Giacomo Zucco und das Elend des Bitcoin-Maximalismus

Bitcoin-Maximalisten meinen, dass das Internet nur eine Währung braucht – nämlich Bitcoin. Leider bleiben sie dabei nicht stehen, sondern gleiten in eine etwas bornierte Weltsicht ab. Nichts zeigt das deutlicher als die umstrittene Präsentation von Giacomo Zucco auf der Baltic-Honeybadger-Konferenz.

Zu den schönen Eigenschaften der Sprache gehört es, dass die Worte frei sind. Jeder kann mit ihnen machen, was er will, und die Begriffe so deuten, wie es ihm in den Kram passt. Der Ethereum-Gründer Vitalik Buterin war nicht der erste, der einen Begriff als Schimpfwort etablieren wollte und am Ende feststellen musste, dass die solcherhand beschumpfenen das Wort als Kompliment umdeuteten.

Ende 2014 hat Vitalik Buterin ein Post geschrieben, in dem er den Begriff des “Bitcoin-Maximalismus” prägte. Er meinte damit “die Idee, dass eine Umwelt von mehreren, miteinander konkurrierenden Kryptowährungen nicht wünschenswert ist, dass es falsch ist, ‘noch einen weiteren Coin’ zu gründen, und dass es sowohl rechtmäßig als auch unvermeidbar ist, dass die Währung Bitcoin eine Monopol-Stellung in der Szene der Kryptowährungen erhält.”

Für Vitalik war der Bitcoin-Maximalismus durchweg negativ behaftet. Er war irrational, ergab technisch und wirtschaftlich keinen Sinn, und repräsentierte ein moralisierendes Scheuklappendenken. Vitalik gründete den Altcoin Ethereum, und die von ihm angesprochenen Bitcoin-Maximalisten machten sich den Begriff zu eigen. Er klang eigentlich ganz gut und war eine gute Bezeichnung für das, was ihre Haltung ausmachte. Und je mehr Vitaliks Schöpfung Ethereum zur ernstzunehmenden Konkurrenz für Bitcoin heranswuchs, desto stärker identifizierten sich viele Bitcoiner als Maximalisten.

An sich finde ich die Einstellung nicht unsympathisch. Die Idee von einer einheitlichen Währung für das Internet ist phantastisch, während eigentlich kein Mensch ein Durcheinander von hunderten von digitalen Währungen braucht. Eine einzelne Währung hat die stärksten Netzwerkeffekte; die meisten User, Entwickler, Implementierungen, die höchste Marktkapitalisierung, die geringste Volatilität. Die Vielzahl digitaler Währungen, die wir derzeit haben, ist nicht nur unnötig, sondern auch schädlich.

Das Problem mit den Bitcoin-Maximalisten ist aber, dass sie an dieser Stelle nicht aufhören. Ein solcher monetärer Maximalismus ist ihnen nicht genug. Sie müssen den Maximalismus auf alles ausdehnen: Darauf, dass nur Bitcoin diese Währung sein kann, und alle anderen schon jetzt per Definition gescheitert sind; dass der technische Weg, den Bitcoin (Core) eingeschlagen hat – offchain anstatt onchain zu skalieren -, der einzige richtige und denkbare ist; dass es nur eine einzige korrekte Art gibt, Bitcoin technisch und politisch zu deuten – als ein zensurresistentes digitales Äquivalent zu Gold, dessen wichtigstes Merkmal die Dezentralität ist; und dass all diejenigen, die das nicht glauben, doch bitte zum Teufel gehen sollen.

Zum Teufel gehen meint dabei aber auf gar keinen Fall, sein Glück in einem Altcoin oder einem “Blockchain”-Projekt zu suchen. Denn das ist in den Augen der Bitcoin-Maximalisten wiederum Betrug. Wie eben alles außer der Bitcoin, den wir derzeit haben.

Die Konferenz für Maximalisten

Von allen Kryptowährungs-Konferenzen dürfte die Baltic Honeybadger den Bitcoin-Maximalisten am meisten schmecken. Auf der Konferenz ging es ausschließlich um Bitcoin – keine Altcoins, Forkcoins, ICOs und “andere blockchain-basierte Quacksalbereien”, wie die Webseite etwas giftsprühend schreibt. Der grundsätzliche Kurse  von Bitcoin (Core), nicht onchain, sondern offchain zu skalieren, wurde ebenso wenig hinterfragt oder diskutiert wie Ansichten, welche Eigenschaften und Zwecke für Bitcoin besonders wichtig und definierend sind.

