Bitcoin Cash: ABC und Unlimited verkünden Roadmap für 2018

Die Entwickler-Teams von Bitcoin Cash trafen sich in London. Die beiden wichtigsten davon, ABC und Unlimited, haben nun jeweils ihre Roadmaps für die mittelfristige Zukunft vorgestellt. In ihnen findet man spannende, aber eventuell auch gewagte Ideen.

Sieben Entwicklerteams haben sich vor kurzem in London zusammen gesetzt, um über die Zukunft von Bitcoin Cash zu diskutieren: Bitcoin ABC, Bitcrust, Bitprim, Bitcoin Unlimited, ElectrumX, nChain und Parity. Das klingt nach mehr, als es ist, verdeutlicht aber den Anspruch von Bitcoin Cash, ein gemeinsames Projekt verschiedener Teams zu sein.

“Wir sind alle von einer gemeinsam Vision begeistert – dass Bitcoin Cash massiv skaliert und ein schnelles, günstiges, globales elektronisches Peer-to-Peer-Bargeld wird,” berichtet Bitcoin Unlimited auf der Webseite.

Das führende Team ist aber Bitcoin ABC, das sich bisher bei Protokoll-Änderungen noch immer durchgesetzt hat. Dementsprechend dürfte auch die Roadmap, die ABC vor kurzem für die “mittelfristige Zukunft” vorgestellt hat, am wichtigsten sein. Zunächst bekennt sich ABC ebenfalls zu der von Unlimited vorgestellten Vision: “Unsere Top-Priorität für Bitcoin Cash ist es, es als ein großartiges Geld weiter zu verbessern. Wir wollen es zuverlässiger und besser skalierbar machen, mit geringen Gebühren und bereit für ein rapides Wachstum. Es soll ‘einfach nur funktionieren’, ohne Komplikationen oder Umstände. Es soll bereit sein, für die weltweite Anwendung durch Mainstream-User, und eine solide Basis bieten, auf die sich Unternehmen verlassen können.”

Konkret bedeutet dies, dass ABC zwei Mal im nächsten Jahr eine Hardfork plant – die Roadmap nennt es “Protokoll Upgrades”: Am 15. Mai und am 15. November. Der Code dafür soll jeweils drei Monate vor der Hardfork vorliegen.

Für das nächste Upgrade plant ABC die folgenden Features:

  • Das Blocksize-Limit soll weiter erhöht und eventuell zu einem “adaptiven Blocksize-Limit” umgebaut werden, ähnlich wie es Bitcoin Unlimited bereits hat.
  • Weiter soll eine kanonische Ordnung der Transaktionen eingerichtet werden, was wohl gut für die Skalierbarkeit ist, da es Features wie Graphene ermöglichen würde.
  • Zudem plant ABC, den Difficulty Adjustment Algorithmus weiter zu verbessern,
  • und einige deaktivierte Opcodes wieder zu aktivieren.

Die sogenannten “Opcodes” sind Skriptbefehle für die Verarbeitung von Bitcoin-Transaktionen. Aus Sicherheitsgründen hat Satoshi einige der Befehle schon in der Frühzeit von Bitcoin deaktiviert. Um die durch sie ermöglichten Features zu erkunden, möchte ABC die Codes vorsichtig wieder einschalten.

Ähnlich – und etwas weiter – plant die Roadmap von Bitcoin Unlimited. Die Entwickler kündigen schon mal an, das halbjährliche Upgrade durch Hardforks zu unterstützen.

  • Neben der Erhöhung der Blocksize möchte Bitcoin Unlimited auch die Kapazität erhöhen, indem man die Blockintervalle auf 1, 2 oder 2,5 Minuten senkt. Dies soll gleichzeitig die Usererfahrung verbessern, da Transaktionen schneller bestätigt werden.
  • Das Team ist auch für die Aktivierung alter Opcodes,
  • schlägt aber auch vor, neue Opcodes zu implementieren, wie OP_GROUP und OP_DATASIGVERIFY, welche “repräsentative Token und binäre Contracts” ermöglichen sollen.
  • Wie ABC möchte auch BU noch im Frühjahr ein neues Adressformat einführen, um in Zukunft Verwirrungen zu verhindern, die daraus erwachsen, dass jemand Bitcoin Cash an eine Bitcoin-Adresse sendet.
  • Zudem will BU erkunden, ob man mit “Bobtail” die Varianz der Blockintervalle reduzieren und vieles, etwa die Resistenz gegen Double Spends, verbessern kann.
  • Auch die kanonischen Order von Transaktionen möchte BU prüfen, mit dem Ziel, eventuell Graphene einzuführen.

