Deutsche Online-Shops trennen sich von PayPal – Bitcoin könnte Alternative sein

Zahlreiche deutsche Online-Shops stellen seit kurzem den amerikanischen Bezahldienst PayPal als Zahlungsart nicht mehr zur Verfügung. Und das aus gutem Grund, denn PayPal verlangte von vielen Internethändlern die Einstellung des Verkaufs kubanischer Produkte. Begründet wurde dies mit dem US-Embargo gegen Kuba, welches PayPal auch in ausländischen Tochtergesellschaften umsetzen will.

So hat PayPal beispielsweise die Rossmann Online GmbH aufgefordert den Verkauf von kubanischen Zigarillos einzustellen, andernfalls würden die gemeinsamen Geschäftsbeziehungen gekündigt werden. Rossmann wehrte sich gegen diese Art der Bevormundung und bietet seinerseits PayPal nun nicht mehr als Zahlungsart an. Kunden haben weiterhin die Möglichkeit kubanische Zigarillos zu kaufen, können dazu nun aber nur noch auf die Zahlungsarten Kreditkarte, Sofortüberweisung, Lastschrift oder Vorkasse zurückgreifen. Doch Rossmann ist kein Einzelfall, andere Online-Shops wie beispielsweise Bardealer.de oder Rumundco.de, die ebenfalls kubanische Produkte verkaufen, sind ebenfalls betroffen. Kubanische Produkte werden dort weiterhin verkauft, aber eben ohne dass mit PayPal bezahlt werden kann.

Die betroffenen Online-Shops weisen darauf hin, dass in Europa ein Handelsembargo gegen Kuba keinerlei Gültigkeit hat. Unverständlich ist es für die Betreiber der Onlineshops auch, dass die von PayPal versuchte Umsetzung des US-Embargos nicht für alle Internethändler geltend gemacht worden ist. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass PayPal seine Forderungen auf alle Internetshops ausweiten wird, die dem Unternehmen als Händler von kubanischen Produkten bekannt werden.

Fälle wie diese zeigen einige Vorteile der elektronischen und dezentralen Währung Bitcoin. Mit dem Bitcoin ist es Verbrauchern möglich sicher, anonym und ohne hohe Gebühren weltweit ihre Einkäufe über das Internet zu tätigen, ohne dass Konten eingefroren werden können. Bei Transaktionen mit dem Bitcoin wird das Interesse der Kunden ebenso gewahrt, wie das von Internethändlern. Denn die Betreiber von Verkaufsportalen wollen ihren Besuchern vertrauensvolle und bequeme Möglichkeiten bieten ihre Waren und Dienstleistungen zu bezahlen. Gleichzeitig möchten sie Zahlungsausfälle verhindern. Dies alles bietet der Bitcoin aufgrund seiner dezentralen Struktur, der Fälschungssicherheit und der einfachen Handhabung. Online-Shops und Verbraucher bleiben mit dem Bitcoin frei in ihren Entscheidungen und unterliegen nicht der Willkür von Internetbezahldiensten.

Über Christoph Bergmann (1811 Beiträge)
Das Bitcoinblog wird von Bitcoin.de gesponsort, ist inhaltlich aber unabhängig und gibt die Meinung des Redakteurs Christoph Bergmann wieder. Christoph hat vor kurzem ein Buch geschrieben: Bitcoin: Die verrückte Geschichte vom Aufstieg eines neuen Geldes. Das Buch stellt Bitcoin in seiner ganzen Pracht dar. Ihr könnt es direkt auf der Webseite Bitcoin-Buch.org bestellen - natürlich auch mit Bitcoin - oder auch per Amazon. Natürlich freuen wir uns auch über Spenden in Bitcoin, Bitcoin Cash oder Bitcoin SV an die folgende Adresse: 1BergmanNpFqZwALMRe8GHJqGhtEFD3xMw. Wer will, kann uns auch Hier mit Lightning spenden. Tipps für Stories sind an christoph.bergmann@mailbox.org immer erwünscht. Wer dies privat machen möchte, sollte meinen PGP-Schlüssel verwenden.

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