Bitcoins sind super, aber leider kann man im Alltag kaum wo damit bezahlen. Die Prepaid-Kreditkarte von e-coin.io ändert das – zumindest beinah.
Wie wäre das? Man geht zum Aldi, zückt seine Bitcoin-Karte, und bezahlt damit Äpfel, Birnen, Klopapier und Käse. Für die meisten von uns wäre das ein Traum.
An sich steht nur ein winziger Schritt zwischen Wirklichkeit und Traum: Man muss mit Bitcoins eine Prepaid-Kreditkarte aufladen. E-Coin, ein Wallet-Betreiber aus London, bietet eine solche Brücke an. Mit der Wallet von E-Coin kann man, wie mit allen anderen Online-Wallets, Bitcoins empfangen und versenden. Die Wallet ist hübsch gemacht, lädt in stürmischen Zeiten etwas langsam und hat keine speziellen Funktionalitäten. Das Besondere an der E-Coin-Wallet ist jedoch, dass man eine Prepaid-Kreditkarte bestellen kann. Das habe ich ausprobiert.
Kreditkarten sind für Euro, Dollar und Britisch Pfund verfügbar. Geplant ist auch eine „multi-currency-card“, durch die man um die Aufschläge für Transaktionen in Fremdwährungen herumkommt. Der Preis für die Kreditkarte beträgt 17 Euro. Nachdem man Bitcoins auf die Wallet von E-Coin eingezahlt hat, kann man diesen Betrag direkt vom Konto abbuchen. Danach muss man warten, bis die Karte geliefert wird. Bei mir hat das etwa 3 Tage gedauert. Der Anbieter der Karte ist My Choice, eine Firma auf Gibraltar. Nach der Lieferung muss man die Karte auf E-Coin aktivieren; um die PIN zu erfahren, muss man bei My Choice anrufen. Anschließend kann man die Karte mit Bitcoins direkt aus der Wallet aufladen und dann beim Shop seiner Wahl damit bezahlen. Wer sich nicht mit Ausweis und weiteren Dokumenten verifiziert, kann insgesamt nur 2.500 Dollar auf seine Karte aufladen und nur 400 Dollar am Tag an Geldautomaten abheben.
Ich habe also die Karte bestellt, aufgeladen und versucht, beim Aldi damit Äpfel, Birnen und Mandeln zu bezahlen. Und es hat funktioniert!
War das jetzt mein erster Einkauf mit Bitcoins beim Aldi? Eher nicht. Denn die Prepaid-Karte von E-Coin ist nicht mit Bitcoins, sondern mit Euro aufgeladen. E-Coin macht also nichts anderes, als meine Bitcoins gegen Euro zu wechseln und diese meiner Kreditkarte gutzuschreiben. Es gibt einige weitere Anbieter von Kreditkarten, die man mit Bitcoins bezahlen kann – hier eine Liste – von denen nur Xapo und Bit-X den Betrag in Bitcoin halten. Die Xapo-Karte dauert angeblich ewig, bis sie ankommt, die von Bit-X hat wohl unverschämte Gebühren. Die Hoffnung für all die, die gerne eine mit Bitcoins aufgeladene Kreditkarte benutzen wollen, liegt derzeit auf Onebit, die eine Anwendung für Near-Field-Communication (NFC) fürs Smartphone bauen wollen.
Die Prepaid-Kreditkarte von E-Coin funktioniert also, ist aber am Ende des Tages auch nicht anders, als wenn man seine Bitcoins über Bitcoin.de mit dem Expresshandel des Fidor-Kontos verkauft und dann die empfangenen Euro auf die Fidor SmartCard überspielt.
Wer dennoch eine Prepaid-Karte von E-Coin ausprobieren will, dem empfehle ich meinen Affiliate-Link zu E-Coin. Wenn ihr euch über diesen anmeldet, bekommt nicht nur das Bitcoinblog ein wenig Provision, sondern ihr spart auch 25 Prozent beim Bestellen der Karte.