Die Roadmaps, die hier zusammenkommen, sind engagiert und greifen verschiedene Ideen auf, die derzeit rund um die Skalierbarkeit von Bitcoin kursieren. Graphene und Bobtail wurden erst kürzlich auf dem Scaling Bitcoin Workshop in Stanford vorgestellt, die Videos zu den Präsentationen dieser Technologien könnt ihr hier sehen, ich selbst weiß noch nicht so viel darüber.

Bei der Idee, die Blockintervalle zu kürzen, bin ich mir etwas unsicher. Einerseits wäre es bestimmt sinnvoll, aber andererseits gehört es irgendwie zu Bitcoin, dass es nur etwa alle 10 Minuten einen Block gibt.

Die Aktivierung alter und die Einführung neuer Opcodes könnte ein spannendes Projekt werden, das Bitcoin Cash helfen könnte, in manchen Bereichen mit Ethereum zu konkurrieren. Token, die mit OP_Group geschaffen werden, könnte etwa ähnlich gut funktionieren wie ERC20-Token und – anders als Colored Coins – direkt von Minern verifiziert werden. Allerdings muss man gerade hier anmerken, dass gute, gründliche Tests unerlässlich sein werden, da neue Skripte immer auch bedeuten, dass es neue Angriffe gibt.

Ob es den Entwicklern gelingen wird, diese mittelfristige Roadmap umzusetzen, wird man sehen müssen. Sie ist zumindest einmal ein Start, um mit Bitcoin Cash einen eigenständigen Weg zu gehen, der mehr ist als “Bitcoin mit größeren, aber leeren Blöcken”.

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29 Comments on Bitcoin Cash: ABC und Unlimited verkünden Roadmap für 2018

  1. bis auf Differenzierung der Addressräume wenig sinnvolle Roadmap aus meiner Sicht, z.B. Blöcke sind derzeit nur 1% (80kB) ausgelastet, wieso werden größere Blöcke und kürzere Blockzeiten priorisiert? das schafft keine Dringlichkeit auf Effizienzgewinne=smartes Skalieren.

    • Hei bastosboi, nett, dass du von twitter auf das blog rübergeflattert bist 🙂

      Ich finde auch, dass man sich die größeren Blöcke hätte sparen sollen. Derzeit ist das nicht nötig, falls es überhaupt einen Effekt hat, dann, dass es Angriffe ermöglicht.

      Ich hätte mir gewünscht, dass Bitcoin Cash in Richtung UTXO-Commitments geht und bessere SPV-Nodes ermöglicht. Die neuen opcodes finde ich aber spannend, Graphene und Bobtail könnten auch interessant werden.

  2. Kürzere blockintervalle bringen womöglich nichts. Denn dann steigt das Risiko von verwaisten Blöcken. Somit wird man dann statt 1 Bestätigung eben auf 10-20 warten müssen um ganz sicher zu sein das die Transaktion auch wirklich sicher ist. Das würde von der Zeit her aufs selbe herauskommen, würde aber eine falsche Sicherheit suggerieren.

    Irgendwie schießen die sich mit den ganzen geplanten Hardforks selbst ins Bein. Damit werfen die das wichtigste Prinzip von bitcoin über Bord. – Die Garantie über die Beständigkeit der Regeln. Wenn man jedes Gesetz beliebig verändern kann, dann ist es kein Gesetz mehr!

    Soll nicht heißen, dass das alles schlechte Ideen sind, aber damit ist es und wird es auch niemals mehr bitcoin werden. Somit ist die ganze Aktion einfach nur eine marketing technisch, äußerst dreiste Erzeugung einer Altcoin, die auch ziemlich erfolgreich war. Im Hinblick auf die Übernahme des Namens bitcoin, sind die aber gescheitert.

