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Die Parade der untoten Einhörner

Einige Einhörner aus Stoff. Bild von Michael Pollak via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Fragt ihr euch, ob es derzeit eine Blase im Kryptomarkt gibt? Eine Antwort geben euch die vielen Einhörner – Kryptowährungen und Token, die eine Marktkapitalisierung von mehr als einr Milliarde Dollar haben. Ihnen zufolge steckt der Markt bis zum Hals in einer Blase. Aber das ist nicht alles, was der Blick auf die Einhörner verrät.

Eine der für mich spannendsten Metriken zu den Kryptomärkten ist der „Einhorn-Indikator“: Er zählt, wie viele Kryptowährungen oder Token eine Marktkapitalisierung von mehr als einer Milliarde Dollar aufbringen. Vergangenen Freitag lag er bei 67, gestern bei 64, heute bei 69.

Was verrät der Einhorn-Indikator? Erstens ist er ein zuverlässiger Indikator für Blasen. Ist die Anzahl der Einhörner außergewöhnlich rasch gestiegen, bedeutet das, dass Investoren das Kapital gleichmäßig auf den Markt verteilen, unabhängig von Nachrichten und Neuigkeiten. Der Markt kauft alles, wo „Krypto“ draufsteht. Finden sich unter den Einhörnern viele Kryptowährungen, die zwar weder jemand benutzt noch jemand braucht, es aber dennoch geschafft haben, ihren Wert ohne relevante Ereignisse in kurzer Zeit zu vervielfachen – dann stehen die Chancen ziemlich gut, dass wir uns tief in einer Blase befinden.

Als ich Ende 2017 zum ersten Mal den Einhorn-Indikator gemessen habe, lag er bei 32. Ein Screenshot zeigt 9 Coins in dieser Zeit, von denen sieben den Einhorn-Status hatten und zwei kurz davor waren:

Einhorn-Token Ende 2017. Quelle: Coinmarketcap.com

Von diesen 9 Coins ist heute nur noch der Stablecoin Tether relevant. Die Marktkapitalisierung aller anderen liegt weit unter 200 Millionen Dollar. Dadurch dürfte der Einhorn-Indikator von Ende 2017 voraussagen können, was mit vielen Einhörnern 2021 passieren wird: Sie sterben, wenn sich die Blase abbaut, um hinfort ein Scheinleben in den tieferen Winkeln der Krypto-Ökonomie zu führen.

Zweitens verrät der Einhorn-Indikator viel über den Markt. Er zeigt, welche Familien von Coins, Token und Apps Aufmerksamkeit und Kapital von Investoren gewinnen. Das macht den Einhorn-Indikator zu einer zuverlässigen Methode, Trends zu erkennen.

Was uns der Einhorn-Index über den Kryptomarkt erzählt

Zunächst einmal ist ein Einhorn-Index von 68 ziemlich hoch. Das spricht schon mal dafür, dass die Blase weiterhin in voller Blähung ist. Wir hatten im Lauf der letzten 8-14 Monate vor allem zwei relevante Ereignisse:

  1.  Die Investments von Microstrategy, Tesla und Square. Sie flossen ausschließlich in Bitcoin und machten diese Kryptowährung zum Cash-Substitut in Zeiten einer Fiat-Geldschwemme.
  2. Der Aufstieg der DeFi-Apps. Dies geschah 2020 ausschließlich bei Ethereum, dehnt sich nun aber auch auf die Binance Smart Chain aus.

Diese beiden maßgeblichen Entwicklungen fanden auf Bitcoin und Ethereum statt, eingeschränkt auf der Binance Smart Chain. Andere Blockchains und Kryptowährungen sind nicht wirklich betroffen; wenn sie in einem vergleichbaren Maß ansteigen – oder gar noch stärker – und es keinen weiteren, konkreten Grund dafür gibt,ist dies ein deutlicher Hinweis darauf, dass eine Blase ihr Werk treibt.

Um dies zu entscheiden, müssen wir aber wissen, welche konkreten Coins und Token in der Einhorn-Parade mitlaufen. Das folgende Diagramm ordnet die Einhörner auf den Rängen 20-67 bei Coinmarketcap nach Kategorien an:

In Zahlen: Wir haben 12 Ethereum-Killer, 11 DeFi-Token, 8 CeFi-Token, 7 Kryptowährungen und 5 Apps.

Stablecoins habe ich nicht mitgezählt, die Coins auf den Rängen 1-19 ebenfalls nicht, da ich für diesen Beitrag ein Licht auf die eher frischgebackenen und kleinen Einhörner werfen wollte.

Ethereum-Killer

Der Begriff „Ethereum-Killer“ meint jede Blockchain, die explizit antritt, um Ethereum Konkurrenz zu machen: die also verspricht, ebenso gut wie Ethereum Smart Contracts und Token zu können, vor allem DeFi, aber höher zu skalieren oder sonstwie besser zu sein. Die typischen Ethereum-Killer sind derzeit Binance Smart Chain (BSB), Cardano (ADA) und Polkadot (DOT). Diese gehören zu den Top-10-Coin und tauchen in unserer Liste nicht auf. Stattdessen haben wir Coins wie Tron, EOS, Cosmos, ICON, NEAR, Waves, Ziliqua, Avalanche oder Ethereum Classic. Die meisten dieser angeblichen Ethereum-Killer haben eines gemeinsam: den vollkommenen Mangel an Nutzern sowie der Aussicht, jemals eine kritische Masse zusammenzubringen.

Dass neben den Top-3-Ethereum-Killern weitere 12 Blockchains mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet sind, zeigt, wie hoch der Markt das Potenzial von Smart Contracts einschätzt, aber auch, wie gering der Glauben daran ist, dass Ethereum seinen dominanten Status behält.

DeFi-Token

Der Begriff der DeFi-Token dürfte eindeutig sein: es handelt sich um Token von dApps für Dezentrale Finanzen (DeFi), beispielsweise die Token von 0x, REN, UMA, Pancake Swap, Maker, Compound, Sushi Swap, Yearn.Finance oder Synthetix. Auf den höheren Rängen von Coinmarketcap findet man zudem Uniswap, Chainlink, Aave und WBTC.

Diese dApps fallen in drei Kategorien: Es können Börsen oder Wechselstuben sein oder die ihnen unterliegenden Protokolle (Pancake, Sushi, 0x), Smart Contracts, um andere Assets auf die Blockchain zu bringen oder Stablecoins zu schaffen (REN, Synthetix, Maker) sowie Lending-Plattformen, auf denen man Coins leihen oder verleihen kann, oder Aggregatoren von Lending-Plattformen (Compound, Yearn). Im Gegensatz zu den Ethereum-Killern haben die meisten hier gelisteten DeFis zahlreiche aktive Nutzer, für die sie offenbar einen Mehrwert schaffen.

Wenn man meint, dass hier die Finanzinfrastruktur der Zukunft entsteht, wäre es keineswegs übertrieben, so viele unter ihnen mit mehr als einer Milliarde Dollar zu bewerten. Man sollte allerdings nicht den Fehler machen, die Token pauschal mit Aktien, Anleihen oder Genussrechten gleichzusetzen. Denn in der Regel handelt es sich lediglich um Nutzungsrechte, also Gutscheine für die dApp, oder Governance-Token, welche es erlauben, über die künftige Entwicklung der dApp mitabzustimmen. In manchen Fällen, etwa bei Sushi, kann man durch Staking der Token einen Anteil an den Einnahmen des Smart Contracts erhalten.

CeFi-Token

Analog zu DeFi meint CeFi „Centralized Finance“. Konkret gemeint sind die Token von Börsen (etwa OKB von OKCoin, LEO von Bitfinex, das Huobi Token oder FTT von FTX) sowie von Lending-Plattformen (unter anderem Nexo, Celsius und Crypto.com). Diese Plattformen haben nahezu identische Geschäftsmodelle, die traditionelle Finanzen und Krypto mischen. Die Token geben sie heraus, um damit Entwicklung und Betrieb zu finanzieren. Sie entsprechend also am ehesten einem nicht- oder kaum-regulierten Börsengang. Mit ihnen können User in der Regel Gebühren einsparen, bessere Zinssätze erhalten oder neue Features freischalten.

Wie schon bei DeFi ist es vollkommen nachvollziehbar, dass wir einige Einhörner unter diesen Unternehmen haben. Schließlich wurde die große US-Börse Coinbase vor kurzem mit 100 Milliarden Dollar bewertet. Sowohl Börsen als auch die Lending-Plattformen mit Wallets stellen Finanzdienstleister einer neuen Generation dar: Die Börsen arbeiten viel effizienter als klassische Aktienbörsen, etwa um Liquidität anzusammen, und sie kommen mit geringeren Gebühren und weniger Mittelsmännern aus. Die Lending-Platformen fungieren wie modernisierte Bankkonten – man kann Fiatgeld, Stablecoins und Kryptowährungen einzahlen, sich diese leihen oder verleihen, und die Werte auf eine MasterCard überspielen.

Allerdings sollte man auch hier nicht den Fehler machen, die Token mit Aktien zu vergleichen. Dies trifft noch weniger zu als bei den DeFis, wo Governance-Token zumindest aktienähnlich sein können. Die CeFi-Token geben den Nutzern weder Rechte auf Mitsprache noch auf Einnahmen, noch schließen sie eine Finanzierung durch klassische Investoren aus, wie sie etwa jüngst die Derivate-Börse Voyager einholte.

Kryptowährungen

Diese Kategorie meint eher klassische Kryptowährungen, die nicht explizit als Ethereum-Killer antreten, aber Vorteile gegenüber Bitcoin und Co versprechen. Sie legen weniger Wert darauf, eine Plattform für Token und Smart Contracts zu sein, sondern wollen, ganz traditionell, eine neue Währung auf Basis einer Blockchain bilden. Die Kryptowährungen überschneiden sich teilweise mit den „Ethereum-Killern“ auf der einen Seite, und mit den Apps auf der anderen Seite – das sind Blockchains, die bestimmte Funktionen erfüllen, etwa das Ausliefern von Videos wie Theta oder das Speichern von Daten wie Filecoin.

