Japanische Bankengruppe testet erfolgreich Wertpapiertransaktionen auf Blockchain

Eigentlich dauert es mehrere Tage, bis man Wertpapiere über die Grenze überwiesen hat. Mit der Blockchain ist dies hingegen noch am selben Tag möglich. Dies haben mit Mizuho und Fujitsu zwei der größten japanischen Firmen bewiesen.

Stellen Sie sich vor, die Deutsche Bank und Siemens arbeiten zusammen an einer Blockchain-Technologie. In einer ähnlichen Liga spielt die Mizuho-Bankengruppe und der Technologiekonzern Fujitsu. Die beiden japanischen Konzerne haben gemeinsam Tests durchgeführt, wie man die Blockchain nutzen kann, um Wertpapiere grenzüberschreitend zu transportieren. Das Ergebnis der ersten Tests: mit der Blockchain ist es praktisch unmöglich, die Transaktionshistorie zu verfälschen, während die Dauer für die Transaktionen von derzeit drei Tage auf weniger als einen Tag reduziert werden kann.

Die beiden Konzerne haben das Open Assets Protocoll – das auch Stash verwendet – genutzt, um über Colored Coins die Daten der Wertpapiere in die Blockchain zu schreiben. Auf diese Weise können Wertpapiere nahezu in Echtzeit übertragen und ohne Aufwand weitergegeben werden. Mit dem Open Assets Protokoll können sich mehrere Teilnehmer zu Voting Pools zusammenschließen. Die Wertpapiere werden dabei über Colored Coins in Bitcoins gepresst und die Bitcoins über Multi-Sig-Adressen gespeichert. Der Vorgang ist dabei vollkommen transparent für jeden Handelsteilnehmer.

Nach den erfolgreichen Testst zwischen Dezember und Februar wird im März entschieden, ob und wie die Technologie praktisch umgesetzt wird. Es scheint, als seien die japanischen Konzerne bereits einige Schritte weiter, während der Rest der Welt noch nachdenkt. Das Konzept, Open Assets und Colored Coins über die Blockchain zu verwenden, dürfte mit zum nützlichsten gehören, was die Technologie derzeit hergibt.

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6 Comments on Japanische Bankengruppe testet erfolgreich Wertpapiertransaktionen auf Blockchain

  1. Interessant zu sehen, dass hierbei das Open Assets Protocol, welches auf Bitcoin basiert, verwendet wird, statt einer (weiteren) proprietären Blockchain! Sollte das wirklich zur Anwendung kommen, wird es die Skalierungsdebatte noch einmal deutlich anheizen, zumal für solche Anwendungen durchaus hohe Gebühren in Kauf genommen werden können…

  2. Heisst das dann dass dafür tasächlich die Bitcoin Blockchain und nicht eine eigene Blockchain genutzt werden soll?

    • Sieht im Moment so aus, was aber völlig bescheuert ist weil die Bitcoin-Blockchain gar keinen Platz für (Banken-) Mainstream bietet. War wohl nur zum testen.

      • Aktuell nicht. Warum bescheuert?
        Das ist eben die Grundfrage des Bitcoin, als was er sich definieren und wie er skalieren soll. Gerade für Banken sind Transaktionskosten von z.B. 0,50 Euro durchaus vertretbar, wenn sie sich eigene Infrastruktur einsparen können…

    • … weil die Entwickler von Bitcoin es nicht fertig bringen über ihren eigenen Schatten zu springen und die Blockgrösse auf (lächerliche) 2 MB zu erhöhen. Wenn Aktien und Derivate in die Blockchain geschrieben werden sollen müsste die Blockgrösse wohl eher in den Gigabyte-Bereich angehoben werden. Mag sein dass ich was verpasst habe, aber die China-Firewall beschränkt die Blockchain auf wohl max. 8 MB.

      • Die chinesischen Miner gehen davon aus, dass sie aktuell bei ca. 8MB durch die “Firewall-Verzögerung” einen deutlichen Nachteil bekommen. Das ist allerdings soweit mir bekannt lediglich eine Annahme und kein Faktum. Die Entwicklung der “Great Firewall” ist allerdings auch ungewiss und sie bleibt ein Risikofaktor.
        Die derzeitige Mining Konzentration in China sehe ich allerdings ohnehin bedenklich, nicht nur wegen der Firewall und dem Risiko, dass die Mining Farmen von einem Tag auf den anderen von zentraler Stelle zum Abschalten gezwungen werden können. Und das Risiko ist durchaus real, spätestens z.B. falls jemand auf die Idee kommen sollte, etwas entblößendes über die KP mit Hilfe der Blockchain zu veröffentlichen…

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