Neues Allzeithoch: Bitcoin über 111.000 Dollar
Pizza. Bild von russellstreet via flickr.com. Lizenz: Creative Commons
Bitcoin hat es wieder getan: Knapp ein halbes Jahr nach dem letzten Allzeithoch bricht Bitcoin seine eigenen Rekordpreise. Mit mehr als 111.000 Dollar ist Bitcoin mehr wert als je zuvor. Und das am Bitcoin-Pizza-Tag.
Jede Profession hat Wörter, die sie liebt, und Wörter, die sie hasst. Bei uns Bitcoin-Journalisten dürften „Allzeithoch“ und „Pizza“ zwei der Wörter sein, die sich am schönsten tippen. Und zum Glück haben wir immer wieder das Vergnügen, sie zu verwenden.
Zum Beispiel ist heute die perfekte Gelegenheit, Allzeithoch und Pizza zu sagen. Just am Bitcoin-Pizza-Tag, der feiert, dass Laszlo Hayek am 22. Mai vor nunmehr 15 Jahren erstmals eine Pizza mit Bitcoin bezahlte – und zwar für satte 10.000 Bitcoins -, knackt Bitcoin ein neues Allzeithoch.
Nachdem Bitcoin im April auf unter 70.000 Dollar gefallen war, stieg die Kryptowährung den Mai hindurch ziemlich konstant an, um nun, da der Monat sich dem Ende neigt, ein neues Allzeithoch zu knacken. Es geschah heute morgen, kurz vor sechs, bei etwa 111.760 Dollar. Das ist, fürs erste, unsere neue Marke.
Die Pizza, die Laszlo vor 15 Jahren kaufte, wird damit mehr als eine Milliarde Dollar teuer.

1-Jahres-Kursverlauf von Bitcoin nach coinmarketcap.com
In Euro ist das Allzeithoch schwieriger zu greifen. Im Januar lag der Preis für einige Tage über 100.000 Euro – heute ist er immer noch unter 98.000. Es ist nicht viel, aber es fehlt noch etwas.

Bitcoin-Preis in Euro im Jahreschart nach Bitcoin.de
Der Grund ist einfach: Im Januar hatte der Eurokurs einen Tiefpunkt mit gut 1,02 Dollar erreicht, während er nun, mit 1,13 Dollar, sehr viel stärker dasteht. Aber vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis Bitcoin auch in Euro ein neues Allzeithoch nimmt.

Eurokurs nach onvista.de
Bitcoin steht, einmal mehr, stärker da als je zuvor. Und wenn Bitcoin stark ist, dann ist der Kryptomarkt auch stark. Oder?
Im Kern trifft die alte Regel natürlich zu, dass Bitcoin alle anderen Kryptowährungen mit sich zieht. Aber es gibt einige Einschränkungen. Erstens hat die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen noch kein neues Allzeithoch erreicht. Sie steigt, ja, aber sie hat noch nicht den Höchststand aus dem Dezember 2024 getoppt.

Bitcoin setzt sich vom Markt ab, was sich in einer steigenden Bitcoin-Dominanz niederschlägt:

Seit rund zweieinhalb Jahren gewinnt Bitcoin immer mehr Marktanteile. Mit rund 63 Prozent ist Bitcoin so dominant wie zuletzt 2021, und sollte der Indikator noch ein Stückchen weiter steigen, auf etwa 70 Prozent, wären wir zurück in Verhältnissen, die man nur aus 2017 kennt.
Zweitens: Bei all dem verhalten sich nicht alle Kryptowährungen gleich. Manche verlieren mehr gegen Bitcoin, manche weniger, und manche gewinnen sogar. Das Sorgenkind ist einmal mehr Ethereum, das sich nur zaudernd, fast schon widerspenstig, von Bitcoin mitziehen lässt und noch weit von den Höchstständen Ende 2024 und Anfang 2025 entfernt bleibt (die ja selbst noch nicht einmal ein Allzeithoch waren).