Vor einigen Jahren haben Kryptowährungen noch den gesamten Markt ausgemacht. Deswegen redet man ja auch vom „Kryptomarkt“. Heute sind sie eher eine Nische. Unter den Top-20 allerdings finden wir mit Litecoin, Bitcoin Cash, Dogecoin und Monero mehrere klassische Kryptowährungen. Generell aber scheint die Stimmung des Marktes zu sein, dass reine Kryptowährungen eher auf dem absteigenden Ast sind. Wer heute auf dem Kryptomarkt etwas werden will, braucht Smart Contracts und Token. Dennoch konnten Coins wie der Ravencoin, Tezos, Decred, Dash, Zcash, Bitcoin SV (BSV) und Elrond im Lauf der letzten Monate eine Marktkapitalisierung von mehr als einer Milliarde Dollar erreichen.

Bei vielen dieser Coins allerdings – etwa Dash und Zcash, aber auch den anderen – erkennt man, dass die Rally in diesem Jahr viel weniger motiviert ausfiel als bei den Ethereum-Killern oder DeFis. Wo die anderen um das 10- oder auch mal 50-fache ansteigen, reicht es hier oft nur für eine Verdopplung oder Verdreifachung des Preises. Das könnte daran liegen, dass die Coins schon zum Teil lange existieren, seit 2016 (Zcash) oder gar 2014 (Dash) vergeblich versuchen, Marktanteile als Zahlungsmittel oder Wertspeicher zu gewinnen, Ende 2017 ihre große Blase hatten und danach mehrere Jahre lang abgesackt sind. Sie haben es bis heute nicht geschafft, und es gibt kaum Gründe, weshalb sie es in Zukunft schaffen sollten. Der Zug wirkt, als sei er bereits abgefahren.

Appcoins und -chains

Die letzte Kategorie sind die Apps oder Appchains. Hier handelt es sich um Blockchains, die spezielle Funktionen ausfüllen, etwa indem sie wie Theta Videos ausliefern oder wie Filecoin eine Blockchain zur Basis eines dezentralen Datenspeichers machen. Zum Teil kann es auch eine App sein, die durch ein Token angetrieben wird, etwa die dezentrale Review-Plattform Revain, oder das Bittorent-Token, das zu dem Protokoll fürs Filesharing gehört und auf der Tron-Blockchain läuft.

Bei solchen Apps stellt sich natürlich die Frage, ob sie eine Milliarde Dollar oder mehr wert sind. So ist Theta natürlich noch weit davon entfernt, Youtube, Netflix, Disney oder Amazon Konkurrenz zu machen, und Investoren sollten genau prüfen, ob die Plattform das Zeug dazu hat, dies jemals zu können. Ebenso könnte fraglich sein, ob der Markt für Filesharing oder -hosting wirklich weitere Einhörner hergibt, oder ob dezentrale Plattformen hierfür nicht ewige Nischen bleiben, die niemals solche Werte rechfertigen können.

Aber, immerhin: Die Appcoins und -chains haben einen realen Nutzen, und die meisten sind noch jung genug, um ihnen noch Zeit einzuräumen, sich auf dem Markt zu beweisen.

Ein Screenshot des Marktes

Die Einhorn-Parade kann man als eine Momentaufnahme des Krypto-Marktes ansehen. Sie enthüllt zahlreiche Absurditäten, die nur durch eine massiv aufgeblähte Blase zu erklären sind: durch den Überschwang naiver Investoren, die alles kaufen, solange es nur „Krypto“ ist.

Der typische Chartverlauf eines scheintoten Einhorns, das nur wiederkehrt, um Investoren ärmer zu machen, sieht so aus: Der Coin enstand frühestens 2017 und spätestens Mitte 2020, idealerweise als Kind des ICO-Hypes; wenn er schon zuvor existierte, stieg der Preis Ende 2017 erheblich an, gerne auch um den Faktor 100 innerhalb weniger Monate, um dann immer weiter zu fallen, bis er im März 2020 einen Tiefpunkt erreichte, der oft weniger als 10 Prozent des Spitzenwertes betrug. Danach stieg er langsam an, mitgezogen von Bitcoin und Ethereum; im Januar beschleunigte sich der Anstieg, im Februar explodierte der Kurs auf surreale Höhen. Preissteigerungen um den Faktor 10 bis 50 findet man nicht selten, zum Teil gibt es sogar Kryptowährungen, die vor einem Jahr eine Marktkapitalisierung von 10 Millionen Dollar hatten und nun mehr als eine Milliarde Dollar wert sind. Fast alle Einhörner marschieren im Gleichschritt durch diese Entwicklung, unabhängig davon, ob sie Nutzer haben oder es relevante Neuigkeiten gibt.

Die CeFi- und DeFi-Token repräsentieren immerhin sinnvolle und konstruktive neue Geschäftsmodelle. Zweifel hingegen sollte die starke Vermehrung der Ethereum-Killer wecken: Warum sind schon allein in diesen Rängen 12 Blockchains, die mit Ethereum konkurrieren, mehr als eine Milliarde Dollar wert? Und das, wo noch nicht die drei dominanten Ethereum-Killer Cardano, Binance und Polkadot eingerechnet sind? Absurd wird es, wenn etwa Kusama mehr als eine Milliarde wert wird, obwohl es explizit eine Art Testnetz für Polkadot ist.

Daher präsentiert uns der Einhorn-Index ein zweischneidiges Bild: Wir sind ganz offensichtlich in einer Blase, da ungemein viele Krypto-Token unerhörte und durch keinen sachlichen Grund verdiente Preissteigerungen erfahren haben. Gleichzeitig gibt es aber gerade im Bereich der CeFis und DeFis viele erfolgreiche Geschäftsmodelle, die durch Token und Smart Contracts gestützt werden, und die selbst in dieser Zeit noch Wachstums-Potenzial haben könnten.

Die Einhorn-Parade

Im Folgenden könnt ihr meine Notizen lesen. Ich habe mir von unten nach oben die Einhörner auf Coinmarketcap angeschaut, also von Rang 67 (am Freitag) bis zu Rang 20 (gestern), und mir Notizen zu Preis, Funktion und meiner Einschätzung des Tokens gemacht. Die Notizen sind nur minimal redigiert, aber hoffentlich dennoch informativ:

ICON

Ist eine Blockchain mit Proof of Stake und rascher Blockfolge. Gibt einige Anwendungen, auch mit DeFi und so, aber die meisten Blöcke enthalten nur die Miner-transaktion. ICO Ende 2017, Marketcap während Hype Anfang 2018 auf 4 Miliarden Dollar gesprungen, aber schon im Frühjahr 2018 unter eine Milliarde gefallen. Dann fortleben als Zombiecoin, im Frühjahr 2020 eine Marktkapitalisierung unter 100 Millionen Dollar, Preis 12 Cent, nun 1,76.

Kategorie: Ethereum-Killer.

Revain

Der Coin ging Ende 2017 als ERC-Token auf Ethereum an den Start, vermutlich im Zuge einer ICO. Revain ist eine „Review Platform for Crypto Community“. Man bekommt Tokens, wenn man high-quality Reviews schreibt. Es gibt immerhin einige Reviews zu verschiedenen Projekten um Banking und Crypto; die Reviewer geben sich Mühe und erhalten dafür Karma. Die meisten Reviewer sind aus Nigeria, Indien und der Türkei, vielleicht, weil es sich für sie lohnt, sich so etwas zu verdienen.

Der Preis von Revain fällt seit einem Jahr konstant, um Ende 2020 rapide zu steigen. In diesem Zuge hat die Marktkapitalisierung die Schwelle von einer Milliarde Dollar geknackt.

Kategorie: Appchain

OKB

Der Coin der Börse von OKex. Die Token geben einen Discount auf Trading-Gebühren, erlauben es, durch Staking zu verdienen, an Token-Sales teilzunehmen und mehr. Der Coin wird seit März 2019 gehandelt; der Kurs steigt relativ konstant in Dollar, stagniert oder sinkt jedoch in Bitcoin. Die Marktkapitalisierung lag 2019 bei etwa 50 Millionen Dollar, 2020 bei 200-300 Mio. Im Januar 2021 rasanter Aufstieg auf bis zu 1,2 Mrd.

Kategorie: CeFi

0x (ZRX)

Das Token für Dex-Protokoll auf EtH. 0x ist ein „Liquiditäts-Aggregator“, der zahlreichen DEX-Netzwerken unterliegt und diese verbindet. Angeblich liefen im Januar 2021 6 Milliarden Dollar über das 0x-Protokoll. Die ZRX-Token benötigt man für manche Operationen, und sie erlauben ein Liquiditäts-Staking.

Handelsbeginn Mitte 2017 nach einer ICo, Blase Anfang 2018 mit Spitze bei 2 Dollar. Seitdem relativ volatile Fahrt zum Boden, den das Token im März 2020 mit 14 Cent erreichte. Von dort aus wieder langsam aufwärts, in Bitcoin jedoch im Januar 2021 auf Allzeittief, in Dollar hingegen wieder bei 1,50 Dollar.

Kategorie: DeFi

NEAR Protocol

NEAR ist eine „Open Source Plattform, die die Entwicklung von Dezentralen Applications“ beschleunigt. Sie erlaubt, auf Blockchains zu bilden „wie nie zuvor“, und bietet Brücken an, um Ethereum-Assets und Solidity-Contracts auf NEAR zu bringen. Das Token dient dem Governance und erlaubt das Staking von NEAR. Blöcke gibt es alle 1,1 Sekunden, am Tag verarbeitet NEAR derzeit 6.000 bis 10.000 Transaktionen.

