Visa und DocuSign wollen Bitcoin-Blockchain fürs Auto-Leasing nutzen

Im Autohaus in den Traumwagen steigen, ein paar Daten eingeben, ein paar Mal auf den Touch-Screen drücken – und mit dem frisch geleasten Wagen weiterfahren. So soll laut Visa und DocuSign das Autoleasing mit der Blockchain aussehen. Eigentlich nicht mehr nötig ist dabei der Autohändler.

Erst lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, dann investieren sie in dich – etwa so könnte man Ghandis schönen Satz für die Bitcoin- und Blockchain-Revolution umformulieren. Der Kreditkartengigant Visa, dessen Kerngeschäft vom Bitcoin bedroht sein könnte, arbeitet zusammen mit DocuSign an einer Lösung, um die Bitcoin-Blockchain für das Auto-Leasing zu benutzen. Der Blog von DocuSign kündigt das Projekt an:

Lange Verkaufszyklen, komplexe Versicherungsprozeduren, belastende Finanzprodukte und Ströme von Papier, die unterschrieben und versendet werden müssen, könnten bald der Vergangenheit angehören, wenn man sein Traumauto least – dank eines Projekts von DocuSign und Visa Technologie, das wir heute enthüllen.

Die beiden Firmen haben in den vergangenen Monaten ein Proof-of-Concept ausgearbeitet, das DocuSigns Digital Transaction Management (DTM) mit Visas Zahlungstechnologie zusammenbringt, um das Leasen eines Autos zu einem 10-Minuten-Prozess zu machen.

Und es lässt Konsumenten sprichwörtlich in ein Auto in einem Verkaufsraum steigen, das Leasing, die Versicherung und andere alltägliche Zahlungen wie Parkgebühren oder die Maut konfguieren, es durch DocuSign uunterschreiben, per Visa zahlen – und wegfahren.

Wie soll das funktionieren? Nachdem sich ein Kunde zum Leasing eines Autos entschlossen hat, wird die Identität des Autos in der Bitcoin-Blockchain registriert. Die anschließenden Daten – etwa die Leasing- sowie die Versicherungsoptionen – werden ebenfalls in der Blockchain gespeichert und durch ein DocuSign gezeichnet.

Danach verlinkt der Kunde seine Kreditkartendetails mit dem System, um für das Leasing und die Versicherung zu bezahlen und automatisch die Gebühren für Maut, Wartung, Musik-Downloads Parken und mehr abzubuchen.

Die Vorteile, schreibt das Blog, hören damit aber noch nicht auf.

Sobald ein Kunde ein Auto für eine gewisse Zeit gefahren hat, kann das System Aktivitäten verfolgen – die zurückgelegten Distanzen, die durchschnittliche Geschwindigkeit, Vollbremsungen – und vielleicht die Versicherungsgebühr senken oder dem Fahrer Ratschläge geben, wie er günstiger Leasen oder günstiger Reisen kann.

Unser Ziel ist es, die “100-Prozent-digitale, vollständig verbundene mobile Erfahrung” im Internet-der-Dinge zum Leben zu erwecken – und dies auf eine Art zu machen, die schnell, einfach und vollständig sicher ist.”

Ein Video, das die Anwendung in einem ersten Prototypen zeigt, findet ihr hier. Bemerkenswert ist, finde ich, dass bei der ganzen Prozedur überhaupt kein Autohändler anwesend sein muss. Lediglich ein Sicherheitspersonal. Hinsichtlich des Datenschutzes bin ich allerdings noch etwas skeptisch …

About Sascha Nierste (34 Articles)
Hat Soziologie studiert und arbeitet unter anderem als freier Autor. Für das Bitcoinblog kümmert er sich mit Vorliebe um Neuigkeiten und Akzeptanzstellen.

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