloren haben.

Keine Trendwende in den Charts sichtbar

Es ist zu diesem Zeitpunkt unverkennbar, dass die große Blase, die sich 2020 und 2021 aufgetürmt hat, zu großen Teilen abgebaut ist. Wenn ein Coin bereits 90 Prozent seines Wertes verloren hat, dann kann es zwar noch schlimmer kommen – aber die Phase des größten Schmerzes ist bereits vorbei.

Gibt es nun Hinweise, ob es schon soweit ist? Haben die Bären genügend gewütet? Sind wir schon am Boden angelangt? Kann sich der Kurs hier ein wenig stabilisieren, um irgendwann wieder zu steigen? Und wenn nein – wie lange wird es noch dauern?

Antworten auf solche Fragen sind naturgemäß schwierig zu finden. Märkte sind Psychologie. Sie gehorchen keiner harten Logik, sondern der Laune von Kollektiven. In der Regel „spürt“ man es, wenn der Kurs am Boden ankommt, doch dieses „Gefühl“ beruht auf einer Vielzahl an Faktoren, die man meist bewusst oder unbewusst wahrnimmt und zusammenstückelt. Ich „finde“, dass wir da noch nicht sind.

Der einzige einigermaßen harte Indikator dafür, ob man einen Boden erreicht hat, ist das Handelsvolumen. In der Regel begleitet ein hohes, entweder sanft steigendes oder explosiv hochschnelles Handelsvolumen einen Trendwechsel. Es sind diese Momente, in denen der eine Teil des Marktes in wilder Panik verkauft, weil nun alle Tore zur Höllen offen scheinen, während sich der andere Teil kühl abwägend die Taschen vollstopft.

So fällt der Preis kurz auf ein besonders tiefes Niveau, ein gutes Stück unterhalb des Bodens, triggert dort die Bullen, und schnellt wieder nach oben. So ein Geschehen geht normalerweise mit einem massiv steigenden Handelsvolumen einher.

Davon ist bislang noch nichts zu sehen. Ganz im Gegenteil. Das Handelsvolumen nimmt den Kursverfall schon beinah gleichgültig hin, wie etwa das Volumen aller Börsen nach Coinmarketcap zeigt:

Seht ihr? Bzw.: Seht ihr nicht? Das Handelsvolumen ist ziemlich langweilig bei rund 100 Millionen Dollar am Tag und seit Herbst 2021 tendenziell eher abschüssig. Selbst der Fall der letzten drei Wochen, ja, sogar der Sturz am Wochenende, hat kaum einen Einfluss. Die Bären spielen, und die Bullen schlafen weiterhin; neue Tiefpunkte triggern bislang keine neuen Einkaufswellen.

Das bestätigt ein Blick auf das Bitcoin-Handelsvolumen bei Bitcoin.de. Es verharrt auf relativ tiefem Niveau.

Auch die dezentrale Börse Uniswap verzeichnet im Volumen keine besonderen Sprünge. Dies zeigt der 1-Jahres-Volumenchart auf uniswap.info:

Falls die Volumenanalyse eine Bedeutung hat, dann dürfte der Bärenmarkt der sinkenden Preise noch nicht an seinem Ende angekommen sein. Leider.

Wichtige Ereignisse?

Die gute Nachricht ist also, dass schon vieles von der Blase abgebaut ist, die sich 2021 aufgetürmt hat. Doch die schlechte Nachricht ist, dass es noch weiter Spielraum nach unten gibt.

Nur — wie weit? Und kann man dies mit Ereignissen verbinden? Gibt es Ereignisse, die den preislichen Niedergang ausgelöst haben? Gibt es Ereignisse, die einen weiteren Kollaps initiieren können ?

Wie stets ist dies bei Kryptomärkten schwierig. Ein Markt ist kollektive Psychologie, und teilweise werden Charts dadurch zu selbsterfüllenden Prophezeiungen: Wenn ein Chart so aussieht, als würde er tiefer sinken, wie im Chartbild der die Treppe hinunterfallenden toten Katze (die fast idealtypisch bei Cardano den Abbau der Blase antreibt), dann kann das alleine Grund genug dafür sein, dass es auch so kommt.