Seit September 2020 gelistet. Der Preis startete mit 1,7 Dollar, sank dann auf etwa 90, und ist nun bei etwas mehr als 4 Dollar. Marktkapitalisierung konstant steigend, im Oktober noch gut 100 Millionnen, nun bei etwa 1,1 Mrd.

Kategorie: Ethereum-Killer.

WAVES

Waves ist eine Plattform für Token und Smart Contracts. Sie hat Blockintervalle von etwa einer Minute und derzeit je Block 2-50 Transaktionen.

Waves ist seit Mitte 2016 da. Der handel startete mit einem Preis von 20 Cent. Während der Blase stieg WAVES auf 17 Dollar, stürzte dann aber Stück für Stück ab, immer tiefer, bis der Kurs Anfang 2020 wieder bei etwa 50 Cent lag. Von dort aus ging es hoch, um nun wieder bei rund 10 Dollar zu stehen. Die Marktkapitalisierung hat während der letzten Blase einen Höchststand von 1,7 Mrd erreicht, lag im Januar 2020 noch unter 100 Millionen Dollar und ist nun wieder bei etwa 1,1 Mrd.

Kategorie: Ethereum-Killer.

REN

REN ist ein Protokoll, um andere Kryptowährungen und Assets durch die RenVM zu Ethereum und damit zu DeFi zu bringen. Also eine Brücke. Die REN Token werden benötigt, um einen Node zu betreiben, der die Brücke sichert.

Start Frühjahr 2018 mit Preis von 9 Cent. Schwankte lange um diesen Bereich herum, kleine Blase mit 14 Cent im September 2019, im März 2020 Tiefpunkt bei 3 Cent. Von dort Aufstieg, im Sommer lokaler Höhepunkt mit mehr als 40 Cent, heute absoluter Rekord mit mehr als einem Euro. Die Marketcap war noch Anfang 2020 bei weniger als 50 Millionen Dollar. Heute bei 1,13 Mrd.

Kategorie: DeFi

NEXO

Nexo ist eine Plattform, um Geld zu leihen und zu verleihen, sowohl Kryptowährungen als auch Stablecoins als auch Bankgeld. Ist eher eine moderne Art von Sparkonto. Wenn man sich die Zinsen in Nexo-Token auszahlen lässt, bekommt man zwei Prozent mehr; wenn man einen gewissen Anteil der Guthaben in Nexo hält, erhöht sich der Zinssatz nochma

Das Token erreichte m Frühjahr 2018 den Handel. Der Kurs sank von 20 Cent auf 7-10 Cent, blieb relativ lange in diesem Bereich. Erst 2020 mehrere kleine Ausbrüche auf 20 Cent, Ende 2020 und Anfang 2021 schließlich hoch auf mehr als 2 Dollar. Womit die Marktkapitalisierung auch auf mehr als eine Milliarde Dollar anstieg.

Kategorie: CeFi

THORChain (RUNE)

Ist ein dezentrales Liquidity Protocol, ähnlich wie 0x, und wird unter anderem von ShapeShift verwendet. Es läuft sowohl auf der Binance Blockchain als auch der ETH-Blockchain.

Existiert seit Mitte 2019. Handel startet mit Marktpreis von 1,5 Cent. Bleibt in dem Bereich mit kleinen Schwankungen zwischen 0,7 und 1,4 Cent bis Juni 2020. Dann Aufstieg, lokales Hoch im Sommer bei 1,1 Dollar, kleiner Knicks runter zu 40 Cent, dann erneuter Auftsieg, und diesmal auf mehr als 5 Dollar. Marktkapitalisierung Anfang Januar 2021 noch rund 10 Millionen Dollar, nun 1,1 Milliarden.

Kategorie: DeFi

UMA

UMA „erlaubt DeFi-Entwicklern, synthetische Assets auf Ethereum zu bilden“. Sprich: Man kann damit andere Coins, Assets, Währungen auf ETH zu tokenisieren. Das Token hat vor allem Governance-Funktionen.

Start im Juni 2020 mit 1,34 Dollar. Lokales Hoch im September bei 22 Dollar, Fall auf 7, dann wieder Anstieg mit Allzeithoch von 42 Dollar, nun 21. Marktkapitalierung schon im September kurz über einer Milliarde, im Februar für einen Moment über zwei Milliarden, nun aber bei gut 1,2 Mrd.

Kategorie: DeFi

Celsius (CEL)

Wie Nexo: Ein Online-Konto, bei dem man Token und Stablecoins verleihen und leihen kann. Auch die Token funktionieren ähnlich: Wenn man sich die Zinsen in CEL auszahlen lässt, steigen sie, z. B. für Tether von 12,5 auf 15,85 APY. Dazu gibt es wohl noch ein System mit Loyality Points.

CEL sind seit Herbst 2018 im Handel. Anfangs 6 Cent, bis Anfang 2020 recht konstant zwischen 4 und 7 Cent, dann Aufstieg auf mehr als zehn, im Sommer schließlich auf 30 Cent, im Herbst 2020 auf mehr als einen Euro, nun über 5. Die Marktkapitalisierung war Anfang 2020 noch unter 20 Millionen. Nun liegt sie bei gut 1,2 Mrd.

Kategorie: CeFi

Yearn.Finance

Yearn ist eine relativ komplexe DeFi-App, die es erlaubt, Liquidität zu bündeln, Zinsen zu generieren, Versicherungen abzubilden und Gaspreise zu senken. Die YFI Token sind Governence Token, sie erlauben es, das Protokoll zu ändern / über Änderungen abzustimmen. Eventuell haben sie noch weitere Funktionen, wie Liquiditäts-Staking.

Start Sommer 2020 mit Preis von 785 Dollar. Dann rasanter Aufstieg auf bis zu 41.000 Dollar, sinken jedoch wieder auf unter 10.000 im November, um von dort wieder über 40.000 Dollar zu steigen. Nun sind sie bei etwa 35.000 Dollar. Die Marktkapitalisierung betrug kurz 1,6 Milliarden Dollar, umfasst nun aber 1,26 Milliarden.

Kategorie: DeFi

Zilliqua

Eine PoS-Blockchain für dezentrale Apps. Z. B. Revain und Unstoppable Domains. Kooperiert mit ChainLink.

Handel beginnt im Frühjahr 2018 mit 10 Cent. Sinkt auf 4 Cent, rast dann im Mai auf 18, sinkt von dort aus aber immer weiter, mit Tiefpunkt im Mai 2020 bei 0,4 Cent. Von hier aus geht es wieder aufwärts, wieder über zehn Cent. Enorme Wertsteigerung: Die Marktkapitalisierung war vor einem Jahr unter 50 Mio, ist nun über 1,3 Mrd.

Kategorie: Ethereum-Killer

Ethereum Classic (ETC)

Seit langem bekannte Fork von Ethereum, die damals als Reaktion auf die Zensur des DAO-Hacks entstand. Ist aber mittlerweile ohne besondere Ambitionen in die Bedeutungslosigkeit abgerutscht.

ETC entstand 2016. Der Preis lag zunächst bei 1,5 Dollar, stieg im Zuge der Blase Ende 2017 auf 45, sackte dann aber langsam udn kontinuierlich ab. Das Tief lag Anfang 2020 bei 4 Dollar. Von dort aus ist er mittlerweile wieder nach oben geschossen, mit einem Hoch bei 17 Dollar, nun aber wieder bei 12.

Kategorie: Ethereum-Killer

BitTorrent

BitTorent ist ein Token auf der Tron-Blockchain. Es tokenisiert „das größte dezentrale File-Sharing-Protokoll“, BitTorrent. Mit den Token bekommt man mehr Speed beim Download, beispielsweise.

Start Anfang 2019 mit 0,05 Cent, im Sommer Anstieg auf 0,15 Cent, dann kontinuierlicher Fall auf weniger als 0,02 Cent im März 2020. Von dort leichter Aufstieg, aber noch im Januar 2021 weniger als 0,04 Cent. Erst im Februar schießt das Token in die Höhe, 0,17 Cent als Spitze, nun noch 0,14 Cent – und eine Marktkapitalisierung von 1,4 Mrd. Dollar.

Kategorie: App

Ravencoin

Ein relativ gewöhnlicher Coin: eine Fork von Bitcoin, mit verändertem Mining und veränderten Blockinterwallen. Normales Mining. Fairer Start, erlaubt mithilfe von integriertem IPFS unique Assets zu bilden. Ein solider, fairer Coin.

Seit Anfang 2018 da. Anfangs für rund 4 Cent gehandelt, dann sinkt er mit leichten Erholungen bis Januar 2021 kontinuerlich. Noch am 21. Januar weniger als 1,7 Cent wert. Dann schießt er plötzlich in die Höhe, kurzzeitig auf 27 Cent, nun bei 18. Market Cap steigt von 130 Mio auf 1,5 Milliarden.

Kategorie: Kryptowährung

Zcash

Fork von Bitcoin, übernimmt auch dessen langsame Ausschüttung von Coins, integriert Privacy-Tech. Gilt technisch als meisterhaft, aber so gut wie keine Verwendung als Zahlungsmittel.

Start Ende 2016 mit surrealem Preis von 1000 Dollar. Sinkt kontinuierlich, von der Blase Ende 2017 unterbrochen, um Ende 2019 einen Tiefpunkt von rund 20 Dollar gefunden zu haben. Von dort aus langsamer Aufstieg, der sich dann Ende 2020 / Anfang 2021 beschleunigt. Nun auf 133 Dollar, Marktkapitalisieurng von 1,5 Mrd.

