Website-Icon BitcoinBlog.de – das Blog für Bitcoin und andere virtuelle Währungen

Erneut Bitcoin-Börsen gehackt

"404 sign, Love Hotel, Shibuya, Tokyo, Japan" von Cory Doctorow via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Was für ein Wochenende. Es brachte mehrere Börsenhacks und eine Welle von DDoS-Angriffen auf Bitcoin-Seiten mit sich. Für einige Börsen bedeutete dies das Ende.

Geld sicher digital zu speichern ist nicht einfach. Das wurde wohl auch ungefähr 300 Banken klar, die laut Kaspersky Opfer einem großangelegten, sich über mehrere Jahre hinziehenden Hack zum Opfer gefallen sind, durch den eventuell sogar mehr als eine Milliarde Dollar geraubt worden sind. Angeblich haben die Hacker per Malware in E-Mails die Computer von Bankangestellten übernommen. Die Aktion könnte der größte Bankraub der Geschichte sein.

Wie meist bei solchen Fällen konnte sich die Bitcoin-Szene ein Stückchen Schadenfreude nicht verkneifen. Das allerdings dauerte nur so lange an, bis in ziemlich schneller Folge Probleme von Bitcoin-Börsen bekannt wurden. Und zwar folgende:

Vor allem in China gab es eine massive Welle von DDoS-Angriffen auf Bitcoin-Seiten. So hat Huobi, eine der größten Bitcoin-Börsen überhaupt, laut twitter einen massivne DDoS-Angriff erlitten, konnte aber verhindern, dass sich ein Sicherheitsleck öffnete. Auch OKCoin, ebenfalls eine der größten Bitcoin-Börsen, war kurzfristig offline. Ein Supportmitarbeiter gab über reddit bekannt, dass es Probleme mit dem DDoS-Schutz-Dienstleister Cloudflare gebe. Kunden-Guthaben seien nicht in Gefahr.

Ebenfalls betroffen von DDoS-Angriffen war shapeshift.io. Weiterhin unter Beschuss steht die Online-Wallet HolyTransactions, die Altcoin-Börse ccedk.com und die Bitcoin-Altcoin-Börse cryptorush.in.

Alles in allem sind das sehr unerfreulichen Nachrichten. Sie zeigen einmal mehr, dass Altcoin-Börsen kein sicherer Ort für Bitcoins oder andere virtuelle Währungen sind – was kein Wunder ist, da es ungemein kompliziert ist, eine Börse mit so vielen Wallets zu betreiben, während die Einnahmen durch den Altcoin-Handel in der Regel eher bescheiden ausfallen. Die Vorfälle zeigen aber auch, dass große und professionelle Börse wie Huobi und OKCoin auch harten Angriffen trotzen können.

 

 

 

Die mobile Version verlassen