Der Bitcoin verändert den Online-Handel. Nicht morgen oder übermorgen, sondern heute.

In diesem Newsrückblick geht es um die Frage, ob und wofür der Bitcoin benutzt wird. Wir stellen einige neue Unternehmen vor, die den Bitcoin seit kurzem akzeptieren und berichten über andere, die Zwischenbilanz ziehen. Das Ergebnis: viele Online-Händler können es sich eigentlich gar nicht leisten, Bitcoins nicht zu akzeptieren.

Wie es sich gehört beginnen wir mit den schlechten Nachrichten: Den Preisen. Der Bärenmarkt hat sich in der vergangenen Woche weiterhin fortgesetzt. Seit dem absoluten Höhepunkt Anfang Dezember, als ein Bitcoin mehr als 800 Euro gekostet hat, ist der Kurs kontinuierlich gefallen. Nun steht er bei gut 450 Euro, und es ist noch unsicher, ob der Markt den Konkurs von Mt. Gox bereits verkraftet hat. Die verbleibenden Börsen haben die Implosion des Schwergewichts zwar aufgefangen, doch ein neues Gleichgewicht hat sich noch nicht gebildet.
News_März_11_Kurs

Immer mehr Transaktionen

Über die pleite gegangenen Börsen habe ich bereits geschrieben, über die Pseudo-Enthüllung von Satoshi Nakamoto, dem Gründer des Bitcoins, ebenfalls. Hierzu möchte ich noch hinzufügen, dass die Bitcoin-Community innerhalb kürzester Zeit 28.000 Dollar für Dorian Nakamoto, den vermeintlichen Satoshi, gesammelt hat. Als kleine Entschädigung für den Wirbel um seine Person.

Im Folgenden geht es aber nicht im Katastrophen und Dramen, sondern um gute Nachrichten. Deren Essenz lässt sich mit einem einzigen Chart ausdrücken:
News_März_Anzahl_Transaktionen

Diese Statistik von blockchain.info zeigt die Anzahl der täglichen Transaktionen im Verlauf eines Jahres. Die Tendenz ist klar: Der Bitcoin wird mehr und mehr benutzt. Mittlerweile gibt es täglich zwischen 50.000 und 80.000 Transaktionen. Und wenn wir den Charts weiter fassen, seit 2009, ergibt er ein Bild, das recht gut zur Preisentwicklung passt:

News_März_Anzahl_Transaktionen_ii

Eine Innovation, die ihren Höhepunkt bereits überschritten hat, sieht anders aus, oder? Nun aber zu dem, wofür der Bitcoin verwendet wird.

Mikropayment

Eines der großen Probleme aller Content-Verkäufer, ob Film, Text, Musik, Bild oder Software, ist das Mikropayment. Die ideale Lösung wäre es, wenn die Produzenten einen Film, einen Artikel oder ein Lied einzeln und direkt verkaufen könnten, ohne Zwischenhändler oder Abos zu benötigen. Nun verhält es sich aber leider so, dass die gebräuchlichen ZahlungsdienstleisterTransaktionsbeträge unter einem Euro mit Gebühren von 10 bis 30 Prozent bestrafen (müssen), was dem genannten Geschäftsmodell kräftig Wind aus den Segeln nimmt.

Der Bitcoin ist hierfür die Lösung. Nicht morgen, sondern heute. Zahlungsdienstleister wie BitPay oder Coinbase bieten ihren Kunden an, Bitcoins zu akzeptieren, aber Euro oder Dollar zu erhalten. Die Gebühr beträgt dabei ein Prozent oder weniger. Mikropayment ist möglich, und immer mehr Firmen erkennen, dass es eigentlich keinen Grund gibt, das Angebot des Bitcoins auszuschlagen.

Spiele

Eines der aktuell beliebtesten Modelle der Spielebranche ist „Free to play, pay to win“: Spiele sind umsonst, aber man kann für Objekte innerhalb des Spiels, zum Beispiel ein besseres Schwert, bezahlen und sich damit die Möglichkeit erkaufen, seine Gegenspieler abzuschlachten oder, in humaneren Bereichen, auszubooten Big Fish Games ist mit 1,5 Millionen Downloads am Tag und einem Jahresumsatz von 266 Millionen Dollar tatsächlich ein dicker Fischer im Spielebecken. Die Firma entwickelt Browser- und Casual-Games, ihren Umsatz generiert sie zur Hälfte durch besagte In-Game-Payments und zur Hälfte durch den Verkauf kostenplichtiger Spiele.