Kategorie: Kryptowährung

Voyager Token

Voyager ist eine App, mit der man Bitcoins und mehr als 50 weitere Kryptowährungen kaufen und verkaufen und bis zu 9,5% Zinsen im Jahr auf Stablecoins und 6,5 Prozent auf Bitcoins verdienen kann. Das Token kann man mit bis zu 3 Prozent Zinsen staken, ferner bekommt man Cashback-Belohnungen, wenn man es hält.

Geschaffen wurde das Token im Sommer 2017 durch eine ICO. Der Preis betrug zunächst 5 Cent, stieg dann während der großen Blase Ende 2017 auf 11 Dollar, um dann endlos zu fallen. Anfang 2020 weniger als 2 Cent, Marktkapitalisierung unter 4 Millionen Dollar. Dann 2020 Anstieg auf Marktkapitalisierung von 59 Millionen. Im Januar Explosion, der Preis des Tokens steigt von 15 Cent auf mehr als 7 Dollar, die Marktkapitalisierung auf mehr als eine Milliarde.

Kategorie: CeFi

Fantom (FTM)

Fantom ist eine Blockchain-Plattform, mit einem eigenen, angeblich super skalierbaren Konsensprotokoll. Wirbt damit, kompatibel mit Ethereum zu sein, so dass man die ETH-Dapps einfach auf Fantom übertragen kann. Die meisten Blöcke haben allerdings bislang gar keine oder maximal eine Transaktion.

Seit Oktober 2019 im Handel, Start mit 1,5 Cent, rascher Anstieg auf 24 Cent, dann langer Abstieg, ab Februar 2020 weniger als 1 Cent. Erst im Juli 2020 wieder mehr als 1 Cent, im Herbst kurze Blase auf 4 Cent, dann wieder Abstieg auf unter 2 Cent, ab Januar Explosion auf beinah 60 Cent und eine Marktkapitalisierung von 1,5 Milliarden Dollar.

Kategorie: Ethereum-Killer

PancakeSwap

Pancake-Swap ist ein UniSwap-Klon auf der Binance-Blockchain: Man kann Token tauschen und Liquidität bereitstellen, um Zinsen zu verdienen. Seit die Gebührenkrise bei Ethereum eskaliert ist, wurde Pancake-Swap zur bevorzugten Alternative und sieht dementsprechend ein rasant gestiegenes Volumen.

Im September 2020 erstmals gehandelt, zu Preis von knapp 1,40 Dollar. Bis Februar Preis unter 1 Dollar, zum Teil sogar bei unter 30 Cent. Dann Anstieg, mit Spitze bei 17 Dollar, jetzt bei knapp 13. Marktkapitalisierung war lange Zeit unter 50 Millionen Dollar, teils sogar unter 20, ist im Februar kurz sogar auf 2 Milliarden gestiegen, nun bei etwa 1,6.

Kategorie: DeFi

Decred

Decred ist eine klassische, aber innovative Kryptowährung mit einem Hybrid-Konsens mit Proof of Work und Proof of Stake. Die Blockchain wirbt mit einem in den Konsens integrierten Governance-Mechanismus und einer Abgabe von 10 Prozent des Coinbase-Rewards in die Entwickler-Arbeit. Allerdings hat Decred kaum Nutzer, eine zufällige Stichprobe ergab gerade mal 109 Transaktionen in 50 Minuten.

Seit Anfang 2016 im Handel. Bis Anfang 2017 Preis 0,5-1 Dollar, 2017 starker Anstieg, Anfang 2018 mehr als 100 Dollar, danach aber konstanter Abstieg. Im März 2020 rund 10 Dollar, noch im Oktober gerade mal 12. Ab November erneuter starker Anstieg, der ab Februar schon senkrecht geht und eine Spitze von fast 170 Dollar erreicht. Marktkapitalisierung zwischenzeitlich bei mehr als 2 Milliarden Dollar, nun bei etwa 1,8 Milliarden.

Kategorie: Kryptowährung

Kusama (KSM)

Kusama ist „Polkadots wilder Counsin“. Kusama ist sozusagen das wilde, riskante Testnetz für Polkadot, der „Risiken auf sich nehmende, schnell vorwärts rasende ‚Kanarienvogel im Stollen‘ für seinen Cousin Polkadot“. Das Netzwerk basiert auf derselben Codebasis wie Polkadort und „ist eine experimentelle Entwicklungsumgebung für Teams, die schnell vorangehen wollen oder sich für den Start auf Polkadot vorbereiten wollen.“

Start Januar 2020, Preis zwischen 1,10 und 2 Dollar bis März 2020, bis Juli unter 10 Dollar, dann bis September zwischen 10 und 20 Dollar, dann Aufstieg auf 30-50 Dollar, ab Januar 2021 mehr als 50 Dollar, im Februar schließlich fast senkrechter Aufstieg auf bis zu 250 Dollar. Nun bei 221 Dollar und Marktkapitalisierung von fast 1,9 Milliarden.

Kategorie: Testnetz eines Ethereum-Killers

Unus Sed Leo (LEO)

LEO sind die Token der Börse Bitfinex. Start im Mai 2019 bei etwa einem Dollar. Kurzer Anstieg auf knapp 2, dann Fall auf stellenweise 80 Cent, wieder Anstieg, bis zu 1,30 Dollar, dann, im Februar, plötzlich senkrecht auf 2 Dollar.

Kategorie: CeFi

Compound (Comp)

Comp ist das Governance-Token vo Compound, einer Lending-DeFi. User erhalten COMP, wenn sie Liquidität bereitstellen, und sie können mit den COMP-Token über Entscheidungen zum Design der dApp abstimmen.

Start im Juni 2020 mit 85 Dollar. Blitzschneller Aufstieg auf 380 Dollar. Dann sukzessiver Fall, bis auf 83 Dollar im November. Von dort Aufstieg, der sich im Februar senkrecht beschleunigt und bis zu 540 Dollar erreicht. Nun bei etwa 436 und einer Marktkapitalisierung von 2 Milliarden.

Kategorie: DeFi

Avalanche (AVAX)

Avalanche ist einer der Ethereum-Killer, immerhin technisch originell und mit einigermaßen einer aktiven Community um Emin Gün Sirer. Start Ende September 2020, 5,70 Dollar, bis Ende des Jahres langsames Sinken auf 2,80-3,60 Dollar, dann Anstieg, Ende Januar bei etwa 12 Dollar. Dann, wie üblich, im Februar parabolisch auf bis zu 55 Dollar, von dort aus wieder auf 26 Dollar runter. Marktkapitalisierung war vorübergehend 4 Milliarden, nun etwas über 2.

Kategorie: Ethereum-Killer

Filecoin (FIL)

Filecoin ist ein dezentrales Netzwerk für Filesharing. Der Coin wird für diejenigen ausgezahlt, die Speicherplatz zur Verfügung stellen, und benutzt, um dafür zu bezahlen.

Start Oktober 2020 bei 112 Dollar, dann langer Marsch runter, noch am 8. Februar bei knapp 25 Dollar, jetzt bei etwa 37. Einer der wenigen Coins, die nicht im Februar senkrecht gingen, und es dennoch in die Einhorn-Liga schaffen.

Kategorie: App

The Graph (GRT)

The Graph ist ein „Indexing Protokoll“ um Netzwerke wie ETH und IPFS per API abzufragen. Könnte ein nützlicher Teil von Web 3 sein.

Start im Dezember 2020 mit 24 Cent, rasch auf 60 Cent, bis Anfang Februar schwankt der Kurs zwischen 28 und 59 Cent. Dann geht es erst langsam rauf auf etwa einen Dollar, dann die Explosion auf 2,68 Dollar, von dort aus Abstieg, nun bei 1,75 Dollar und einer Marktkapitalisierung von fast 2,2 Milliarden Dollar.

Dash (Dash)

Dash ist eine altbekannte Kryptowährung, über die wir schon das eine oder andere Mal berichtet haben.

Start 2014. Preis zwischen 1 und 12 Dollar bis 2017. Dann Aufstieg auf kurz mehr als 1200 Dollar Anfang 2018, von dort wieder langsamer, quälender Abstieg. Tiefpunkt bei 42 Dollar Anfang 2020, von dort wieder langsam aufwärts, im Februar kurz über 300 Dollar, nun immerhin noch 213 und eine Marktkapitalisierung von 2,1 Milliarden Dollar.

Kategorie: Kryptowährungen

SushiSwap (Sushi)

Ist Governance Token der DeFi-dApp SushiSwap: ein dezentraler Marktplatz für Token auf Ethereum, der in Konkurrenz zu UniSwap steht.

Start im September 2020 mit gut einem Dollar, Anstieg auf 10 Dollar, dann ebenso rasanter Fall zurück auf 3 Dollar, von dort langsamer Abstieg auf bis zu 50 Cent im November. Dann wieder Aufstieg, der im Januar 3 Dollar erreicht, sich dann beschleunigt, und Anfang Feburar bei 15-17 Dollar steht und dort recht konstant bleibt. Die Marktkapitalisierung beträgt fast 2,2 Milliarden Dollar.

Kategorie: DeFi

Maker (MKR)

MKR ist das Governance-Token der Maker-DAO, die den DAI-Dollar-Stablecoin erschafft. Eine feste Größe in DeFi.

Anfang 2017, Preisfindung aber erst Ende 2017 mit etwa 270-290 Dollar, dann bis Januar 2021 Schwankungen zwichen meist 300 und 600 Dollar, mit Ausreissern bis auf etwas mehr als 1000 und etwas weniger als 250 Dollar. Mitte Januar springt der Preis auf 1.500 Dollar, im Februar auf mehr als 2500, kurzzeitig auf beinah 2.900. Nun aber wieder bei 2200, und eine Marktkapitalisierung von 2,2 Milliarden Dollar.

