Global Payments Inc schließt Vertrag mit BitPay ab

Die Akzeptanz des Bitcoins schreitet rasend schnell voran. Nun hat Global Payments Inc., einer der weltweit größten Zahlungsdienstleister, mit BitPay einen Vertrag abgeschlossen, um künftig Kryptowährungen in ihre Produkte zu integrieren und Händlern rund um die Welt Bitcoins annehmen zu lassen. Der Markt reagiert darauf mit stoischer Gelassenheit.

Global Payments Inc ist, so die Wikipedia, einer der Top-Drei Zahlungsdienstleister der USA. Die in Atlanta ansässige Firma prozessiert elektronische Transaktionen für Händler, unabhängige Verkaufsorganisationen, Finanzinstitute, Behörden und internationale Unternehmen. Global Paymenst Inc. hat Niederlassungen in den USA, Kanada, Europa und im Asiatisch-Pazifischen Raum. Die Firma wickelt Kreditkartenzahlungen ab, prozessiert B2B-Zahlungen, Gutscheine, elektrische Schecks und managt Verkaufsterminals. Sie bedient eineinhalb Millionen Händler weltweit und erledigt rund fünf Milliarden Transaktionen im Jahr. So viel zur Größenordnung.

Die Firma hatte erst 2012 ein massives Sicherheitsleck, von dem wohl knapp 1,5 Millionen Kreditkartenbesitzer betroffen waren. Die genaue Anzahl ist unbekannt. Eventuell ist dies mit ein Grund, weshalb sich Global Payments Inc für den Bitcoin interessiert. Hier gibt es kein Sicherheitsrisiko von Seiten des Dienstleisters, da Kunden, die mit Bitcoins bezahlen, dem Zahlungsdienstleister keine privaten Daten oder Passwörter anvertrauen müssen.

Vermutlich dürfte die Firma aber die Chance wittern, im globalen Zahlungsverkehr einen Vorsprung zu erringen. Es hat sich wohl mittlerweile herumgesprochen, dass der Bitcoin und weitere kryptographische Währungen eine recht praktische Methode sind bzw. sein können, günstig, rasch und sicher Werte um die Welt zu schicken. Desweiteren scheint in den USA die Stimmung hinsichtlich des Bitcoins gerade zu kippen: Es gibt, wie Dell so treffend twitterte, keinen Grund, Bitcoins nicht zu akzeptieren, und langsam aber sicher geht nicht mehr der ein Risiko ein, der virtuelle Währungen annimmt, sondern der, der sich ihnen verweigert. Wer möchte schon in Branchen, in denen Innovation und Technik alles ist, derjenige sein, der sich grundlos einer neuen und hipen Technologie verweigert? Und wer möchte schon, wenn Bitcoin zum Mainstream wird, danebenstehen?

Der Kurs hat es derweil vorgezogen, auf die Nachricht so gut wie gar nicht zu reagieren. Es gab einen kurzen Sprung um zehn Dollar, auf den kurz darauf ein Fall um einen ähnlichen Betrag gefolgt ist. Alles im Rahmen der täglichen kleinen Schwankungen. Vermutlich weiß der Markt, dass zum einen auf die Akzeptanz bei Händlern nicht zwingend die Akzeptanz bei Konsumenten folgt, und dass zum anderen BitPay die Bitcoins für GlobalPayment Inc. in Dollar wechselt, was den Preis eher unter Druck setzt als ihn zu beflügeln.

Über Christoph Bergmann (1850 Beiträge)
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