Einem Bericht von Coindesk zufolge hat Ghana Dot Com, eines der ersten Internet-Unternehmens des westafrikanischen Landes, ein statthaftes Mining-Center aufgebaut. Geplant sind darüber hinaus noch weitere Kryptowährungs-Projekte.
Dass nicht die erste, sondern die zweite und dritte Welt die Orte sind, an denen Bitcoin wirklich etwas ändert, ist ein Spruch, der sich schon lange hält. Tatsächlich hat eine Kryptowährung auf Kontinenten wie Afrika, wo es keine Einheitswährung gibt und das Bankenwesen nur die Elite erreicht, viel mehr Potenzial als in Europa, wo wir schon eine gut funktionierende Freihandelszone haben und ein Bankkonto zum Grundrecht gehört.
Coindesk zufolge steigt die ghanesische Firma Ghana Dot Com – ghana.com – nun ernsthaft ins Mining ein. Die IT-Firma gab keine Details bekannt, sagte aber, dass die Mining-Farm bereits jetzt „mehrere hundert Terahashes je Sekunde“ produziert, womit sie im Promille-Bereich der gesamten Hash-Produktion des Netzwerkes liegen und am Tag eine niedrige einstellige Anzahl Bitcoins generieren dürfte.
Ghana Dot Com ist die Firma des afrikanischen Internet-Pioniers Nii Quaynor, der bereits 1993 einen der ersten Internet-Dienstleister Ghanas gegründet hat und im Rat des ICANN sitzt. Quaynor sagte, seine Firma habe Pionierarbeit geleistet, um die Computer- und Internettechnologie in Afrika zu verbreiten und werde dies auch beim Bitcoin machen. Indem man mit Bitcoin arbeite, helfe man, Kryptowährungen im allgemeinen in Afrika voranzubringen. Digitale Währungen und die Blockchain haben seiner Meinung nach das Potenzial, die globale Finanzwirtschaft zu verändern.
Über die bald folgenden weiteren Kryptowährungsprojekte wollte Quaynor nicht mehr erzählen.