Kategorie: DeFi

Algorand (ALGO)

Algorand ist eine Proof-of-Stake-Blockchain, die laut eigener Aussage sicher und dezentral ist und exzellent skaliert. Sie löst also das altbekannte „Blockchain-Trilemma“. Wirbt auch mit DeFi und dApps. Hat immerhin einige Transaktionen und auch einige Dapps und Token.

Start Juni 2019 mit 3 Dollar, rasches und konstantes Sinken auf 16 Cent im März 2020. Abgesehen von einer kurzen Spitze mit 60 Cent im August bleibt der Coin bis Januar 2021 in einem Kanal zwischen 20 und 40 Cent. Bis Februar Anstieg auf 60 Cent, dann geht es senkrecht auf 1,50 Dollar, udn wieder zurück auf 1,09 Dollar. Die Marktkapitalisierung beträgt beträchtliche 2,26 Milliarden Dollar.

Kategorie: Kryptowährung / Ethereum-Killer

Synthetix (SNX)

SNX ist eine Plattform um Derivate von anderen Assets auf Ethereum zu bilden, etwa sUSD, sETH, sBTC, sEUR und viele andere. Ein komplexes, aber interessantes DeFi-Produkt.

Erster Handel im März 2018 mit gut 40 Cent. Erreicht im Mai 2018 eine Spitze von gut 70 Cent, fällt dann auf teils kaum mehr als 4 Cent. Aufschwung 2019 auf bis zu 1,23 Dollar im November. Dann erneuer Abbau, bis zu 50 Cent im März 2020. Nun wieder Anstieg, im September sechs Dollar. Einknicken auf 2,50 Dollar im November, Explosion im Februar auf 25 Dollar. Auch nach Korrektur auf 20 Dollar liegt die Marktkapitalisierung bei 2,3 Milliarden Dollar.

Kategorie: DeFi

Elrond (EGLD)

Elrond ist „eine hochskalierbare, schnell und sichere Blockchain-Plattform“, durch die man „eine neue Internet-Ökonomie“ bilden kann. Ausgereizt wird die massive Skalierbarkeit allerdings nicht, da es kaum mehr als 10 Transaktionen je Minute gibt.

Start im September 2020 mit 14 Dollar, bis Dezember unter 10 Dollar, dann Aufstieg auf knapp 30 bis Ende Dezember, 40 im frühen Januar, 60 Anfang Februar, um dann, durch den unvermeidbaren Senkrechtstart im Februar, auf 195 Dollar zu schießen. Nach einer Korrektur nun bei etwa 144 Dollar und einer Marktkapitalisierung von 2,37 Milliarden Dollar.

Kategorie: Kryptowährung

Terra (LUNA)

Terra ist „programmierbares Geld für das Internet“, das „Terra Stablecoins“ ermöglicht. Terra ermöglicht Smart Contracts auf der „CosmWasm“-Technologie und gibt Zugang zu Lending-Plattformen. Es scheint ein Token zu sein, durch das man Stablecoins auf mehreren Blockchains starten kann.

Erstmals im Juli 2019 mit 1,31 Dollar gehandelt. Fortlaufender Niedergang des Kurses mit einem Tiefpunkt bei 12,5 Cent im März 2020. Von dort aus langsame Erholung, doch noch im November liegt der Preis bei gerade mal 30 Cent. Ende Dezember 67 Cent, Ende Januar 89 Cent. Dann ein Senkrechtstart auf 7 Dollar, leichte Korrektur auf 6 Dollar. Marktkapitalisierung 2,4 Milliarden Dollar.

Kategorie: Ethereum-Killer (?)

Huobi Token

Huobi ist das Token der chinesischen Börse Huobi.

Dieses Token ist seit Anfang 2018 auf dem Markt. Schwankte bis Januar 2021 zwischen 90 Cent und 5 Dollar ohne erkennbaren Trend. Dann die übliche Explosion, die auf bis zu 24 Dollar führte, aber ziemlich aggressiv auf nun 14,40 Dollar absackte. Dennoch ist die Marktkapitalisierung weiterhin satte 2,69 Miliarden Dollar.

Neo (Neo)

Neo ist ein „entwickler-freundliches, durch die Community getriebenes offenes Netzwerk für eine Smart Contract Ökonomie“. Es gilt als einer der ältesten, in China beheimateten Ethereum-Killer überhaupt.

Handelsbeginn im September 2016 mit knapp 20 Cent. Im Lauf des Jahres 2017 Aufstieg auf bis zu 176 Dollar, dann der übliche, langsame Abstieg, der im März 2020 ein Tief von gut 5 Dollar erreicht. Von dort aus langsamer Aufstieg, aber Ende 2020 kaum über 16 Dollar. Erst im Laufe des Januars über 20 Dollar, im Februar kurz auf beinah 50, nun wieder bei 37. Die eher pflichtbewusste als energiegeladene Rally führt dennoch zu einer beachtlichen Marktkapitalisierung von 2,65 Milliarden Dollar.

Kategorie: Ethereum-Killer

FTX Token (FTT)

FTX ist eine Börse mit einem Schwerpunkt auf gehebelte, andauernde Futures für Kryptowährungen. Das FTT-Token ist „das Rückgrat des FTX-Ökosystems“. Holder bekommen vergünstige Gebühren, können das Token staken usw. Das Token läuft sowohl auf Ethereum als auch der Binance-Blockchain.

Handel läuft im September 2019 mit einem Preis von 1,72 Dollar an. Nach Fall auf etwa 1,20 ein sanfter Anstieg, im Sommer 2020 bei gut 3 Dollar, im Dezember bei gut 4 Dollar, Ende Dezember dann Beschleunigung auf rund 6 Dollar. Januar beginnt dann der parabolische Anstieg, erst auf 8 Dollar am 11. Januar, gut 12. Dollar am 1. Februar, um dann senkrecht zu steigen mit enem Höhepunkt von mehr als 33 Dollar. Nun steht das Token bei gut 29 Dollar und einer Marktkapitalisierung von 2,76 Milliarden Dollar.

Kategorie: CeFi

Tezos (XTZ)

Tezos ist eine Kryptowährung, die sich durch Proof-of-Stake, eine hohe Skalierbarkeit und eine Governance auszeichnet, welche alle Stakeholder integriert. Die Technik ist wohl recht fortschrittlich, doch die Blöcke sind in der Regel relativ leer.

Beginnt Ende Juni 2018 mit Preis von 4,40 Dollar. Dann fällt der Coin zügig auf etwa 40 Cent, steigt im Mai 2019 wieder auf gut einen Dollar, pendelt zwischen 80 Cent und 1,50 Dollar, um Anfang 2020 kurz auf 3,50 Dollar zu springen, auf 1,30 Dollar einzubrechen, erneut auf mehr als 4 Dollar zu steigen, nocheinmmal auf unter 2 Dollar zu fallen, und dann Anfang 2021 noch mal zu springen, diesmal auf mehr als 5 Dollar. Nun ist Tezos etwa 3,60 Dollar wert und bringt eine Marktkapitalisierung von 2,73 Milliarden Dollar zusammen.

Kategorie: Kryptowährung

VeChain (VET)

VeChain ist eine öffentliche Blockchain mit nativen „Meta-Transaktionen“, was spezielle Transaktionsformate meint, etwa Multi-Party-Zahlungen, Multi-Task-Transaktionen, die Kontrolle des Lebenszyklus einer Transaktion, spezielle Bedingungen und mehr. Die Blockintervalle sind etwa 10 Sekundne, die meisten Blöcke enthalten aber maximal drei Transaktionen.

Start im August 2018. Preis steigt von 1,3 Cent auf 1,8 Cent, fällt dann jedoch in ein Tal von 0,3 Cent und bewegt sich bis Juni 2020 in einem Kanal von 0,3 bis 0,7 Cent. Dann bricht der Coin aus, erreicht im September 2020 2 Cent, fällt wieder auf etwa einen Cent, um dann ab Januar aggressiv zu steigen, bis Ende des Monats auf 3 Cent, dann mit dem obligatorischen Februar-Senkrechtstart auf eine Spitze von 6 Cent. Von dort aus fällt er auf nun 4,3 Cent und eine Marktkapitalisierung von heute 2,8 Milliarden Dollar.

Kategorie: Kryptowährung

Theta (THETA)

Theta ist ein „Next Generation Video Delivery Netzwerk“, das die Online-Video-Branche aufmischen soll. Es handelt sich um ein P2P-Netzwerk für das Ausliefern von Videos, in welchem das Theta-Token Anreize setzt. Es handelt sich dabei offenbar um eine eigene Blockchain.

Handelsstart im Januar 2018, Preis bis Mai 2020 zwischen 10 und 20 Cent. Dann erstmals Aufstieg auf 40 Cent, Rücksetzer auf 21, bis Oktober erstmals bei 73 Cent. Nach einer kurzen Pause beginnt Mitte Dezember ein starker Anstieg, der am 20. Februar bei 3,73 Dollar gipfelt. Danach leichter Fall zurück auf 3,25 Dollar. Die Marktkapitalisierung beträgt heute 3,25 Milliarden Dollar.

Kategorie: App

Tron (TRX)

Ethereum-Killer seit September 2017. Absoluter Höhepunkt Anfang 2018 mit 20 Cent, danach langer Fall, der im März 2020 mit 1 Cent seinen Tiefpunkt findet. Anschließend milder Anstieg, der Ende Januar gut 3 Cent erreicht, sich dann beschleunigt und bei 6 Cent gipfelt. Eher kraftloser, rein pflichtbewusste Rally eines Coins, der sein Pulver schon verschossen hat. Marktkapitalisierung aber weiterhin über 3 Milliarden Dollar.

Kategorie: Ethereum-Killer

Bitcoin SV (BSV)

Durch die Abenteuer von Craig Wright wohlbekannte Bitcoin-Fork, die trotz einiger technisch interessanter Ansätze dabei ist, in die Bedeutungslosigkeit abzurutschen. Preis in BTC auf Allzeittief, Marktkapitalisierunug aber weiterhin deutlich über drei Milliarden Dollar.