Die Firma hat nun bekanntgegeben, dass sie für alle 3.000 Spiele den Bitcoin akzeptiert. Der Geschäftsführer Peter Thelen sagte der Zeitschrift GamesBeat, es mache nicht nur Spaß, sondern auch Sinn: Acht Prozent des Umsatzes von Big Fish Games geht für Transaktionsgebühren drauf. Mit Bitcoins, die die Firma über Coinbase akzeptiert, sind die Transaktionen für die erste Million Umsatz umsonst, danach kosten sie weniger als ein Prozent.

Vor Big Fish hat bereits BigPoint, eine Hamburger Spieleschmiede, den Bitcoin akzeptiert. Die Gründe waren ähnlich gelagert: Die Firma sieht in Bitcoins die mit Abstand einfachste und günstigste Lösung, internationale Transaktionen durchzuführen. Im Oktober, etwa ein Monat nach der Einführung, war die Option laut Angabe der Firma allerdings so gut wie gar nicht genutzt worden.

Musik

(c) http://www.doebeling.de / pixelio.de

Der Download von Musik ist geradezu der Prototyp eines Mikropayment-Marktes. In diesem Bereich haben kürzlich gleich zwei Anbieter Bitcoins akzeptiert: Anghami und FanDistro.

Anghami ist der mit Abstand größte Musik-Streaming-Dienst des Mittleren Ostens. Als erster großer Musikanbieter der Welt akzeptiert Anghami nun Bitcoins – allerdings bislang lediglich für die Anmeldung. Bei Anghami können Nutzer aller Smartphones kostenlos einige Stunden Musik im Monat hören, danach müssen sie sich anmelden. „Früher war auch jeder skeptisch, dass Streaming die Zukunft der Musik ist. Wir glauben, dass der Bitcoin die Zukunft des Bezahlens ist“, sagte Mitbegründer Elie Habib. Anghami hat vier Millionen Kunden und mehr als zehn Millionen Lieder im Angebot. Überwiegend handelt es sich dabei um arabische Musik, aber es sind auch Titel großer, internationaler Labels vertreten.

FanDistro ist dagegen ein sehr junges Start-Up, das es Künstlern ermöglicht, Musik sowie Merchandise so direkt wie möglich zu verkaufen. Auf der Plattform kann man Lieder verschiedener Kategorien herunterladen, etwa Blues, Rap, Rock, Metal, Pop, Reggae, Elektronik oder Indie. Alben von Major-Labels sind zwar eher weniger vertreten, doch es gibt durchaus bekanntere Bands, zum Beispiel Anathema. Bezahlen kann man mit PayPal und Bitcoin, wobei FanDistro klar letzteres empfiehlt. Ein einzelnes Lied kostet etwa einen Euro, ein Album sechs bis zehn. Gegenüber Coindesk sagte Geschäftsführer Michael Penfield, der größte Vorteil von Bitcoins seien klar die so gut wie nicht vorhandenen Gebühren, was für die Musikindustrie fantastisch sei. FanDistro möchte Bitcoins in zwei Phasen akzeptieren: zunächst werden die bezahlten Bitcoins via Coinbase direkt in Dollar oder Euro umgewandelt. Für die Zukunft möchte Penfield jedoch die Musiker davon überzeugen, Bitcoins direkt anzunehmen.

Zwischenbilanzen

Manchmal wird ja gesagt, das Problem des Bitcoins sei seine Natur als deflationäre Währung. Wenn Geld immer mehr wert wird, gibt es keiner aus, und die ganze Wirtschaft schrumpft und bricht zusammen.