Besser sieht es bei Ripple (XRP) aus, auch wenn es mir ein Rätsel ist, warum. Ripple ist weiterhin ein ultra-zentralisierter Coin, dessen Geldmenge weiterhin zu fast 50 Prozent in den Händen von Ripple Labs liegt, während der Coin wie eh und je keine echten User hat und dessen Transaktionsgeschehen seit 2020 stagniert.

Eher verhalten schlägt sich auch der Memecoin Dogecoin. Immerhin erholt er sich von seinem Wahnsinnsritt auf beinahe 50 Cent, ist aber noch weit vom Allzeithoch entfernt.
Wohingegen Tron (TRX) einen konstanten Aufstieg hinlegt. Kaum eine Kryptowährung läuft so stabil aufwärts wie die Blockchain, auf der vor allem Transaktionen mit dem Stablecoin Tether (USDT) stattfinden.
Alle anderen Coins weit in den Schatten stellt dagegen der Privacycoin Monero (XMR): 
Monero hat den Ausbruch, der ihn Ende April auf mehr als 300 Dollar katapultierte, nicht wieder abgebaut, sondern genutzt, um stetig, aber aggressiv zu steigen und nun bei knapp 400 Dollar zu stehen.
Nicht alles steigt also gleich stark. Wie immer bietet der Krypto-Markt die Chance, die Gewinne von Bitcoin zu verpassen, aber auch zu toppen.
Die vermutlich interessantere Frage ist aber: Warum? Warum steigt Bitcoin ausgerechnet jetzt so massiv? Gibt es einen guten Grund für das neue Allzeithoch?
Angebot und Nachfrage
Zunächst einmal drückt die generelle Situation von Angebot und Nachfrage den Preis nach oben. Es gibt immer mehr Unternehmen, die es zu ihrer Strategie machen, Bitcoins zu kaufen, allen voran MicroStrategy, aber auch MetaPlanet in Japan, die Blockchain Group in Frankreich und andere.
Dazu kommt die Nachfrage durch ETFs, durch Vermögensverwalter und die ersten Staatsfonds. Während Trumps Pläne für eine föderale Bitcoin-Reserve bereits Gestalt annehmen, haben die Bundesstaaten Arizona und New Hampshire Gesetze verabschiedet, die eine staatliche Bitcoin-Reserve zulassen. Und erst gestern hat der Senat in Texas einen Gesetzesvorschlag beschlossen, der ebenfalls eine Bitcoin-Reserve zulässt.
Es zeichnet sich also eine starke und dauerhafte Nachfrage durch Unternehmen und Institutionen ab. Bei einem Preis von rund 100.000 Dollar dürfte diese nicht durch die neu erzeugten Coins zu decken sein. Solange nicht alte Holder aussteigen, muss der Preis schon beinahe zwingend steigen.
Der folgende Chart von Bitcoin Magazine Pro zeigt, wie lange welche Teile der Bitcoin-Geldmenge gehalten werden:

Wie man sieht, nehmen die Anteile von Bitcoins, die seit mehr als drei Jahren gehalten werden, seit 2022 beharrlich zu. Bisher stützen die Langzeit-Hodler den Aufwärtsdruck, und es sieht auch nicht so aus, als würde sich dies in absehbarer Zukunft ändern.
Aber das ist nicht der einzige Grund.
Die zweite Tranche der FTX-Auszahlung steht an
Ab dem 30. Mai wird der Insolvenzverwalter der kollabierten Börse FTX eine zweite Tranche an Auszahlungen an die Gläubiger vornehmen. Über Kraken und BitGo werden rund fünf Milliarden Dollar an User der Börse ausgezahlt. Diese werden das Geld in Dollar erhalten – und darin vielleicht eine gute Gelegenheit sehen, es in Bitcoins zu investieren.