Kategorie: Kryptowährung

IOTA (MIOTA)

Alter „Alles-Killer“, der seit Mitte 2017 gehandelt wird. Das ambitionierte, aber weiterhin zentralisierte Projekte dürfte allgemein bekannt sein. An den Preis-Höhepunkt von 5 Dollar im Januar 2018 denken vermutlich viele noch wehmütig, vor allem diejenigen, die den Coin durch den ganzen Bärenmarkt gehalten haben, der auch hier im März seinen Tiefpunkt fand, mit 13 Cent. Von dort auf sanfter Anstieg, der sich im Februar beschleunigt, um bei 1,50 Dollar zu gipfeln. Noch weit von alten Höhen entfernt, aber mit einer Marktkapitalisierung von 3,4 Milliarden Dollar auch nicht zu vernachlässigen.

Kategorie: Kryptowährung

EOS

Ein weiterer altgedienter Ethereum-Killer, der sich offenbar nicht durchsetzen konnte. Preis ist mit 3,70 Dollar weit von ehemaligen Höhen entfernt, profitierte aber doch von der Rally. Zumindest ein Stück. Wirkt aber auch etwas mutlos; der Kurs in Bitcoin ist auf einem Allzeittief.

Kategorie: Ethereum-Killer

Crypto.com (CRO)

Wallet mit Debitkarte und Verzinsung von Coins und Stablecoins. Vergleichbar mit Nexo und Celsius. Wer sich in CRO auszahlen lässt, erhält höhere Zinsen, wer genügend Token hält, ebenfalls.

CRO landete im Dezember 2018 mit 2 Cent auf Börsen und verhält sich dort aufstrebend-volatil: Es stieg im Frühjahr 2019 auf 8 bis 10 Cent, fiel bis Januar 2020 wieder auf 3 Cent zurück, stieg kurz auf 7 Cent, fiel wieder auf 3, um dann im Sommer sogar auf 18 Cent zu steigen. Nach einem weiteren Rücksetzer auf 7 Cent explodierte der Kurs im Februar mit einem Höhepunkt von 23 Cent. Heute liegt der Kurs bei knapp 15 Cent, was eine Marktkapitalisierung von 3,6 Milliarden Dollar ergibt.

Kategorie: CeFi

Cosmos (ATOM)

Ein „interoperables Ökosystem von miteinander verbundenen Blockchains“: Skalierbar, Nutzbar, Interoperabel, mit einem sichere, neuen Konsens-Algorithmus. Gut für Token und Smart Contracts, also ein „Ethereum-Killer“. Allerdings nicht mehr als eine Handvoll Transaktionen je Minute, soweit ich es sehe weniger als zehn.

Der Kurs schwankte seit dem Markteintritt im März 2019 zwischen 3 und 7 Dollar, mit einer Tendenz nach unten, die im März 2020 bei 1,68 Dollar einen Tiefpunkt fand. Im Lauf des Sommers 2020 kroch ATOM aus dem Boden hervor, pendelte sich dann für einige Monate bei gut 4 Dollar ein, um dann im Januar auszubrechen, auf bis zu neun Dollar zu steigen, und im Februar an der allgemeinen Explosion teilzunehmen, die ATOM auf bis zu 24 Dollar katapultierte. Heute steht der Coin bei 18,50 Dollar und einer Marktkapitalisierung von 3,9 Milliarden Dollar.

Kategorie: Ethereum-Killer

Über Christoph Bergmann (2068 Artikel)
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25 Kommentare zu Die Parade der untoten Einhörner

  1. Objektiv handeln // 2. März 2021 um 12:24 // Antworten

    Boah, was ne ausführliche Analyse. Scheint dir ja ne Herzensangelegenheit zu sein…

  2. Ich glaube, dass Crypto durchgehend in einer Blase war und ist. Der Grund ist sehr einfach: Auch die erfolgreichsten Projekte sind bisher sehr selbstreferentiell – Crypto dreht sich fast ausschließlich um (Spekulation in) Crypto. Wirklicher Mehrwert, abseits von Spekulation, ist bisher noch sehr selten und mir fällt gar kein Projekt ein dessen Wert auf der Basis echter Funktionalität gerechtfertigt erscheint. Gleichzeitig kann man natürlich endlos darüber diskutieren was „echte Funktionalität“ und „echter Wert“ überhaupt ist.

    Ich beziehe da auch Bitcoin und Ethereum mit ein, denn worauf basiert der Wert von BTC? Man könnte vielleicht im Bestfall sagen BTC sei „virtuelles Gold“, ein Wertspeicher. Dann aber ein extrem spekulativer. Eine kryptographische Währung ist BTC aber sicherlich nicht oder kaum. Ethereum: In 2017 war Ethereum das „ICO-Netzwerk“, jetzt ist es eine (vollkommen überteuerte) DeFi-Plattform. Binance: Egal ob Börse oder Binance-Chain(s)… 99% der Funktion ist Spekulation.

    Insofern: Fragt man sich wo die Funktionalität ist die tatsächlich realen Wert schafft, dann ist die zwar nicht total abwesend, aber im Vergleich bisher noch so gering das man kaum sagen kann irgendein Projekt habe den aktuellen Wert verdient.

    Gleichzeitig: Wir sind noch sehr früh im Blockchain-Spiel. Ich bin davon überzeugt, Blockchains werden ein sehr bedeutender Teil der Zukunft und in mehr Bereiche hineinreichen und verändern als wir uns heute vorstellen können (ähnlich wie das Internet selbst). Deshalb vergleiche ich den Markt mit dem „Neuen Markt“ in den 90ern. Damals wurde auch viel Schrott gehyped und eigentlich schien niemand so wirklich zu wissen wohin die Reise gehen soll. Amazon war eine kleine Klitsche und fiel im folgenden Crash um über 90%. Andere heutige Giganten wie Facebook usw. existierten noch nicht mal.

    Lange Rede kurzer Sinn: M.A.n. ist ausnahmslos alles überbewertet, all das muss sich erst noch beweisen. Dennoch wird manches aus diesem Sumpf entstehen das dann real sehr funktional, verändernd und wertvoll sein/werden wird. Meine persönliche Intention ist: Ich möchte die zukünftigen Gewinner im Portfolio haben – und deshalb kaufe ich vieles, weil ich einfach keine Ahnung habe welche Blockchains etc. in 10 Jahren tatsächlich bedeutend sein werden. Und genau das, Typen wie ich, treiben den Markt.

    • Das ganze Leben ist durchgehend eine Blase mit Höhen und Tiefen. Letzten Endes wird man immer bei Bitcoin landen, denn das ist momentan das sicherste Invest. Alles Andere ist mit mehr Risiko verbunden. BTC ist in erster Linie Wertspeicher. Wenn das kein Nutzen im Sinne des Kommentators ist, dann weiß ich auch nicht. Aber dieser Elefant wird gerne übersehen, denn man sucht ja nach irgendetwas „sinnvollem“.

  3. Björn Rank // 2. März 2021 um 12:32 // Antworten

    Hallo Christoph, habe den Beitrag gelesen und finde in Teilen sehr unsachlich und schlecht recherchiert. Vorweg muss ich sagen das ich befangen bin, da ich Investor in Elrond bin. Man muss aberbauch wissen, dass ich nicht in Coins sondern in Technik investiere. Meine Frage, wie kommt man darauf einen Token wie z.B. Cardano mit Elrond zu vergleichen? Der eine liefert, der andere redet nur von „liefern“. Alles was Cardano irgendwann mal erreichen will, läuft auf Elrond schon. Ich finde es ein wenig traurig, auch wenn man als Journalist nicht alles wissen und beachten kann, dass hier wirklich gute Produkte, harte Arbeit als Entwickler und vor allem NACHWEISBARE und REALE Leistungen, keine Fiktion, so schlecht beurteilt werden. Und sorry, aber im realen Wirtschaftsleben kann sowas ganz schnell, recht unangenehm werden. Meinungen, sollten niemals Fakten übertrumpfen.

    • Ich kenne natürlich nicht alle der hier dargestellten Assets, etwa Elrond. „Liefern“ im technischen Sinne reicht bei Kryptowährungen allerdings ebensowenig wie bei sozialen Netzwerken. Eine Software für ein soziales Netzwerk kann, selbst wenn sie technisch brillant ist, auch mit einer Milliarde Dollar erheblich überbewertet sein, wenn das soziale Netzwerk keine User hat.

      Hat Elrond Anwendungen? Wie viele Transaktionen am Tag?

      Mit Cardano gebe ich dir recht: Nach 3 Jahren Ankündigungsmarathon und Charles-Hoskinson-Egoshow ist da überraschend wenig passiert. Aber sie sind bekannt und bekommen daher Anfragen für Apps.

  4. Stark! Machst dir bestimmt keine Freunde mit dem Artike.
    Das ist Journalismus!

  5. Hans Frosch // 2. März 2021 um 13:24 // Antworten

    Wie die Situation mit den vielen Einhörnern sich wohl darstellen würde, wenn der Bitcoin und Ethereum nicht so abartig hohe Gebühren hätten? Da dürfte wohl jeder auf die gleiche Antwort kommen.

  6. Hallo Christoph,
    super ausführlicher Artikel.
    Kleine Anmerkung:

    Die CeFi-Token geben den Nutzern weder Rechte auf Mitsprache noch auf Einnahmen

    Beim CeFi NEXO werden 30% des Unternehmensgewinns an die Tokenhalter als Dividende ausgeschüttet.