Dennoch haben wir ein paar Ideen, wie wir Charts und „echte Welt“ verbinden können:

Zum einen hat die US-Zentralbank Fed vor kurzem den Zins um 0,5 Prozent erhöht, wodurch Zentralbankchef Jerome Powell die Inflation bekämpfen will. Zwar sind die Zinsen mit 0,75 bis 1 Prozent weiterhin moderat, doch schon dies macht sichere Anlagen wie Anleihen oder Sparbücher bzw. Tagesgeldkonten wieder attraktiv. Dies dürfte Portfolio-Manager dazu bewegen, Kapital umzuschichten, von riskanteren zu weniger riskanteren Klassen, wodurch Kapital aus den Kryptomärkten abfließen könnte.

Die EZB hält zwar bislang noch an den tiefen Zinsen fest. Doch möglicherweise erwarten die Märkte, dass die EZB der Fed über kurz oder lang folgen wird.

In Lateinamerika sieht es derweil nicht allzu rosig für die Bitcoin-Nation El Salvador aus. Präsident Nayib Bukele dürfte mit seinen Investments tief im Minus liegen, die Bitcoin-Bonds verzögern sich auf den St. Nimmerleinstag, und der Präsident dürfte wenig Zeit haben, sich um vulkanisches Mining oder die Bitcoin-City zu kümmern, während er mit Bandenunruhen und einem drohenden Staatsbankrott zu kämpfen hat. Das Scheitern von El Salvadors Bitcoin-Politik könnte ein stark entmutigendes Signal an die Märkte senden.

Auch Michael Saylors MicroStrategy kommt langsam unter Wasser. Zwar dürfte MicroStrategys Bitcoin-Investment weiterhin einigermaßen im Plus liegen, doch die letzten paar Käufe „des Dips“ waren eher Rohrkrepierer, die weder Gewinne machten noch halfen, die Kurse zu stabilisieren. Dass Saylor nun nicht wie gewohnt bei jedem Dip damit post, wie viele Coins seine Firma nachgekauft hat, könnte vielsagend sein. Es drohen Kaskaden unangenehmer Effekte, in deren Verlauf das Unternehmen gezwungen wird, Bitcoins zu verkaufen, wodurch der Kurs weiter sinkt und so weiter.

Dies sind nur wenige Beispiele. Ein weiteres wären die 3 Milliarden Dollar, mit denen die Luna-Foundation Bitcoins kauft oder gekauft hat, um den Stablecoin UST zu stützen. Selbst dieser massive Kauf konnte den Kursverfall nicht stoppen. Der Abwärtstrend scheint ziemlich stark zu sein.

Zugleich laufen die DeFi- und NFT-Hypes langsam aus. Die Begeisterung lässt nach, die Gelegenheiten, damit Geld zu verdienen, werden dünner, die mit DeFi und NFT einhergehenden Token gehören zu den großen Verlierern, und neue Hypes sind nicht in Sicht. Der sich kurzzeitig anraunende Hype mit Gaming-NFTs scheint zu Ende zu sein, bevor er überhaupt angefangen hat, und ein neuer Trend, der neue Käufer lockt, scheint nicht in Sicht zu sein.

Die bittere Pille

Manchmal heißt es, bittere Medizin heile gut, und in den Krypto-Märkten sagt man gerne, es müsse erst noch schlimmer kommen, bevor es besser werde. Erst wenn der Kurs Knall auf Fall auf einen Boden plumst, erst wenn es so tief geht, dass Wale sich suizidal selbst an Land spülen, dass Startups pleite gehen und Shitcoins nicht nur 90, sondern 99,9 Prozent ihres Wertes verlieren, erst wenn selbst eingefleischte Bitcoin-Maximalisten zweifeln, wenn nicht gar verzweifeln – dann ist es so weit. Dann kann man von einem „Boden“ sprechen, und von dort aus kann es wieder aufwärts gehen.