Dies scheint, entschuldigung, Quatsch zu sein. Zumindest wenn es nach den Zwischenbilanzen geht, die einige Unternehmen in den vergangenen Wochen geliefert haben. Digital Tune, eine finnische Musikplattform für überwiegend elektronische Musik, akzeptiert bereits seit Anfang 2013 Bitcoins. Nach einem Jahr hat der Geschäftsführer William Coates Bilanz gezogen. Die Erfahrungen sind überraschend positiv: Nach Kreditkarten und Paypal sind Bitcoins das drittbeliebteste Zahlungsmittel, was mit durchschnittlich 2 Prozent der Verkäufe noch nicht allzu viel bedeutet, aber gemessen an der weit unter dieser Marke liegenden Markdurchdringung des Bitcoins mehr als nur beachtlich ist. Coates ist jedoch vor allem von den Vorteilen begeistert, die der Bitcoin für ihn als Händler mit sich bringt: Zum einen gibt es keinen Betrug – und “keinen” ist hier buchstäblich zu verstehen: null Komma null Fälle. Zum anderen sind, wie bereits angedeutet, die Gebühren unschlagbar niedrig. Während PayPal für den Verkauf eines Liedes zum Preis von 1,49 Euro rund 27 Prozent Gebühren verlange, welche die Firma für PayPal-Kunden auf den Preis aufschlagen müsse, falle mit BitPay gerade einmal ein Prozent an. Problematischer sei dagegen die Volatilität des Preises.

Auch der Online-Händler Overstock ist begeistert von den Erfahrungen mit dem Bitcoin. Das erste große Versandhaus für alles, das den Bitcoin akzeptiert hat, zieht nach zwei Monaten Bilanz: Mehr als 1.000.000 Dollar wurden durch Bitcoins umgesetzt. Die weiteren Statistiken bekräftigen den Verdacht, dass Bitcoins als Zahlungsmittel für den Onlinehandel von Vorteil sind: Bestellungen durch Bitcoin sind überdurchschnittlich groß (+34 Prozent), stammen überdurchschnittlich oft von Neukunden und fallen, noch einmal, mit weniger als 1 Prozent Gebühr unterdurchschnittlich teuer aus. Für ein Unternehmen im hartumkämpften Onlinehandel, in dem die Gewinnmargen gering sind, ist eine Ersparnis von rund 2 Prozent je Bestellung ein Vorteil, der eigentlich zu groß ist, um darauf zu verzichten. Der Overstock-Geschäftsführer Patrick Byrnes hat darüber hinaus angekündigt, dass seine Firma mittlerweile 10 Prozent der Bitcoins behält. Eventuell, um Angestellte oder Lieferanten auf Wunsch in Bitcoins auszuzahlen.

Eine weitere Zwischenbilanz lieferte porn.com. Nach dem anfänglichen Hype habe sich der Bitcoin-Anteil bei rund 10 Prozent stabilisiert. Der Bitcoin als Zahlungsmittel wird also durchaus nachgefragt.

Und die Zukunft?

All das bisher Gesagte unterstreicht einen Eindruck: Ein penibler Buchhalter wird es seinem Unternehmen immer weniger nachsehen, den Bitcoin nicht zu akzeptieren. Overstock hat über den Daumen gepeilt 20.000 Dollar in zwei Monaten gespart; das ist nicht die Welt, aber auch nicht nichts. Digital Tunes kann Lieder fast 30 Prozent günstiger anbieten, Künstler, die bei FanDistro mit Bitcoins bezahlt werden, erhalten grob überschlagen 20 cent mehr je Track, und Big Fish Games wird im Durchschnitt sieben Prozent mehr Gewinn je virtuellem Gut machen, wenn jemand mit Bitcoins bezahlt. Egal wie hoch die Summen letztendlich sind – eine Grundlage aller erfolgreichen Unternehmen ist es, keine Gelegenheit auszulassen, Kosten zu sparen.

Beinah täglich akzeptiert ein weiterer Händler Bitcoins, mit mal größerem, mal kleinerem Erfolg. Über kurz oder lang ist wohl zu erwarten, dass der Bitcoin als Zahlungsmittel ebenso verbreitet sein wird wie PayPal. Insbesondere im Mikropayment ist zu erwarten, dass der Bitcoin Möglichkeiten eröffnet, die es zuvor schlicht nicht gegeben hat.

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14 Comments on Der Bitcoin verändert den Online-Handel. Nicht morgen oder übermorgen, sondern heute.

  1. Vielen Dank, Herr Bergmann, für diesen überaus positiven Artikel. Ich habe ihn zum Anlass genommen, mir noch einen Bitcoin zum “Hodeln” zu spendieren.

    Gruß Eddi

  2. Sind sie sicher, dass die Transaktionen nicht diejenigen enthalten, bei denen einfach BTC gegen Fiat-Geld (z. B. über BC-Börsen) eingetauscht wurde?

