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In Vitalia verschmelzen Krypto und Longevity

So könnte Vitalia mal aussehen. Bild von Lu.ma

In Prospera, der Bitcoin- und kryptofreundlichen Freihandelszone in Honduras, startet mit der Unterstützung einiger Krypto-Promis Vitalia: die „City of Life“. Die Auftakt-Konferenz bringt Krypto, medizinische Forschung und Pharmaindustrie enger zusammen als je zuvor.

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass zahlreiche bekannte Köpfe der Krypto-Szene sich für „Longevity“ begeistern, eine relativ junge Branche, die es sich zur kühnen Mission gemacht hat, das Leben radikal zu verlängern oder den Tod gar ganz zu besiegen.

In Prospera, einer Freihandelszone im zentralamerikanischen Honduras, kommen derzeit Krypto und Longevity enger zusammen als je zuvor. Auf der Insel Roatan, wo Prospera liegt, entsteht „Vitalia“ – eine Stadt, in der Longevity-Forscher und -Investoren frei vom Druck der Regulierung zusammen arbeiten und leben sollen.

Gründer von Vitalia ist Laurence Ion, der als Mitgründer der VitaDAO einen Fuß sowohl im Krypto-Space als auch in der Longevity-Branche hat. Die Kernidee ist, beginnend mit Prospera ein Netzwerk freier Städte zu schaffen, in denen Mediziner, Biohacker, Pharmaforscher, Investoren, Ingenieure und Programmierer die optimalen Bedingungen vorfinden, um zu erforschen, wie man das Leben verlängert.

In Vitalia gibt es Coworking-Spaces, Wohngemeinschaften und Labore, gesundes Essen, Fitnessstudios, Wellness – und die Option, Teil einer reinen Krypto-Ökonomie zu sein. Es soll zu 100 Prozent möglich sein, seine Ausgaben mit Kryptowährungen zu bestreiten. Da in Prospera auch die Finanzverwaltung erlaubt, Steuern mit Bitcoin zu bezahlen, dürfte dies kein leeres Versprechen sein.

Eine These hinter Vitalia ist, dass die Überregulierung der Pharma- und Gesundheitsbranche medizinische Durchbrüche mehr und mehr verzögert. Computersimulationen und Künstliche Intelligenz könnten die Entwicklung neuer, lebensverlängernder Medikamente radikal beschleunigen, doch die regulatorischen Auflagen sorgen dafür, dass zwischen dem Durchbruch im Labor und der Zulassung meist mehr als zehn Jahre vergehen. Die technische und bürokratische Realität klafft zunehmend auseinander.

In Vitalia soll „die Entwicklung von Medikamenten auf Warpgeschwindigkeit beschleunigt werden: Von mehr als zehn Jahren auf vier Monate bis zur Marktreife.“ Wenn es nicht gelingt, „das Problem der Überregulierung zu lösen, wird es extrem schwierig, das Altern unter medizinische Kontrolle zu bekommen solange wir leben.“ Gerade der letzte Satz dürfte für viele Investoren entscheidend sein, die zwar ein beträchtliches Vermögen angehäuft haben, aber schon im Herbst ihres Lebens stehen.

Wie eng Longevity und Krypto verflochten sind, zeigen die Sprecher einer Serie von Konferenzen, mit denen Vitalia im Januar und Februar eröffnet. Neben bekannten Longevity-Forschern und Vertretern von Pharmaunternehmen wie Pfizer und Novartis findet man Vitalik Buterin von Ethereum, Brian Armstrong von Coinbase, Vertreter mehrerer DAOs – SynapseDAO, MoleculeDAO und mehrfach VitaDAO – Ben Goertzel von SingularityNET und viele andere. Auch Maximon, der Longevity-Fund von Bitcoin-Investor Marc Bernegger, ist vertreten.

Bemerkenswert ist vor allem die starke Präsenz von medizinischen DAOs. Während die dezentralen autonomen Organisationen bisher außerhalb von DeFi kaum Fuß fassen konnten, scheinen sie sich in der Finanzierung von avantgardistischen medizinischen Forschungsvorhaben zu etablieren.

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