Anders gesagt: Lasst erstmal MicroStrategy und El Salvador, die beiden großen Symbole der Blase 2021, bankrott gehen, lasst DeFi-Token zurück auf Null fallen und Memecoins wie Dogecoin oder Shiba Inu tief in der Versenkung verschwinden. Dann können wir darüber reden, wie es weitergeht.

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11 Kommentare zu Bitterer Wochenbeginn: Kurse von Bitcoin und anderen Kryptowährungen brechen deutlich ein

  1. Meine DOT sind in einem Smart Contract gelockt, noch ziemlich lange. Ich könnte also nicht mal verkaufen, selbst wenn ich wollte. Insofern hat das auch etwas gutes, ich schau einfach nicht auf die Charts, und mach mich nicht verrückt, schlafe bestens.
    Et hätt noch immer jot jejange. 🙂

  2. Ich muss halt wieder schmunzeln, wenn ich lese, dass der Preisverlauf von Cardano einem „Shitcoin-Chart“ erinnert 😁 Sie können dutzende derselben Muster in der Geschichte von Bitcoin finden. Macht das den Bitcoin zu einem „Shitcoin“? Nun, für meine Banker-Freunde schon, seit jeher. Doch das sind eben Banker. Sie mögen Bitcoin und den ganzen Krypto Markt nicht.

    Aber zurück zu Cardano. Meiner Meinung nach gehört Cardano nicht zur Shitcoin-Familie, und wissen Sie warum? Aus dem einfachen Grund, dass Cardano zusammen mit BTC, ETH und XRP die einzigen 4 Coins sind, die in den letzten 5 Jahren unter den Top 15 rangieren. Wenn wir die letzten 4 Jahren betrachten, so würde BNB auch noch darunter fallen. Hier die Info-Quelle dazu. https://twitter.com/mini1pool/status/1523724577741836288?s=20&t=WX_HU1qQzKDfhyOUvbfG9w

    Was sagen Sie dazu?

    • Wo finden wir bei Bitcoin den klassischen Shitcoin-Chart?

      Die Marktbewertung hat relativ wenig mit Shitcoin oder nicht Shitcoin zu tun. Dass Cardano seit 5 Jahren unter den Top-15 rangiert, ist beachtlich, aber auch bedenkenswert.

      Es gibt für mich eine Vielzahl von Shitcoin-Indikatoren, die Cardano erfüllt (Technik als Meme, Anspruch und Wirklichkeit, keine eigenen innovativen Anwendungen, keine / kaum eine nennenswerte echte ökonomische Aktivität, vollmundige Ankündigungen von Partnerschaften durch zentrale Instanz etc.)

      • Julien // 10. Mai 2022 um 12:51 //

        Sehen Sie im 2013 Bullenmarkt kein ähnliches Muster? Im September 2013 begann der explosive Ausbruch nach oben, der eine Menge Begeisterung entzündet. 3 Monate später folgte eine lange, zähe Phase der Ernüchterung, in der die Preise Schritt für Schritt bis ins Januar 2015 stürzten und stürzten und stürzten, bis auch der letzte Funken Begeisterung ausgeräuchert war.

  3. Lieber Christoph, ich bin wirklich entzückt, dass Du Monero mittlerweile ernsthaft wahrnimmst. Ohne Häme, ich freue mich!

