Währung in limitierter Auflage: Die Mengenbegrenzung des Bitcoins

Begrenzte Geldmenge als wirksamer Schutz gegen Inflation

Bitcoin ist ein relativ neues und sehr innovatives elektronisches Zahlungsmittel, das ähnlich wie Bargeld gehandhabt werden kann. Einzelne Bitcoins werden durch das Lösen komplexer mathematischer Aufgaben erzeugt, was als Mining bezeichnet wird. Seit Einführung des Bitcoins ist nicht nur das Interesse an dieser digitalen Währung gewachsen, sondern auch die Anzahl der Benutzer. Gleichzeitig wächst die vorhandene Geldmenge stetig. Doch hier findet sich eine Besonderheit des Bitcoins im Vergleich zu anderen Währungen: Die Anzahl generierter Bitcoins ist nach oben hin begrenzt.

Um im Bitcoin-Netzwerk Transaktionen durchführen zu können, bedarf es sogenannter Blöcke. Diese werden weltweit und dezentral in einer bestimmten Anzahl pro Zeitperiode generiert, pro Stunde genau sechs Stück weltweit. Auf die Geschwindigkeit, mit der diese Blöcke errechnet werden, kann direkt Einfluss genommen werden. Dies geschieht, indem die Schwierigkeit zur Lösung einer Aufgabe modifiziert wird. Für jeden erzeugten Block wird eine Belohnung von 50 Bitcoins ausgezahlt. Im Laufe der Jahre wird sich diese Belohnung jedoch immer wieder halbieren, wodurch die Rate der erzeugten Bitcoins verringert wird.

Dies dient dem Zweck das Geldmengenwachstum nach oben hin auszubremsen, bis irgendwann die maximale Anzahl an Bitcoins erreicht wird. Diese liegt bei 21 Millionen Bitcoins, darüber hinaus findet keine weitere Erzeugung von Bitcoins statt. Eine solche Geldmengenbegrenzung bietet dem Zahlungsmittel genau das, was aktuell diverse Währungen, allen voran der Dollar, dringend nötig hätten: Einen wirksamen Schutz vor Inflation.

Kritische Stimmen könnten dem nun entgegnen, dass dadurch eine Deflationsgefahr entstünde. Dies wäre vor allem dann der Fall, wenn auf die Wertsteigerung der Bitcoins spekuliert würde, was wiederum eine Geldhortung nach sich zöge. Eine Deflation hätte aber auch zu bedeuten, dass die Waren – in Bitcoin gemessen – immer günstiger werden würden. Da es sich aber bei Bitcoins um eine rein digitale Währung handelt, bleibt abzuwarten, ob sich eine Wertsteigerung tatsächlich auf die Umlaufgeschwindigkeit auswirkt. Fakt ist jedoch, dass sich das Bitcoin Netzwerk so schnell nicht mit den Folgen einer Inflation herumschlagen muss. Gerade in Zeiten heftig schwankender Werte könnten Bitcoins daher immer interessanter werden, auch für Anleger.

Über Christoph Bergmann (1545 Beiträge)
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