Das Lineup der Konferenz roch nach einer politisch gesteuerten Auswahl. Entscheidend war vermutlich nicht das, was jemand erzählen kann, sondern das politische Bekenntnis zum Bitcoin-Maximalismus. Wer den Blocksize-Streit verfolgt hat, wird die meisten Sprecher aus den sozialen Medien als vehemente Small-Blocker kennen. “Gehe nach Riga und treff’ deine liebsten Core-Trolle” ist eine Beschreibung, die nur ein wenig überspitzt ist.

Die Speaker auf der Baltic Honeybadger. Wer kennt sie nicht?

Das ist jetzt nicht so negativ, wie es klingen mag. Es gibt gute Gründe, weshalb es hilfreich ist, wenn die Szene ideologisch enger zusammenwächst. Für viele Besucher dürfte eine solche Veranstaltung wesentlich interessanter – und auch bereichernder – sein, als noch eine weitere Tech-Show der neusten ICOs, Altcoins und Blockchain-Seifenblasen. Das Spektrum der Präsentationen war relativ breit und drehte sich um Wirtschaft, Lifestyle, Technik und Gesellschaft. Viele Vorträge waren hochspannend, in den Panels saßen Experten, die sich seit Jahren mit Bitcoin beschäftigen, und so gut wie jeder auf der Bühne und im Publikum setzte sich aus nackter Begeisterung und ideologischer Überzeugung für Bitcoin ein.

Es gibt sehr viele Konferenzen, die schlechter sind als der Baltic Honeybadger. Man durfte nur nicht erwarten, dass eine besondere Meinungsvielfalt herrscht.

Die vier ultimativen Wahrheiten der Maximalisten

Die bezeichnendste Präsentation dürfte aber die von Giacomo Zucco gewesen sein. Der Mailänder, der das BHB-Netzwerk gegründet hat, ist seit langem für einen recht lauten und aggressiv vertretenen Bitcoin-Maximalismus bekannt. In seiner Präsentation “Dissecting Bitcoin Maximalism” erklärt er, was dieser Begriff für ihn meint.

Giacomo ist, finde ich, ein guter Redner, der sehr sympathisch rüberkommt. Er strahlt Begeisterung aus, aus seinen Augen funkelt ein freundlicher Schalk, und er nimmt sich selbst auf eine lockere Art nicht allzu ernst. Eine seiner Folien wurde jedoch zum Inbegriff dessen, was mit dem Bitcoin-Maximalismus und seinen Anhängern nicht stimmt. Giacomo präsentierte “vier ultimate Wahrheiten”:

Übersetzt:

  1. Alles, was nicht Bitcoin ist, ist Betrug.
  2. Jeder Versuch, Bitcoin zu verändern, ist Betrug.
  3. Jeder Versuch, Leute dazu zu bringen, Bitcoins auszugeben, ist Betrug.
  4. Wir sollten nicht nett zu Betrügern sein.

Ich sollte erwähnen, dass “Betrug” eine nicht ganz saubere Übersetzung des von Giacomo verwendeten Begriffs “Scam” ist. Ein Scam meint zwar auch einen Betrug, ist aber rechtlich weniger verbindlich und kann auch Schwindeleien meinen. Der Begriff meint zwar ethisch fast dasselbe, ist aber etwas weicher.

Dennoch haben sich an dieser Stelle viele an den Kopf gelangt. Ich auch. Die Folie ging durch die sozialen Medien, Coingeek titelte “Der BTC-Kult wurde noch gruseliger“, und die Leute erklärten den Bitcoin-Maximalismus schon für tot, weil er sich in seinem eigenen Irrsinn verrannt hatte.

Meint Giacomo das ernst? Ich hatte Zweifel. Aber einige Fragen in der deutschen Bitcoin-Maximalisten-Szene haben gezeigt, dass viele das, was Giacomo ausbreitet, offenbar ernst nehmen – und dem auch beistimmen. Selbst wenn er überspitzt und augenzwinkernd übertreibt – er trifft einen Nerv.

Lasst uns nun anschauen, wie Giacomo zu diesen “ultimativen Wahrheiten” kommt.

