Der Newsrückblick vom 28. August

Google investiert in Bitcoin-Exchange, Kölner veranstalten Bitcoin-Konferenz

Nun ist es offiziell: „Bitcoin: Eine digitale Währung durch welche Transaktionen durchgeführt werden können ohne dass eine zentrale Bank notwendig ist“ – so steht es jetzt im englischsprachigen Oxford-Lexikon. Aber auch sonst gibt es Neuigkeiten: Allen voran unterstützt Google Ventures das Exchange-Projekt Buttercoin. Die Bitcoin Foundation hat derweil bei diversen US-Behörden vorgesprochen, in Berlin fand ein Live-Exchange und in Köln ein Meet-up statt.


// Google Ventures setzt auf Buttercoin

Jährlich schicken Migranten rund 500 Milliarden Dollar zu ihren Familien in Entwickungsländern – sehr zum Nutzen von Unternehmen wie Western Union oder Paypal, die Gebühren von zehn Prozent oder mehr verlangen. Buttercoin will diese auf 0,1 Prozent reduzieren [http://techcrunch.com/2013/08/20/buttercoin/].
Die Idee dahinter ist, das Geld „wie Butter“ zwischen verschiedenen Währungen flutschen zu lassen, indem der Sender es gegen Bitcoins und der Empfänger diese gegen seine Währung tauscht. Dazu will die Firma weltweit mit bestehenden Zahlungsdienstleistern kooperieren und ihnen eine Trading-Engine zur Verfügung stellen, die laut Angaben der Entwickler um ein Zigfaches effizienter ist als die der bisherigen Börsen. Es bestehen bereits Pläne, in Indien und sechs weiteren Ländern aufzuschlagen.
Diese Geschäftsidee, die nicht nur für Migranten, sondern auch für transnational agierende Unternehmen hochinteressant ist, wird nun von Google Ventures unterstützt. Der Investment-Arm des Internet-Giganten steuert einen Teil zu der Investitionssumme von insgesamt einer Million Dollar bei [http://www.crunchbase.com/company/buttercoin]. Klingt gut.

// Bitcoin Foundation berät US-Behörden

Eines muss man den US-Behörden lassen: Sie wollen genau wissen, was es mit dem Bitcoin auf sich hat. Die Finanzaufsicht hat Vertreter zahlreicher Behörden, darunter das FBI, die Federal Reserve, die Schatzkammer und andere, zusammengebracht und Repräsentanten der Bitcoin-Foundation eingeladen. Diese haben am 26. August Vorträge vor den hohen Beamten gehalten, in denen sie so gut wie jeden Aspekt des Bitcoin erklärt haben. Marco Santori, Anwalt der Foundation, bezeichnete den Termin als „schlagenden Erfolg“ [https://bitcointalk.org/index.php?topic=282631.0]: Die Behördenvertreter seien freundlich und interessiert gewesen, und, auch wenn nicht alle Bedenken ausgeräumt seien, habe man einen konstruktiven Dialog in Gang gesetzt. Peter Vessenes, Vorsitzender der Foundation, riet Unternehmen, die an Bitcoin Interesse haben, nun loszulegen: „Von allen Sorgen, eine Unternehmen zu starten, sollte die Regulierung eine der letzten sein.“ [http://upstart.bizjournals.com/money/loot/2013/08/26/bitcoin-foundation-talks-to-fed-fbi-more.html]
Die Bitcoin Foundation wurde im September 2012 gegründet, um den Bitcoin zu bewerben, die Bitcoin-Wirtschaft gegenüber den Behörden zu vertreten und rechtlichen Beratung zu leisten.

// Live-Börse in Berlin & Meetup in Köln

Zurück nach Deutschland. Das wird unter vielen Bitcoinern weltweit übrigens derzeit als Vorreiter gehandelt, was nicht zuletzt an der pragmatischen Haltung der Behörden liegt. In Berlin fand nun zum dritten Mal die Bitcoin Exchange Berlin (BXB) statt. Auf dieser Live-Börse treffen sich Leute persönlich um Geld gegen Bitcoins oder Bitcoins gegen Dinge zu tauschen. Rund 75 Teilnehmer waren anwesend.

Aber nicht nur in Berlin tut sich was. In Deutschlands viertgrößter Stadt, in Köln, fand am 16. August das dritte Bitcoin-Meetup statt. Die rheinländischen Bitcoiner haben über die Technologie des Bitcoins, die Besteuerung sowie Namecoins und Bitmessage informiert. Zudem gelang es ihnen, die Imbissbude Currytime  zur Annahme von Bitcoins zu bewegen und die Unterstützung des Startup-Inkubators Startplatz zu gewinnen. Außerdem haben sie die erste Kölner Bitcoin-Konferenz [http://bitcoin-konferenz.de/] geplant, auf der neben FDP-Politiker Frank Schäffler auch der Vizepräsident des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) sowie viele weitere Redner sprechen werden. Der Termin ist der 22. Oktober 2013.

// Und der Preis?

Keine Sorge, den haben wir nicht vergessen. Er begann die Woche mit einem Hoch von mehr als 120 Dollar, sackte nach unten und stieg wieder auf rund 120 Dollar an. Kurz: Er blieb stabil auf hohem Niveau. Am Dienstag-Morgen brach er dann nach oben aus und knackte bei Gox die 130- Dollar-Marke. Bei Bitcoin.de erreichte der Preis an diesem Tag mit knapp 93 Euro ein neues 2-Monats-Hoch, während australische Börse im 7-Tages-Schnitt sogar ein Allzeithoch gefeiert haben, was aber auch am schwachen australischen Dollar liegt. Fest steht: Der Aufwärtstrend ist ungebrochen.

Über Christoph Bergmann (1602 Beiträge)
Das Bitcoinblog wird von Bitcoin.de gesponsort, ist inhaltlich aber unabhängig und gibt die Meinung des Redakteurs Christoph Bergmann wieder. Christoph hat vor kurzem ein Buch geschrieben: Bitcoin: Die verrückte Geschichte vom Aufstieg eines neuen Geldes. Das Buch stellt Bitcoin in seiner ganzen Pracht dar. Ihr könnt es direkt auf der Webseite Bitcoin-Buch.org bestellen - natürlich auch mit Bitcoin - oder auch per Amazon. Natürlich freuen wir uns auch über Spenden in Bitcoin, Bitcoin Cash oder Bitcoin SV an die folgende Adresse: 1BergmanNpFqZwALMRe8GHJqGhtEFD3xMw. Wer will, kann uns auch Hier mit Lightning spenden. Tipps für Stories sind an christoph.bergmann@mailbox.org immer erwünscht. Wer dies privat machen möchte, sollte meinen PGP-Schlüssel verwenden.

Ein Kommentar zu Der Newsrückblick vom 28. August

  1. Danke für den Blog!

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