  7. Fühlen sich bestimmt paar aufs „Einhorn“ getreten mit dem Artikel 😉

  8. Toller Artikel, vielen Dank!

    Ich habe noch eine Frage zu Crypto.com. Diese sind zwar als CeFi klassifiziert, aber neulich haben sie einen großen Token Burn durchgeführt, mit der Begründung demnächst auf ein dezentrales Mainnet umzusteigen. https://blog.crypto.com/70-billion-cro-to-be-burned/

    Wie soll das denn gehen, einerseits wollen sie DeFi werden aber gleichzeitig gibt es noch einen CEO?

  9. Eine Wahnsinns Arbeit, ein wertvoller Artikel!

    Also ich finde Dash ziemlich gut.

    Als ich 2017 bei Bitcoin eingestiegen bin, kam bald die Ernüchterung. Soviel war klar: den Sprichwörtlichen Kaffee bezahlen geht mit Bitcoin nicht. Zu teuer und zu langsam. Insgesamt ist der Bitcoin als Zahlungsmittel nur sehr bedingt geeignet. Vielleicht um sich ein Tesla zu kaufen.

    Dash besitzt alle Nachteile von Bitcoin nicht: Transaktion quasi in Echtzeit, minimale Gebühren und hohe Privatsphäre.

    Und Bitcoin ist halt Gold geworden….

  10. Paul Janowitz // 2. März 2021 um 23:17 // Antworten

    Schöne Zusammenfassung, Christoph! Auch wenn ich Deiner Einordnung in „Währung/App/DeFi/CeFi/…“ nicht immer ganz zustimmen würde…
    In der Liste nicht so passend ist es wäre eventuell schade um Decred, denn es ist ein tatsächlich dezentralisierter Coin mit innovativer Governance Lösung und wird stetig vollständig Open Source weiterentwickelt. Der Rest ist mehr oder weniger Pump&Dump oder gar Scam. Siehe frühere Kommentare zu EOS & Co.

    @Netcube
    Ich stimme Dir größtenteils zu, Crypto ist zu >99% reine Spekulation, Bitcoin mittlerweile leider eingeschlossen, da kommen jetzt zu den bisherigen Zockern noch groß gewordene Startups dazu, die mitzocken wie z.B. der bereits vor der Dotcom Blase zu knapp 10 Millionen USD Entschädigung an klagende Investoren verdonnerte Michael Saylor. Er hat damals massiv Bilanzen gefälscht, einen massiven Gewinnanstieg (ca. 100% im Jahresverlauf) in den Büchern gehabt und den Kurs damit in die Höhe getrieben. Herausgestellt hat sich stattdessen ein kräftiger Verlust, was natürlich entsprechende Turbulenzen an den Börsen hervorgerufen hat (siehe Google Suche „Microstrategy stock“ -> Maximale Timeline und den anfänglichen Peak bei knapp 4k$, dann runter auf unter 1% davon und irgendwo 10 Jahre auf diesem Niveau, bis zum Bitcoin Announcement). Ich nenne es Gambling, aber auch für ihn und für Elon kann es unter Umständen gefährlich werden, siehe Mcafee, der wohl wegen Manipulation der Kryptomärkte aktuell in Spanien in U-Haft sitzt.

    Insofern: Fragt man sich wo die Funktionalität ist die tatsächlich realen Wert schafft, dann ist die zwar nicht total abwesend, aber im Vergleich bisher noch so gering das man kaum sagen kann irgendein Projekt habe den aktuellen Wert verdient.

    Bitcoin hat doch seine tatsächlich nachgefragte und nützliche Anwendung vor Jahren mit Silk-Road gefunden, man hat es in 10 Jahren+ nur verspielt, zu skalieren und sich um Privacy zu kümmern, obwohl alle involvierten Vordenker gerade diese als Essentiell erachtet haben. Nach Silk Road kamen auch die ersten „seriösen“ Händler hinzu, bis hin zu Microsoft, aber Bitcoin hat das Momentum verspielt, indem es jede Skalierbarkeit abgewürgt und immer wieder zu „Fee Events“ geführt hat, dazu wollte man sich um die vermeintlich illegalen Early Adopter auch nicht kümmern und Mixer haben einen Großteil der Transaktionskapazität im Netzwerk aufgesaugt. Natürlich besteht die Gefahr für einen Hersteller scharfer Messer, dass mit einem davon jemand ermordet wird. Heißt das im Umkehrschluss, er sollte auf den letzten Schliff verzichten? Ein Krimineller wird das dann selbst übernehmen, der überwiegende Rest muss mit den stumpfen Messern auskommen…

    Wie gesagt: Ich mag von gestern sein, aber für mich war Bitcoin und ist seit mittlerweile über 5 Jahren Monero „A Peer-to-Peer Electronic Cash System“, ganz im Sinne des Cypherpunk Manifestos von 1993:
    „Therefore, privacy in an open society requires anonymous transaction systems. Until now, cash has been the primary such system. An anonymous transaction system is not a secret transaction system. An anonymous system empowers individuals to reveal their identity when desired and only when desired; this is the essence of privacy.“
    Quelle: https://www.activism.net/cypherpunk/manifesto.html

    Der Größte Marktplatz im Darknet, WHM bietet seit Bestehen ausschließlich Monero an (mittlerweile nichtmal mehr BTC über einen externen Exchange Service), der größte Marktplatz nur für Weed-related Stuff, hauptsächlich in Europa, CannaZon hat vor einigen Tagen alle User und Anbieter dazu aufgerufen, auf Monero zu switchen, weil Bitcoin Transaktionen zu teuer und zu unsicher sind. Leider kommen mit der Adoption auch die Zocker und selbst Grayscale hat schon einen Monero NFT angekündigt… Aber sei’s drum, es gibt bereits heute eine reale Anwendung für Kryptowährungen: Digitales, dezentrales, privates, unzensierbares Geld. (Fast nichts davon trifft mittlerweile auf Bitcoin zu).
    Kleines Beispiel: Das Tabaksteuergesetz in Deutschland wird aktuell auf E-Zigaretten ausgeweitet und Liquids (die rein synthetisch hergestelltes Nikotin enthalten) werden jetzt nach und nach mit dieser zusätzlichen Steuer belastet, die die Fläschchen für den Endverbraucher um ca. 200% verteuern würde. Ich habe mir von einigen Händlern sagen lassen, dass sie gewillt sind, ihren Verkauf ins Darknet zu verlegen, weil es sonst praktisch das Aus für die Branche bedeutet… Vermutlich werden immer mehr Branchen folgen, siehe Cannabis in den USA und den Staaten, in denen es legal ist. Banken, PayPal & CC wollen die Händler nicht bedienen, obwohl sie ein legales Geschäft betreiben…

    Solange wir dieses „einfache“ Ziel der Adoption als Payment nicht geschafft haben, ist alles mehr oder weniger Crypto Casino, außen vor bleiben Corporate Blockchains, die aber keine Token rausgeben müssen, sondern reale Anwendungen forcieren.

    @Kranich
    Ich hab den CEO mal kennengelernt, noch bevor er Crypto gemacht hat (damals Groupon Klon in Asien) und hatte etwas Einblick in seine früheren geschäftlichen Tätigkeiten… Würde ihm keinen halben Millimeter trauen, und schon ganz sicher nicht bei Geld.

    @Tom N.
    Das mit der Privatsphäre war ein Witz, oder? Selbst Bitcoin hat mittlerweile Privacy Tools, die denen von Dash um mindestens zwei Potenzen überlegen sind, wenn auch kostspielig.

    • Paul Janowitz // 2. März 2021 um 23:23 // Antworten

      Nachtrag zur Privatsphäre, habe den Link leider vergessen in meinen Kommentar einzubauen…
      https://youtu.be/Dnhfhc-yXGQ
      Scott Stornetta gilt als Erfinder der Blockchain, lange vor Bitcoin… Das ganze Interview kann man auch bei Youtube finden, einfach ihn + Adam Back suchen, der sitzt nämlich auch auf der Bühne und gibt etwas ähnliches von sich, auch wenn er behauptet, dass Bitcoin noch Privatsphäre bekommen wird, mit Confidential Transactions, Schnorr Signaturen & Lightning Network 😀

    • @Paul Janowitz
      Danke Paul für die Nachhilfe. Ich stecke nicht so tief in der Materie, kratze sozusagen an der Oberfläche. Bisher war Dash für mich ein (relativ) anonymer Coin..
      Tor und der interne Mixer – dachte ich immer – gewährleisten eine gewisse Anonymität…
      Habe gerade gelesen, dass Dash den Fokus auf Anonymität im letzten Jahr aufgegeben hat und man jetzt aktiv die Option „PrivateSend“ wählen muss.

      Nach meinem Gefühl ist das jedoch immer noch mehr Privatsphäre, als bei Bitcoin standardmäßig vorhanden ist.

      • Paul Janowitz // 4. März 2021 um 15:57 //

        Ja, ein PrivateSend hat auf den ersten Blick mehr Privatsphäre als eine simple Bitcoin Transaktion, aber deutlich weniger als ein ordentlicher CoinJoin bei Bitcoin über Wasabi/Samourai. Das Problem bei dieser scheinbar „besseren“ Privatsphäre ist, dass sie trotzdem sehr schwach ist und den User in vermeintliche Sicherheit trügt, die nicht vorhanden ist.

        Leider ist optionale Privacy, auch wenn sie gut wäre (wie z.B. bei Zcash) oder ordentliche CoinJoins bei Bitcoin (zu dreistelligen Fiat-Kosten) auch Murks, siehe:
        https://twitter.com/Marty_P_B/status/1366737347887456260
        Man kann argumentieren und sagen, dann sind alle Monero Transaktionen „verdächtig“ und wenn eine Börse das so handhaben will, wird sie Monero nicht listen. Wenn Monero irgendwo gelistet bzw. akzeptiert wird, kann man sich sicher sein, dass kein „tainting“ von „bösen“ Coins passieren wird.
        Da gibt es unter den Top100 Coins im Market Cap nur Monero, wo Privatsphäre seit 2014 konsequent umgesetzt und optimiert wird. Es finden sich noch einige kleine Coins, die entweder Monero geforkt haben oder zkSnarks von Zcash konsequent für alle Transaktionen umsetzen, aber dort findet man in kaum einem Block eine Transaktion, wohingegen Monero mittlerweile täglich 5-10% der Transaktionen prozessiert im Vergleich zu Bitcoin, im Schnitt etwas weniger als Dash, aber auf einem ähnlichen Level.