    • Die Transaktionen enthalten alles, was von Adresse zu Adresse überwiesen wird. Der Handel auf einer Börse an sich läuft abgesehen von den Ein- und Auszahlungen ohne Transaktion ab.

  3. Krötonald // 12. March 2014 at 16:46 // Reply

    Ich denke, dass der Börsenhandel das Bild der “hohen” Transaktionsvolumen verfälscht. Wenn ich z.B. häufig größere Mengen von BTC auf meinem bitcoin.de-Account an einen Anderen verkaufen und dann wieder am nächsten Tag neu kaufe und dann spekulativ wieder verkaufe usw., dann sind das Umsätze, die mit physischem Warenhandel (oder Musik, Bücher etc.) nichts zu tun haben, sondern reine Spekulation darstellen. Solche Volumina sollte man aus der Statistik herausnehmen (können), finde ich.

    • Wie im Kommentar von Herrn Bergmann schon zu lesen ist, läuft der börseninterne Handel nicht über die Blockchain. Für Echtzeithandel wäre das auch viel zu langsam.

      In dem Zusammenhang gibt es noch zwei interessante Charts bei Blockchain.info. Einmal die Nutzeranzahl

      https://blockchain.info/de/charts/my-wallet-n-users

      und deren Transaktionsvolumen

      https://blockchain.info/de/charts/my-wallet-n-tx?showDataPoints=false&timespan=&show_header=true&daysAverageString=7&scale=0&address=

    • Hey krötonald, was man auch nicht vernachlässigen sollte ist das mit weiter fallenden kursen natürlich auch mehr transaktionen durchgeführt werden müssen um die gleiche volumina zu transferieren.. ich persönlich glaube das der bitcoin langsam etwas an fahrt verliert…neue seiten/geschäfte die bitcoin akzeptieren sind noch kein indiez für die zunehmende Nutzung. Bitcoins annehmen ist das eine. Bitcoins kaufen, nutzen und verwenden das andere. Die meldungen von bitcoinbörsen die mit der Authentifizierung nicht mehr Herr werden sind lange her und ich persönlich glaube das er sich langsam etwas fest rennt. Ziel sollte es doch mehr sein neue nutzer für den bitcoin zu gewinnen. Der Großteil der Leute kauft den bitcoin nach wie vor aus gier nach dem schnellen Reichtum. Um seinen kuchen von der Volatilität abzukratzen. Ich kenne bis auf drogendealer oder steuerhinterzieher niemanden der bitcoins kauft um bequemer einzukaufen..und genau da muss angesetzt werden! Andernfalls stirbt der bitcoin irgendwann. Und ja uhhh was hab ich böses gesagt..aber sind wir ehrlich mein miner mit 2000ghz bringt mir gerade mal noch 7 coins diesen Monat. 220€ gehen davon für den Strom drauf. In 3 Monaten ist es gerade mal noch ein coin den die kiste ausspuckt. Nen Monat später kostet mich das teil schon mehr als sie einbringt und was mache ich dann ich stell sie aus.. minen ist dann gegessen und somit bin ich ein kleiner Baustein weniger der den bitcoin erhällt.. wenn die nächsten 4 Jahre um sind und pro block noch wenige coins rausfloppen minet doch kein Schwein mehr ..wozu auch ..wegen den poplihen transaktionsgebühren die abfallen?!!? Die gibt es jetzt auch schon und das macht ja nicht mal einen Bruchteil aus..ja und was passiert wenn niemand mehr minet bzw jede Transaktion wochenlang braucht bis sie in der blockchain steht.. Tod… ich lasse mich gern von gegenteiligem überzeugen aber nachdem gox meine 85 gemineten coins verschluckt hat werd ich den restlichen schürf demnächst verkaufen und nur noch zugucken. Damit ich meinen Enkeln mal.erzählen kann der opa war ausgestiegen alses richtig war. Gute nacht

  4. BTW – Wie weit ist denn das “neue” Forum gediehen ? Wäre es nicht sinnvoller gewesen ein “neues” Forum zu entwickeln und wenn fertig dann zeitnah das “alte” Forum damit zu ersetzen ?

    So fehlt mir derzeit ein gutes Stück abendliche Freizeitgestaltung… 😉

    Mensch !