Die erste Auszahlungswelle fand bereits im Februar statt. Sie verteilte rund 1,2 Milliarden Dollar an User, die Ansprüche über weniger als 50.000 Dollar hatten. Die zweite Welle wird größer sein und User mit tieferen Wallets betreffen. Man kann davon ausgehen, dass sie den Markt stärker beeinflussen wird – und vermutlich hat der Markt das, zumindest in Teilen, bereits antizipiert.
Insgesamt wird der Insolvenzverwalter übrigens 16 Milliarden Dollar auszahlen. Dementsprechend stehen für dieses Jahr vermutlich noch Liquiditätsspritzen von fast 10 Milliarden Dollar an.
Hohe Zinsen für US-Staatsanleihen
Möglicherweise spielt zudem noch ein „Makro-Event“ in den Kurs hinein. Solche Zusammenhänge sind mit Vorsicht zu genießen, da aus ihnen eher Spekulationen als Tatsachen sprechen.
Das US-Finanzministerium hielt gestern eine Auktion über Staatsanleihen mit einer 30-jährigen Laufzeit ab. Das Interesse der Märkte, der USA über mehrere Jahrzehnte Geld zu leihen, blieb aber begrenzt, so dass die Zinsen für die Staatsanleihen auf mehr als fünf Prozent stiegen – der höchste Stand seit zehn Jahren. Trotz der harschen Maßnahmen scheint es der Regierung Trump nicht zu gelingen, das Haushaltsdefizit der USA in den Griff zu bekommen.
Robert Kiyosaki, Autor von „Rich Dad, Poor Dad“, tweetet: „Die Partie ist vorbei. Hyperinflation kommt. Millionen, junge wie alte, werden finanziell ausgelöscht werden. Gute News: Gold wird auf 25.000 Dollar (je Unze) steigen, Silber auf 70, Bitcoin auf 500.000 bis eine Million“. Das „ENDE“, vor dem Kiyosaki längst warnte, „ist HIER.“
Natürlich gehört Kiyosaki zu den vielen Crash-Propheten, die so lange und ausdauernd vor einem Crash warnen, dass sie dann, wenn er einmal kommt, in jedem Falle richtig liegen. Abgesehen davon, dass er mit seiner Prognose, dass Bitcoin auf mehr als 500.000 Dollar steigt, seine 2,7 Millionen Follower erreicht, ist die Lage durchaus brisant.
Schon vergangene Woche blieb die Nachfrage für 20-jährige Staatsanleihen unbefriedigend, während die Rating-Agentur Moodys den USA die Bestnote für die Kreditwürdigkeit entzog. Auch in Japan und Großbritannien stiegen die Zinsen für langfristige Anleihen, womit diesen Ländern wiederum die Liquidität fehlt, um US-Staatsanleihen zu kaufen.
Die Zinssätze sind noch ein gutes Stück von apokalyptischen Höhen entfernt. Aber der plötzliche Ausbruch signalisiert, dass das System, in dem Schulden mit neuen Schulden bedient werden, nicht ewig weitergehen wird. Der Dollar wird zum Risiko – und Bitcoin zum Rettungsboot.
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„Das US-Finanzministerium hielt gestern eine Auktion über Staatsanleihen mit einer 30-jährigen Laufzeit ab.“
Das ist falsch. Es waren 20jährige. Und das ist relevant, da 20jährige im Vergleich zu 10 oder 30jährigen eher ein Nischenprodukt sind und der Markt trotzdem so ausgeprägt reagiert hat, was die Nervosität widerspiegelt.
Hm, Stack-Area-Graphen sind nicht leicht zu lesen, da ein Balken die anderen bloss verschiebt. In diesem Fall sind es seit 2019 die Langzeithodler >10y, die alle anderen Hodler Balken mit nach unten drücken.