    • „Wenn man jedes Gesetz beliebig verändern kann, dann ist es kein Gesetz mehr!“

      Parlamente ändern ständig Gesetze. Oder machen Parlamente (also die Legislative) keine Gesetze?

      Bei Bitcoin ist das allerdings insofern anders als hier viele Änderungen vorhersehbar sind. Bitcoin hat den Markennamen (alle anderen Kryptowährungen sind Altcoins) und den höchsten Akzeptanzgrad zu bieten, aber die Entwickler sind damit nicht zufrieden, weil sie bei den Altcoins sinnvollen Mehrwert zu sehen bekommen. Monero wahrt die Privatsphäre und eroberte sich dadurch seine Nische. Ethereum ermöglichte mit den ERC20-Token die ICO und ist seitdem die zweitbeliebteste Kryptowährung, obwohl Smart Contracts wirklich sperriger als ein einfacher Coin sein dürften. Dogecoin setzte mehrfach die Obergrenze für die Anzahl der Coins nach oben und schaffte sie schließlich ganz ab. Weil Bitcoin all das nicht bietet, deshalb muß er ständig forken.
      乱馬

      • “Weil Bitcoin all das nicht bietet, deshalb muß er ständig forken.”

        Falsch, Bitcoin muss immer forken weil jeder den Namen nutzen will um nichts neues von Grund auf aufzubauen. Nach deiner Aussage müsste zum Beispiel Monero auch forken, weil es keine Smart Contracts bietet.

      • Und wie oft ändert das Parlament allein die Grundgesetze? Alles was an dem Bitcoin Protokoll nur durch eine Hardfork verändert werden kann, ist eine art Grundgesetz, es ist die Verfassung des Bitcoins. Diese Verfassung soll ohne weiteres nicht einmal ein Parlament verändern können. Wenn es das dennoch kann, dann ist es keine Demokratie mehr und wenn es keine Demokratie ist, ist es kein Bitcoin mehr, im klassischen Sinne.

        Aber wie gesagt, ich will BCH nicht unnötig schlecht reden, aber BCH wird niemals Bitcoin ohne das “Cash” werden. Es ist und bleibt ein Altcoin mit dem verzweifelt versucht wird dem wahren bitcoin den “Markennamen” abzunehmen. Und das ist bis heute auch die einzige Nische die mit BCH bedient wird, an der Marke bitcoin zu zerren. Alle anderen Nischen sind nämlich wie du selbst geschrieben hast, sehr gut durch Altcoins bedient.

        Und komm mir jetzt nicht mit den Transaktionsgebühren, wenn ich niedrigere Transaktionsgebühren zahlen will oder schnellere Bestätigungen haben will, dann kann ich auch Litecoin benutzen. All das was BCH demnächst bieten will, gibt es schon! Mit dem Unterschied, das kein einziger von den anderen Altcoins so verzweifelt an der marke “bitcoin” zerrt. Aber das müssen die ja auch nicht, weil die eben eine eigene Nische haben.

        Die eigentliche Nische von bitcoin, ist die Beständigkeit. Das ist auch der Grund warum bitcoin so viel Teurer als alle anderen Altcoins ist. Weil es weder die Entwickler, noch die Miner, noch irgendwelche Marketing “Genies”, noch Hacker, noch sonst Wer ohne weiteres verändern kann. Und weil bitcoin eben nicht ständig forkt. Die Forks die bitcoin wirklich verändert haben, kann man an einer Hand abzählen.

      • >”Aber BCH wird niemals Bitcoin ohne das “Cash” werden.”

        Ich will dir ja nicht deine Hoffnung nehmen, aber langfristig wird BCH BTC ersetzen.

      • Ein sehr “interessantes” und vor allem “unvoreingenommenes” video…

        “… support bitcoin cash…”

        Wie auch immer, die Zeit wird es zeigen. Bis heute ist aber weder Dogecoin, noch Litecoin noch ein anderer coin zum bitcoin mutiert.