    Die einzige rühmliche Ausnahme, die ich gefunden habe, ist der Privacycoin Monero. Auch er sinkt mit allem anderen in den letzten 20 Tagen, war aber noch in diesem Februar deutlich weniger wert:

    Die Märkte wurden die letzten Jahre durch billiges Geld aufgebläht und praktisch alle Tech-Aktien haben mittlerweile zum ATH deutlich zweistellig eingebüßt. Ein KGV auf 100 Jahre zu strecken ist halt nicht mehr wirklich sinnvoll, insbesondere in einer dynamischen Welt. Siehe PayPal Aktie, die binnen der letzten Monate um die 80% zum ATH verloren hat…
    https://twitter.com/janowitz/status/1523622430191001600

    Wir brauchen keine neue Spekulationsblase, wir brauchen Anwendung und Nutzung. Nur das ist nachhaltig und wird langfristig den Wert sichern. Affenbilder auf der Blockchain, sorry sie sind ja nichtmal auf der Blockchain sind die aktuelle Ausartung des Gegenteils.

    • Danke. Ich nehme Monero schon lange ernst. Das muss nur nicht bedeuten, dass ich es bedingungslos positiv sehe.

      Affenbilder auf der Blockchain – nun ja, wenn Leute ein Bedürfnis danach haben, den Besitz an Kunst über eine Blockchain zu beweisen, warum nicht? Und wenn der Besitz an digitalen Items zur Basis eines „Metaverses“ wird, wozu auch immer das gut sein wird, warum nicht?

      • Finde ich super! Fühl Dich eingeladen zum (meist) alle zwei Wochen stattfindenden Dev Meeting, das letzte war erst am Samstag, aber da eine HF ansteht ist am Samstag schon wieder eins, wenn Du konstruktive Vorschläge hast, oder auch nur passiv mitlesen willst: https://github.com/monero-project/meta/issues/701

        Durch Kinder und damit verbundene Aktivitäten bin ich leider auch kein regelmäßiger Gast, aber wenn es sich irgendwie einrichten lässt, bin ich dabei. Ich kann Dir auch versichern, dass Deine Stimme gehört wird.

        Affenbilder nunja… Wenn das die Killerapp von Ethereum sein soll, dann bin ich echt alt. Eine handvoll Pixel, die man noch nichtmal auf der Blockchain selbst unterbringen kann, sondern einen Querverweis auf externe Services benötigt ist nach 10 Jahren Blockchain für mich echt hart. Kunst ist natürlich etwas abstrakt, ich kann keine in random generated Images erkennen, aber ließe mich vielleicht dazu verleiten, das Gesamtwerk als Kunst zu sehen… Vor 10 Jahren hätte ich (und habe es wahrscheinlich) Dir gesagt, dass heute Notare überflüssig werden und das meiste auf einer Blockchain abgebildet werden kann. Weit verfehlt. Wir haben mit der Blockchain nicht weniger, sondern mehr Bedarf für Anwälte, Notare und sonstige Rechtsverdreher geschaffen.

      • Danke für die Einladung. Mal schauen …

        Affenbilder. Meins ist das auch nicht. Aber im letzten Jahr wurde ziemlich deutlich, dass zumindest der Kunstmarkt genau auf so etwas gewartet hat. Endlich digitale Kunstwerke, die man ebenso besitzen kann wie physische.

        Klar ist da viel Schrott dabei, wie in jeder Blase / jedem Hype. Aber ich denke, nichts, was fundamental sinnlos ist, weckt ein so großes Interesse.

      • Sorry, komplett falsch. Ich habe das MoneroKon-Meeting verlinkt. Der korrekte Link zum letzten Dev-Meeting ist: https://github.com/monero-project/meta/issues/700

      • Ja, der Kunstmarkt ist vielleicht ein Vorbote des Immobilienmarkts und ähnlichen. Hoffentlich.

        Falls Du einem Meeting joinen willst, sei vorbereitet, dass es auf Matrix / IRC stattfindet, also alles andere als fancy, offline Messages und so sind allenfalls mit externen Services möglich. Meist sind ein paar Core Devs anwesend wie moneromooo, dazu einige eher theorielastige Menschen vom MRL und Beobachter wie ich (und hoffentlich mal Du). Muss man sich imho mal angesehen haben, um den Ethos hinter Monero zu verstehen… Gegensätzlich zur Privacy, die Monero für sich beansprucht, werden alle Logs solcher Meetings unzensiert veröffentlicht.

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