Aber ja der Schluss ist natürlich trotzdem korrekt. Auch wenn Hodler sich an der Preisbildung nicht direkt beteiligen, sie zeichnen sich ja gerade durch Abwesenheit vom Marktplatz aus, gibt es natürlich wenig Preisdruck nach unten durch Verkäufe.
Ist das nicht eher ein Nullsummenspiel? Der Insolvenzverwalter muss die 16 Milliarden doch vorher von Krypto in Dollar tauschen, was den Preis genauso drückt, wie ihn die Ausgezahlten eventuell wie steigen lassen.
Nur dann, wenn er erst noch SPOT verkaufen wird (von heute an gesehen). Das glaube ich aber nicht, dass er erst noch verkaufen muss. Vermutlich hat er die Bestände bereits vor längerer Zeit verkauft, ggf. sogar OTC.
Typischerweise werden imho Optionen genutzt, um den Verkauf im Voraus abzusichern. Ergebnis ist aber dasselbe: Der Markt hat diesen bereits eingepreist.
Ja, ich denke auch, dass es eine zeitliche Entkoppelung gibt und sich das dann ganz sicher auch eher asymetrisch verhält, aber ob sich das dann insgesamt eher asymetrisch im Sinne einer Preissteigerung oder eher asymetrisch im Sinne eines Preisverfalls auswirkt, erschliesst scih mir nicht so ganz.
Ja aber FTX hat die ja sicher nicht in USD gehalten. Insofern muss zuerstmal Krypto in USD getauscht worden sein, was den Preis drückt.
Und dass all die FTX Geschädigten dieses nun wieder in Krypto eintauschen wollen ist ja erstmal nur eine Vermutung. Wenn es dann nur die Hälfte machen, ist der Druck nach oben nur halb so gross wie er voher nach unten war.
Und ja, ganz so darf man nicht rechnen, da sich der Preis viel mehr darüber bildet was Käufer und Verkäufer glauben und nicht was rein recherisch rein und raus geht. Aber trotzdem halte ich, nur den Neukauf als Faktor zu sehen, für eine rosarote Brille.
Die beschlagten Funds liegen in USD vor, soweit ich verstanden habe bekommen die Kunden den Dollarwert ihrer BTC zum November 2022 Kurs erstattet. https://www.reuters.com/legal/crypto-exchange-ftxs-liquidation-plan-receives-court-approval-2024-10-07/
Pizza kann lecker sein. (Nicht mit Tomatenscheiben darauf.) Aber keine Milliarde Dollar wert. Gilt Lazlo Hayek jetzt als dumm? Oder als jemand, der eine Dummheit begangen hat? Oder gilt zumindest heute das Bezahlen mit Bitcoin als Dummheit?
tatsächlich halte ich ewiges Halten und nie zumindest teilweises Nutzen für mindestens genauso dumm, was hat man dann davon?
Heute ist zahlen mit Bitcoin logischerweise deutlich weniger dumm als damals, da schon 10% der Gold-Marktkapitalisierung erreicht ist und ein weiterer 100000000x zu unseren Lebzeiten doch selbst für Bitcoin unwahrscheinlich ist. 😉
Ist eigentlich bekannt, wie viel Bitcoin er insgesamt hatte, und ob er nicht einfach weiter Bitcoin gekauft hat?
Er hat ordentlich gemined, mit GPU. https://x.com/pete_rizzo_/status/1829158320306897186
Heißt das, daß es eine theoretische Obergrenze für den Bitcoin-Preis gibt?
Es ist amüsant, den heutigen Preis dem Gegenwert einer Pizza gegenüberzustellen. Aber das ist ja idR nicht ernst gemeint.
( Ich lese den Kommentar auch nicht so, als wäre der Kauf von Laszlo eine Dummheit gewesen, obwohl es manchmal auch welche gibt, die das so äußern.) 🙂
Rückblickend ist es oft einfacher, eine Entscheidung zu bewerten.
Der damalige Preis von Bitcoin war ungefähr $ 0,0041.
Laszlo hatte viel mehr Bitcoin.
