Feenix International, die Mutterfirma der Socia-Media-Plattform für Erwachsene, hat 20 Millionen Dollar in Ethereum investiert. Dies wird bekannt, während die Ethereum-App Friend.Tech unter den Nutzerinnen von OnlyFans immer beliebter wird.
Vor wenigen Tagen hat Feenix International, die Mutterfirma von OnlyFans, in England einen Finanzbericht eingereicht. In diesem war auch zu lesen, dass das Unternehmen Ether im Wert von fast 20 Millionen Dollar gekauft hatte – zwischen 2021 und 2022.
Glänzend war das Timing nicht. Denn der Ether-Preis ist seitdem erheblich abgerauscht, weshalb die Coins nicht mehr 20, sondern nur noch 11,4 Millionen Dollar wert sind. Angesichts der anderen Zahlen im Finanzbericht bleibt der Verlust aber überschaubar schmerzhaft, und ohnehin scheint es dem Unternehmen nicht darum gegangen zu sein.
Denn während MicroStrategy und andere Unternehmen Bitcoins halten, um sich vor der Inflation der Fiat-Währungen zu schützen, wirkt das Investment von Feenix wie ein Geld gewordenes Liebesbekenntnis an Ethereum und das Web3. Schon im Februar führte OnlyFans NFT-Profilbilder ein, im Juni desselben Jahresn Zoop, eine Handelsplattform für Promi-Karten.
Vor diesem Hintergrund ist das 20-Millionen-Dollar-Investment ein starkes Signal. Bemerkenswert ist dabei, dass das Unternehmen nicht wie andere Bitcoin in das Portfolio aufnimmt oder Ethereum nur als zweite Kryptowährung kauft, um zu „diversifizieren“. Stattdessen setzt es ausschließlich auf Ethereum, offenbar aus reiner Begeisterung für die Technologie und ihr Potenzial.
OnlyFans ist, wenn ihr es nicht wisst, eine der erfolgreichsten Neugründungen unter den sozialen Medien. Die erst 2016 gestartete Plattform richtet sich an Erwachsene, und die vielen Videos, durch die man sich dort scrollen kann, zeigen Frauen bei den vielfältigsten Tätigkeiten, beim Kochen, Putzen und Trainieren, im Gemüsegarten, auf der Yoga-Matte oder im Auto, beim Schminken, Posieren, Paddeln, Erklären, Essen und so weiter – immer aber junge, schöne und, am wichtigsten, spärlich und figurbetont bekleidete Frauen. Männer treten bei OnlyFans eher als Opfer ihrer Genitalien auf, indem sie bares Cash bezahlen, um in den Genuss dieser Videos zu kommen.
Angeblich hat die Plattform mehr als 24 Millionen Nutzer und machte laut Finanzbericht 2021 einen Umsatz von 5,6 Milliarden Dollar. Sie ist also ein Schwergewicht.
Einige der Nutzerinnen von OnlyFans scheinen nun vor kurzem friend.tech entdeckt zu haben. Kurz nachdem wir einigermaßen begeistert darüber berichtet haben, schien das Wachstum der Plattform so sehr an sein Ende gelangt zu sein, dass manche Medien schon von ihrem Tod berichteten. Doch dann hat friend.tech das Posten von Fotos freigeschaltet, womit es auch für OnlyFans-Nutzerinnen interessant wurde.
Wie Decrypto feststellte, haben diese prompt ihre Channels auf friend.tech eröffnet und damit auch rasch ein bemerkenswertes Volumen erreicht. Während manche jedoch jubelten, dass dies „die Adoption ist, die wir wollten“, zeigen andere Daten lediglich eine minimale Spitze bei neuen Usern und dem Ethereum-Inflow, wenn überhaupt.
Es ist unbestreitbar, dass einige OnlyFans-Models zu friend.tech gehen, auch wenn vollkommen unklar ist, wie viele. Dass dem aber eine kaum wahrnehmbare ökonomische Aktivität folgt, spricht dafür, dass die Keys der OnlyFans-Models – wenn überhaupt – durch Sammler gekauft werden, die sich Profite davon versprechen, sie später wieder zu verkaufen, wenn sich denn einmal herumgesprochen hat, dass friend.tech das neue, bessere OpenFans ist — der Jubel über die Adoption ist definitiv verfrüht.
Dass Krypto seinen Durchbruch in der Erotik und Pornographie finden würde, wird seit langem prophezeit, im Prinzip schon seit 2009. Doch alle Blockchain-Plattformen, die versucht haben, speziell die Erotikszene anzuziehen, sind bisher gescheitert, und das härteste der Gefühle ist weiterhin, dass große Seiten wie pornhub oder xhamster einige Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptieren, während die Branche weiterhin Kreditkarten vorzieht, da regelmäßige Abbuchungen einen dauerhafteren Cashflow versprechen.
Was meint ihr – hat friend.tech Zukunft?

