Der Film „Dirty Coin“ widmet sich den ökologischen Nach- und, vor allem, Vorteilen des Bitcoin-Minings. Zur Deutschland-Premiere in Berlin gibt es einen Themenabend mit Vorträgen und Diskussionen.
Wer sich für Bitcoin, das Mining und den Umweltschutz interessiert und in Berlin lebt, hat am 7. Juni 2024 offiziell einen Termin:
Im Filmtheater Colosseum in der Gleimstraße 31 findet die Premiere des Films „Dirty Coin“ statt. Veranstaltet hat sie Fulmo, vor und nach dem Film gibt es Vorträge und Diskussionen zum Thema.
Bitcoin wird seit langem dafür kritisiert, mit dem Mining Strom zu „verschwenden“ und damit die menschengemachten CO₂-Emissionen und den Klimawandel voranzutreiben. Dieser Kritik stehen — mehr oder weniger valide — Gegenargumente aus der Bitcoin-Szene gegenüber, die teilweise sogar so weit gehen, Bitcoin einen ökologischen Vorteil zu attestieren. Von der anderen Seite – Klimaschützern, grünen Politikern und Clean-Energy-Unternehmen – werden die Pro-Bitcoin-Argumente jedoch weitgehend ignoriert.
Genau das möchte die puertoricanische Regisseurin Alana Mediavilla mit dem Film „Dirty Coin“ ändern. Er soll ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Bitcoin-Mining auch eine konstruktive Rolle bei Klimaschutz und Energiewende spielen kann, und er möchte diese Diskussion, die bisher maximal im Ansatz existiert, befördern.
„Dirty Coin“ wurde am Warschauer Bitcoin-Filmfest Ende April uraufgeführt, exakt zum Halving, und hat dort den Preis für den besten Film gewonnen. „Dirty Coins“ verbindet Experten-Interviews mit comichaften Sequenzen und bombastischen Bildern aus Mining-Farmen und Energieanlagen, um die Diskussionen, Mythen, Irrtümer und Potenziale des Bitcoin-Minings in Sachen Umweltschutz zu beleuchten.
Die Veranstaltung im Colosseum beginnt bereits um 18.30 Uhr. Ihr solltet spätestens um 19 Uhr da sein, um euch das Programm um die Premiere herum nicht entgehen zu lassen:
Zunächst wird der Bitcoiner Weezel einen Einführungsvortrag zum Thema „Bitcoin: Bringt es die Meere zum Kochen oder rettet es die Menschheit?“ geben. Um 19.30 Uhr wird dann ein Vertreter von der „Green Mining DAO“ am Beispiel von Mangos, die mithilfe der Abwärme von Minern gezüchtet wurden, zeigen, wie Bitcoin dem Klimaschutz helfen kann.
Ab 20 Uhr wird Dirty Coin ausgestrahlt, danach, ab etwa 21.15 Uhr, rundet eine Podiumsdiskussion den Abend ab. Auf dem Podium werden die Klima- und Bitcoin-Aktivistin Margot Paez, Timo Steipe von Munich International Mining und andere diskutieren. Besonders kontrovers dürfte dies kaum werden, da die Veranstaltung eine klare Bias zugunsten Bitcoin hat.
Dies sollte aber diejenigen, die Bitcoin-Mining kritisch sehen oder sich spielerisch über Pro-Bitcoin-Argumente hinwegsetzen, nicht abschrecken. Ganz im Gegenteil: Auf der Veranstaltung können sie sich einerseits Inspirationen abholen, um den Horizont zu erweitern – und andererseits sich selbst in die Diskussionen einbringen, um einer möglichen Bauchpinselei unter Bitcoinern etwas entgegenzusetzen.

