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Als Anonymus Geld ausgeben – Wie unsichtbar sind Bitcoin Überweisungen?

Selbst in der Bitcoin Community ist es eine Streitfrage, ob man Bitcoin nun als anonym bezeichnen soll oder nicht. Fakt ist, dass sich Transaktionen nicht so ohne weiteres auf einen bestimmten Nutzer zurückführen lassen. Zwar werden alle Transaktionen als solche öffentlich angezeigt, was auch für jedermann leicht einsehbar ist, aber eine Zuordnung kann nur dann erfolgen, wenn auch nutzerbezogene Daten hinterlegt sind. Diese werden jedoch oftmals benötigt, um überhaupt Transaktionen durchführen zu können, wie beispielsweise Name und Adresse bei Online-Einkäufen benötigt werden.

Und nicht nur mit Tools wie dem Block Explorer lassen sich die Transaktionen einsehen, sie werden auch auf jedem Rechner gespeichert, auf dem ein Bitcoin-Client installiert ist. Das muss auch so sein, denn das gesamte Netzwerk beteiligt sich an der Verifizierung einzelner Überweisungen. Nur so kann auf Dauer sichergestellt werden, dass Bitcoins fälschungssicher bleiben. Es ist also der bekannte Konflikt zwischen Sicherheit und Anonymität, der auch vor dem Bitcoin Netzwerk nicht halt macht.

Die frei verfügbaren Informationen verraten aber nicht alles: Es wird dargestellt, welcher Betrag zu welcher Zeit unter Verwendung welches öffentlichen Schlüssels verwendet wurde. Wer hier nur einmal reinschnuppern möchte, um zu sehen, wer gerade was und wo ausgibt, wird sich nur mit ellenlangen alphanumerischen Codes konfrontiert sehen, die mehr Verwirrung stiften als Informationen Preis zu geben. Das heißt allerdings nicht, dass Kriminelle hier ungesehen ihren Machenschaften nachgehen können.

Um die Transaktionen Nutzern zuordnen zu können, sind weitere Informationen wie z.B. eine E-Mail-Adresse nötig. Das geschieht beispielsweise beim Onlinehandel mit Bitcoins. Denn hier sind solche Daten nötig, um eine Überweisung sinnvoll zuordnen zu können.

Über Christoph Bergmann (2361 Artikel)
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