  3. ..sowohl noch grössere Blöcke als auch kürzere Blockintervalle(Latenz) begünstigen( unter anderem) die weitere
    Zentralisierung diese Protokols…

      • grössere Blöcke brauchen mehr Rechenkraft(teurere Computer) um verarbeitet(validiert) zu werden von den ABCNoden und natürlich brauchen grössere blöcke auch mehr zeit um von a nach b geschickt zu werden,d.h. wenn du nicht an BCHs-Miner-Fiber netzwerk angeschlossen bist, kannst du den nächsten Block 1 minute vor allen anderen finden, der BlockFinder der ans miner-Netzwerk angeschlossenen ist, ist trotzdem schneller allgemein akzeptiert und dann ausgezahlt. Du bist VIEL zu langsam, auch wenn du zuerst den Block gefunden hast, wenn du nicht teil des BCHminer -Netzwerks bist.

        Das selbe Problem gibt es auch bei Bitcoin Core, nur in viel kleineren Zeitintervallen.
        Mehr Rechenkraft(früheres finden des nächsten Blocks) kann Datenübertragungs-geschwindigkeit und Latenz(Reaktionsgeschwindigkeit) in maßen etwas entgegensetzen,bei
        1mb blöcken.(segwit macht es schlimmer)
        Bch macht es noch schlimmer – das begünstigt mMn Zentralisierung.

        Teilweise passt dazu auch dieser Bericht:
        https://www.forbes.com/sites/ktorpey/2017/11/30/2017-was-the-year-when-everyone-finally-learned-bitcoin-isnt-controlled-by-miners/#

        Liebe Grüsse an alle.

      • Informier’ dich bitte mal über die Relationen. Ein Laptop könnte problemlos Gigabyte-Blöcke validieren, Compact / Thin Blocks senken die Blocksize bei der Übertragung um mehr als 90% … soweit ich mich über die einzelnen Punkte informiert habe, sind das Phantomsorgen

      • hmm,in den ersten 10minuten geht es um block propagation im netztwerk, und wie diese das mining beeinflussen kann…das meinte ich in etwa.

        Greg Maxwell: Advances in Block Propagation

  4. 2 Hardforks meine Güte, das ist wirklich ganz erbärmlich. Meiner Meinung ein klarer Versuch den Kurs zu pushen um BTC die Hashpower zu stehlen. Aber jaja, ein Schelm wer dabei dabei böses denkt :).

    Ähm und bezüglich Relevanz lässt du ganz stark nach Christoph. Zuerst der schon von mir bekrittelte “Bitcoin ist wenn man A und B und C zusammenzählt FAST auf 10.000 USD” Artikel und jetzt dieser wirklich vernachlässigbare Scamcoin Bericht.

    Nochmal: BCash wird unterstützt von ganz dubiosen Charakteren. Hier ein Link zu einem reddit Artikel der mal nur an der Oberfläche kratzt: https://www.reddit.com/r/Bitcoin/comments/7cgzbv/so_i_did_5minutes_of_digging_and_oh_my_god/

    Willst du mit denen im Boot sitzen Christoph? Ich nicht.

    Dabei gäbe es doch viel relevanteres und spannenderes zu berichten. IOTA Data Marketplace, hallo?

    • Mach dir gefälligst selbst ein Bild von diesen “dubiosen” Gestalten und bringe etwas Licht in dein schwarz/weiss Denken anstatt nur anderen nachzuplappern.

      • flotschie // 1. December 2017 at 7:26 //

        Ach reichen Dir etwa die zig Links zu verschiedenen Quellen in dem Artikel nicht?! Welche Informationsquellen sind denn deiner Meinung nach die “richtigen” um sich zu informieren?

        Sorry aber ich verbringe viel Zeit mich zu informieren und denke ich habe mir mein Bild sorgfältig und ausgiebig selbst nach viel Recherche zusammengetragen, nicht nur aufgrund des gelinkten Artikels sondern aufgrund vieler anderer zahlreicher Medien von vielen verschiedenen Leuten. Und es gibt massig, wirklich massig im Netz zu finden das meine Meinung stützt.

    • Was ist IOTA Data Marketplace? Eigentlich lese ich hier, um über so etwas informiert zu werden. Darum muß ich mich dieser Kritik leider anschließen.
      乱馬

    • Sorry, aber man kann heutzutage nicht mehr /r/Bitcoin als Quelle für irgendwas angeben. Da wird so krass zensiert, so dass jegliche Quellenangabe zu r/Bitcoin sich selbst disqualifiziert.

