China wertet Währung ab, Bitcoin erreicht Jahres-Hoch

Nachdem der Bitcoin-Kurs schon seit Wochen ein optimistisches Chart-Bild abgegeben hatte, begann er heute Nacht energisch zu steigen. Auslöser dürfte Chinas Währungspolitik sein.

Wer heute morgen um etwa 9 Uhr einen Blick auf die Bitcoin-Charts geworfen hat, dürfte Anlass zur Freude gehabt haben: Der Bitcoin hat mit 430 Euro einen  neuen Jahreshöchststand erreicht. Vereinzelt wurde die Kryptowährung Anfang Januar, Ende Dezember und Anfang November zu ähnlich hohen Kursen gehandelt. Einzigartig am heutigen Anstieg ist jedoch, dass er von einem über mehrere Wochen stabilen Plateau jenseits der 400-Euro-Marke ausgeht.

Sieht gut aus: Der Bitcoin-Chart im 48-Stunden-Verlauf. Quelle: Bitcoin.de

Sieht gut aus: Der Bitcoin-Chart im 48-Stunden-Verlauf. Quelle: Bitcoin.de

Rein optisch betrachtet sorgt der Kursverlauf für einen sehr optimistischen Eindruck. Seit im Oktober letztes Jahr der Abwärtstrend des Bitcoin-Preises gestoppt wurde und damit ein beinah 2-jähriger Bärenmarkt zu Ende ging, befinden wir uns wieder in einem Markt, der dazu tendiert, bullisch zu sein. In den letzten Wochen konnte man einen stabilen, sich seitwärts bewegenden Kurs genießen, der mit immer höheren Tiefs eine gute Grundlage für einen Senkrechtstart abgibt.

Sieht noch besser aus: Der 1-Jahres-Kursverlauf des Bitcoins. Quelle: Bitcoin.de

Sieht noch besser aus: Der 1-Jahres-Kursverlauf des Bitcoins. Quelle: Bitcoin.de

Heute Nacht, etwa um drei Uhr, erfolgte der Ausbruch nach oben, auf den schon viele Trader gewartet hatten. Der Kurs stieg von knapp 405 Euro aus an, um gegen neun Uhr herum Spitzenwerte von 425-430 Euro zu erreichen. Nach einem leichten Dämpfer steht der Kurs nun bei rund 418 Euro – und damit etwa fünf Prozent höher als noch vor wenigen Tagen.

Mutmaßlich geht auch diese Rally von China aus. Bereits gestern Vormittag knackte der Kurs die seit mehr als 6 Monaten umkämpfte 3.000 Yuan-Marke. Dies war an sich schon ein äußerst optimistisches Signal, das durch eine Hilfestellung der chinesischen Regierung unterstützt wird. Die chinesische Zentralbank, die People’s Bank of China (PBoC) setzte den sogenannten “Yuan-Fix”, ein Mittelwert des Dollar-Renminbi-Kurses, auf 6,5693 fest, was der niedrigste Wert seit 2011 ist. Mit anderen Worten: China wertet seine Währung ab.

Nach langen Kämpfen hat der Bitcoin auf BTC-China die 3.000 Yuan Marke geknackt. Der Auftakt zu einer Rally? Quelle: Bitcoinity.org

Nach langen Kämpfen hat der Bitcoin auf BTC-China die 3.000 Yuan Marke geknackt. Der Auftakt zu einer Rally? Quelle: Bitcoinity.org

Der Bitcoin-Kurs ließ sich nicht lange bitten. Auf den chinesischen Börsen stieg der Preis von 3.000 auf einen Höchstwert von 3.258 Yuan. Wer sich die Mühe macht, dies umzurechnen, kommt auf Kurs von beinah 495 Dollar oder 444 Euro. Damit bezahlt China einmal mehr einen Aufschlag auf Bitcoins. Der Grund, weshalb diese Differenz nicht durch Arbitragehändler abgesahnt wird, dürfte in den Schwierigkeiten liegen, Geld in die Volksrepublik ein- und auszuführen. Für Importeure könnten darin jedoch große Chancen liegen.

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4 Comments on China wertet Währung ab, Bitcoin erreicht Jahres-Hoch

  1. forexlegend // 27. May 2016 at 23:49 // Reply

    Wenigstens achten die Chinesen darauf was ihre Zentralbank da macht. Hier scheint es keinen zu kümmern. Die EZB hat grade eine katastrophale Zinspolitik, mit einer scheiternden Gelddruckerei …
    Wer sich auskennt, spart entweder fast nur noch in Edelmetallen oder Cryptowährungen.
    Alles andere ist heisse Luft …
    Wusstet ihr das z.b. die japanische Zentralbank 90% aller Aktien besitzt?
    Jetzt soll der Premierminister (ich glaub der war es) gesagt haben, die kommende Finanzkrise wird viel schlimmer als die Lehman Pleite …

  2. Wird er noch weiter steigen? Oder eher sinnlos jetzt noch welche zu holen?

    • Benjamin Bitcoin // 29. May 2016 at 14:13 // Reply

      Völlig sinnlos! Wie wir alle aus den Qualitätsmedien wissen ist der Bitcoin schon längst tot.

1 Trackback / Pingback

  1. digitalnaive.de – Bitcoin - Die Währung für Nerds? Nein!

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