Die Chinesische Zentralbank geht gegen den Bitcoin vor. Deadline ist diesmal der 15. April. Wird der Bitcoin-Handel in dem Milliardenstaat ausgelöscht? Kann die Zentralbank das überhaupt? Oder wird es einfach so weitergehen wie bisher, so, wie nach dem Verstreichen der Februar-Frist? Was die People’s Bank of China genau verlangt, ist schwer zu erkennen. Zhang Weiwu versucht es dennoch. Der chinesische IT-Unternehmer erklärt, wie Beschlüsse der Obrigkeit in China funktionieren und auf welche Weise die Börsen reagieren: Die Regierung sagt nicht, was sie meint, und die Börsen versuchen, Gehorsam zu zeigen.
Die chinesischen Bitcoin-Börsen brennen. BTC38 und FxBTC, zwei relativ kleine Börsen, nehmen seit gestern keine Einzahlungen mehr an. Weder durch „Dritte-Partei-Dienstleister“ – Zahlungsdienstleister wie PayPal und Kreditkarten – noch durch Banken. Die Börsen erklären, die Chinesische Volksbank (People’s Bank of China, PBOC) habe ihre Banken mitgeteilt, dass sie die Konten der Börsen schließen sollen. Noch schlimmer hat es wohl BTCIG.com, eine noch unbedeutendere Börse, erwischt: die Webseite ist nicht mehr zu erreichen. Aber auch Huobi, was auf chinesisch „Feuercoin“ bedeutet, hat heute die Hitze gespürt: Die größte Börse Chinas hat Einzahlung durch „Dritte-Partei-Dienstleister“ ausgesetzt – ohne dass sie dazu gezwungen worden ist. In einer langen Ankündigung erklärt Huobi, dass ihre Bank bisher keine Anweisung der Chinesischen Volksbank erhalten habe.
Sollte ich mich jetzt geschmeichelt fühlen? Ich habe schon zuvor auf bitcointalk prophezeit, dass es so kommen würde. Zum ersten Mal, bevor die Extase in China ihren Höhepunkt erreicht hatte, und zum zweiten Mal, bevor der Crash im Dezember auf dem Boden gelandet ist. Beide Male hatte ich recht. Sogar was die Methode angeht: „Die chinesische Regierung wird dem Bitcoin nicht den Krieg erklären, aber die Bitcoin-Wirtschaft in China lähmen“, so spekulierte ich am 9. Januar.
Viele betrachten die chinesische Regierung als launig. Wird sie den Bitcoin verbieten? Oder wird sie ihn nicht verbieten? Was soll es bedeuten, wenn sie sagt, es sei erlaubt, Bitcoins zu handeln, aber alle Börsen zwingt, ihre Bankkonten zu schließen?
Worten bedeuten oft nicht, was sie sagen
Betrachten wir noch einmal die Notiz … Weiterlesen für 0.001 BTC
Was? Bezahlen?
Ja, das ist ein Experiment. Ich finde es phantastisch, dass ich einen chinesischen Autor engagieren und seine Artikel einzeln verkaufen kann – ohne dass er oder ich oder die Leser eine Bank brauchen. Meine Artikel werden selbstverständlich weiterhin umsonst bleiben.
Zhang Weiwu ist ein chinesischer IT-Unternehmer, der seit zehn Jahren mit deutschen Unternehmen handelt und sich seit zwei Jahren mit dem Bitcoin beschäftig. Die virtuelle Währung ist für ihn die größte Erfindung dieser Dekade. Er sucht aktiv nach Gelegenheiten und Partnern für Bitcoin-Geschäfte. Er ist über linkedin zu erreichen.

