Der Ausbau der Stromnetze ist mittlerweile der vermutlich engste Flaschenhals der Energiewende. Mit dem Bitcoin-Mining liegt ein Teil der Lösung direkt vor unseren Augen.
Ein neues Gesetz zum Ausbau der Stromnetze in den USA illustriert, wie Bitcoin-Mining der Energiewende helfen kann: Die Federal Energy Regulatory Commission (FERC) hat neue Regeln verabschiedet, die es einfacher und schneller machen sollen, erneuerbare Energien an das Stromnetz anzuschließen.
Damit reagiert die Behörde auf das vielleicht größte Problem, welches der Energiewende sowohl in den USA als auch in Europa im Wege steht. Einem Bericht zufolge verzögerte der unzureichende Ausbau der Netze Ende 2022 in den USA die Installation von 2.000 Gigawatt erneuerbarer Energien – mehr, als nötig wäre, um 90 Prozent der Stromversorgung zu dekarbonisieren.
Ähnliches wird auch aus Europa in vielfältiger Form berichtet: In Großbritannien möchte die Regierung die Verzögerung der Inbetriebnahme erneuerbarer Energien von 10-15 auf 7 Jahre reduzieren. In Bayern konstatiert der VBEW, dass die Aufnahmekapazitäten der Stromnetze in vielen Gegenden bereits erschöpft seien, während das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit der Energiewirtschaft plant, den Netzausbau schneller voranzutreiben. Und die Anbindung von Offshore-Windanlagen dauert laut netzausbau.de im Durchschnitt satte 11 Jahre – während der Bau der Anlagen selbst mittlerweile in wenigen Jahren abgeschlossen ist.
Die Verfügbarkeit von Windrädern und Photovoltaik-Zellen ist längst nicht mehr der Flaschenhals der Energiewende, sondern der schleppende Ausbau des Netzes. Wer baut schon Solar- und Windparks, wenn er nicht weiß, ob und wann diese Strom einspeisen dürfen – und in welchem Umfang?
Ein Teil der Lösung ist es natürlich, Genehmigungsverfahren und Netzausbau zu beschleunigen. Es ist schließlich das Ziel, die Energie ins Netz zu bekommen. Doch es wird immer eine zeitliche Kluft geben, welche es verhindert, dass der Ausbau in dem Tempo stattfindet, das technisch möglich wäre.
Daher wird es nicht ohne einen zweiten Teil der Lösung gehen: den Strom direkt vor Ort zu verbrauchen, idealer mit einem Profit, den man in den Ausbau des Netzes investieren kann. Eine einfache, gut skalierbare und hochmobile Methode hierfür ist das Mining von Bitcoins. Miner transformieren Strom unmittelbar in Geld.
Eine Flotte von Bitcoin-Minern, die den Strom abnimmt, bevor das Netz bereit ist, könnte dazu beitragen, die Energiewende entschieden zu beschleunigen. Es wird Zeit, dass dies akzeptiert und genutzt wird.