        Das einzige, was ich Dash abgewinnen kann ist, dass sie tatsächlich versuchen die üppig vorhandenen Funds mit Airdrops an den Mann zu bringen und so Merchant Adoption zu forcieren, aber das scheint selbst in Venezuela & Co. nicht besonders erfolgreich zu sein…

      • Tom N. // 4. März 2021 um 18:00 //

        Danke Paul, habe wieder was gelernt. 🙂

  11. Ich kann die Beurteilung zu Tron (TRX) nicht nachvollziehen:

    Durch die hohen Gebühren bei Ether wurde Tether schon seit einiger Zeit auch auf andere Blockchains gebracht. Jedoch gab es kaum Börsen / Dienste, die Tether auf alternativen Chains unterstützt hat. Nun scheint sich das zu ändern, und Tron ist hier das Netzwerk, das von immer mehr Börsen als Alternative zu Ether zum Transfer von Tether verwendet wird.

  12. Aus meiner Sicht ist der reine Blick auf Marktkapitalisierung zu einseitig und daher nicht nützlich bzw. sogar gefährlich, wenn man den Wert eines Crypto Assets ermitteln möchte.

    Denn die Marktkapitalisierung ist ja nur der rein rechnerische Gesamtwert aller Anteile x den zuletzt gehandelten Preis. Vor allem in kleinen Märkten mit niedrigen Handelsvolumen lassen sich dabei schnell sehr Hohe Marktkapitalisierungen erreichen, weil die Preisfindung einfach zu langsam ist oder die verfügbaren Anteile eines Assets schlicht wenige sind.

    Verlässlicher für die Wertbestimmung sind dabei andere Faktoren die reale Wirtschaftswachstum abbilden (Userzahlen / Anzahl er Anwendungen auf jeweiligen Blockchain / Anzahl (Echter) Transaktionen auf der jeweiligen Blockchain / Anzahl der Wallet Adressen usw).

    Hier sieht es bei allen Assets (ohne BTC/ ETH) schon seit Jahren seeehr schlecht aus. Bzw. es werden diese echten Indikatoren sogar bewusst verwaschen um Aktivität vorzutäuschen (BCH / Binance Chain usw. usw.)

    Wer das nicht sehen will oder kann weil er in eines dieser Projekt involviert ist sitzt auf einem Toten Pferd und wird im nächsten Bärenmarkt wieder mit -90% abgestraft.

    @Paul Janowitz
    „Solange wir dieses „einfache“ Ziel der Adoption als Payment nicht geschafft haben, ist alles mehr oder weniger Crypto Casino“

    Wenn man nur einen Aspekt als Indikator für Erfolg nimmt, hast du recht. Aber bezogen auf Bitcoin oder Geld im allgemeinen haben wir nicht nur einen Hauptzweck sondern 3 (Zahlungsmittel/Wertspeicher/Recheneinheit). Daher würde ich nicht alles auf den Payment Gedanken konzentrieren. Bei Lightning hast du wieder deine Privatsphäre und den Payment Ansatz.

    • Paul Janowitz // 4. März 2021 um 11:01 // Antworten

      Marktkapitalisierung ist in der Tat ein sehr schlechter Indikator, das habe ich hier auch schon oft geschrieben, denn überspitzt wenn ich einen Paulcoin rausgebe, nur 1.000.000 Stück, davon aber 999.999 behalte und nur einen davon öffentlich Dir (oder meinem Zweitaccount) verkaufe, dann kann ich die Marktkapitalisierung beliebig nach oben treiben, solange niemand anders einen Token für einen niedrigeren Preis verkaufen kann. Natürlich verlangen Börsen eine gewisse Liquidität (meist in Form von Listing Fees), aber mit wenigen Marktteilnehmern, die einen Großteil halten, kann man den Markt beinahe beliebig manipulieren -> siehe XRP.

      Bei Lightning hast du wieder deine Privatsphäre und den Payment Ansatz.

      Hast Du Lightning schonmal für eine dreistellige Zahlung in Fiat genutzt? Ganz zu schweigen von höheren Beträgen… Lightning funktioniert spieltheoretisch leider nicht, da jeder Teilnehmer erstmal einen Batzen Geld in den Topf werfen muss, welches er dann nicht mehr so einfach wieder rausbekommt. Als Merchant muss man sich um eingehende Liquidität kümmern, bei der jemand anders seine Bitcoin für einen einfriert und sich dafür meist bezahlen lässt usw.

      nicht nur einen Hauptzweck sondern 3 (Zahlungsmittel/Wertspeicher/Recheneinheit)

      Wie nachhaltig kann ein „Geld“ sein, dessen einzige Anwendung der Wertspeicher sein soll? Sind wir da nicht ganz gefährlich nahe an den Tulpenzwiebeln, die auch kaum jemand gebraucht hat, aber da sie selten waren in der Tulpenmanie endeten und dann auch schnell wieder verschwanden? Als Zahlungsmittel wird Bitcoin aktuell gefühlt noch weniger genutzt als vor 5 Jahren, als einige große Brands diesen implementiert haben. Auch im Darknet ist der Bitcoin als Zahlungsmittel auf dem Rückzug, ich sehe auch kaum nennenswerte Lightning Adoption bei Händlern. Bei der Recheneinheit kann man in der Krypto-Blase an sich Bitcoin als Recheneinheit sehen, denn andere Coins werden oft gegen BTC gehandelt, aber auch das wird durch USDT strittig gemacht…

      • Zitat: „Wie nachhaltig kann ein „Geld“ sein, dessen einzige Anwendung der Wertspeicher sein soll?“

        Die Frage kann man bei Gold ebenso stellen. Und dennoch wird es seit tausenden Jahren in erster Linie genau dafür genutzt.
        BTC sollte man vielmehr als Konkurrenz zum Fiatgeld sehen. Genau deshalb wird er ja immer interessanter und steigt rapide im Wert. Gehe einfach von gleichbleibendem Wert bei BTC aus. Dann siehst Du, wie stark die Weltwährungen abwerten. Es ist also riskant, in Fiat-Währungen zu bleiben.
        Wie sagte letztens jemand im Coinforum: Investiere nur Geld in BTC, welches Du NICHT bereit bist, zu verlieren. 🙂

      • Paul Janowitz // 5. März 2021 um 22:04 //

        Gold hat seit mindestens Jahrhunderten eine religiöse „reale“ Nachfrage, dazu kommt Schmuck und ähnliche Exposition, die in Goldzähnen usw. gipfelte, aber auch einen gewissen Bedarf in der Industrie. Die Grundnachfrage ist also unstrittig und bildet einen Sockelwert, der bei Bitcoin schlicht nicht vorhanden ist und der Kurs basiert mittlerweile nur noch abstrakt auf dem Glauben der Einzelnen.

        Nur: Gold zu fördern oder zu bewegen hat immer den gleichen „Aufwand“ benötigt, bei Bitcoin waren es vor kurzem noch Centbeträge pro Transaktion, aktuell eher Dollar-/Euro-Beträge, falls die „Adoption“ als Wertspeicher weitergehen sollte, geht es schnell in Richtung x100 oder x1000 und wird für fast alle nutzlos, womit wir wieder bei einer Tulpenmanie der Wenigen sind, die irgendwann platzt, weil kein „neuer“ mehr dafür bereit ist zu bezahlen.

      • @Paul:
        Die „Grundnachfrage“ im Vergleich zum „Spekulationspreis“ also dem Wertspeicherpreis ist in etwa zu vergleichen, wie die Grundnachfrage beim BTC nach der Zahlungsfunktion. Jetzt vergleiche Gold und dessen Zahlungsfunktion mit BTC und Du wirst feststellen, dass BTC wertvoller ist, denn wie sonst kann man insbesondere größere und große Bargeldbestände sichern, ohne großen Haufen an physischem Material anhäufen zu müssen.

        BTC wird daher in Zukunft eher für Milliardenbeträge wie z.B. bei Tesla und Microstrategy interessant. Die von Dir erwähnte „Masse“ kann dann LTC oder Doge für den alltäglichen Zahlungsverkehr nutzen. Schnell, günstig, einfach, weltweit, grenzenlos. BTC wird wie Gold eher Reservewährung, aber einfacher zu transportieren und zu handeln.

      • Paul Janowitz // 7. März 2021 um 10:22 //

        Das ist ein Wunschdenken von Bitcoin Maximalisten, welches sich als falsch erweisen wird, denn die Blase wird (wieder) und irgendwann zum letzten Mal platzen. Und nein, Doge oder Litecoin lösen keines der Probleme von Bitcoin. Selbst nicht die Skalierbarkeit, denn sie verharren weiter mit festen Variablen und verschieben das Problem nur in die Zukunft.

      • Paul Janowitz // 7. März 2021 um 10:47 //

        Übrigens sind Tesla und Microstrategy ideale Beispiele für Blasen, Tesla 700% binnen eines Jahres und Michael Saylor hat ja bereits eine interessante Geschichte auf dem Buckel…
        https://www.nytimes.com/2000/12/15/business/microstrategy-chairman-accused-of-fraud-by-sec.html

  13. Heute Nachmittag wurde ein weiteres Einhorn geboren: Es heißt Enjin. Mal’ebend einen Sprung um +40% gemacht.

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