Hacker frieren Datenbank der Stadt Detroit ein und verlangen 2.000 Bitcoin

"One of the 3 interesting things to look at in Detroit" von Laughlin Elkind via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Bekanntlich ist Detroit eine Stadt mit schwerem Schicksal. Hacker, die die Stadtverwaltung erpressen wollen, wären nicht wirklich nötig gewesen. Wie jetzt bekannt wurde, haben Cyberkriminelle eine Datenbank als Geisel genommen, um dafür 2.000 Bitcoin Lösegeld zu erpressen.

Der Cyberangriff geschah bereits im April, doch erst vor einigen Tagen hat Detroits Bürgermeister Mike Duggan auf einer US-Konferenz zur Cybersicherheit von dem Vorfall berichtet. Details über den Angriff gab er wohl nicht bekannt. Er sagte laut The Detroit News lediglich, dass eine Datenbank „eingefroren“ worden war, um 2.000 Bitcoin Lösegeld zu erpressen. Die Stadt habe aber nicht bezahlt, da sie die Datenbank nicht nutzte oder benötigte. Glück gehabt.

Ein Wachrüttler sei dieser Vorfall dennoch gewesen. Der Angreif demonstriere, wie veraltet die Hard- und Software der Stadt sei. Zum Teil habe die Stadtverwaltung zehn Jahre alte und ungenügend aktualisierte Programme. Ein anderer Mitarbeiter der Stadt, der in Detroits Bankrott verwickelt war, war ebenfalls das Opfer von Cyberangriffen geworden. Diese beinhalteten Drohmails und die Abbuchung eines „signifikanten“ Betrags von seinem Bankkonto. Duggan sagte, aufgrund des Zeitpunktes sei es wahrscheinlich, dass hinter dem Angriff eine politische Agenda stehe.

Laut dem Staat Michigan gibt es 500.000 Cyberangriffe auf die Systeme der Regierung – jeden Tag. Dazu zählen zwar auch Spam-Emails, aber die Zahl zeigt dennoch, wie massiv die Angriffe aus dem Netz mittlerweile sind, denen alle Behörden ausgesetzt sind. In Zeiten klammer Gemeindekassen und steigender Anforderungen an sichere IT-Systeme könnte dies eine tickende Zeitbombe sein.

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