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Gewinnaussichten beim Bitcoin Mining

Die Gewinnaussichten beim Bitcoin Mining sind vor allem von der Rechenleistung der Grafikkarte und dem Euro Kurs für Bitcoins abhängig.

Kaufen oder selber machen? Es gibt nicht viele Währungen, bei denen sich diese Frage stellt. Bitcoin gehört jedoch ganz sicher dazu. Und die Antwort ist nicht etwa vom Gesetzgeber abhängig, sondern von der Wirtschaftlichkeit, mit der Bitcoin Mining betrieben werden kann. Eine wesentliche Eigenart dieses Vorgangs ist es nämlich, dass die zu lösenden Aufgaben mit zunehmender Anzahl an Minern schwerer werden und damit mehr Rechenleistung benötigt wird.

Die Entwicklung ging rasant: Konnten Anfang des Jahres 2011 noch normale CPUs eingesetzt werden, um Hashes zu errechnen, wurden diese mehr und mehr von leistungsfähigeren GPUs verdrängt, da diese einfach mehr Rechenoperationen pro Sekunde bewältigen können, sprich mehr mhash pro Sekunde generieren. Aber auch die Grafikkarten stoßen an ihre Grenzen, denn längst sind es nur noch bestimmte ATI Modelle, mit denen sich das Mining sinnvoll betreiben lässt. Denn dem Umsatz stehen auch immer Kosten gegenüber. Beim Bitcoin Mining sind das, sofern eigens zum Zwecke des Minings angeschafft, die Investitionskosten für Rechner und Grafikkarte und natürlich die Stromkosten.

Eines sollte daher von Anfang an klar sein: Den großen finanziellen Durchbruch wird man via Bitcoin Mining nur erreichen, wenn man hinsichtlich dieser Faktoren besonders günstige Voraussetzungen hat. Auch wenn man noch so knapp kalkuliert, es kann immer jemanden geben, der noch günstiger minen kann und der dadurch den Preis und somit den Euro Kurs bzw. Dollar Kurs nach unten drückt. Bei der derzeitigen überaus positiven Kursentwicklung von Bitcoins muss aber das Mining kein Minus-Geschäft sein. Wer sich keinen eigenen Rechner anschafft und das Mining praktisch nur nebenbei betreibt, kann hier pro Monat noch einen kleinen Gewinn einstreichen. Sobald jedoch Investitionskosten amortisiert werden wollen, wird die Sache schwieriger. Ein Vergleich ist so und so unumgänglich. Grafikkarten, Strompreise und Dollar Kurs für Bitcoins sind die dominierenden Faktoren, wenn es um die Rentabilität des Bitcoin Minings geht. Und wenn der Gewinn doch eher niedriger als erwartet ausfallen sollte, kann dies immer noch mit einer Portion Idealismus kompensiert werden, denn der sollte beim Bitcoin ohnehin nicht fehlen. Bei einem in Zukunft steigenden Euro Kurs für Bitcoins, könnte das Bitcoin Mining und der Verkauf von Bitcoins auf dem Marktplatz aber auch wieder sehr viel rentabler werden.

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4 Kommentare zu Gewinnaussichten beim Bitcoin Mining

  1. Mit welchen ATI Modellen lässt sich das Mining sinnvoll betreiben?

  2. Welche Grafikkarte die richtige ist, ist natürlich auch immer eine Frage des Preises – zum einen hinsichtlich der Investitionskosten und zum anderen hinsichtlich des Stromverbrauches. Die Modellpalette der geeigneten ATI-Grafikkarten ist sehr groß. Im nachfolgenden Vergleich findest Du bestimmt alle Infos: https://en.bitcoin.it/wiki/Mining_hardware_comparison Wenn möglich sollten immer mehrere identische Grafikkarten betrieben werden.

  3. Die Radeon HD 7970 läuft hier sehr ordentlich. Allerdings schürfen wir nur, wenn auch die Abwärme gebraucht wird. Da hier im Haus ohnehin nur mit Strom geheizt werden kann, paßt das. Zum Sommer hin sieht das anders aus. Wer die in Deutschland wegen des enorm hohen Steuer- und Abgabenanteils (macht fast 50% des Stromentgeltes aus) auf Strom allein schon hohen Stromkosten amortisieren will, der braucht jedenfalls solch‘ leistungsfähigen Karten, am besten in einem RIG (mit mehreren Grafikkarten), um einen gut PUE-Wert (Power-Usage-Efficiency) zu kommen. Ansonsten finden wir hier: Mitmachen ist alles. Wenn eines schönen Tages der Bitcoin die etablierte stabile Währung ist, dann ist man auch dabeigewesen. 🙂

  4. Ich kann mein Büro auch nur mit Strom heizen, und da ist die Abwärme der GPU’s plus die Bitcoins schon eine finanzielle Ersparnis.

    Im Sommer wird das aber nix mit dem Mining.

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