Für Bastler und Entwickler: Der Lightning Hacksprint an diesem Wochenende

Was Bilder angeht, ist Lightning wirklich ein dankbares Thema. Bild von Benjamen Benson via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Wer sich trotz Corona am Wochenende mit der globalen Lightning Community treffen möchte, sollte am Lightning Hacksprint teilnehmen. Es gibt einige Challenges rund ums Lightning-Netzwerk, die die Teilnehmer gemeinsam lösen können.

Ja, jegliche Art von Konferenzen, Treffen und Workshops sind derzeit untersagt. Aber das hindert die Lightning-Community nicht daran, sich im digitalen Raum zu versammeln, um am Lightning-Netzwerk zu hacken. Jeff Gallas von Fulmo, Veranstalter der Lightning-Hackdays, richtet an diesem Wochenende den zweiten Lightning Hacksprint aus.

Der erste Hacksprint fand Anfang April statt als Ersatz für den geplanten Lightning-Hackday in Barcelona. „Es geht immer noch darum, das Lightning Netzwerk weiter zu erforschen, jetzt mit einem stärkeren Fokus auf bereits existierenden Projekten“, schreibt Jeff. Die bereits existierenden Projekte sind die „Challenges“ (Herausforderungen): Also die Baustellen, bei denen schon Fundamente und zum Teil auch Wände stehen, aber die noch Arbeit von der Community verlangen, um ordentlich bewohnbar zu werden.

Das Wiki von Fulmo zeigt einige dieser Challenges. Es gibt einen guten Überblick über laufende Lightning-Projekte ab: Der RaspiBlitz, ein Full Node mit Lightning-Zugang auf einem Raspberry, LNBits, eine Open Source Wallet für Lightning mit einem Buchhaltungssystem, TOR2IP, ein Service, der Lightning-Nodes im Tornetzwerk mit einer öffentlichen IP-Adresse versorgt, dazu ein Lightning-basierter Spamschutz für ein Wiki, eine App, um eine Lightning-Zahlung an mehrere Adressaten aufzuspalten, ein Lightning-basierter Bitcoin-Geldautomat (ATM), sowie eine Software, um einen Full Node auf einem Android-Smartphone zu betreiben.

Das Spektrum bewegt sich zwischen den Full Nodes für Bastler, experimentellen Projekten, der technischen Lightning-Basis und sinnvollen Anwendungen für den Zahlungsverkehr. Für jedes Projekt listet das Wiki von Fulmo einen Link zu Github, wo man in den Code einsteigen oder aktuelle Probleme einsehen kann, sowie einen Link zu einem Chat-Kanal, über den man sich mit Gleichgesinnten über das Projekt austauschen kann. Je nach Interesse der Teilnehmer wird es dann mehrere „selbstorganisierte Sessions“ geben, bei denen sich Leute, die dieselbe Challenge lösen wollen, zusammentun können.

Technisch koordiniert wird das ganze zum einen über einen von Fulmo gehosteten Jitsi Meet Server sowie einem ebenfalls bei Fulmo gehosteten Slack-Ersatz, über den Teams zusammen chatten können. Das Wiki von Fulmo dient als Startpunkt für die Teilnehmer, um sich über Projekte zu informieren. Am Ende stellen diese die Ergebnisse ihrer Challenge per Video vor und halten sie im Wiki fest.

Das Konzept ist interessant. Die Corona-Krise treibt offenbar die Digitalisierung des Treffens und Zusammenarbeitens voran. Mit dem eigenen Jitsi-Server kann Fulmo den Datenschutz gewährleisten, die doppelte Infrastruktur mit slackartigen Chaträumen, ebenfalls abhörsicher auf dem eigenen Server, erlaubt es, dass Leute sich trotz der öffentlichen Videochats auch privat unterhalten können. Beim ersten Hacksprint ging das Konzept auf. Jeff nennt es „einen ziemlichen Erfolg.“ Zahlreiche Probleme der Open-Source-Projekte wurden gelöst, einige Challenges gemeistert. Es enstand sogar ein komplett neuer Lightning-Node in Rust.

Mal schauen, was an diesem Wochenende herauskommt. Wer also von Zuhause aus am Hacksprint mit der globalen Lightning-Community mitmachen möchte, sollte als Einstieg das Wiki von Fulmo besuchen. Viel Spaß!

Über Christoph Bergmann (1817 Beiträge)
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