“Zehn Grundsätze, auf die wir uns hoffentlich einigen können.”

Giacomo erklärt, dass die vier ultimativen Wahrheiten die logische Folge von zehn Grundsätzen der Bitcoin-Maximalisten. Er kündigt sie als “zehn Prinzipien, auf die wir uns hoffentlich einigen können” an.

Giacomo erklärt anschließend, was er mit den Grundsätzen meint. Leider verpatzt er sein Zeitmanagement ein wenig, so dass er lediglich über einige wenige ausführlich redet, und bei den anderen “den Craig Wright macht”: “Ich behaupte, dass ich es beweisen kann, und fordere euch alle auf, mir zu vertrauen.”

Lasst uns die zehn Thesen näher betrachten:

1.) Ein Geld, das schwierig zu erschaffen und zu zensieren ist, ist ein hartes Problem, aber hat disruptive Folgen. Bitcoin ist dieses Geld. Wer ein leichtes Geld braucht, das man etwa einfach und schnell  überweisen kann, soll bitte eine der vielen Alternativen wie PayPal benutzen und die Finger von Bitcoin lassen.

Der zweite Punkt ist im Grunde nur eine technische Variation des ersten:

2.) Die wichtigsten Innovationen von Bitcoin sind die “Coinbase” und die “Blockchain”. Die Coinbase steht bei Giacomo für das Mining. Sie sorgt dafür, dass die Geldmenge von Bitcoin inelastisch, also hart ist. Die Blockchain dagegen verhindert auf dezentrale Weise “Double Spends”. Diese beiden großen Innovationen bringen die Nachteile mit sich, dass sie schlecht skalieren und wenig privat sind.

Bitcoin ist daher nur für den interessant, der ein mengemäßig hartes Geld braucht, das auf dezentrale Weise Double Spends verhindert. Alle anderen sollen, bitteschön, eine Datenbank oder PayPal verwenden.

Die nächsten drei Punkte erklären, ob und wie Bitcoin kopiert und repliziert werden kann, und auf welche Weise sich die Kryptowährung weiterentwickeln muss:

3.) Klone sind in der Open-Source-Welt unvermeidbar. Wenn jemand dein System digitaler Knappheit unendlich oft kopieren kann, wird er es tun, weil er es tun kann und er damit Geld verdient.

4.) Komplexe Systeme haben Schichten: eine Basisschicht, die zu Stabilität und Konvergenz tendiert, und eine obere Schicht, auf der Evolution und Wettbewerb stattfinden. Dazu tendieren die freien Märkte. Sie tendieren nicht, wie oft behauptet wird, zu Flexibilität und schneller Entwicklung, sondern neigen auf einer tiefergehenden Ebene dazu, Stabilität zu schaffen.

5.) Der Grad der Zensurresistenz von Bitcoin kann nicht repliziert werden, unter anderem, weil die Anonymität von Satoshi unter heutigen Umständen nicht replizierbar ist und die Anreize sich geändert haben.

Als Meinung ok, als Tatsache miserabel

Diese ersten fünf Axiome sind durchaus interessant. Sie sind an der einen oder anderen Stelle etwas gewagt, aber zeigen ein relativ tiefes Verständnis von Bitcoin. Sie haben ohne Zweifel ihre Berechtigung, und es ist lukrativ, über jede einzelne tief nachzudenken.

Allerdings sollte man sie nicht mit “ultimativen Wahrheiten” verwechseln, wie man sie in der Schwerkraft findet. Es handelt sich um Meinungen, die im besten Fall von Tatsachen und Logik gestützt werden. Dass die mengenmäßige Härte und Zensurresistenz die wichtigsten Eigenschaften von Bitcoin sind, ist eine berechtigte Meinung – bleibt aber doch eine Meinung, die sich jeder selbst bilden darf. Andere werden mit dem gleichen Recht sagen, dass es die grenzenlose Überweisbarkeit, die Unmittelbarkeit oder die Voraussetzungslosigkeit sind.

Wenn Giacomo aufgrund dieser Meinung beginnt, Leuten zu empfehlen, doch bitte PayPal anstatt Bitcoin zu benutzen, maßt er sich genau das an,  wovon Bitcoin eigentlich befreien sollte: Er möchte anderen Leuten diktieren, was sie mit ihrem Geld tun oder nicht tun, weil er meint, das Geld besser zu verstehen als diese. Dieser planerische Übermut tritt noch deutlicher zutage, wenn Giacomo im vierten Punkt erklärt, wohin die Märkte streben werden. Sein fünfter Grundsatz schließlich ist noch nicht mal eine richtige Meinung, sondern eine Spekulation, die so viele andere Faktoren vernachlässigt, dass sie geradezu an den Haaren herbeigezogen ist.