Damals war es nicht gerade üblich, dass irgendwer irgendetwas für Bitcoin kauft/verkauft. Vor Oktober 2009 gab es noch nicht mal einen Preis. Die Pizza ist mW der 2. Kauf mit Zahlung in Bitcoin (sieht man von Kauf von Bitcoin gegen Geld ab). (Wenn es noch andere frühere Vorgänge gab, wäre ich daran interessiert.)
Es war damals keineswegs garantiert, dass Bitcoin mal $X wert sein würde. Es gab schließlich auch eine Reihe ähnlicher Projekte, die gestorben sind.
Auch wenn man dem Narrativ von Store of Value folgen sollte: der funktioniert eben nur, wenn eine Nachfrage existiert. Das Ökosystem war damals so klein, dass es einfach „zu viel“ Bitcoin ohne Verwendung gab, täglich 7200 mehr, für wie viele Nutzer? 😉
Es ist nicht klar, ob nicht auch oder gerade durch diesen Kauf (und einer Reihe weiterer) die Bitcoinbewertung erst in Schwung gekommen ist.
Ein wesentlicher Aspekt ist an diesem Vorgang, dass der Kauf ein Signal gesetzt hat, dass Bitcoin tatsächlich für reale Käufe genutzt werden kann/wurde. Es setzt vor allem einen realen Preis durch den realen Preis eines für alle verständlichen und konkreten Produktes. Und der Beweis des Erwerb realer Güter wiegt mehr als die reine Hoffnung, dass man den digitalen Staub später in Geld umtauschen können würde.
Danke, auch an Tom Mayer. Es gibt also noch Leute, die zwischen vorausschauen und rückblicken unterscheiden. Trotzdem dürften viele Leute befürchten, daß sie viel Geld verschenken, wenn sie Bitcoin zum bezahlen statt nur als Geldanlage benutzen. Wobei Letzteres natürlich auch riskant ist, aber das Risiko nicht verstanden wird wie der Trend weg vom Bargeld beweist.
Ich schrieb praktisch von einem Rückblick auf eine (vielleicht aufgrund von Vorausschauen getroffene) Entscheidung.
🙂
Entscheidungen, die wir heute treffen, wird man später mglw. auch anders beurteilen, z.B. falls man in 20 Jahren gar kein Geld mehr verwenden sollte. Wer kennt schon die Zukunft?
Leute, die *Angst* haben, mit X zu bezahlen und daher lieber Y verwenden, könnten auch ganz einfach (zB am Wochenend/Ende des Monats) nach einer Zahlung mit X den dann entsprechend übrig gebliebenen Betrag in Y nach X konvertieren. Damit würde nebenbei auch die Rolle, das Bewusstsein, die Akzeptanz von X als Zahlungsmittel wachsen. Es würde eine von vielen angestrebte X-Ökonomie auch erst richtig in Gang bringen.
Angst zu haben, nicht das Maximum zu erreichen, ist schon nahe an FOMO, und das ist ein schlechter Berater. Gier auch. Das sollte nicht ausschlaggebend für Entscheidungen sein.
Das Risiko Bargeldabschaffung besteht leider. Ist dies handlungsleitend, würde es auch reichen, zu dem Zeitpunkt auf Alternativen zu wechseln.
Inflation ist auch ein Problem. 2010 war die Inflation von Bitcoin noch erheblich 🙂
Wenn es dumm ist die ferne Zukunft (mittlerweile 15 Jahre) nicht zu kennen, sind wir ja mehr oder weniger alle ziemlich dumm …
Wer dabei auf das falsche und wer auf das richtige Pferd gesetzt hat, ist oft gar nicht so viel mehr als purer Zufall.
Wir verklären das dann nur immer rückwirkend, als wäre das, was wir jetzt wissen schon immer klar gewesen.
Einfach weil unser Gehirn nach Ordnung sucht, wo (fast) keine ist.