Zum Aldi gehen, das Smartphone zücken und mit Bitcoins Pfirsiche, Walnüsse und Klopapier bezahlen – das wird niemals möglich sein? Von wegen. OneBit macht wahr, was nach einem fernen Traum geklungen hat.
Near-Field-Communication (NFC) ist ein Verfahren, um kleine Datenmengen über kurze Entfernungen zu transportieren. Zum Beispiel eine Überweisung vom Smartphone zum Kassenchip, wie es mehrere moderne Bank-Apps sowie Kassensysteme ermöglichen. Einmal wischen, und schon ist gezahlt.
OneBit hat nun eine App vorgestellt, die nicht nur NFC-Zahlungen mit Bitcoins ermöglicht, sondern auch an die Kartensysteme andockt, die Bitcoins in lokale Währungen tauscht und es damit Bitcoin-Nutzern ermöglicht, bei JEDEM Kassenterminal, das per NFC Kreditkarten akzeptiert, mit ihrer liebsten Währung zu bezahlen. Und das ohne Gebühren oder Wechselaufschläge. OneBit verdiene, so ein Repräsentant in einem AMA (Ask me Anything), dadurch, dass man an den Interchange-Gebühren teilhabe, die Banken für die Abwicklung von Kreditkartenzahlungen berechnen.
Wow. Wenn das alles läuft, wie es angekündigt wird, haben wir auf einen Schlag zehntausende von Akzeptanzstellen in Deutschland. Da fast alle Discounter in den vergangenen Wochen bzw. Monaten begonnen haben, Kreditkarten zu akzeptieren, sollten Aldi, Lidl, Netto und Co. durch die Bank weg mit einem niegelnagelneuen Kreditkartenlesegerät ausgestattet sein, das auch NFC-Zahlungen annimmt.
Dies bedeutet an sich natürlich nicht, dass jemand Bitcoins kaufen würde, um mit seinem Handy bei Aldi bezahlen zu können. Das kann er bereits. Aber es bedeutet, dass man sich seine Wallets mit Bitcoins aufladen und die virtuellen Münzen immer besser zum Shoppen benutzen kann. Was spricht da noch dagegen, sich Anfang des Monats ein paar hundert Euro in Bitcoins zu wechseln und diese im Laden auszugeben?
Momentan ist OneBit in der Alphaphase. Es funktioniert, so OneBit, und man werde bald Beta gehen. Auf der Webseite kann man sich für einen Early-Access anmelden.

