Sie werden es nicht glauben: China geht wieder gegen den Bitcoin vor. Die Chinesische Volksbank stellt erneut ein Ultimatum an Banken, die Zusammenarbeit mit Bitcoin-Börsen einzustellen. Unglaublich ist, dass diese Nachricht erneut zu einem kleinen Kurssturz um beinah 30 Euro geführt hat.
Ach ja, unsere gute alte chinesische Volksbank (PBOC), die etwa einmal im Monat den Bitcoin verbietet. Besser gesagt: Sie verbietet nicht den Bitcoin – dieser sei legal, das hat sie ausdrücklich betont – sondern sie verbietet es Banken, mit Bitcoin-Börsen zusammenzuarbeiten, um so den Bitcoinhandel vom Fiatgeld abzuschneiden (und damit praktisch sinnlos zu machen).
Vergangene Nacht hat das respektierte chinesische Finanzmagazin Caixin wieder eine Nachricht der PBOC veröffentlicht. Wer Chineische kann, ist selbstverständlich klar im Vorteil, allen anderen empfehle ich, den google- oder bingübersetzer zu verwenden. Dem Artikel zufolge – sofern man die gebrochene Google-Übersetzung versteht – ist die Zentralbank in Kontakt mit Banken und Zahlungsdienstleistern getreten, um die nächste Stufe der „Bitcoin-Risiko-Prävention“ einzuleiten und, so Caixin (bzw. google): „completely cut off funding Bitcoin transactions chain.“
Die Ausweichmöglichkeiten, Geld zu einer Börse zu überweisen, wie durch einen ATM (BTC-China) oder durch Gutscheinkarten (OKCoin), werden in dem Artikel zwar erwähnt, aber ich kann nicht sagen, was es bedeutet und ob die Zentralbank auch diese Kanäle schließen möchte. Ende des Ultimatums ist angeblich der 10. Mai.
Der Kurs gab heute Nacht um rund 30 Euro nach: Er fiel von etwa 360 auf 330 Euro. Man fragt sich, wann das potenzielle Ende des Bitcoin-Handels in China endlich eingepreist ist und wo der Kurs hingehen wird, wenn China wirklich aussteigt. Falls. Vermutlich werden wir auch in den kommenden Monaten regelmäßig schlechte Nachrichten aus China zu lesen haben.
