US-Marshals versteigern weitere 50.000 Bitcoin

"USMS Rita Crundwell Auction 085" von Office of Public Affairs via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Die US-Regierung dürfte sich über die Stabilisierung des Bitcoin-Preises freuen. Sie versteigert bis zum 4. Dezember 50.000 weitere Bitcoins, die das FBI bei der Festnahme von Dread Pirate Roberts vor mehr als einem Jahr beschlagnahmt hat.

Bereits im Juni hat der US Marshals Service knapp 30.000 Bitcoin versteigert, die das FBI von der Silk Road beschlagnahmt hatte. Nun beginnt er, die Bitcoins aus dem Besitz von Ross Ulbricht, dem Administrator der Silk Road, ebenfalls zu versteigern. Im ersten Schritt werden 50.000 der virtuellen Münzen den Besitzer wechseln. Diese seien ein Teil der Bitcoins, die in Wallet-Dateien auf verschiedenen Computern im Besitz von Ross Ulbricht gefunden worden sind. Im Januar 2014 habe das Bezirksgericht New York mit diesem ein Abkommen getroffen, dass die Bitcoins versteigert werden dürfen.

Die 50.000 Bitcoin werden in zwei Serien versteigert: einmal 10 Pakete à 2.000 Bitcoin und einmal 10 Pakete à 3.000 Bitcoin. Die Bieter müssen sich bis zum 01. Dezember bei dem Service registrieren, indem sie entsprechende Dokumente einreichen und entweder 100.000 Dollar (Serie 1) oder 150.000 Dollar (Serie 2) hinterlegen, um zu beweisen, dass sie das notwendige Kapital besitzen. Am 5. Dezember werden die Gewinner der Versteigerung informiert.

Die Versteigerung ist nicht auf US-Bürger beschränkt. Ausländer müssen jedoch die Beträge vom Konto einer US-Bank überweisen. Die US-Marshals werden keinerlei Informationen über die Gewinner bekannt geben.

Bei der letzten Auktion hat sich der Gewinner jedoch zu erkennen gegeben: Es war Tim Draper, ein US-Investor. Er hatte sämtliche anderen Bieter überboten und plant, mit den 30.000 Bitcoin Liquidität auf die Märkte von Entwicklungsländern zu bringen. Dies war als bullisches Signal gewertet worden, nachdem die Versteigerung bereits Ängste auf einen weiteren Crash hervorgerufen hatte. Es wird zwar nicht anzunehmen sein, dass jemand Bitcoins ersteigert, um sie sofort wieder zu verkaufen, aber tatsächlich dämpft die Versteigerung die Nachfrage nach Bitcoin auf den Börsen. Dass auch nach dieser Auktion noch fast 100.000 Bitcoins darauf warten, versteigert zu werden, sollte dem Bitcoin-Kurs einen weiteren Dämpfer verpassen.

 

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1 Comment on US-Marshals versteigern weitere 50.000 Bitcoin

  1. Die Aufklärungsrate von Bitcoin-Verbrechen ist wohl deutlich höher als die die mit Koffern von Fiat Money begangen werden.

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  1. Versteigerung der Silk Road Coins, Start-Ups aus der Schweiz, Akzeptanzstellen in der Niederlande | BitcoinBlog.de - das Blog für Bitcoin und andere virtuelle Währungen
  2. … und die nächsten 50.000 Bitcoins kommen unter den Hammer | BitcoinBlog.de - das Blog für Bitcoin und andere virtuelle Währungen

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