  5. wie isses mit ADA?
    hierzu mal was spannendes wär fein!?…
    …besonders, da ich Deine Einschätzungen und Berichte immer sehr schätze, Herr Bergmann!

    • Stimmt, ohne dass ich auch nur jemals irgendwas darüber gehört habe, ist ein Coin geradezu in die Top10 geschossen. Und das, wo die Sache glaube ich nicht mal Live ist…

  6. John M Keynes // 30. November 2017 at 21:18 // Reply

    Bitcoin Cash bzw. BCH wie es richtig heißt, was der Vorredner nicht zu wissen scheint, ist der verbliebene Teil der ursprünglichen Idee eines weltweiten, günstigen und zuverlässigen Zahlungssystems. Leider hat Bitcoin Core oder BTC einen Weg gewählt, bei dem ausschließlich die Wertaufbewahrung Ziel ist. Die damit einhergehenden Gebühren schließen Milliarden Menschen von der Nutzung aus und die üblichen Seilschaften können ihre Ziele verfolgen. Mit tlw. sehr üblen Methoden wird von Seite BTC gegen BCH gewettert, viele fallen darauf herein und bemerken nicht wie sie sich vor den Karren spannen lassen. Bei den hohen Einsätzen war das natürlich unvermeidlich. Das ursprüngliche Experiment war wider erwartend so erfolgreich, dass die Cryptogemeinde mit dem Erfolg nicht recht umzugehen weiß und nun Gefahr droht, das Feld der vermeintlich erfahrenen Finanzelite zu überlassen. Dabei hat diese doch 2008 alles Vertrauen verspielt. Schade aber es bleibt Hoffnung.

    • coinschaer // 1. December 2017 at 14:14 // Reply

      Man kann das halt auch genau anders herum sehen, mit sich vor den Karren spannen lassen. Eine vergrösserung der Blöcke ist kein wirkliches skalieren. Skalieren heisst mehr Transaktionen bei gleicher Blockgrösse. Aber diese Thema (on- oder offchain) wurde nun wirlkich lange genug durchgekaut. Nur das ständige geforke ist wirklich ein Grund zur Sorge. Vor allem mit zum Teil doch sehr zweifelhaften Zielen. Wozu fast leere Blöcke vergrössern? Opcodes wieder freischalten die Satoshi abgeschaltet hat?
      Man hat wohl bei BCash gemerkt, das man BTC doch nicht gefährlich werden kann, und versucht mit “Gewalt” sich Vorteile zu “erforken” indem man noch Smartcotracts und wer weiss was noch alles versucht zu integrieren. Hoffentlich haben die viele wirklich gute Programmierer an Bord. Denn sonst endet das im Desaster weil sie irgendwo eine Lücke afreissen. Vor allem wenn sie dann auch noch so LastMinuteÄnderungen machen wie bei der letzten Fork.
      Ich denke das wird nichts. Denn Es gibt einen Coin der hat Forks, Smartcotracts u.s.w. von Anfang an in der Roadmap gehabt: ETH. Und es gibt den Urvater aller Kryptos: BTC. Ein Zwitter aus den beiden, braucht es den wirklich?

      • Intermission:)

        Cryptowährungen sind schon sehr stessig, und weihnachten.., deshalb:

        Wie du Stress vermindern kannst:

        1. antworte nicht auf Negativität
        2. geh spazieren, sei aktiv
        3. sei ehrlich
        4. lies, schreib mehr
        5. gib, ohne etwas dafür zu erwarten
        6. atme tief durch
        7. vergib als erster
        8. sag und schreib öfter danke
        9. sei ein besserer Freund
        10. du bist nicht deine Arbeit
        11. beschwer dich weniger
        12. lach mehr

        ;), ValaAfshar(-https://twitter.com/ValaAfshar)


    • Also ich sehe bei bekannten BCH-Befürwortern doch auch deutliche Parallelen zur überheblichen Finanzelite… das Video ist echt großes Kino

  7. @Chris:

    „Nach deiner Aussage müsste zum Beispiel Monero auch forken, weil es keine Smart Contracts bietet.“