    Gruß, roloff

  5. Bitte vergessen wir nicht, dass mit FIAT Geld GENAUSO weltweit spekuliert wird und man bei BItcoin einfach relativ gesehen natürlich nicht verneinen kann, dass ausgerechnet das die auschlaggebende Kraft für den Erfolg war.

    Jedoch bin ich der Auffassung, dass in 5 Jahren die Landschaft sich entwickeln wird und Bitcoin nicht die Nr.1 sein wird.

    Viele Kryptowährungen bauen auf Bitcoin auf und perfektionieren diese Idee. Bitcoin ist einfach das NOVUM gewesen und deswegen verständlicherweise nicht das Ideal, jedoch DER Pionier!

    Ich betrachte in meinem Portfolio darüberhinaus sehr gespannt : Vertcoin, Peercoin, Nxt, Mastercoin, Namencoin, Primecoin und auch ein wenig Quak

  6. Achja, darünerhinaus macht Daytrading mit Kryptowährungen sehr sehr viel spass und ist einfach die Zukunft.
    Anfänglich wollte ich es ja auf der Börse probieren, aber der Aufwand und die Kosten für Daytrader Angebote ist unverschämt.
    Mit der Vielzahl an Exchanges und den sehr niedrigen Gebühren ist das GENAUSO, wie ich erwartet habe. Wozu soll ich meiner Bank noch Transaktionsgebühren zahlen und auf einen wildfremden Trader an der Börse vertrauen. Hier bin ich direkt AN DER BÖRSE!

  7. Christian // 13. March 2014 at 14:33 // Reply

    Mir fehlt der Verweis auf lieferservice.de. Die akzeptieren seit November nämlich auch Bitcoin via Bitpay.

    Jeder isst doch gerne mal ne Pizza und obwohl ich ein großer Fan des Bitcoins bin, habe ich erst vor kurzem davon erfahren.

    Bevor ich mir also irgendwo irgendwas kaufe, nur um das Bezahlen mit Bitcoin mal auszuprobieren, bestelle ich mir doch einfach ne Pizza.

    (Der Author versichert keine Beziehungen zu lieferservice.de zu haben, die über ein normales Kundenverhältnis hinausgehen)

  8. hunter s. thompson / q. // 20. March 2014 at 18:29 // Reply

    ich halte diesen artikel für zu optimistisch.

    ich fände es ja gut, wenn es so käme.
    aber ich traue der sache nicht mehr seit mt.gox .

    ich kann es nicht mal wirklich erklären, ich hab einfach das gefühl, dass da noch ein knall kommt, und dann, spätestens, ist schluss, weil dann niemand mehr vertauen hat.

    die sache mit dem bug, der seit jahren im bitcoin system steckt (malle…), und von dem (angeblich) kaum einer was wusste, ist für
    mich ein hammer.

    wer weiss, was noch so alles an bugs oder sonstwas drin steckt.

    noch eine oder zwei wochen, bevor mt.gox seine pleite offenbarte, wurde noch ein entwickler zitiert mit den worten “bug schon lange bekannt und völlig harmlos”.

    ich finde, das ist alles too much.

    wer weiss, welche behauptung von heute sich morgen ins gegenteil verkehrt.

    ich wünschte, ich irre mich, aber ich habe kein gutes gefühl mehr bei der sache. ganz egal, wie sehr sich manche bemühen, alles schön zu reden.

    und noch eine ganz andere sache aus dem artikel :
    ———————————————–

    und, nochwas zum satz “streaming ist die zukunft der musik”.

    also ich habe meine musik lieber hier in meiner hand (in form von platten, cds, mp3 usw., und höre sie, wann es mir gefällt.
    ich zahle einmal, und ab dann nicht mehr.

    dieses streaming, genau wie online-gaming, clouds und all das, ist ein lieblingsklind der händler und industrien.

    DIE möchten vielleicht, dass sowas die zukunft ist.
    ich hoffe es nicht, für mich wird sie es jedenfalls nicht.

    ich hab keine lust, dauernd für alles zur kasse gebeten zu werden.
    natürlich ist am ende auf diese weise alles teurer, man kennt es ja : erst billig, später dann …

    eines tages kommt es noch so weit, dass man für das atmen bezahlen soll.

    irgendwann muss einfach mal schluss sein mit dieser gierigen abstossenden abzockerei.

    wie sagte degenhardt noch ?



    das ist einfach widerlich,
    ich glaube, ich erbreche mich.

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