Nie wieder Passwörter suchen! Mit dem Password-Manager hilft der Bitcoin-Safe allen, die mit ihrer Zettel- und Merksatz-Wirtschaft überfordert sind. Also fast jedem von uns.
Ob die Digitalisierung nun Fluch oder Segen ist, ist bekanntlich ein Thema, das geeignet ist, Streit hervorzurufen. Während die Generation in den besseren Lebensabschnittsphasen es bedauert, dass die Jugend heute nicht mehr in der Lage ist, Schillers Glocke oder die Abfolge römischer Kaiser nach Augustus im Schlaf aufzusagen, versteht die junge Generation, manchmal Y oder Z genannt, den Aufriss nicht.
Warum sollte man etwas auswendig lernen, wenn es im Internet steht? Wenn ich alle römischen Kaiser kenne, kenne ich nur die römischen Kaiser; wenn ich dagegen weiß, wie ich eine Suchmaschine bediene und wo im Netz ich vertrauenswürdige Infos finde, kann ich dagegen alles erfahren.
Eine der Plagen der Digitalisierung, und darüber dürften sich alle einig sein, ist, dass wir unser Gehirn nicht mehr mit „Tiberius“, „Caligula“, „Claudius“, „Nero“ und „Galba“ vollstopfen, sondern mit „geheim&1982passw“, „MlTEwgKe55“, „Mascarpo##e124.passwoort“ undsoweiter anfüllen. Anstatt amerikanische Bundesstaaten oder deutsche Dichter lernen wir sinnlose Zeichenketten auswendig, die uns die digitalen Türen öffnen.
Nun ja. Der kurze Sinn der langen Vorrede ist, dass Passwörter nerven und ein guter Passwortmanager ein echtes Helferlein für unsere armen Köpfe ist. Mit dem TREZOR Password Manager verspricht SatoshiLabs nun die „ultimativ sichere Cloud-Lösung ohne Masterpasswort.“
Wer es noch nicht weiß: der TREZOR ist ein kleines Stück Hardware, das einen privaten Schlüssel speichert und eine der sichersten und zugleich komfortabelsten Lösungen darstellt, Bitcoins aufzubewahren. Besitzer dieses entzückenden Gerätes können nun mit der Chrome-App von Trezor die Beta-Version des Passwort-Managers testen.
Der TREZOR, ein stabiles kleines Stückchen Hardware
Der Vorgang ist der folgende: Mit einem Klick verschlüsselt der TREZOR das Passwort und speichert es in der Cloud. Laut SatoshiLabs löst TREZOR mit diesem Konzept eines der typischen Probleme von Passwort-Managern – dass es ein Master Passwort gibt, das die gesamte Datenbank entschlüsselt. Sobald dieses von einer Malware aufgegriffen wird, ist alles hinüber. Geschehen ist dies schon bei LastPass und RoboForm.
Der TREZOR selbst dient als Zwei-Faktor-Authentifizierung. Nur wer den TREZOR besitzt und die PIN kennt, kommt an das Passwort.
Um die App zu installieren, muss man sie lediglich für Chrome herunterladen. Voraussetzung, um sie zu nutzen, ist der Besitz eines TREZORs, die Installation der Chrome-Trezor-App sowie ein Dropbox-Account. Ja, Dropbox. Man muss TREZOR die Erlaubnis geben, auf die eigene Dropbox zuzugreifen. Anschließend wird die Password-App in der Dropbox installiert, und man kann die Trezor-Passwort-Manager-App in Chrome starten. Nun muss man nur noch seine PIN mit dem Keylogger-sicheren PIN-Verfahren von TREZOR eingeben, und schon bildet der TREZOR eine mit dem privaten Key auf der Hardware verschlüsselte Passwort-Datenbank.
Nun speichert man die Passwörter für die verschiedenen Webseiten im Passwort-Manager ein und bestätigt das per PIN. Fortan kann man, egal wo man ist, sich mit dem TREZOR auf jeder Webseite einloggen, für die man ein Passwort hat. Man muss den Link nur in der Chrome-App anklicken und mit dem TREZOR bestätigen. Sehr praktisch und eine wundervolle Erweiterung für ein Tool, das sowieso schon äußerst praktisch ist.
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