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Craig Wright: Ich kann das nicht, sorry und Tschüss!

Der selbsternannte Satoshi, Dr. Craig Wright, wird doch keinen kryptographischen Beweis liefern. Er hat seine komplette Webseite gelöscht und nur eine einzige, etwas deprimiert klingende Nachricht hinterlassen.

Craig Wright hat die Bitcoin-Community für eine Woche bewegt und in Spannung versetzt. Ist er Satoshi, oder ist er es nicht? Nachdem Wright noch vor wenigen Tagen versprochen hatte, „außerordentliche Beweise“ zu präsentieren, macht er nun einen Rückzieher. Damit ist es nicht länger möglich, denen zu widersprechen, die von Anfang an wussten, dass Wright nicht Satoshi sein kann (oder darf).

Wright schreibt:

Es tut mir leid

Ich dachte, ich könnte dies tun. ich dachte, ich könnte die Jahre der Anonymität und des Versteckens hinter mir lassen. Als sich die Ereignisse dieser Woche aber entfalteten und ich mich darauf vorbereitet habe, meinen Zugang zu den frühesten Schlüsseln zu präsentieren, bin ich zusammengebrochen. Ich habe nicht die Courage. Ich kann es nicht.

Als die Gerüchte begannen, wurden meine Qualifikationen und mein Charakter angegriffen. Nachdem bewiesen wurde, dass diese Vorwürfe falsch sind, wurden bereits die nächsten Vorwürfe erhoben. Ich weiß nun, dass ich dafür nicht die Kraft habe.

Ich weiß, dass meine Schwäche einen großen Schaden unter denen anrichtet, die mich unterstützt haben, im speziellen Jon Matonis und Gavin Andresen. Ich kann nur hoffen, dass ihre Ehre und ihre Glaubwürdigkeit durch mein Handeln nicht irreparabel beschädigt worden sind. Sie wurden nicht betrogen, aber ich weiß, dass die Welt dies niemals glauben wird. Ich kann nur sagen, dass es mir leid tun.

Und tschüss.

Mit dieser Nachricht geht überraschend ein großes Drama zu Ende. Craig Wright verlässt die Bühne, und wir, die Zuschauer, bleiben ratlos zurück. Auch wenn die einfachste und naheliegendste Antwort ist, dass Wright ein Hochstapler war, gibt es viele Fragen: Wir konnte er John Matonis und Gavin Andresen überzeugen? Warum votieren Ian Grigg und Joseph Vaughn für ihn? Was hat es mit dem Tulip Trust auf sich? Welche Rolle spielte der verstorbene Dave Kleimann? Welche Absichten hat Craig Wright verfolgt? Warum hat er seine Webseite nicht mit eigenem Namen, sondern einem Service eingerichtet? Weshalb hat er anscheinend eine Agentur damit beauftragt? Warum hat er zuvor Partei für die Big-Blocker ergriffen? Warum hat sich der echte Satoshi nicht wie damals, als Dorian Nakamoto im Verdacht stand, zu Wort gemeldet?

Wir bleiben, wie gesagt, ratlos und verblüfft zurück, wie nach einem Film, bei dem man am Ende nicht weiß, ob die Hauptdarsteller sterben oder leben werden. Man kann nur hoffen, dass die kommenden Wochen noch ein Stück Aufklärung bringen werden.

 

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