Der Bitcoin steht kurz vor seinem Euro-Allzeithoch. Infos, Hintergründe sowie einen gastronomischen Tipp für Kursbeobachter.
(c) Stefan Heerdegen / pixelio.de
Mensch Mensch Mensch, wer den Bitcoin hat braucht echt keine Krimis mehr. Es geht hoch und höher, und kaum schaut man mal einen Tag nicht zu, steht der Preis kurz vor der 266.
Für die, die es nicht wissen: Die 266 ist eine symbolische Marke. Sie ist das Allzeithoch aus dem April. In Euro sind es 203. Wenn der Preis für den Bitcoin diese Marke knackt, müssen wir uns mit dem erfreulichen Fakt auseinandersetzen, dass noch keiner, der in den Bitcoin investiert hat, und sei es zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, keinen Gewinn gemacht hat, sofern er gehalten hat.
Montag-Abend steuerte der Preis mit 255 Dollar auf den amerikanischen Börsen und mit 185 auf Bitcoin.de die Zielgerade an. Dann kam ein Flashcrash auf 230 Dollar. Der Preis stieg wieder an. Erst langsam, dann schnell. In der Nacht auf Dienstrag war es in Dollar so weit: 267. Das Allzeithoch ist da. Seitdem pendelt der Kurs um diesen Wert. Im Euro-Markt ist es noch nicht so weit, der Bitcoin steht bei 197. Aber viel fehlt nicht mehr.
Wann es hier soweit ist? Keine Ahnung. Aber wir sind sicher, dass es passieren wird.
Und danach? Ebenfalls keine Ahnung. Allerdings glaubt kaum jemand mehr, dass es so wie im April sein wird. Damals folgte auf die Euphorie ein jähes Erwachen inklusive derbem Kater. Der Preis sprang über die Klippe bei 266 – und stürzte böse ab. Der Markt hat Monate gebraucht, um sich von diesem Schock zu erholen. Der aktuelle Anstieg ist zwar ebenfalls steil, aber er hat von einem viel höheren Plateau aus gestartet, das sich in den letzten Monaten um die 100 Euro herum gebildet hat. Außerdem hat sich der Bitcoin seit April erheblich entwickelt. Leser dieses Blogs wissen ja, dass sich jede Woche mehr tut, als zusammenzufassen ist.
Apropos: Haben Sie schon gehört, dass sich der Chef von Ebay zum Bitcoin geäußert hat? „Digitalwährungen werden sich zu einer sehr mächtigen Sache entwickeln“, so John Donahoe gegenüber der Financial Times. Das Unternehmen sei dabei, das Spektrum der akzeptierten Zahlungsmittel zu erweitern. Dem Spiegel war es eine Nachricht wert. Und wissen Sie, wie die Washington Post, die traditionelle, von Amazon-Boss Jeff Bezos aufgekaufte Zeitung, den Anlauf des Bitcoin auf das Allzeithoch betitelte: „Wann werden die Leute, die Bitcoin eine Blase genannt haben, zugeben, dass sie sich geirrt haben?“ []. Merken Sie was? Der Ton hat sich geändert. Wo man vorher Drogen, Geldwäsche, Blase, Betrug gehört hat, vernimmt man jetzt Innovation, Akzeptanz und Begeisterung.
Ist ja auch wahr. Der Bitcoin ist nützlich, und er wird mehr und mehr genutzt. Da ist zum Beispiel der Persische Schuhmacher, der seine Werke nun weltweit verkaufen kann. Der Bitcoin ist halt unübertroffen gut darin, Geld in ein Land wie den Iran zu schicken, das kein anderer Zahlungsanbieter bedient (bzw. bedienen darf). Oder, wo es doch gerade zu spannend ist, um auswärts zu essen: Warum bestellen Sie nicht mal eine Pizza bei Lieferservice.de, für, sagen wir, 0.04 Bitcoin, während sie beobachten, ob und wann der Bitcoin das Euro-Allzeithoch durchbricht?
Auf bitcoinwisdom.com können Sie die Börsenkurse im Detail genießen und vergleichen. Mittlerweile auch von bitcoin.de. Wir wünschen viel Spaß.
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Bitcoin-Friday am 29. November: Lasst uns die gehorteten Coins ausgeben. Händler machen Sondernangebote, Bitcoiner geben aus. Bitcoin.de hebt für einen Tag die Gebühren auf und bewirbt die Angebote. Bitte per Email an mich.
