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Lombard erhält $16 Millionen Investment für Bitcoin-DeFi-Token

Brücke im Nebel. Bild von Jay Huang via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Mit LBTC soll es möglich sein, Bitcoin zu verzinsen, während man sie hält. Der Herausgeber, Lombard, hat sich dabei von einer anderen Blockchain etwas abgeschaut.

Im Lauf des letzten Jahres hat sich bei Bitcoin etwas geändert, vor allem seit Taproot und den Ordinals. Die Bitcoin-Community öffnet sich für Ideen, die vorher anderen Blockchains vorenthalten waren, etwa NFTs, Token und DeFi.

Ein Teil davon sind tokenisierte Bitcoins: Bitcoins, die, in dieser oder jener Form, auf einer Sidechain oder anderen Blockchain landen, um dort mehr zu können. Das klassische Beispiel dafür sind die WBTC von BitGo, weniger klassisch, aber innovativer die iBTC-Token auf einer Polkadot-Parachain.

Mit LBTC wirft Lombard eine ganz andere Version des tokenisierten Bitcoins in den Ring, und erhält dafür nun ein Funding von 16 Millionen Dollar, angeführt von Polychain Capital, einem umtriebigen Investor im Krypto-Bereich.

LBTC ist, so Lombard, „ein Zinsen auszahlendes Crosschain-Token, 1:1 durch Bitcoin gedeckt“. Man hält Bitcoins, verdient aber, indem die Bitcoins auf anderen Blockchains staken oder als AMM dezentrale Börsen mit Liquidität versorgen. Man hat die Stabilität von Bitcoin, und die Profite von DeFi.

Lombard ist nicht wirklich dezentral. Die User geben effektiv die Kontrolle über ihre Bitcoins in andere Hände. Immerhin versucht Lombard die Kontrolle über die Coins durch ein „Consortium“ zu dezentralisieren und sichert sie durch CubeSigner.

Im Hintergrund arbeitet Babylon. Diese „Eigenlayer“ für Bitcoin ist der Partner von Lombard – und hat schon zuvor ein 18-Millionen-Dollar-Funding von Polychain erhalten. Hinter den Investments steckt offenbar eine Strategie.

So wie Eigenlayer die ökonomischen Stakes von Ethereum nutzt, um weitere dezentrale Dienste zu sichern, staked Babylon Bitcoins, um damit beispielsweise PoS-Chains oder -Sidechains zu schaffen. So wie bei Eigenlayer könnte damit eine ganze neue Welt von dezentralen Dienstleistungen entstehen, für die weitere Blockchains nur der Anfang sind.

Babylon ist derzeit noch im Testnet. Es dürfte also noch eine Zeit brauchen, bis Babylon Zinsen abwirft, die eine tatsächliche ökonomische Grundlage haben. LBTC als einfacher, liquider Zugang zu Babylon könnte dann interessant werden.


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Über Christoph Bergmann (3247 Artikel)
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