Website-Icon BitcoinBlog.de – das Blog für Bitcoin und andere virtuelle Währungen

Urlaub, Korrektur, Gebührenirrsinn

Immer wieder zur denkbar falschen Zeit: Das Bitcoinblog.de macht für etwa zwei Wochen Urlaub. Heute gibt es noch ein paar lose Anmerkungen zu den Ereignissen in diesen wilden Tagen.

Fangen wir damit an, dass es einen vermeintlichen „Crash“ gab: Bitcoin ist auf kurzzeitig weniger als 10.000 Euro gestürzt, mit ihm so gut wie alle Kryptowährungen, und die Marktkapitalisierung des gesamten Ökosystems ist auf vorübergehend 435 Milliarden Dollar gefallen. War das jetzt der große Crash, der für viele unvermeibar erschien?

Ich würde sagen, nein. Wenn man sich Coinmarketcap anschaut, wird man sehen, dass es heute 32 Kryptowährungen gibt, die eine Marktkapitalisierung von mehr als einer Milliarde Dollar haben. In der Sprache der Startups bedeutet das, dass es 32 Einhörner gibt. Die meisten dieser Einhorn-Währungen tragen NULL ökonomische Aktivität, im Juli gab es davon nur sieben, und schon das erschien viel zu sein. Solange es diese Masse an Kryptowährungen mit einer Marktkapitalisierung von mehr als einer Milliarde Dollar gibt, sollte man davon ausgehen, dass der echte Crash noch nicht stattgefunden hat.

Die Ereignisse dieser Tage waren allenfalls eine Korrektur. Wenn man sich den 30-Tages-Charts anschaut, sieht man einen weiterhin intakten Bullenmarkt und lediglich eine leichte Korrektur von einem überhitzten Preisanstieg aus. Hätte sich Bitcoin nicht bei knapp 10.000 Euro eingefangen, und wäre der Kurs nicht von dort aus wieder auf mehr als 12.000 hochgeschossen, hätte aus der Korrektur ein Crash werden können. So ist es lediglich eine leichte Korrektur einer kurzfristigen Überhitzung. Denkbar wäre es auch gewesen, dass der Preis auf weniger als 7.000 Euro stattfindet. Selbst dann wäre es im halbjahres-Trend noch immer eine Korrektur und klein Crash gewesen.

1-Monats-Chart des Kurses. Quelle: Bitcoin.de

Die Bedeutung des Kurses scheint also vernachlässigbar zu sein. Interessanter ist, was sich im MemPool tut.

Der absurde Fee-Market

Die Folgen des Blocksize-Limits dürften noch niemals so deutlich zu spüren gewesen sein wie in diesen Tagen. Fast 300 Megabyte an unbestätigten Transaktionen warten im MemPool, die Gebühren für eine schnelle Bestätigung haben zeitweise rund 1000 Satoshi je Byte erreicht. Es war vorherzusehen, dass es so kommt. Hier wollen wir kurz auf einige Details und Absurditäten des Fee-Markets eingehen:

Die Lage ist nicht eben sonnig. Aber ich bin guter Dinge, dass sich die Situation im MemPool in den nächsten Wochen wieder beruhigen wird. Spätestens wenn BitPay Bitcoin Cash akzeptiert und mehr Börsen SegWit verwenden, dürfte sich die Lage im Januar deutlich entspannen.

Bis dahin wünsche ich euch schöne, entspannte Tage.

Die mobile Version verlassen