Ghana Dot Com startet erstes Mining-Center Afrikas

Im Kwame Nikrumah Gedenkpark in der ghanesischen Hauptstadt Akkra steht das Mausoleum des ersten Präsidenten des westafrikanischen Landes. Bild von David Stanley via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Einem Bericht von Coindesk zufolge hat Ghana Dot Com, eines der ersten Internet-Unternehmens des westafrikanischen Landes, ein statthaftes Mining-Center aufgebaut. Geplant sind darüber hinaus noch weitere Kryptowährungs-Projekte.

Dass nicht die erste, sondern die zweite und dritte Welt die Orte sind, an denen Bitcoin wirklich etwas ändert, ist ein Spruch, der sich schon lange hält. Tatsächlich hat eine Kryptowährung auf Kontinenten wie Afrika, wo es keine Einheitswährung gibt und das Bankenwesen nur die Elite erreicht, viel mehr Potenzial als in Europa, wo wir schon eine gut funktionierende Freihandelszone haben und ein Bankkonto zum Grundrecht gehört.

Coindesk zufolge steigt die ghanesische Firma Ghana Dot Com – ghana.com – nun ernsthaft ins Mining ein. Die IT-Firma gab keine Details bekannt, sagte aber, dass die Mining-Farm bereits jetzt „mehrere hundert Terahashes je Sekunde“ produziert, womit sie im Promille-Bereich der gesamten Hash-Produktion des Netzwerkes liegen und am Tag eine niedrige einstellige Anzahl Bitcoins generieren dürfte.

Ghana Dot Com ist die Firma des afrikanischen Internet-Pioniers Nii Quaynor, der bereits 1993 einen der ersten Internet-Dienstleister Ghanas gegründet hat und im Rat des ICANN sitzt. Quaynor sagte, seine Firma habe Pionierarbeit geleistet, um die Computer- und Internettechnologie in Afrika zu verbreiten und werde dies auch beim Bitcoin machen. Indem man mit Bitcoin arbeite, helfe man, Kryptowährungen im allgemeinen in Afrika voranzubringen. Digitale Währungen und die Blockchain haben seiner Meinung nach das Potenzial, die globale Finanzwirtschaft zu verändern.

Über die bald folgenden weiteren Kryptowährungsprojekte wollte Quaynor nicht mehr erzählen.

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4 Kommentare zu Ghana Dot Com startet erstes Mining-Center Afrikas

  1. Danke Christoph, aus dieser Ecke der Welt (West-Afrika) hört man ja eher wenig, aber gestern Nigera mit einer Exchange, und heute Ghana mit einem Mining Centre! Toll! Wenn man die Entwicklung beobachtet hat, war ja Ghana neben Kenia auf dem Kongress in Süd-Afrika. Was mich jedoch wundert: noch ist Strom „sehr teuer“ in afrikanischen Ländern (ich bin in den Nachbarländern Benin und Togo unterwegs, Nigeria und Ghana seltener). Wie sich da das Mining rentieren soll… Naja, vielleicht gab’s ne Solaranlage mit 1KW als Spende 🙂 Das wär doch mal cool!

  2. Nattydraddy // 10. März 2016 um 14:43 // Antwort

    „Naja, vielleicht gab’s ne Solaranlage mit 1KW als Spende“
    „Die IT-Firma gab keine Details bekannt, sagte aber, dass die Mining-Farm bereits jetzt “mehrere hundert Terahashes je Sekunde” produziert…“
    Der AntMiner S5+ ASIC Miner schafft 7,72 Terrahash/s und verbraucht 3,4 KW. Hinzu kommt noch die Kühlung. Der Sinn und Zweck einer Bitcoin-Mine besteht wohl in der Unabhängigkeit. Man ist nicht mehr von Devisen aus Übersee abhängig, sondern produziert sein eigenes Geld.

  3. Name required // 11. März 2016 um 11:43 // Antwort

    Tera bitte, nicht „Terra“. Auch wenn Bitcoin weltweit einsetzbar ist. 🙂

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