    Ja, ich glaube, daß Monero das nur deshalb nicht macht, weil sich das zusammen mit dem komplizierten System zur Anonymisierung nicht realisieren läßt. Für einen Smart Contract könnten schließlich manche Daten der Nutzer relevant sein. Gegenüber der Cardano-Blockchain mit der Kryptowährung ADA bin ich aus dem gleichen Grund mißtrauisch. Die will beides auch noch damit kombinieren, den Regulierungsbehörden in den Hintern zu kriechen. Das klingt nicht sehr plausibel. Also Monero forkt wahrscheinlich nur deshalb nicht, weil es durch die eingebaute Anonymität daran gehindert wird.
    乱馬

  8. @Bai:

    „Und wie oft ändert das Parlament allein die Grundgesetze?“

    Viel zu oft.

    „Diese Verfassung soll ohne weiteres nicht einmal ein Parlament verändern können.“

    Dann leben wir in keiner Demokratie. Mir nicht neu; sollten viele Leute mitbekommen; hat eigentlich nichts mit Kryptowährungen zu tun.

    „Aber wie gesagt, ich will BCH nicht unnötig schlecht reden, aber BCH wird niemals Bitcoin ohne das “Cash” werden.“

    Von mir aus kannst du BCH gerne schlechtreden. Auch BTC oder jede andere Kryptowährung. Mich interessiert mehr zu sehen, welche Kryptowährungen nach einem größerem Stromausfall noch übrig sein werden.

    „Es ist und bleibt ein Altcoin mit dem verzweifelt versucht wird dem wahren bitcoin den “Markennamen” abzunehmen.“

    BCH trägt den Bitcoin im Namen, weil BCH durch eine BTC-Hardfork entstanden ist. Den Spekulanten gefiel die wundersame Geldvermehrung, weil sie selbst davon betroffen waren. Das sind die selben Leute, die immer so vehement dagegen sind, wenn auch mal jemand anderes von irgendetwas profitieren kann.

    „Und komm mir jetzt nicht mit den Transaktionsgebühren, wenn ich niedrigere Transaktionsgebühren zahlen will oder schnellere Bestätigungen haben will, dann kann ich auch Litecoin benutzen.“

    Habe ich nichtmal mit aufgezählt, aber ja. Dogecoin habe ich stattdessen aufgezählt. Mit dem geht das sicherlich auch. Litecoin hat übrigens schon Monacoin durch eine Hardfork hervorgebracht.

    „All das was BCH demnächst bieten will, gibt es schon!“

    Es gibt sogar so viel, daß es unmöglich sein dürfte, darüber noch den Überblick zu behalten.

    „Mit dem Unterschied, das kein einziger von den anderen Altcoins so verzweifelt an der marke “bitcoin” zerrt. Aber das müssen die ja auch nicht, weil die eben eine eigene Nische haben.“

    Und natürlich, weil sie nicht durch eine Hardfork des Bitcoin entstanden sind. Durch Hardforks entsteht eine Bitcoin-Familie, auch wenn immer nur eine Kryptowährung den Markennamen Bitcoin tragen kann und die anderen deshalb Altcoins sind.

    „Die eigentliche Nische von bitcoin, ist die Beständigkeit. Das ist auch der Grund warum bitcoin so viel Teurer als alle anderen Altcoins ist.“

    Der hohe Preis liegt am Markennamen. Genau wie man auch die Marken sämtlicher anderer Marktsegmente teuer bezahlen muß.

    „Und weil bitcoin eben nicht ständig forkt. Die Forks die bitcoin wirklich verändert haben, kann man an einer Hand abzählen.“

    Weil die in jüngerer Zeit stattfanden, während es in den ersten Jahren des Bitcoins keine Hardforks gab. Damals war der Bitcoin auf Beständigkeit ausgelegt, aber heute sind die Spekulanten auf den Geschmack der wundersamen Geldvermehrung durch Hardforks gekommen. Meine Prognose ist, daß sich die Bitcoin-Gemeinde über immer unbedeutendere Kleinigkeiten in die Haare bekommen und das dann die Begründung für weitere Hardforks sein wird.
    乱馬

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