Man könnte sagen, die ersten fünf Punkte wären als Meinung ok und sogar interessant, aber als Wahrheit eher mies.

Eine Backdoor für die Politik

Das Problem beginnt ab dem sechsten Punkt. Denn die folgenden fünf Grundsätze bauen darauf auf, dass Giacomo seine ersten fünf Meinungen zu einer Tatsache erklärt, die nicht nur für ihn, sondern für jeden gelten sollte, und dass er mehr oder weniger dazu aufruft, jeden zu bekämpfen, der diese Tatsachen leugnet. Die Community muss dafür sorgen, dass sich die Märkte so verhalten, wie sie sich verhalten sollen. Anders gesagt: Giacomo öffnet eine Hintertür, um die Politik in Bitcoin hineinzulassen.

Dies beginnt mit seiner Definition von Scam:

6.) “Wenn jemand Geld, Reichtum, Macht, Ruhm oder Lambos erwirbt, indem er anderen Leuten etwas verkauft, das nicht so funktioniert wie es beworben wurde, weil es nicht so funktionieren kann, und er die Chance hatte, dies durch Wissen oder Logik zu verstehen, ist er ein Scammer.”

Eine solche Definition macht Sinn, wenn man mit harten, naturwissenschaftlich bewiesenen Tatsachen arbeitet. Ich gehe davon aus, dass ein Physiker, der Leute dazu einlädt, in ein Perpetuum Mobile zu investieren, vor Gericht tatsächlich als Betrüger verurteilt wird.

Das Problem ist aber, wenn man diese Definition auf Dinge anlegt, für die es, wie für Kryptowährungen, so gut wie keine harten, naturwissenschaftlich bewiesenen Tatsachen gibt. Wenn man dann noch wie Giacomo in seinen Punkten 1 bis 5 technische Ansichten wild mit wirtschaftlichen, soziologischen oder sonstigen Thesen mischt, versagt seine Definition von Scam vollständig. Sie verkommt zu einer Rechtfertigung dazu, sich dem Imperativ der Ignoranz zu unterwerfen und alles, was der eigenen Meinung widerspricht, als Scam abzutun.

Mit seinem siebten Axiom plädiert Giacomo nun dafür, es genau damit nicht zu genau zu nehmen. Man soll ruhig alle, die anderer Meinung sind, einen Scammer nennen:

7.) Wenn man sozialen Angriffen begegnet und komplexe Systeme diskutiert, ist es ok, vereinfachende Begriffe zu verwenden: Man kann den Scam-Satz vereinfachen, indem man sagt: “Alles, was nicht Bitcoin ist, ist ein Scam”.  Wir dürfen das.

Die Grundsätze acht bis zehn gehen nun noch weiter. Man soll diejenigen, die die Wahrheit leugnen, nicht nur Scammer nennen – man soll sie mit Häme, Spott und Verleumdungen überziehen. Es ist nicht nur ok, sondern notwendig, ein Drecksack zu sein.

8.) Das Leben ist hart und voller schwieriger Trade-Offs. Wenn diese Trade-Offs herausfordernd sind, entstehen immer laute Verschwörungstheorien, die behaupten, der Trade-Off sei nur erfunden und künstlich, und wenn es nicht eine böse Minderheit an der Macht gäbe, könne man alles haben, anstatt sich entscheiden zu müssen. “Es gibt Geld für alle, wäre nicht das eine Prozent …Das ist die Big-Block-Verschwörungstheorie.”

9.) Jedes Protokoll besteht aus technischen und sozialen Schichten. Die sozialen Schichten sind oft ebenso mächtig wie die technischen und wichtig für das Funktionieren des Systems. Sie können auch angegriffen werden und müssen verteidigt werden.

10.) Wenn man sich der externen Zensur und Regulierung entledigt, ist es umso wichtiger, eine strikte und konsistente Form der inneren Selbstregulierung zu etablieren. Man muss Scams, Betrug, Angriffe und schlechte Akteure attackieren.

