Bisher war Ethereum mit Frontiers noch offiziell beta. Bald erreicht das Krypto-Projekt mit Homestead die zweite, stabilere Phase.
Bisher war auf der Ethereum-Webseite das Wort „safe“ (sicher) noch rot durchgestrichen. Bis spätestens morgen wird Ethereum diese Durchstreichung zurücknehmen. Ethereum wird dann von Frontier zu Homestead übergangen und, den Entwicklern zufolge, sicher sein.
Derzeit ist Ethereum etwa bei Blog 1.090.000. Während beim Bitcoin etwa alle zehn Minuten ein Block auftaucht, produziert Ethereum etwa alle 17 Sekunden neue Blöcke. Die verbleibenden gut 60.000 Blöcke bis zu Block 1.150.000, der Homestead auslöst, werden wohl bis zum 14. März fallen. Mit dem Start von Homestead verlässt Ethereum den experimentellen Frontier-Modus und wird ein Stück erwachsener, wie die Entwickler stolz auf ihrem Blog ankündigen.
Die Hardfork wird voraussichtlich reibungslos ablaufen, da sie von langer Hand geplant wurde. Im Allgemeinen halten die Ethereum-Entwickler Hardforks für einen wichtigsten Bestandteil der Fortentwicklung des Protokolls. So ist etwa eine „Difficulty-Explosion“ in das Protokoll eingebaut, die gewährleisten soll, dass Ethereum ab einem bestimmten Block auf Proof-of-Stake umschaltet.
Der Wandel von Frontier zu Homestead stellt den Übergang in einen neuen Abschnitt dar. Die tatsächlichen Änderungen sind vorerst eher gering – beispielsweise eine Erhöhung des nötigen Gases für Transaktionen – und auf der „Meta-Ebene“, so dass sie künftige Updates leichter machen. In bald folgenden weiteren Releases sollen dann zahlreiche weitere Features eingearbeitet werden. Durch diese Teilung wurden die Änderungen in Homestead auf ein Minimum reduziert, was das Debugging erleichtern soll.
Die große Bedeutung von Homestead ist jedoch, dass die Ethereum-Entwickler die Konsens-Bugs, Netzwerk-Probleme und Versions-Inkompatibilitäten, die den Start von Frontier geprägt haben, hinter sich haben. Mit Homestead ist die erste Testphase abgeschlossen. Im Prinzip beginnt Ethereum erst jetzt.

