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RAF Camora: Goldene Platte auf Blockchain

RAF Camora mit Smartphone in seinem Studio. Bildrechte bei RAF Camora und seinem Label.

Der österreicher Rapper RAF Camora verkauft Anteile an einer Goldene Platte als NFT an seine Fans. Damit wird er zu einem der ersten deutschsprachigen Musiker, der sich an NFTs heranwagt. Als Blockchain wählt er die Polygon-Sidechain.

RAF Camora dürfte einer der bekannteren deutschsprachigen Rapper sein. Der gebürtige Schweizer lebt in Wien und schaffte es im vergangenen Jahr mit dem überraschend veröffentlichen Album „Zukunft“ trotz teils durchwachsener Kritiken an die Spitzen der Charts.

Wer sich ein paar Lieder von ihm anhört, dürfte die Stimme kennen, irgendwie rappend, irgendwie singend, über Beats, die irgendwie HipHop, irgendwie Pop und irgendwie Dancehall sind. RAF Camora hat einen gut wiedererkennbaren, markanten Flow, aus dem man trotz einer völlig eigenen Sprechweise den Österreicher rauserkennt.

Mein Fall ist die Musik dennoch nicht. Aber angesichts von Zig Millionen Aufrufe je Video dürfte das RAF Camora ziemlich Wurst sein.

Und weil das hier kein Musikblog ist, sondern ein Blog über Bitcoin, Kryptowährungen und so weiter, halten wir uns nicht länger bei der Musik auf. Vielmehr geht es darum, dass RAF Camora nun, nachdem sein letztes Album Gold-Status erhalten hat, dies mit einem NFT feiert. Damit dürfte er einer der ersten – wenn nicht der erste – bekannte deutschsprachige Musiker sein, der NFTs als potenzielle Quelle von Einnahmen und Loyalität anbohrt.

Idee und Konzept sind nicht ganz uninteressant. RAF Camora zerlegt die physische Goldplatte, die in seinem Studie prankt, in 5555 digitale „Zukunft Goldplatten“. Jede davon hat ein NFT und ein bestimmtes, mal häufigeres, mal selteneres Design.

Der neue Song „Mein Planet“, der erst Ende April erschienen ist, vertont die NFT-Ambitionen und soll, so die Pressemitteilung, ebenfalls „ein großes Dankeschön an seine Fans darstellen“.

Einen Mehrwert haben die NFTs allerdings nicht nur als Sammlerstück. Jedes NFT enthält eine digitale Version der offiziellen Goldplatte – inklusive Echtzeitszertifikat – und berechtigt auf eine Goldplakette mit einer Nummerierung. Die Nummer gibt Zugang zu verschiedenen Goodies und Closed Communities, was aber nach Seltenheitsgrad des Designs gestaffelt ist. Das finde ich nicht eben unwichtig, weil RAF Camora damit Token zu Schlüsseln macht, über die man Zugang in ein Backend bekommt. Das könnte ein Modell sein, das weit über den Planet des Rappers hinausgeht.

Kaufen kann man die NFTs auf planet-camora.com für 155 Euro je Stück. Dort kann man sich mit seiner Wallet, etwa Metamask, einloggen. Die NFTs laufen auf der Polygon Sidechain (Matic), auf die man seine Wallet ausrichten muss.

Über Christoph Bergmann (2353 Artikel)
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