Ein Scammer nach der eigenen Definition

Insgesamt ignoriert der Maximalismus a la Giacomo Zucco vollständig, dass sich die eigene Überzeugung auch nur durch einen einzige Pixel von der absoluten Wahrheit unterscheiden kann. Die Hälfte seiner Thesen basiert darauf, im Besitz einer Wahrheit zu sein, die für alle gelten muss.

Unseriös wird dieser Maximalismus dadurch, dass sich diese Überzeugungen nicht nur auf Gebiete erstrecken, in denen es – vielleicht – eine solche absolute Wahrheit gibt, es also zumindest vertretbar wäre, einen Anspruch auf sie anzumelden. Tatsächlich aber erstrecken sich Giacomos Wahrheiten auch auf soziale, politische, wirtschaftliche und psychologische Gebiete, auf denen es harte, ultimative Wahrheiten gar nicht geben kann. Man könnte meinen, dass Giacomo wissen sollte, dass nicht alle seine Thesen “hart wahrheitsfähig” sind, was ihn nach seiner eigenen Definition zum Scammer macht.

Sobald nur einer der Grundsätze nicht vollständig und immer und absolut stimmt, wird Giacomos Maximalismus zu einem bornierten Scheuklappendenken, das die Welt außerhalb der eigenen Bude – also alles Fremde, Neue und von einem selbst Abweichende – mit unbegründeter Verachtung bedeckt und danach ruft, dass ein sozialer Mob seine Wut gegen diejenigen richtet, die etwas machen, das man selbst nicht gut findet. Es ist genau die voreingenommene Einstellung, die Bitcoin eigentlich überwinden sollte.

Am schlimmsten ist aber vermutlich, dass ein gewisser Maximalismus, trotz allem, notwendig ist. Die dezentrale Währungsreform, die Bitcoin darstellt, droht, zu scheitern, wenn sie in hunderte von Altcoins zerbröselt. Sich hier entschieden hinter einen Coin zu stellen ist notwendig und sinnvoll. Die Weise, auf die es Maximalisten wie Giacomo machen, tut der Sache jedoch einen Bärendienst. Und das ist wirklich schade.

About Christoph Bergmann (1354 Articles)
Das Bitcoinblog wird von Bitcoin.de gesponsort, ist inhaltlich aber unabhängig und gibt die Meinung des Redakteurs Christoph Bergmann wieder, es es seit Mitte 2013 führt. Christoph hat vor kurzem ein Buch geschrieben: Bitcoin: Die verrückte Geschichte vom Aufstieg eines neuen Geldes. Das Buch stellt Bitcoin in seiner ganzen Pracht dar. Ihr könnt es direkt auf der Webseite Bitcoin-Buch.org bestellen - natürlich auch mit Bitcoin - oder auch per Amazon. Natürlich freuen wir uns auch über Spenden in Bitcoin oder Bitcoin Cash an die folgende Adresse: 1BvayiASVCmGmg4WUJmyRHoNevWWo5snqC. Wer will, kann uns auch Hier mit Lightning spenden. Tipps für Stories sind an christoph.bergmann@mailbox.org immer erwünscht. Wer dies privat machen möchte, sollte meinen PGP-Schlüssel verwenden.

10 Comments on Giacomo Zucco und das Elend des Bitcoin-Maximalismus

  1. Peter Neuer // 2. October 2018 at 16:35 // Reply

    Cooler Typ, der Giacomo Zucco. Kann ich nur empfehlen.

  2. Ha ha ha.. Giacomo Zucco ist ein echter Comedian! Die Zweite ultimative Wahrheit: “Jeder Versuch Bitcoin zu verändern ist Betrug”… der schiesst doch nicht etwa gegen Core? Ich verkneiffe mir weitere Äusserungen 🙂

  3. Manche glauben dass das Hauptziel von Lightning nicht darin bestand BTC insgesamt zu sabotieren, sondern die weitere Verbreitung zu stoppen, so dass die Banken Zeit gewinnen, um ihre konkurrierenden Pay-Apps freizugeben. Stellen Sie sich vor, die Leute könnten BTC sofort für etwas nutzen, auf das die Banken völlig unvorbereitet sind, es würde sie in einen großen Nachteil gegenüber einem Wettbewerber bringen, den sie nicht kaufen können.

