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Deutsche Wirtschafts Nachrichten akzeptieren als erstes deutsches Magazin Bitcoin-Spenden

Über die Deutschen Wirtschafts Nachrichten kann man denken, wie man will, gerne auch schlecht, aber wenn es um den Bitcoin geht, ist ihre Berichterstattung leider oft seriöser als die der meisten großen deutschen Medien. Bei den DWN wird sogar zuweilen selbst recherchiert, während die Tageszeitungen in der Regel darauf warten, bis die dpa eine Meldung herausgibt, die dann abgeschrieben und mit ein paar alten Gäulen wie Mt. Gox und Kollaps und Blase garniert wird. Nun haben die Deutschen Wirtschaftsnachrichten bekanntgegeben, dass sie Bitcoins als Spenden akzeptieren, nachdem dies von vielen Lesern verlangt worden ist. 

Das Webmagazin, das laut eigenen Angaben unabhängig und frei für eine liberale Demokratie eintritt, ist das erste große Magazin, dass Spenden in Bitcoin annimmt. Bislang war dies vor allem auf dem beliebten Blog netzpolitik.org möglich. Während aber netzpolitik.org mit einem Alexa-Deutschland-Rang von 5.000 und ein paar Zerquetschten eher am Rande der Aufmerksamkeit schreibt, liegen die Deutschen Wirtschaftsnachrichten mit Rang 294 sogar einen Platz vor der etablierten taz. Bei den Deutschen Wirtschafts Nachrichten erscheint von nun an unter jedem Artikel ein kleiner orangefarbener Button, mit dem man über coinbase spenden kann. Ob das Magazin die Bitcoins behält oder sofort gegen Euro umtauscht wird nicht verraten.

Für die meisten Medien stellt der Bitcoin ein seltsames Problem dar. Einerseits reizt das Magic Internet Money die Neugier der von Berufs wegen neugierigen Journalisten, und virtuelle Währungen könnten für die von finanziellen Engpässen geplagten Medien langfristig ein Segen sein, da durch sie ein lauffähiges Modell für Paid-Content entstehen könnte, wodurch die Medien die völlige finanzielle Abhängigkeit von Werbung und Appstores ablegen könnten. Andererseits ist der Bitcoin ein zutiefst politisches und gesellschaftlich disruptives Phänomen, auf das seriöse Medien zurecht einen kritischen und neutralen Blick werfen. Weshalb sie dabei aber vollkommen vergessen, das Potenzial von virtuellen Währungen wie dem Bitcoin überhaupt nur zu beachten – auch und besonders für die eigene Branche -, bleibt aber ebenso unklar, wie weshalb sie die Akzeptanz einer virtuellen Währung für Spenden mit einem politischen Zugeständnis an diese verwechseln.

 

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