    Die Bitcoin Adaption auf der Straße ist wegen des 1 Megabyte Blocklimits praktisch auf den Stand von Anfang 2014 zurückgegangen. BTC hätte das Digitalgeld sein können hätten nicht gewisse fremd finanzierte Akteure die einzige Node-Software sabotiert.

    Bitcoin Cash ist Bitcoin !!
    https://www.ccn.com/bitcoin-cash-is-the-original-blockchain-claims-nist-report/

    • Coinschaer // 3. October 2018 at 18:03 // Reply

      Wenn einer Blödsinn verzapft kommt immer jemand der das gleich noch toppt.
      Gegentheorie. BCash ist von den Banken. Denn um wirklich brauchbar viele Transaktionen durch zu führen braucht man so grosse Blöcke das nur grosse Rechenzentren den Traffik und Speichermedienverbrauch stemmen können. Wenn dann alle kleinen Nodes weg sind schalten die Grossen das System einfach aus. Und niemand traut je wieder einer Kryptowährung.

      • Haha Danke ich wollte gerade seine lächerliche Verschwörungstheorie argumentativ widerlegen. Deine Variante ist amüsanter und triffts auf den Punkt.

    • Vergesst nicht das Roger die Software umgeschrieben hat, das die Miner die Kontrolle haben und nicht die Nodes 🙂 Rest kannste dir selber zusammenreimen.

      • Coinschaer // 3. October 2018 at 19:00 //

        Es ist eine genauso Hahnebüchene Verschwörungstheorie wie sein Geschreibsel. Das der eigentliche Grund für BCH der Boostmode war ist auch klar, denn wenn BCH wirklich mit z.B. Visa konkurrieren wollte wäre die Blockgröße und die dadurch benötigte Bandbreite und Blockchaingrösse selbst für Rechenzentren kaum händelbar. Darum hat Blockvergrösserung auch nicht wirklich was mit skalieren zu tun. Da muss was anderes her. Ob Lightning der Weisheit letzter Schluss ist wird sich zeigen, es gibt auch da Gründe eine Zentralisierung zu befürchten. Aber es ist wenigstens echtes Skalieren. Viel mehr Kapazität ohne die Blockchain zu sprengen.

  4. Die Übersetzung “Jeder Versuch, Leute dazu zu bringen, Bitcoins auszugeben, ist Betrug.” von “Every attempt at pushing people to spend Bitcoin is a scam!” ist falsch.

    Besser wäre: Jeder Versuch, Leute dazu zu DRÄNGEN, Bitcoins auszugeben, ist Betrug.

    Ich denke Giacomo hat nichts dagegen, dass jemand einen Online-Store aufmacht und Güter gegen Bitoin verkauft. Der Ladenbesitzer bringt dadurch Leute dazu Bitcoins auszugeben. Es handelt sich dabei in Giacomos Sichtweise nicht um einen Scammer. Es geht ihm denke ich darum, dass es legitim ist Bitcoin ausschließlich als Wertspeicher und nicht als Zahlungsmittel zu verwenden.

    Mache Menschen argumentiern namlich es wäre schlecht für Bitcoin wenn sich jeder so verhalten würde.

    Ich beschäftige mich mittlerweile seit 5 Jahren mit Bitcoin und muss sagen: Ich werde mehr und mehr zum Maximalisten bzw. eher zum Shitcoin Minimalisten.

  5. sehr schöner Beitrag, und auch neutral. Als Anhänger “freien” Wirtschaftens bin ich Maximalisten oder Fundamentalisten gegenüber negativ eingestellt, und das haben viele mit mir gemeinsam. Ich ehe eher Vielfalt als den Weg zum Erfolg. Das Zitat: “dass ein sozialer Mob seine Wut gegen diejenigen richtet, die etwas machen, das man selbst nicht gut findet.” – hatten wir ja schon ein paar mal in der Geschichte, mit immer schlechtem Ausgang. Insbesondere bei grösserer Dimension, in Deutschland, in Russland, beim langen Marsch in China oder in Kambodcha. Wobei die Islamkritik zur Zeit in D auch solche fundamentalistischen Züge annimmt… Naja, irgendwie brauchen die Maximalisten wohl auch ihre Herde, so wie die BCH Anhänger oder Ethereum Freunde. Wir sind eben alle nur Menschen, die hoffentlich nicht zu viel Macht kriegen…

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s